Kellerwand auf Streifenfundamet abdichten

Diskutiere Kellerwand auf Streifenfundamet abdichten im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo, Auf Grund von feuchten Wänden und einiger anderer Mängel im bewohnten Keller haben wir mal kurz entschlossen unsere Kellerwand...

  1. #1 RolfVomBau, 7. März 2012
    RolfVomBau

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    Hallo,

    Auf Grund von feuchten Wänden und einiger anderer Mängel im bewohnten Keller haben wir mal kurz entschlossen unsere Kellerwand freigelegt. Der Bau ist aus den 70ern und hat eine leichte Hanglage.

    Wir vermuten, dass das Sickerwasser je nach Witterung bis ca. 1/2 Meter über der Fundamentkante ansteigt. Das Fundament ist im Plan als Steifenfundament 50cm stark und bis zu 1 Meter tief eingezeichnet. Die Steifenfundamente sind vermutlich vollständig in Ton gestellt sind.

    Das Erste was wir festgellt haben, dass die Drainage nicht mehr funktionierte und Rand voll mit schwarzer Erde gefüllt war. Der darüberliegende Boden ist ein Lehmgemisch. Kontrollschächte wurden wohl zu dieser Zeit noch nicht eingebaut.

    Die Fundamentkrone ist sehr uneinheitlich. Ein Gemisch aus Rollkies, Zement und Sand. Für mein Gefühl, zuviel Sand. Vom Verputzen der aus Hohlblocksteinen gebauten Kellerwand ist auch jede Menge Putz auf den überstehenden Sockel gefallen. Die Wand wurde damals einfach mit Kaltanstrich abgedichtet. Der mehr oder weniger lose Putz wurde natürlich mit eingestrichen. Das Sickerwasser konnte so auch ausgezeichnet zum Hohlblockstein durch kriechen...

    Nun zu Meiner Frage:

    Was müsste man tun um den Übergang Sockel/Kelllerwand dicht zu bekommen? Also was wäre eine sinnvolle und wirtschaftlich gute Lösung?
    Gibt es für so etwas Standardverfahren? Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas ja öffters vorkommt.

    Ich habe mal ein Bild angehängt, denn ich weiß nicht ob ich mich verständlich genug ausgedrückt habe. ;)

    [​IMG]
     
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  3. #2 Gast036816, 7. März 2012
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    die bodenverhältnisse und die schichtenwassersituation klären lassen und eine dazu passendes abdichtungssystem geben lassen.

    horizontale abdichtung im mauerwerk klären - vorhanden oder nicht vorhanden.

    freilegen, auch die oberen 10 cm vom fundament, losen mörtel runter und neu keilförmig am übergang fundament/wand auftragen, eventuell mit zementmörtel den oberen teil vom fundament begradigen und füllen. dann ein bituminöses dichtsystem gem. der empfehlung auftragen lassen.

    drainage reinigen, mit kies und geotextil umhüllen.

    fachkompetente firmen dazu auswählen.
     
  4. #3 RolfVomBau, 7. März 2012
    RolfVomBau

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    Danke für die schnelle Antwort.

    Wer kann einem denn zur Klärung der Schichtenwassersituation weiter helfen?

    Das muss sicher noch geklärt werden. Meine Befürchtung ist, dass damals nur ne Lage Dachpappe eingebaut wurde.

    Würde ich erstmal genau so sehen. Wenn ich das richtig verstanden habe also die Oberkante vom Fundament entgraten, reinigen und dann so etwas wie eine Flaschenkehle (im Vorschlag einen Keil) draufsetzen usw...

    Ich befüchte dass das Fundament bei dieser Aktion auseinander bröselt oder sich zusätzliche Risse bilden. Die Kiesel kann man fast mit dem Finger raus bröseln. Jedenfalls partiell. Beton ist was anderes.

    Ich weiß nicht was ein Experte(z.B. Tiefbauer) sagen wird, ich würde mich sicherer fühlen wenn die oberen 10cm abgetragen, reinigt und dann neu angossen sind.

    Aber vielleicht ist das auch zuviel des Guten
     
  5. #4 RolfVomBau, 7. März 2012
    RolfVomBau

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    Anmerkung: Auf dem Foto im ersten Beitrag ist der lose Putz schon runter. Das Unterste soll schon das Fundament sein. In der Spalte zwischen Fundament und Putz lachen einen die Hohlblocksteine an...
     
