Klb stein

Diskutiere Klb stein im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo an allea Ich bin jetzt neu hier und hätte gerne mal eure Meinung zu folgendes. Bald ist Baubeginn bei uns. Von dem Architekt wurden uns die...

  1. Dompad

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    Hallo an allea
    Ich bin jetzt neu hier und hätte gerne mal eure Meinung zu folgendes.
    Bald ist Baubeginn bei uns. Von dem Architekt wurden uns die KLB-Blöcke SW1 als 0,365 Stein empfohlen.

    Dieser Stein hat eine Wärmeleitzahl von 0, 11. Da kommt dann noch Putz drauf. Eine zusätzliche Außendämmung ist nicht geplant.
    Nach vielem Lesen bin ich mir jetzt nicht sicher. Die Wärmeleitzahl ist ja nicht sehr gut, wäre da einer mit nem 0,09er wert nicht wesentlich besser?

    Sind die steine mit bims gefüllt ? Können baufirmen die gut verarbeiten?
    Kann mir jjemand kurz helfen ?
     
  2. #2 simon84, 05.02.2018
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    Was ist an der Wärmeleitzahl "nicht sehr gut" ?
    Was ist das Ziel, welches zu erreichen ist?
    EnEV ? KfW ? Sonstige persönlich gesteckte Ziele ?

    Die Steine sind nicht besonders fest! Für einbruchsichere Fenster usw. sind ggf. Zusatzmaßnahmen nötig.

    Ansonsten, was soll man sagen. Hunderte Häuser wurden damit bereits gebaut.
    Wenn die Baufirma damit schon gebaut hat, dann werden sie es können.
     
  3. Dompad

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    Nein kein KFW Haus. Mussen also nur die Enev Voraussetzungen erfüllt werden. Wäre ein 0,09 nicht besser Oder wäre das wegen dem höheren Preis nicht sinnvoll ?? Sonstige Ziele Haben wir nicht. Alles ganz schlicht. Über eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmeruckgewinnung bin ich noch am nachdenken
     
  4. #4 simon84, 06.02.2018
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    Wenn die Wand U-Wert 0,28 erreicht, dann ist doch alles in Butter.
    Was heisst besser? Besser für wen ? Für den Ziegelverkäufer sicher !
    Was sagt denn ihr Planer/Architekt dazu ??? Der sollte sie hierhingehend beraten !
     
  5. Dompad

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    Ja der Architekt hat mir diesen empfohlen. Der U - Wert 28 wird erreicht. Ist bei diesen Steinen denn eine Be und Entlüftungsanlage sinnvoll ?
     
  6. #6 Andybaut, 06.02.2018
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    Ich versuchs´´s mal sachlich :-)

    1
    Grundsätzlich muss die ENEV erfüllt werden. Dazu müssen die U-Werte von Dach, Wand, Boden und den Fenster Mindestanforderungen erfüllen,
    dürfen aber natürlich auch besser sein.
    Da spielt auch noch die Art der Heizung eine Rolle.
    2
    "Bessere" Steine = Teurere Steine = Weniger Heizkosten = Lohnt sich das auf X Jahre ?
    3
    Eine Lüftung hat mit dem gewählten Stein gar nichts zu tun. Lüftung ist toll, aber völlig eigenständig vom Stein zu sehen.
    Weil ich so eine Ahnung habe :-)
    Atmende Wand – Wikipedia

    4
    in Ruhe mit deinem Planer das ganze durchsprechen und nicht in Aktionismus verfallen.
     
  7. #7 Leser112, 06.02.2018
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    Außenwände haben verschiedene Funktionen zu erfüllen, die teilweise untereinander konkurrieren.

    - Statik (Lastabtrag, Druckfestigkeit)
    - Wärmedämmung (EnEV)
    - Brandschutz
    - Schallschutz
    - Sommerlicher Wärmeschutz
    - Diffusionsoffenheit
    - unkomplizierte Verarbeitung
    - Wandstärke
    - etc.

    Monolithische Wandaufbauten sind da stets ein zulässiger Kompromiss, während mit mehrschaligen Wandaufbauten die jeweiligen Anforderungen optimierter erfüllt werden können.
    [​IMG]
    Letztere sind allerdings meist etwas teurer.

    Auch nicht unerheblich, ob viel Eigenleistungen eingebracht werden sollen/können oder der geschlossene Rohbau ausschließlich über Firmenarbeit realisiert werden soll.
    Bei monolithischer AW haben sich porosierte Mauerziegel und Ziegelsysteme sowie Systemergänzungen einerseits und andererseits Porenbeton durchgesetzt.
    Bei viel Eigenleistung hat Porenbeton sicherlich Priorität, obwohl der m³ Preis meist etwas höher ist.
    Ob man bei Lamda <,= 0,09 immer noch von Steinen reden kann, muß Jeder selbst beurteilen ;-)

    Bei Vergleichen nicht Handelsnamen bzw. Markenzeichen mit übergeordneten DIN Bezeichnungen verwechseln!
    In jeder Kategorie gibt es stets preiswertere Anbieter, als die jeweiligen Marktführer.

