keller´und Aushub

Diskutiere keller´und Aushub im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo! ich plane ein Haus samt keller errichten zu lassen. Das Grundstück ist eine hanglage und Lehmboden. Kann mir jemand sagen,ob das den...

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo!
    ich plane ein Haus samt keller errichten zu lassen.
    Das Grundstück ist eine hanglage und Lehmboden.

    Kann mir jemand sagen,ob das den keller bzw.Aushub sehr verteuert ?
     
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  3. jacob

    jacob

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    in Hanglage

    glaube ich nicht, dass der Keller (unter Berücksichtigung des Gewinns an nutzbarer Fläche) teurer wird.
    Wie soll denn eine Bodenplatte am Hang ausgeführt werden, sie bräuchte 2 m hohe Frostschürzen / Streifenfundamente, um sich dem Gelände anzupassen - oder liege ich da so falsch?
    Interessant dürfte wie immer die Abdichtung werden - am Hang bewegt sich wasser gern dahin, wo man es nicht gebrauchen kann ! Daher Baugrundmenschen einschalten!
     
  4. MAB

    MAB Gast

    Ja

    Verteuert sich gegenüber einem Keller in Sandboden ohne Wasser.
    Ich kapiere die Frage aber nicht, was ist denn der Hintergund?
     
  5. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Ja

    klar verteuert sich der Aushub ... Stichwort" Entsorgung des überschüssigen Aushubmaterials etc" Bei wiederverwertbaren Böden z.b. Kies gibt nen satten Nachlaß vom Erdbauer ABER auch zur Baugrubenhinterfüllung brauchen Sie ein gescheites Material und das heisst dann wiederrum Mehrkosten (!)

    MfG
     
  6. #5 Thomas Praefcke, 4. Dezember 2002
    Thomas Praefcke

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    Bei der Entsorgung liegen "Lehmklumpen" auf dem Laster. Dann sollte man nicht überrascht sein, wenn sich das Abfuhrvolumen gegenüber dem "Lochvolumen" z.B. um den Faktor 1.2 erhöht.
     
  7. MAB

    MAB Gast

    Nochmal ja

    Trotzdem ist die Frage doch merkwürdig, oder nicht?
    Wie soll denn gebaut werden? Fertighaus, Massiv (mehr oder weniger), Holzbau, Architekt, GÜ oder was nu?
    Die Frage hat doch sicherlich einen Hintergrund.
    Es liest sich so, al würde ein keller aus dem Katalog bestellt (kostet 40.000 DM inkl. Märchensteuer) und darauf ein Haus aus dem Katalog gestellt (kostet garantiert Festpreis ohne Schmuh, gaaaaanz eeeeehhhrlich NUR 180.000 DM inkl. Märchensteuer).
    Oder ein Angebot von www.super-billich-bau.de angenommen?
     
  8. Gast

    Gast Gast

    Danke für die Antworten !
    nachdem der Hintergund offenbar von großer Bedeutung zu sein scheint, bitte,hier die sachlage:

    Ich habe vor,ein Fertighaus errichten zu lassen, günstig, aber kein no-name billiganbieter. Die schwer kalkulierbaren Kosten stellen für mich der keller + Aushub dar, da niemand wirklich genau sagen kann,womit ich da rechnen muss. Für die Gesamtkalkulation ist dies aber sehr wohl von Bedeutung.
     
  9. Gast

    Gast Gast

    Buddeln im Lehm am Hang

    Bei starker Hanglage macht eine Bodenplatte nicht so viel Sinn, da man entweder Teile des Erdgeschosses eingräbt (brhh!), das Gelände hangaufwärts abträgt/modelliert, damit das EG freiliegt(Achtung mit dem Oberflächenwasser!) oder auf der hangabwärtsgewandten Seite ein riesiges Streifenfundament benötigt.
    Da das Eingraben des EG bei einem Fertighaus wohl ausfällt, denke ich, dass ein Keller hier die beste Lösung darstellt. Bei bindigen Böden (Lehm etc.) in Hanglage sollte eine Abdichtung gegen drückendes Wasser ausgeführt werden. Je nachdem, wie der Keller genutzt werden soll, kann auch eine weiße Wanne (WU-Beton) mit oder ohne Außendämmung sinnvoll sein.
    Wenn die Hanglage relativ stark ist, kann man den Teil des Kellers, der hangabwärts dann freiliegt, auch mit zu Wohnzwecken (Hobby, Arbeiten etc.) nutzen und damit das Haus etwas kleiner machen? Bei Überlegungen zur Wohnnutzung ist WU aber nicht so toll (Thema Feuchteregulierung durch die Wände), hier sollten dann die Innenwände mindestens aus Poroton sein.

