KG-Rohre gegen drückendes Wasser dicht?

Diskutiere KG-Rohre gegen drückendes Wasser dicht? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir haben folgende Situation: Haus im Rohbau, der Keller ist als weiße Wanne gebaut, wir haben lehmigen Boden. Um den Keller...

  1. #1 Obstriegel, 07.02.2020
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    Hallo zusammen, wir haben folgende Situation:

    Haus im Rohbau, der Keller ist als weiße Wanne gebaut, wir haben lehmigen Boden.

    Um den Keller verläuft eine Ringdrainage, später solle eine Drainagepumpe eingebaut werden, die Wasser aus der Drainage in eine Zisterne pumpt.

    Das Abwasser aus Toilette, Waschbecken, Dusche im Keller wird durch ein KG-Rohr unter der Bodenplatte zu einer Hebeanlage im Keller geführt.

    Nach starken Regenfällen lief Wasser durch das KG-Rohr in den Pumpenschacht der Hebeanlage, mutmaßlich durch drückendes Wasser, das sich durch die Muffen ins Rohr drückt.

    Nach Einsatz einer provisorischen Drainagepumpe kam kein Wasser mehr durch das Rohr drein.

    Meine Fragen dazu:

    Ist die Erklärung mit dem drückenden Wasser plausibel?

    Ist es grundsätzlich so, dass KG-Rohre nicht gegen drückendes Wasser dicht sind, oder nur bei fehlerhaftem Einbau?

    Muss noch etwas gemacht werden, oder ist mit Einsatz einer Drainagepumpe in Zukunft alles in Butter?

    Danke im Voraus!
     
  2. #2 Fred Astair, 07.02.2020
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    Nein.

    Ja.
    Wobei die Verlegung unter einer weißen Wanne schon blöd ist.
     
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  3. #3 Lexmaul, 07.02.2020
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    Dämlich mit dem Rohr unter der BoPla...höre noch meinen Rohbauer, der das auf Teufel komm raus niemals nie machen würde.
     
  4. #4 Manufact, 07.02.2020
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    @Lexmaul : niemals nie :)

    Die Abdichtung der KG-Rohre in die BP muss verbessert werden (Ringraumdichtung vorhanden?)
    Alternativ eventuell undichte Pumpenschacht-Wände bzw. Boden.
     
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  5. SIL

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    Nun ja Lexmäulchen, das liegt wohl am Grundriss - der Höhenlagen und der Nutzung im Keller.... nicht immer geht es ohne Grundleitung unter der BP - bei EFH immer noch relativ gut zu handhaben - innerstädtisch Mehrgeschoss nun ja, nie würde ich da nicht behaupten... ;)
     
  6. Skogen

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    Ich stelle die Frage mal anders:
    1.) wurden die Grundleitungen abgedrückt?
    2.) sind die Grundleitungen schon angeschlossen, oder liegen sie wie meist 1m von der Sohle weg und dann ziemlich offen oder mit ner Plastiktüte umwickelt?
     
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    Da das Skogi :bounce:
    Das ist nicht überall vorgeschrieben, ich tendiere eher auch zu deinem 2.ten Ansatz, das entweder noch nicht angeschlossen ist oder mit der Drainung zusammen offen ist oder der Übergabeschacht oder die Anbindung an den öffentlichen Kanal etc fehlt... :winken
     
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  8. #8 Lexmaul, 07.02.2020
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    Wenn man es vermeiden kann, sollte man es halt vermeiden ;).

    Mein Pumpensumpf hat nach außen auch keine offenen Anschlüsse - der Rohbauer war da sehr deutlich :D

    Aber gut, der baut wohl eher nicht in Innenstädten - eher Schweineställe :shades
     
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    Ach was, günstig ist solch Verlegung nicht - aber bevor ich Hebeanlagen ausfallsicher..... und so weiter einbaue, ziehe ich Grundleitung unter BP vor sofern ich direkt entwässern kann, allerdings dann immer noch eine 2.te nenne sie Bypass oder blind Leitung wie du magst.
     
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  10. Skogen

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    :bierchen:
    Hier bekommste nicht eher Trinkwasser bevor das Protokoll über die Druckprobe vorliegt. Zertifiziert und vom Wasserverband gutgeheißen:deal
     
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  11. #11 Fabian Weber, 07.02.2020
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    Ich würde auch ne Druckprobe machen lassen, das wäre Schritt 1 bei der Fehlersuche.
     