  6. svjm

    svjm

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    Guten Abend,

    ein Tiefbauer wird da wenig dazu sagen, hier geht es offenbar um Bauwerksabdichtung.

    Der Kollege hat hat bereits einige wertvolle Hinweise gegeben, ich nehme lediglich eine Ergänzung vor.

    Bevor Sie irgendwelche Maßnahmen anfangen (nick und Beruf passen nicht wirklich zusammen), ist die Ursache zu ermitteln.

    Wenn diese bekannt ist (können auch mehrere sein), sind Maßnahmen zur Beseitigung derselben zu planen und fachgerecht durchzuführen.

    Alles andere landet sonst irgendwann wieder hier, allerdings in der Rubrik "Murks".

    Ein freundlicher Gruß
    svjm
     
  7. #6 RolfVomBau, 7. März 2012
    RolfVomBau

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    Okey,

    werde zu dem Thema mal meinen Architekten bemühen. Vielleicht kommt der vor Ort ja zum gleichen Ergebnis. In der Zwischenzeit kann ich ja schon mal das mit der Schichtenwassersituation klären.

    Aber sollte nicht auch eine Tiefbaufirma genug Fachkompetens haben? Zumal wenn man auf Nachfrage, die Antwort bekommt, dass man Keller abdichten kann?

    Wo bekommt man sonst "spezielle" Firmen die nur Kellerabdichtungen machen?

    Auf der anderen Seite kann ich mich auch nicht erinnern das unser Bauträger beim letzten Hausbau eine solche Firma geholt hat, als der Keller schon abgetaucht war...
     
  8. #7 Gast036816, 8. März 2012
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    hilfestellung beim erkunden der grundwasser/schichtenwasserverhältnisse gibt von einem bodengutachter/geologen. homepage der zuständigen baukammer durchsuchen.

    ein tiefbauer alleine bringt hier nichts. hier sollte jemand eingeschaltet werden, der die notwendigen maßnahmen zur abdichtung planen und ausschreiben kann.

    welche maßnahmen am bröseligen fundament zu treffen sind, muss vor ort mit dem versierten planer/sachverständigen geklärt werden. per ferndiagnose ist da nicht viel zu sagen. von einem bestehenden fundament mit wand drauf mal eben 10 cm abtragen - das muss ich bezweifeln - das kann nur vor ort geklärt werden.
     
  9. #8 RolfVomBau, 8. März 2012
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    Danke nochmal für die guten Tipps,

    Habe da auch so meine Zweifel was die Sanierung an geht.
    Daher wollte ich mich erstmal etwas schlauer machen, welche grundsätzlichen Möglichkeiten es gibt den Keller dicht zu machen. Klar, dass man das nur bei Besichtigung vor Ort richtig einschätzen kann.

    Auf der anderen Seite möchte man sich auch nicht nur von einer Baufirma vollquatschen lassen. Gut wenn man weiß was der Andere vorschlägt, oder nicht?
     
  10. #9 malta5000, 20. März 2012
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    Ich hatte ähnliches bei uns, allerdings mit steinigem nicht bindigem Boden.
    zuerst alles bröselige abschlagen, mit Hochdruckreiniger gründlich säubern.ich habe dann die Fundamente ca 15 cm untergraben, nochmals mit Hochdruckreiniger gesäubert. In die vorhandene Fundamente Löcher wechselseitig schräg gebohrt, darein Steckeisen zur Verankerung des auch davorliegenden neuen Betons, dann Schalung hergestellt u.mit WU Beton ausgefüllt.Die Kante zum Putz mit Beton angeschrägt..
    Putz wieder ausbessern u.nach Trocknung Bitumenvoranstrich aufgebracht, danach eine Lage ( bzw bei drückendem Wasser bis zu 3 Lagen ) 4 mm Bitumenschweißbahn aufgeflämmt. Darauf XPS Platten geklebt, darüber Noppenfolie.
    davor dann je nach Notwendigkeit Drainage herstellen wie schon dargestellt mit Geotextil überdecken und an allen Richtungsänderungspunkten Kontrollschächte einbauen.
    Viel Arbeit, aber sollte dann dauerhaft dicht sein...
     
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  12. svjm

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    ?

    Liegt Hollnich auf Malta?

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  13. H.PF

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    Ich tippe eher auf Malta in Kärnten...
     
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