Kellerwand undicht! Dichtigkeit prüfen?

Diskutiere Kellerwand undicht! Dichtigkeit prüfen? im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo Zusammen, Schade eigentlich habe ich gedacht das es auf unserem Bau ganz gut läuft und ich nicht so oft die Hilfe des Forums in Anspruch...

  1. JoMan1

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    Hallo Zusammen,
    Schade eigentlich habe ich gedacht das es auf unserem Bau ganz gut läuft und ich nicht so oft die Hilfe des Forums in Anspruch nehmen müsste.

    Aber nach dem Problem mit der Treppe (das immernoch nicht gelöst ist) hat sich jetzt eine neues Problem ergeben.

    Am Wochenende hat es, seit unser Keller Abgedichtet und Verdichtet ist, zum ersten Mal geregnet. Am Tag drauf habe ich dann gesehen, das an zwei stellen im Keller Wasser durch die Wand gedrungen ist. Der Keller ist gemauert mit KLB-Steinen und mit zweilagiger (zweikomponenten?) Bitumen anstrich abgedichtet. Zum Schutz vor Steinen beim Verdichten sind noch 2cm Syrophor und eine Noppenbahn davor.

    Der Rohbauer ist jetzt angehalten die beiden Stellen nochmal richtig abzudichten (frist 1. Juli).
    Danach würde ich gerne prüfen ob der Keller jetzt dicht ist. Ich habe meinem Architekt gesagt, das ich dafür gerne die Erde rund ums Haus kräftig mit einem Schlauch wässern würde. Daraufhin hat mein Architekt gemeint, ob wir wahnsinnig wären, das dürften wir nicht machen!

    Jetzt meine Frage: Wieso? Das muß der Keller doch abkönnen, oder
    Wenn es später mal krätig regnet ist es ja nicht anders.

    Ich würde halt gerne jetzt Wissen ob der Keller dicht ist und nicht erst im Herbst wenn die Wänder verputzt und tapeziert sind, bzw. die Aussenanlagen angelegt.

    Also was spricht gegen Wässern?
    Und wenn wirklich was dagegen spricht, welche Alternativen gibt es die Dichtigkeit des Kellers zu prüfen?

    Wäre für Statements und dankbar, am besten schnell, da ich mich heute um 18:00h mit dem Rohbauer und dem Archtiketen auf der Baustelle treffen werde

    Gruß

    JoMan1
     
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  3. Eric

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    Gegen die Simulation eines Starkregens durch Bewässerung spricht überhaupt nichts. Sie sagen völlig richtig, daß Ihr Keller das abkönnen muß.

    Was mich etwas wundert: 2 cm Perimeterdämmung außen + Noppenbahn, innen Verputz und Tapete? Kommen in den Keller beheizte Räume?
     
  4. JDB

    JDB

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    Wir können zwar viel :), aber hier sind unsere Grenzen. Den ultimativen Tipp, auch noch mit Zeitlimit (!) kannste hier nicht erwarten.

    Eine Schlauchbewässerung ist jedenfalls ein Lastfall, den Deine Abdichtung ohne weiteres aushalten können muß.
     
  5. #4 Gast360547, 28. Juni 2005
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    ein bisschen verwirrt

    Moin,

    da Sie ja nun einen Architekten beschäftigt haben, wird dieser ja auch sicherlich ein Bodengutachten erstellt lassen haben (komisches Deutsch).
    Danach richtet sich im Zweifel die Art der Abdichtung.
    Und hier komme ich noch leicht ins Grübeln. Hintergrund ist die Diffusionsproblematik. Ich kenne den Stein nicht (Daten sd-Wert) und weiß daher nicht, wie der sich verhält, wenn außen eine dampfdichte Abdichtung angeordnet ist. Die 20 mm Dämmung sind dabei so ziemlich egal.

    Sie haben m. E. auf jeden Fall einen Anspruch auf einen dichten Keller. Und ich sehe bislang aus meiner Sicht keinen Grund, das nicht mit dem Gartenschlauch zu überprüfen. Der keller muß ja auch bei einem Starkregenereignis dicht sein
    Der Archi ist auch angehalten, Ihre Interessen zu vertreten. Dazu zählt, dass er bei substantiellen Arbeiten häufiger auf der Baustelle ist und die ausgeführten Leistungen beurteilt. Das scheint er offenbar nur unvollständig gemacht zu haben.

    Grüße
    stefan ibold
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 28. Juni 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    Vorher klären...

    für welchen Lastfall Ihre Abdichtung ausgelegt wurde - und für welchen sie hätte ausgelegt sein müssen! Und beim Sanieren die Schadenursache feststellen!
    Wenn auf Grund Ihrer Bodenverhältnisse eine Abdichtung gegen Erdfeuchte reicht, könnte eine Bewässerung mittels Schlauch einen Lastfall simulieren, den Ihre Abdichtung gar nicht aushalten muss -> Versagen vorprogrammiert.
    Denn mit einem Gartenschlauch erreicht man/frau da nicht viel!
    Kellerdecke mit Folie dichten und dadrauf den Schlauch von der Feuerwehr, damit das Wasser an allen Seiten gleichmässig (halbwegs) ankommt.
    MfG
     
  7. JoMan1

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    Hallo Zusammen,

    Erstmal Danke für die Antworten. Auch wenn das Zeitlimit eng war habe ich doch die Auskunft die ich wollte.

