KfW40 mit Blockheizkraftwerk

Diskutiere KfW40 mit Blockheizkraftwerk im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Ich plane ein EFH in Holzständerbauweise. Auf dem Baugebiet herrscht Anschlusspflicht an das nahe Blockheizkraftwerk. Der Planer meint, KfW60 sei...

  1. MartinGH

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    Ich plane ein EFH in Holzständerbauweise. Auf dem Baugebiet herrscht Anschlusspflicht an das nahe Blockheizkraftwerk.
    Der Planer meint, KfW60 sei selbstverständlich, aber um KfW40 zu erreichen müsste ich mit erheblichem Mehraufwand rechnen.
    Neben verbesserter Dämmung und 3-fach Fenstern sei dies insbesondere ohne Entlüftungs-Anlage mit Wärmerückgewinnung unmöglich.

    Ich habe da noch Zweifel, ob das so stimmt. Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben? - Danke!
     
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  3. JDB

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    Wahrscheinlich:
    Hauptanforderung (Qp) : kein Problem.
    Nebenanforderung (H'T) : Es muss was getan werden.

    Bei der Haustechnik bedarf es wegen BHKW mit wahrscheinlich gutem
    Primärenergiefaktor (<0,7, zertifiziert nach 5.4.1 DIN 4701-10?) keiner zusätzlichen Maßnahmen.
    (Lüftungsanlage, Solar, etc...)

    Die Dämmstärken gehen jedoch in Richtung Passivhausniveau.
    (zul. mittlerer U-Wert = 45% unter EnEV-Anforderung)
     
  4. Julius

    Julius

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    Wo ist das Problem?

    Was hast Du gegen die mechanische Belüftung?
    Die sollte man sowieso JEDEM Neubau (und SICH) gönnen!!!
    Also ist auch WRG kein Problem.
    Und so besonderns billig wird Eure Nahwärme dann wohl auch nicht geliefert werden. Also lohnt sich eine Ersparnis bestimmt.
    Bevor man mit dem gleichen Geld die Dämmung erhöht, ist einer Lüftungsanlage ME wesentlich sinnvoller...
     
  5. MartinGH

    MartinGH

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    Das Problem ist der Rotstift ...

    Danke für die Antworten. Die helfen mir schon etwas weiter.

    Ich habe natürlich nichts gegen die Lüftungsanlage. Im Gegenteil. Als ich mit der Planung anfing, stand sie natürlich mit drauf. Aber dann merkte ich, ich muss Abstriche machen.

    Immerhin werde ich das Ganze nochmal verfolgen und durchrechnen lassen. Sowohl von der EnEV- als auch der Finanzseite. Vielleicht gehts ja irgendwie doch.

    Wenn ich's richtig verstanden habe, wäre KfW40 bei BHK prinzipiell machbar, wenn die Dämmung entsprechend erhöht wird. Alternativ könnte man das gleiche Ziel aber auch mit der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erreichen?

    Martin
     
  6. Quelle

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    NIEMALS mehr ohne Lüftung. das ist so toll.
     
  7. #6 VolkerKugel (†), 24. Januar 2007
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Wenn das BHKW ...

    ... mit KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) arbeitet (also auch Strom produziert), ist eine Lüftungsanlage mit WRG fast schon kontraproduktiv.
    Eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage würde da schon reichen.
     
  8. MartinGH

    MartinGH

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    Aber die wirkt sich doch "nur" auf das Wohnklima, nicht auf die KfW-Förderung aus?
     
  9. JDB

    JDB

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    War doch deutklich, oder?
     
  10. MartinGH

    MartinGH

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    Die Antwort für sich war schon deutlich; aber es wurde dann doch etwas komplizierter:

    1. BHKW mit gutem Primärenergiefaktor einerseits, sehr gute Dämmung andererseits müssten ausreichen für KfW40.

    2. Auf jeden Fall wegen des besseren Wohnklimas die Belüftung wählen.
    Demnach scheint da eine Alternative zu sein: lieber nicht die Dämmung erhöhen, sondern für das Geld Belüftung mit Wärmerückgewinnung planen.

    3. Ist aber nach VolkerKugel kontraproduktiv: Ich heize mit der Abwärme von der Elektrizitätserzeugung, und nutze dann Elektrizität um eben diese Wärme nicht zu brauchen. Also: Belüften mit Strom, Heizen mit bezahlter Abwärme statt die Wärme rückzugewinnen?
    Also doch die Dämmung erhöhen (reicht für KfW40), zusätzlich die Lüftungsanlage, aber ohne WRG?

    Oder besteht diese Alternative - Dämmung verbessern oder Belüftung mit WRG doch nicht so? Weil die "Hauptforderung" sowieso schon ausgereizt ist?
     
  11. th_viper

    th_viper

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    Da bei einer effizienten Anlage hier deutlich weniger Energie für die WRG anstatt Heizenergie aufzuwenden ist, lohnt sich der Stromeinsatz.
     
  12. #11 VolkerKugel (†), 24. Januar 2007
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Ich zitiere mich ...

    ... "Wenn das BHKW mit KWK arbeitet ..."

    Also bitte erst mal diesen Punkt klären :konfusius .
     
  13. Jonny

    Jonny

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    Also so'ne Art Fernwärme?
    Wäre dann nicht von haus aus die Lüftung mit WRG erste Wahl, da du ja nicht die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme nutzt sondern nur Wärme vom nahen BHKW einkaufst.

