Kellerüberschwemmung - Ablauf richtig eingebaut?

Diskutiere Kellerüberschwemmung - Ablauf richtig eingebaut? im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo an die Experten hier im Forum, gleich vorweg: Ihr habt es mit einer absoluten Laiin zu tun. Ich bitte also schon jetzt um Nachsicht....

  1. risa

    risa

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    Hallo an die Experten hier im Forum,
    gleich vorweg: Ihr habt es mit einer absoluten Laiin zu tun. Ich bitte also schon jetzt um Nachsicht.

    Folgender Sachverhalt:
    Im Keller wurde aufgrund eines allgemeinen Umbaus ein neuer Kellerablauf eingebaut. Grund: Das Eindringen von Wasser (kam bei der vorherigen Einbausituation 3x in 10 Jahren vor) sollte verhindert werden. Eingebaut wurde „Der Universale“ von Kessel, diesen hatte der Installateur so bestimmt.

    Kaum war der erste Starkregen vorüber, hat sich herausgestellt, dass dieser Ablauf die Belastungsprobe nicht bestanden hat und wir eine Überschwemmung hatten wie noch nie zuvor. Es waren ALLE Kellerräume überschwemmt, wo es sich bei den 3 Malen zuvor immer nur auf einen Raum, den Waschkeller, beschränkt hat. Seitdem zittere ich bei jedem stärkeren Regen, dass wir wieder überschwemmt werden …

    Nun zur Einbausituation (siehe Bilder):

    IMG_7319.JPG IMG_7672.JPG IMG_8975.JPG
    • Am oberen Rand des ersten Bildes ist die Hausaußenmauer zu sehen, hier kommt die Leitung von außen ins Haus.
    • Verstehe ich es richtig, dass der Arm vor der Absperrung (rechts, führt zum WC) nie abgesperrt werden kann (herzlich willkommen allen Ratten aus der Kanalisation) , und wir demzufolge immer wieder Gefahr laufen, überschwemmt zu werden?
    • Das mittlere Bild dient nur zur Orientierung, die Außenmauer ist links.
    • Wie auf dem 3. Bild zu erkennen ist, kam das Wasser auch durch das WC ins Haus
    Frage: Gibt es einen fachlichen Grund, dass das so eingebaut wurde, oder wurde das schlichtweg falsch gemacht? Der Installateur, der den Ablauf eingebaut hat, stellt sich seitdem leider tot und reagiert nicht, sodass ich da erst mal mit keiner Antwort rechnen kann. Mir wäre aber natürlich daran gelegen, dass, sollte es ein Fehler sein, dieser behoben wird.

    1000 Dank schon mal vorab für euer Feedback

    .
     
  2. Domski

    Domski

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    Wie ist die Entwässerung außen angelegt? Gehen Regen- und Schmutzwasser in einen gemeinsamen Kanal (ich vermute ja)? Gibt es außerhalb des Gebäudes noch technische Einrichtungen? Wie hoch liegt die Rückstauebene?

    Wo kam der Wassereintritt her? Nach Bild 3 kam der Wassereintritt übers Klo.

    Zum Ablauf: Der hat einen Rückstauverschluss und einen Notverschluss, den man von Hand betätigen muss. Das könnte passen, nützt nur nix gegen Überschwemmung übers Klo....
    Je nachdem wie hoch die Rückstauebene liegt, hätte eine zentrale Rückstausicherung eingebaut werden müssen. Erster Kandidat ist der Bodenablauf. Ist der zu und das Wasser steigt, kommts aus dem Klo. Ist das zu, würde es kurze Zeit später aus dem Waschbecken kommen.
     
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  3. BaUT

    BaUT

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    Hier wäre eine ordentliche Entwässerungsplanung unter Berücksichtigung der Rückstauebene und ggf. erforderlichen Einbau einer Hebeanlage notwendig gewesen. Eine Rückstauklappe alleine rettet gar nix, wenn bei geschlossener Rückstauklappe innerhalb des Hauses noch eine Spülmaschine oder eine Waschmaschine läuft und geduscht wird oder....
    ...dann staut sich das Brauchwasser im Haus vor der Rückstauklappe und läuft am untersten Abfluss heraus.
     
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  4. #4 Diamand, 11.09.2020
    Diamand

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    Wird das WC im Keller benötigt? Wenn nicht unbedingt so würde ich dieses entfernen.

    Die Leitung welche nach draußen geht würde ich auch höher setzen und erst außerhalb des Hauses wieder auf die alte Höhe bringen.

    Da wo das Loch auf dem ersten Bild ist entweder einen Pumpensumpf oder eine Hebeanlage für Fäkalien setzen. Natürlich dies nur dann wenn das WC bleiben soll/muss.
     
  5. risa

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    Herzlichen Dank für die Antworten und Fragen.

    Ja, Regen- und Schmutzwasser gehen in einen Kanal und das Wasser kam über das Klo ins Haus.

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht sehr viel über die Entwässerung des Hauses, da ich mich bis zum Tod meines Vaters um dieses Thema nie gekümmert habe/kümmern musste. Schlecht, wie sich jetzt herausstellt. Es gibt einen Plan von einer Kanalinspektion, aus dem ersichtlich ist, wie der Kanal verläuft. Da steht etwas von 1,80 m Tiefe. Würde es helfen, den Plan hochzuladen?

    Eigentlich würde ich das WC schon gerne belassen. Erstens ist es praktisch, wenn man im Garten ist und zweitens hat es mich ja auch nicht ganz wenig Geld gekostet.

    Aber wenn ich es richtig verstehe, nützt mir der Ablauf in der Form gar nichts und ich laufe immer wieder Gefahr überschwemmt zu werden, richtig?
     
  6. #6 Fred Astair, 11.09.2020
    Fred Astair

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    Richtig, der Bodenablauf schützt nicht vor Überschwemmungen aus dem WC.
    Da Du den Verlauf der Grundleitungen nicht kennst, und wenn Du ihn kennen würdest, wären Dir vermutlich die Umbaukosten zur Einzelabsicherung des Kellerklos zu teuer, bleibt Dir nur zu entscheiden, Gefahr gegen Bequemlichkeit.
     
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