    Also Bodengutachten gab es nicht. Es gibt aber auch kein Grundwasserproblem wo ich baue. Wir haben einen Sandig/lehmigen Boden. Keine Ahnung wie der genau heißt bzw. definiert ist.

    Ursprünglich sollte der Keller mit Dichtschlämme abgedicht werde. Der Rohbauer hatte aber wg. der porösen Oberfläche des Steins bedenken das mit mineralischer Dichtschlämme dicht zu bekommen, also haben wir (Bauherrn, Architekt, Rohbauer) auf Bitumendichtmasse im zweikomponten? Zweischicht Anstrich geeinigt. In dem Vertrauen auf den architekt dass das dann dicht ist.


    Die 20 mm Styrophor sind nicht als Perimeter Dämmung gedacht, sondern lediglich als Schutz vor spitzen Steinen beim Verdichten.
    Auch hier habe ich auf meinen architekten vertraut, der sagte das, obwohl ein Teil der Räume beheitzt werden, keine extra Dämmung notwendig ist. Da der Stein selbst so gut gedämmt wäre.


    "...Der Archi ist auch angehalten, Ihre Interessen zu vertreten...."

    Da habe ich mittlerweile meine Zweifel. Er scheint mir überfordert mit den Problemen und würde am liesten alles Todschweigen, fertig werden und abhauen.
    Wir haben mittelweile schon "Angst" ihn was zu Fragen oder auf Sachen hinzuweisen, da er immer komischer (patziger wird). Aber das ist eine andere Geschichte.

    Nochmal, ein "normal" abgedichteten Keller (der keine Grundwässer, Druckwässer oder sonstiges aushalten muß) muß eine simulieren mit Wasserschlauch aushalten?

    Die Idee mit dem Feuerwehrschlauch auf die Kellerdecke geht leider nicht mehr, da da das Haus schon drauf steht
     
  8. Eric

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    Gehts auch genauer: Sandig/lehmiger Boden?

    Die genaue Bodenbeschaffenheit ist für den Lastfall und damit für die Wahl der erforderlichen Abdichtung von Bedeutung! Unter Umständen liegt nämlich der Lastfall aufstauendes Sickerwasser vor.

    Dann Drainage erforderlich!

    Wenn Drainage erforderlich, aber nicht vorhanden ist:

    Bitumendichbeschichtung entspricht nicht den aRdt. Kann allerdings funktionieren, wenn zusätzliches Gewebe eingebaut wurde. Dann muß der Bauherr zusätzlich darüber informiert/aufgeklärt worden sein und er muß zugestimmt haben, daß nicht im Einklang mit den aRdT abgedichtet wird.

    Zwei undichte Stellen bereits vorhanden! Mir schwant übles.

    Ob die Dämmung reicht für beheitze Räume ???

    " Spitze " Steine haben in der Baugrube grundsätzlich nichts verloren.

    Fachmann vor der Abnahme hinzuziehen. Der Archi ist offensichtlich kein Fachmann.

    Bewässern nur unter ständiger Aufsicht, ansonsten ist im Keller möglicherweise ein Schwimmbad. Vielleicht ist das auch die Befürchtung, die der Architekt hat.
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 28. Juni 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    Au weh...

    KLB mit Schlämme abdichten. Autsch :cry
    Boden untersuchen lassen, Lastfall ermitteln und dann die vorhandene Abdichtung mit der erforderlichen abgleichen. Wenn der Bestand nicht geeignet ist, dürfte Ihr Archi ein Problem haben, ebenso wie die Firma, die die Pampe draufgebracht hat, ohne Bedenken anzumelden.
    Ihnen blieben dann die Mehrkosten zwischen dem was Sie schon bezahlt haben und den Kosten, die für eine fachgerechte Abdichtung anfallen.
    -
    Mit was ist denn da angefüllt worden???? Doch wohl hoffentlich nicht mit dem Aushub, nur weil´s 1000 € spart?
    -
    Und wenn die Kellerräume zu Wohnzwecken genutzt werden sollen, also eine Heizung kriegen, sind die Wände + der Boden zu dämmen.
    -
    MfG
     
  10. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Und im EnEV Nachweis ist das nachzuweisen bzw. zu berücksichtigen!
     
  11. JoMan1

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    "....Gehts auch genauer: Sandig/lehmiger Boden...."

    Nee, wie gesagt haben ja kein Bodengutachten machen lassen.

    Drainage gibst auch keine. Hatte ich nachgefragt, daraufhin sagte der Architekt wäre nicht nötig. Ok, muß ich ihm glauben, denn ich bin kein Fachmann.
    Und ja, es wurde der Aushub wieder verfüllt. Auch hier meinte der Architekt, das er da keine Bedenken hätte wg dem Material.