  12. #12 Andreas Teich, 07.02.2020
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    Ist jetzt nicht gerade die Frage gewesen, aber
    Warum eine Drainageleitung mit dem ganzen Pumpaufwand verlegen wenn man eh eine weiße Wanne hat?
    Die kann doch komplett im Wasser stehen- außer es ist keine weiße Wanne.

    Unser Poolbecken ist als weiße Wanne errichtet worden, das bekommt auch keine Zusatzabdichtung.

    Wenn der Lehm zur Verfüllung um die Baugrube gut verdichtet worden wäre
    würde doch die Wasserbelastung erheblich reduziert werden und nur noch der Lastfall “Bodenfeuchtigkeit“ vorliegen.

    Die Bodenplatte hätte ich dann auch direkt auf den Lehmboden gesetzt mit innenseitiger Dämmung.
    Was sagt der Ingenieur oder Tiefbauer dazu?
    Unsere Pooldurchführungen sind auch mit Montmorillonit-(Lehm) Abdichtung ve

    Übliche KG-Rohre sind nur bis 0,5 bar auf Wasserdichtigkeit geprüft-
    bei entsprechendem Wasseranstau könnte Wasser von außen durch die Gummiringe eindringen
    (sofern die beim Einstecken nicht verschoben wurden) - wenn das auch unwahrscheinlich ist.

    Warum überhaupt die KG- Rohre durch die Bodenplatte legen,
    wenn für Kellerinstallationen ohnehin eine Hebeanlage montiert wurde?

    Dann hätte ich doch die Rohrdurchführung möglichst weit oben in die Wand gelegt- so hoch die Pumpe hebt.

    Andreas Teich
     
  13. SIL

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    Ja, wenn geschuldet - aber dann auch richtig so wie Skogi es mag, vom 'inneren' Anschluss Gebäude bis zum Stutzen Kanal und nicht nur ein Teil.
     
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  14. #14 Fabian Weber, 08.02.2020
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    Das mit der Drainage erschließt sich mir auch nicht.
     
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  15. #15 Obstriegel, 08.02.2020
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    Danke schon mal allen für die rege Beteiligung!

    @Manufact
    Ringraumdichtung ist meines Wissens vorhanden. Die Einführung in den Pumpensumpf ist auch nicht das Problem, das Wasser lief erkennbar durch das Grundrohr selbst (mit einer Wasserhöhe von vielleicht 1 cm).

    @Skogen
    Die Grundleitungen laufen zwischen den Entsorgungsstellen 1-2 Räume weiter auf kürzestem Weg in den Pumpensumpf. Die Rohre sind verlegt, Sanitärgegenstände sind noch nicht angeschlossen. Von einer Dichtheitsprüfung weiß ich nichts, das wäre vielleicht in der Tat eine sinnvolle Maßnahme.
    (Wer macht sowas, und wie läuft das ab? Was kostet das ca.?)

    @malta5000
    Die Drainage soll die Kellerwände entlasten, als zusätzliche Sicherheit. Ist hier in der Gegend nicht unüblich, soweit ich weiß. Die KG-Rohre sind nach meinem Verständnis unter der Bodenplatte verlegt worden, weil das Abwasser bei einer Dusche im Keller sehr niedrig anfällt. (Gibt es da überhaupt eine Alternative?) Da Toilette, Waschbecken und Waschmaschine in der Nähe sind, hat man die gleich mit entsorgt. Das Abwasser aus EG und OG wird unterhalb der Kellerdecke zum Anschluss an die Kanalisation geführt, das geht zusammen mit dem Abwasser aus der Hebeanlage in ca. 1,80 m Höhe ab Kellerfußboden raus.

    Was ich mich noch frage ist, ob die Dichtungen im KG-Rohr so beschaffen sind, dass sie besser gegen Druck von innen abdichten als gegen Druck von außen.
     
  16. #16 Fred Astair, 08.02.2020
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    Ja, dafür gibt es flache Kleinhebeanlagen, die das Wasser bis über die Rückstauebene pumpen. Alle Komponenten sind im Haus und Durchdringungen det weißen Wanne nicht notwendig.
    Nein, die dichten genauso gut von außen nach innen ab.
    Ist denn schon geklärt, ob nicht ein offenes Rohrende Außen die Ursache war?
     
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