    Grüsse
    Jonny
     
  14. MartinGH

    MartinGH

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    Doch, es arbeitet mit KWK und wurde extra mitten im Neubaugebiet errichtet.
    Das mit der Abwärme ist natürlich ökologisch gedacht - die Stadt verkauft die Wärme natürlich teuer.
     
  15. #14 matzi, 24. Januar 2007
    Zuletzt bearbeitet: 24. Januar 2007
    matzi

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    Ich heize mein Neubaugebiet dieses Jahr dann hoffentlich auch aus einem BHKW. Ich habe da jetzt 5 Häuser gebaut. 3 KfW 60 und 2 Kfw 40.
    Die 40 sind beide mit einer kontrollierten Lüftungsanlage.
    Der Mehrpreis gegenüber dem KfW 60 beträgt ca 2000 € für das mehr an Dämmung.
    i
    Ich würde aber gerne wissen, was du pro KW Wärme bezahlen sollst, und wie hoch die Anschlussgebühren waren.

    Gruß Matzi
     
  16. Hendrik42

    Hendrik42

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    Also KWL auf jeden Fall machen. Dann schon lieber etwas günstigeren Bodenbelag nehmen oder so.

    KWL ohne WRG heisst, Du lüftest die Energie einfach so raus. Die hast Du aber vorher bezahlt... Eine KWL mit WRG sorgt dafür, dass die bezahlte Energie drin bleibt und kann damit niemals "kontraproduktiv" sein.

    Bei den aktuellen Energiepreisen dauert es u.U. recht lange, den WRG Teil zu finanzieren, aber glaub mir: die Energiepreise werden steigen.

    Gruß, Hendrik (nie mehr ohne KWL)
     
  17. MartinGH

    MartinGH

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    Anschlussgebühren sind um die 10.000 Euro (mit Warmwasserspeicher, Fernwärmehausanschluss, -Übergabestation, Fußbodenheizgruppe ...)
    Grundpreis für die Wärmelieferung: ca 250,- , Arbeitspreis 6,2 ct/kWh (Stand 2005)

    Kannst Du mir Näheres sagen zu den Mehrkosten? Sind nicht auch verbesserte, dreifachverglaste Fenster nötig?
    Die Lüftungsanlage hat dann ja - soviel ist mir inzwischen klar - bei Beheizung mit dem BHKW keine Bedeutung für die KfW40-Förderung.
    Was heißt aber "hoffentlich"? Wenn die Häuser schon gebaut und gefördert sind, muss das doch zuvor klar sein?
     
  18. matzi

    matzi

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    bei Rendsburg im schönsten Bundesland.
    Mehrkosten sind für die Dämmung im Dach 14 cm PU-Schaum anstatt 12 cm
    und 6 cm anstatt 5 cm PU unterm Estrich. Unter der Sohle 6cm Jakodur anstatt 5 cm. Fenster sind normale Fenster mit 1,1.
    U-Wert Wand 0,19
    U-Wert Dach 0,14
    U-wert Sohle 0,22
    Beheizung mit erneuerbare Energien
    Blower Door Test
    nachweiß der Wärmebrücken mit o,o5
    Dann ist der Transmissionswärmeverlust 45% unterm Soll.
    Zumindestens bei diesem Haus.

    Vielen Dank für die Preise.
    Meine Bauherrn haben 8000 € Anschlussgebühren bez .
    Arbeispreis 4,5 cent/ kwh und 150 € Grundgebühr wenn das BHKW dann dieses Jahr ans Netz geht.
    Ich habe 1,5 Jahre auf den Förderbescheid vom Land S-H gewartet. Jetzt ist er da. Noch heize ich die 4 Häuser über die Fernwärmeleitung mit einer Gasterme.
    Gruß Matzi
     
  19. th_viper

    th_viper

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    Diese Einschätzung ist nicht richtig. Die Effizienz einer guten LA mit WRG ist deutlich höher als das Standard-BHKW. Schau dir den Primärenergiefaktor an. JDB hat hier < 0,7 in die Runde geworfen für die Standardanlage.
    Nehmen wir mal den Ökolüfter dagegen, da ich hier Rechenwerte für mein Objekt habe. Die eingesparten Lüftungswärmeverluste liegen bei rund 2500 kWh. Der Stromverbrauch ist dagegen mit unter 25 kWh für die gesamte Heizperiode äußerst gering. 25/2500 ergibt einen Faktor von 0,01. Für jede kWh Heizenergie braucht man nur 0,01 kWh Strom aufzuwenden. Das macht zum Vergleich einen Gesamtprimärenergiefaktor von 1/100 x 3 (3 ist der Faktor für Strom) von 0,03. Das spiegelt sich natürlich auch in der EnEV-Berechnung wieder.

    Mein Beispiel ist natürl. besonders effizient, aber auch wenn du eine LA mit 10-fach schlechteren Werte annimmst, ist es noch günstiger als mit dem Standard BHKW. Allerdings weiß ich nicht, wie bestmögliche Werte hier aussehen könnten.
     
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  21. MartinGH

    MartinGH

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    Mach ich glatt. Nur:
    Mir wurde als Preis für eine kontrollierte Belüftungsanlage mit Kreuzwärmetauscher ca. 10000 genannt.
    Ist das realistisch - oder gibt es günstigere Möglichkeiten?
     
  22. JDB

    JDB

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    @VK
    ??? BHKW beinhaltet KWK !

    Und je nach Anteil eingesetzter regenerativer Energien gibt's super Primärenergiefaktoren, die durchaus dichter an 0 als an 0,7 sein können.

    Es ist also zunächst der Primärenergiefaktor beim Betreiber des BHKWs zu erfragen.
     
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