    Bei der Dichtschlämme hat der Rohbauer bedenken angemeldet ob das Dicht wird (anscheinend, wie man jetzt hier hört, nicht). Nach Diskusion mit dem Architekt (welcher auf Dichtschlämme beharte, weil angeblich Stand der Technik) und dem Rohbauer haben wir uns auf Bitumendickbeschichtung geinigt. Weil es mir auch sicherer vorkam als die Dichtschlämme war ich hier der Meinung des Rohbauers. Ein Gewebe wurde meines Wissens nach nicht eingebaut.

    Zwei Kellerräume sollen Teilweise für Wohnzwecke genutzt werden. Einer wird mein Büro/Hobbyraum der andere eine Art Bügel-/Gästezimmer.
    Bodenplatte ist von unten gedämmt mit 10cm Styrudur. Wände wie gesagt nicht extra gedämmt. Laut Architekt und Statiker wäre das OK. Also muß ich es ja glauben.
     
  12. sepp

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    besagter kollege hat jetzt wohl wirklich ein problem.
    er soll ihnen die DIN 18195 1-6 vorlegen und ihnen erklären welche art der abdichtung er warum gewählt hat.
    für die klassifizierung des bodens gilt DIN 18130.
     
  13. JoMan1

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    Finde ich diese beiden DIN´s irgendwo? oder kann mir die jemand zukommen lassen?
     
  14. sepp

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    Beuth verlag hat das monopol drauf und die weitergabe ist immernoch strafbar, sonst hätt´ ich se auf unseren server geschickt. :(
     
  15. noi76

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    Hast Du eine Uni-Bibliothek in der Nähe? Wenn ja, mal hinfahren.

    Ansonsten mal nach den DIN-Normen in Google suchen. Verschiedene Herrsteller haben gezeigt, wie Ihre Mauerwerke etc. für die Lastfälle der DIN abzudichten ist.

    Mario
     
  16. Kanjuka

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    *brems*
    Alle Achtung vor Deiner Wissbegierigkeit, aber:

    Mal angenommen es macht schnipp und eine Beuth-bzw Richtlinien-Fee knallt Dir alle themenrelevanten Regelwerke vor die Füße.

    Und dann?
    Alles Lesen ? 30 Tage ohne zu schlafen ! Verstehen? Vielleicht. Nur "das Wichtige" Lesen? Was ist wichtig? Querverweise zu anderen Normen richtig deuten? Dazu kommen dann evtl. noch die falschen Fährten von durchaus hilfsbereiten Profilaien...


    Lass es sein!
     
  18. OK

    OK

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    Fährte von mir Profilaie: JDB hat Recht!
    +
    Da Sie Ihrem Architekt offenbar nicht vertrauen können und das Sie das selbst fachlich unmöglich stemmen können, benötigen Sie externen fachlichen Beistand.
    +
    Grüße
    Oliver
     
  19. #18 BTopferin, 29. Juni 2005
    BTopferin

    BTopferin

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    Von noch einer "Profilaie"... (So sorry, JDB ;) )

    Schließe ich mich mit Oliver an !!! Sie benötigen externen fachlichen Beistand ! Und zwar mehr als ein paar mal vor Ort.
    Tun Sie das jetzt ... bevor alles zu spät ist und Sie dann Jahre lang mit Mängel kämpfen müssen (wie bei mir).

    Es ist gut, hier Fragen stellen zu können, aber Du hast schon Nässe im Keller, mangelhafte Treppe, keine Bodengutachten, Schwierigkeiten mit Archi... Es kommt bestimmt noch mehr.

    Grüßle
    Amy
     
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  21. JoMan1

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    Dachte eigentlich alles richtig gemacht zu haben, indem ich den Architekten mit der Bauaufsicht gerauftragt habe.
    Der Architekt ist für mich auch kein Fremder, den kenne ich schon seit fast 10 jahren. Ist der beste Freund eines meiner besten Freunde. Also ich denke/dachte der setzt sich voll für mich ein.
    Allerdings ist er halt noch nicht lange fertig mit dem Studium und auch wenn er es anders dargestellt hat am Anfang, scheint es doch so zu sein, das es sein erstes Haus ist, das er ganz alleine betreut.
    Also ich unterstelle ihm hier keine böse Absicht, es scheint viel mehr das ihm die Erfahrung fehlt.

    Auch wundert mich, da er mir bei allem mit seinen DIN-Normen kommt, warum gerade die nicht kennen sollte bzw. übergangen haben sollte.

    Ich denke ich muß mal ein klärendes Gespräch mit ihm führen, leider ist er im Moment ob der ganzen Probleme sehr dünnhäutig.
     
  22. #20 BTopferin, 29. Juni 2005
    BTopferin

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    Genau, JoMan1 ! Erfahrung ! Das hat ein Bauherr natürlich nomalerweise nicht. Und vielleicht haben Sie nun Probleme "nur" wegen der fehlende Erfahrung vom Archi. Das hilft Ihnen aber nicht. Auch wenn er unheimlich nett ist, dass heißt lange nicht, dass er alles kann. Nur weil keine böse Absicht da ist, wollen Sie Mängel akzeptieren?

    Laien-Meinung: externe Erfahrung holen.

    laienhafte Grüßle (auch wieder an JDB ;) )
    Amy
     
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