    Die eigentlichen ERdarbeiten (baggern etc) verteuern sich bei bindigen Böden nicht, die notwendigen RAndabböschungen sind geringer (nur 60°) gegenüber Sand. Teurer wird die Abfuhr des nicht mehr benötigten Aushubes. Ich kenne Preise von ca. 15 - ?? €/cbm. Je nach Bodenverhältnissen kann bei Schichtenwasser auch eine kleine Wasserhaltung während der Bauzeit notwendig werden. Wenn mann kann, sollte man die ERdarbeiten im Sommer ausführen, um dem wirklich ätzenden Lehmmatsch zu umgehen.
    Verteuert wird der Keller durch die zusätzliche Abdichtung, auch hier variieren die Preise stark (für ein EFH ca. 4 - 12 TD€). Da Abdichtung eine sensible Kiste ist, sollte man hier meines Erachtens von Billich-Bauern (ran an die Dickbeschichtung und fertig los!) die Finger lassen und auf einen Fachbetrieb zurückgreifen, die sich hauptsächlich mit diesen Dingen befassen und auch die entsprechenden Vorarbeiten fachgerecht ausführt.
    Dann muß noch beachtet werden, dass die Mediendurchführungen bei zusätzlichen ABdichtungen auch teurer werden (teure Doyma-Dichtungen). Stellt sich auch die Frage, wer die Durchbrüche/bohrungen überhaupt erstellt (bei Angebotsvergleichen beachten!) und wo sie liegen (Thema Frostsicherheit)

    Viel Spaß beim Bauen, vielleicht helfen die Tipps ja für das Kalkulieren!

    Grüße aus Berlin von Corinna :)
     
  10. MAB

    MAB Gast

    Fertighaus = Fertigkosten?

    Da haben wir es doch wieder! Das Fertighaus wird zu einem Fertigpreis angeboten.

    Klar, kein Problem.

    Und denn wird genau da wieder unverhältnismäßig hoch zugeschlagen, wo es eben keinen Festpreis gibt. Hab ich mir doch gleich gedacht, daß die Diskussion so keinen Sinn ergibt. Wir sind zunächst alle von seriösen Kosten ausgegangen.

    Wie war das noch: Aufpreis für weiße Wanne vor einen Jahr noch 40.000 DM, mittlerweile auf 26.000 DM gesunken?

    Haben Josef und ich wenigstens etwas bewirkt?

    Fazit: FINGER WECH!
     
  11. mls

    mls Bauexpertenforum

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    Re: Buddeln im Lehm am Hang

    1.
    besonders bei starker hanglage macht e. bodenplatte zusammen mit stahlbetonwänden sinn.
    2.
    feuchteregulierung bei wänden gegen erdreich bedeutet in erster, zweiter und dritter linie, den feuchtstrom von AUSSEN nach INNEN zu bremsen (auch lüftungsabhängig), der einsatz von ziegelmauerwerk im gründungsbereich bringt deshalb bauphysikalisch keinen erkennbaren vorteil.
    3.
    viel glück beim kalkulieren. ohne planer/tragwerker/baugrundler benötigt man bei komplizierten untergrundverhältnissen sogar sehr viel glück...
    4.
    "das ist so!" ;)
    wie an anderer stelle festgestellt wurde, ist das wichtigste an e. haus (in bezug auf schäden/schadensvermeidung) die gründung und das dach. während verformungen des dachtragwerks meistens zu keinen gravierenden schäden führen, sieht das bei gründungsfehlern sehr viel schlechter aus.
     
