Kellerwandabdichtung mit oder ohne Dickschicht

Diskutiere Kellerwandabdichtung mit oder ohne Dickschicht im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Nach meinem Beitrag vor ziemlich genau einem Jahr "stinkender Keller" habe ich nun nachdem ich innen den Mief beseitigt habe, indem ich die...

  1. #1 meinkeller, 13. Juni 2014
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    Nach meinem Beitrag vor ziemlich genau einem Jahr "stinkender Keller" habe ich nun nachdem ich innen den Mief beseitigt habe, indem ich die "Vorsatzschale" entfernt habe und den Verputz abgeschlagen habe.
    Die verteufelte Vorsatzschale hat prinzipiell funktioniert, jedoch in den Hausecken wo außen die Fallrohre in die Erde gehen nicht, da zu viel Feuchtigkeit durchgeschlagen ist.
    Nun habe ich endlich Zeit gehabt mit Spaten und Schaufel die Fallrohre frei zu legen und die schon vorgeahnte Ursache für die Feuchte gefunden.
    Durchgefaulte Stahlrohre auf der einen Seite und ein gebrochenes Tonrohr mit ca. 2cm Spalt auf der anderen Seite.
    Nun hab ich die Erneuerung mit KG Rohren in Angriff genommen und spontan ein Teil an der Hausfront freigelegt. Der Boden ist bindig und Erdfeucht. (also nicht patschnass oder furztrocken) Entlang der Front war ein Kiesstreifen angelegt, die Randsteine in sattem Beton eingesetzt welcher sehr großzügig bis zur Hauswand reichte. Das kann man sich wie eine Wanne vorstellen, als ich die anhafteten Betonpratzen abgeschlagen habe konnte man sehen das sich Feuchtigkeit zwischen Wand und Beton gesammelt hatte. An dieser Wand gehen die Versorgungsleitungen ins Haus, Gas und Wasser, eine 3. Leitung ein altes Stahlrohr durfte ich nach Rückfrage und Besichtigung durch den Versorger entfernen. Gründlich wie ich bin habe ich es nicht einfach bündig mit der Außenwand abgeschnitten sondern freigestemmt und komplett rausgezogen. Das war auch gut so, unter einer zwei Zentimeter dicken Racofixschicht kamen diverse Füllmaterialien wie Zeitungen Plastiktüten und ähnlicher Müll zum Vorschein. UND Feuchtigkeit, nein Nass, richtig Nass ist es in diesem Loch. (Murkser vom Wasserwerk) .
    Nun nachdem alles frei ist und begutachtet werden kann habe ich wie üblich mehrere Aussagen. Da kein drückendes Wasser ansteht, die Hauptfeuchteschäden durch defekte Dachentwässerung entstanden ist, gibt es zwei Möglichkeiten die meines Erachtens in Frage kommen.

    1. Gängige Meinung von Maurern: Kellerwand (Stampfbeton) mit Dickschicht beschichten und Noppenfolie mit Vliesauflage vorstellen und den Graben mit Lava oder Recycling verfüllen.

    2. die Meinung eines Tiefbauers : da evtl. Feuchtigkeit von unter den Fundamenten aufsteigen kann, die ja nicht abgeschottet werden können, sieht er die Beschmierung mit der schwarzen Pampe kritisch, lieber die Wand nur mit Noppenfolie abstellen um diese vor der Erdfeuchte zu schützen, ihr aber die Möglichkeit zu lassen vorhandene und aufsteigende Feuchte abzugeben.
    Diese Methode hat er bei einigen Altbauten bereits angewendet und bis heute währe alles ohne Probleme verlaufen.

    Ich muss gestehen, das mir die 2. Variante aus verschiedenen Gründen schlüssig erscheint.
    Außerdem würde ich viel Geld sparen wenn ich auf die Pampe verzichte die jeder immer und automatisch verordnet.

    Was denkt die Fachgemeinde?


    Die Problematik Grundbruch ist bekannt und wird beachtet, (Hütte nicht komplett freilegen)
     
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  3. #2 Gast036816, 14. Juni 2014
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    streich schon mal eine variante - noppenfolie schützt nicht vor Feuchtigkeit!

    problem grundbruch - du meinst wahrscheinlich fundamentflanken nur streifenweise in kurzen abständen freilegen!
     
  4. #3 meinkeller, 14. Juni 2014
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    @ Rolf a i b
    Du würdest also die Dickschichtvariante wählen? Oder gibt es eine anderes Material statt der Noppenfolie die man anwenden könnte?

    Problem Grundbruch - richtig, ich habe momentan 1/2 Front freigelegt ( ca 4m), jedoch bis zur finalen Abdichtungsmaßnahme habe ich den Boden erst bis Oberkante Streifenfundament abgetragen. In dem Bereich ist der Boden Knochenhart und muss mit dem Pickel gelockert werden. Die Fachleute (mit den verschiedenen Meinungen) waren damit gänzlich zu frieden und sahen kein Problem.
     
  5. #4 meinkeller, 14. Juni 2014
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    Bitte "Noppenfolie" nicht falsch verstehen.
    Ist von mir sehr Laienhaft ausgedrückt, ich möchte natürlich ein gutes funktionierendes Produkt verwenden welches bestimmt nicht aus dem
    B1 Billigbaumarkt vom Grabbeltisch kommt. :winken ( oder gar die Verpackungsfolie)
    Im Netz habe ich über verschiedene Materialien gelesen, mit Vlies, Gleitschicht usw.
    Es wurde sogar alter PVC Boden als Anschüttschutz verwendet. (hab ich aber nicht zur Hand :-) )
     
  6. drsos2

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    Bei der Firma Do?rken gibt es Infos zur Noppenbahn.

    Verlegehinweis:
    "??? wird mit den Noppen zum Baukörper verlegt. Dies ist direkt auf einer druckstabilen Abdichtung (z. B. aus Bitumenanstrich oder mineralische Dichtschlämme) möglich"

    Eigenschaften:
    "Durch die zum Mauerwerk gerichteten Noppen gewährleistet ??? eine sichere Trennung von Grundmauer und feuchtem Erdreich. Die Noppen bilden Lüftungskanäle, damit kann das Mauerwerk atmen. Beim Verfüllen wirkt die Noppenbahn als Knautschzone. Die Abdichtung wird besser geschützt."
     
  7. #6 gunther1948, 27. Juni 2014
    gunther1948

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    hallo
    das ewig atmende mauerwerk - unsinn -
    die noppen drücken sich in die kmb-abdichtung.

    gruss aus de pfalz
     
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  9. Svennie

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    gebe gunther1948 vollkommen recht wenn noppen vom gebäude weg da diese sonst die abdichtung beschädigen.
     
  10. Wieland

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    Mein Vorschlag: Die Stampfbetonwand mit 2 Komponete u. Kunstoffveredelter Zementdichtungsschlämme abdichten. Danach Noppenbahn mit Gleitflies zum Schutz der Vertikalen Sperrschicht,
    mit der glatten Seite zur Wand. Den Arbeitsraum mit Vorsieb 0 - 3mm verfüllen und Lageweise verdichten.
    Den Keller mit einer kontrollierten Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung versehen um Feuchtigkeit ( Aufsteigende ) auszutragen.


    Grüße aus Bürstadt
     
Thema: Kellerwandabdichtung mit oder ohne Dickschicht
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