  12. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    ich sag euch was (!)

    der Josef wird in der staden Zeit zusammen mit MB mal eine seröse Kalkulation über einen gemauerten Keller mit Abdichtung etc. erstellen ... dem setzen wir einen Betonkeller mit ner gescheiten WU-Konstruktion ala mls entgegen ... statisch eh das beste (!) ... ABER was noch wichtiger ist die Wu-Konstruktion ist und bleibt günstiger als jede Art von abgedichteten Mauerwerken (!) ... WENN sie vorher ausgeschrieben wird(wurde) ... die Horrorzahlen über diverse Mehrkosten SIND reine Abzocke ... hier besteht m.e. nach echt Aufklärungsbedarf (!)

    MfG
     
  13. Gast

    Gast Gast

    @ MLS

    Zu 1.)
    Mit der Bodenplatte war ein "Haus auf Bodenplatte" gemeint. Baue ich Stahlbetonwände als Gründung dazu, kann ich ja gleich einen Keller mitbauen (Preis-Leistungs-Verhältnis).

    Zu 2.)
    Mit dem Thema Feuchteregulierung war nicht der Feuchtestrom von außen nach innen gemeint, sondern die "Nichtfähigkeit" von Betonwänden, Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen und damit die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Weiterhin wird man im Kellerbereich immer Probleme mit Tauwasser an den Außenwänden bekommen, insbesondere im Sommer. Auch da bringt ein Material wie z.B. Poroton meines Erachtens Vorteile.

    Zu 3.)
    Ich habe die Ausgangsfrage nicht so verstanden, dass der Keller "ohne planer/tragwerker/baugrundler" erstellt werden sollte, sondern vielmehr dahin, ob die spezielle Situation mit der Hanglage und dem bindigen Baugrund prinzipiell zu Kostenerhöhungen führt und wenn ja, welche und was man beachten muss (z.B. dann bei der Einholung eines Angebotes).

    Es steht doch außer Frage, dass ein Bodengutachten erforderlich ist, aus dem man dann die notwendigen und detaillierten Informationen für die Gründung und die Art der Abdichtung bekommt.

    Ich finde dass hier manchmal ein sehr aggressiver und provokanter Ton herrscht, obwohl es vielleicht nicht immer passend ist,

    keep cool mls und die Energie für wichtige Dinge aufsparen !!

    Grüße aus Berlin von Corinna!
     
  14. MAB

    MAB Gast

    Bitte Bitte

    lest doch mal meinen letzten Beitrag. Mir geht es gar nicht um die Technik, sondern um das Vorhaben an sich, daß doch schon völlig falsch anfängt!

    Viergestirn!

    Josef: natürlich bin ich bereit, mit Dir zusammen mal Kalkulationen aufzustellen. Ich bin ohnehin gerade dabei. Aber nicht über Norddeutsche Preise erschrecken.
     
  15. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    wieso sollt ich erschrecken Martin

    ich hatte wir Bayern hätten die gesalzeneren Preise ? ... minus 12 Grad sind für morgen angesagt ich hätte noch 4 Tage gebraucht und dann wär´n die Dachstühle allesamt gesetzt :fleen
    -
    Also ich kann ja beides kalulieren ... ABER bei der Drainung bzw. der schwarzen Abdichtung hab ich echt NULL erfahrungswert da musste mir echt helfen !

    MfG
     
  16. MAB

    MAB Gast

    Andersrum

    Nicht über hohe, sondern über kaputte Preise erschrecken.

    Arbeiten lohnt sich hier schon VOR Steuern nicht mehr :(

    Aber keine Bange, bei den "schwatten" Geschichten helfe ich Dir, da kenne ich die Preise.

    Aber als Vergleich ein und dieselbe Position aus demselben LV:
    1 qm G200 S4 liefern und vollflächig aufschweißen
    Wohlgemerkt, das ist nur die Fläche, alle Anschlüsse und Ecken sind bei mir immer Extra-Positionen.
    Niedrigste Angebot: 6,50 DM (Die G 200 kostet 5,20 DM im Einkauf!)
    Höchste Angebot: 32 DM !!!!!
    Man könnte es wie ne Uhr drehen: Von Nord nach Ost billiger
    Von Nord nach West billiger
    (Von west nach ost ergibt sich)
    Von Nord, West und Ost nach Süden teurer.

    Ansonsten zu allen Taten bereit
     
  17. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Es kommen auch wieder bessere Zeiten ... ein Arbeiter von mir sagte erst kürzlich "wenn wir die nächsten 2 Jahre überstehn haben wir´s Monopol" ;)
    -
    6.50 - 32.- DM ??? ... mensch da liegen ja Welten dazwischen von kalkulieren kann man da eh nimmer sprechen des iss ja frei nach Tageslaune geschätzt ... ich werd das mal anderst vorbereiten ... nen Keller einscannen und mit den Massen uploaden ... dann stell ich die Kalkulation der Wu-Konstrukion mit samt Stahl ein ... danach kalkuliere ich das Ziegelmauerwerk (für was taug ich eh ned) hast du vielleicht EP über Mauerwerke von KS/Liapor etc. ... dann brauch ma deine Abdichtung wahlweise KMB o. die G200
    und was ganz wichtig ist die Hausanschlüsse die müssten doch bei einer schwarzen Wanne kräftig zu buche schlagen ? ... am liebsten würd ich gleich anfangen :o
    -
    im übrigen gibt es das bei uns auch ... das nord-süd Gefälle wobei´s bei uns im Norden erheblich günstig ist zu baun.

    MfG
     
  18. MAB

    MAB Gast

    Paßt super

    Ich bin ehh gerade bei Ausschreibungen, kann also tagesaktuelle Praxispreise anbieten :)

    Aber Du hast nicht Unrecht: wer jetzt überlebt, der schafft es auch weiter.

    Traurig ist nur, daß ich in Aufträgen ersticke. Aber eben nicht in Planungsaufträgen (die habe ich im Griff), sondern in Schadengutachten :(

    Also Mauerwerkspreise unserer region und alles außer Innenausbau stelle ich Dir zur Verfügung. Ich denke schon, daß wir für den Rohbau saubere Zahlen zusammenkriegen

    Und an alle mitlesenden Bauherren! Ja, die Unternehmer sollen auch nach den Steuern noch was dran verdienen!
     
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  20. Gast

    Gast Gast

    Und an alle mitlesenden Bauherren! Ja, die Unternehmer sollen auch nach den Steuern noch was dran verdienen!


    Von mir aus sollen und dürfen die das auch. Unternehmer braucht das Land.

    Und wer letzen Sonntag die Politrunde mit Sabine Christiansen gesehen hat, hat auch gehört das ein
    deutscher Handwerksmeister 4 Stunden arbeiten muß um einen anderen deutschen Handwerksmeister 1 Stunde zu bezahlen.
    Verhältnis 4:1, für Otto-Normal-Wicht wohl eher 7:1.
    Zusätzliche Belastungen durch Gesetzte und Vorschriften etc... laut einer Unternehmerin in der Runde.

    Und dann sagt Müntefering: Das würde nicht stimmen.


    Solange das nicht anders wird, schminke ich mir meinen Plan in 4-5 Jahren zu Bauen ab. Eichel&Schröder sind hoffentlich bis dahin nicht mehr da.
     
  21. MAB

    MAB Gast

    Da hatter Recht

    der Münti. Es sind nämlich mindestens 6 Stunden.

    Ist doch ne einfache Rechnung, mal anhand eines Gesellen (ich kann nur in DM):
    Berechnet: 65 DM/h
    Ausgezahlt nach Steuern: 16 DM/h
    Siehe da, da kommen die 4 h für eine her. bei einem Gesellen! Jetzt rechnet so mancher: Poah, der Meister verdient an einer Gesellenstunde 49 DM! Bei unserer Steuergesetzgebung scheinen das ja einige Politiker wirklich zu glauben.
    Beim Meister wird das Verhältnis aber krasser. Denn von den 16 DM muß er ja auch noch seine Geräte bezahlen, Urlaub der Angestellten und Gewerblichen, LKW's , Werstatt etc. So kommt man dann auf das achtfache.
    Ach ja, es war doch der konjunkturfödernde Münte, der die Leute aufgefordert hat, am privaten Konsum zu sparen, damit die Diäten erhöht werden können oder so.
     
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