    Risiken beim Bauen mit GU/GÜ
     
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  8. Dompad

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    Irgendwie ist das alles komisch. Der Statiker teilt mir jetzt mit das die 36,5er Klb Klimaleichtblöcke SW1 mit ner Wärmeleitfähigkeit von 0,11 und nem U-Wert mit LM21 von 0,280nicht die Enev 2016 Voraussetzungen erfüllt. Der Architekt sagt was anderes. Auf der Hp von KLBKsteht auch was anderes.

    Der Statiker empfehlt mir jetzt Juwö S9 Hochlochziegel.
    Was soll ich denn jetzt machen? Kann jemjem helfen und hat vll Erfahrungen?
     
  9. #9 Andybaut, 11.02.2018
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    Eigentlich eindeutig, aber wird gerne Missverstanden.

    Die ENEV unterscheidet zwischen Jahresprimärenergiebedarf (da geht´s drum wieviel Energie das Gebäude "global" verbrauch(sehr stark vereinfacht ))
    und dem Transmissionswärmeverlust des Bauteils (das ist der U-Wert den du kennst)

    Da gibt es nun eine Tabelle 1
    http://www.enev-online.com/enev_2014_volltext/enev_2014_anlage_01_anforderungen_wohngebaeude.pdf

    Dort, und nun heißt es ganz genau lesen, steht folgendes:

    Transmissionswärmeverlust der Wand = 0,28 für das Referenzgebäude
    und dieser Wert darf ab 2016 für das Bauteil auch nicht überschritten werden.
    du wärst also genau drin.

    Woher kommt nun die Meinung des Statikers?
    In der Anlage 1 steht auch, dass der Jahresprimärenergiebedarf ab 2016 mit dem Faktor 0,75 zu multiplizieren ist.
    Das steht nun unglücklicherweise direkt vor den U-Werten.
    Manch einer liest das nun schnell durch und denkt: "ich muss den U-Wert mit 0,75 multiplizieren"
    Das ist aber nicht so.
    Der U-Wert ist der gleiche wie vor 2016. Was sich geändert hat ist die Berechnung der Jahresprimärenergiebedarfs.

    Frag doch mal den Statiker welchen U-Wert er für richtig hält.
    Ich vermute er wird 0,28*0,75 rechnen.
    Toller U-Wert, aber besser wie benötigt.
     
  10. #10 Fritz531, 11.02.2018
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    Das ist doch Quatsch. Bein EnEV-Nachweis sind 2 Werte nachzuweisen, Ht' u. Qp'.
    1) Ht' ist der auf den m² Gebäudehülle bezogene U-Wert aller Bauteile. Für die einzelnen Bauteile sind keine U-Werte vorgegeben. Mit welchen energetischen Qualitäten der einzelnen Bauteile dies erreicht wird ist egal. Aberder Mindestwärmeschutz ist immer einzuhalten.
    2) Qp' ist der auf den m² Gebäudenutzfläche (AN) bezogene Primärenergiebarf.
    Daher: EnEV-Berechnung machen, und schauen was notwendig ist.
    Der U-Wert von 0,28 W/m²*K ist für MW mit Dünnbettmörtel, bei LM muss noch ein entsprechender Zuschlag berücksichtigt werden. Und dann kommt es auch noch darauf an wie die Wärmebrücken berücksichtigt werden.
     
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  11. #11 Andybaut, 12.02.2018
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    ich muss das korrigieren.
    Fritz hat Recht. Also die eine Wand dürfte sogar schlechter sein, solange der gesamte Transmissionswärmeverlust innerhalb der Tabelle 2 liegt.


    ein Beispiel:
    nehmen wir an, du hast ein Wohngebäude bei dem du Ht´von 0,4W/m²K erfüllen musst.
    Nun könnte die Wand z.B. 0,38, das Dach 0,3, die Bodenplatte 0,4 haben.
    Also jedes Bauteil würde die Anforderung von 0,4 erfüllen.

    Den ENEV Nachweis würdest du dabei aber vermutlich nicht bestehen.
    Warum?
    Dort wird ein Referenzgebäude gerechnet, dass so aussieht wie dein Gebäude, aber definierte U-Werte hat.
    Das sind dort für die Wand 0,28, die Bodenplatte 0,35 und das Dach 0,2

    Mit diesem Gebäude wird nun dein reales Objekt mit den schlechteren U-Werten verglichen und fällt wohl durch.

    Wenn du also dein Gebäude so baust wie das Referenzgebäude, dann wirst du die ENEV ganz exakt erfüllen.
    Daher reichen die 0,28. Besser wäre schön aber schlechter könnte auch reichen.
     
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  12. #12 Leser112, 12.02.2018
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    Verantwortlich ist allein der Ersteller des Nachweises!!!
     
  13. Dompad

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    Ja natürlich ist der Ersteller dafür verantwortlich. Nur wenn er sagt das die KLB SW1 Steine nit ausreichen, dann erstellt er mir den Nachweis mit diesen Steinen auch nicht.
     
  14. #14 Leser112, 12.02.2018
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    Entweder es geht tatsächlich nicht, oder er hat eine Provisionsvereinbarung mit einem Hochlochziegelhersteller ;-)
    Statiker sind oftmals nicht die besten Energie-Optimierer und erledigen diese Aufgabe ungern und meist nur ungeliebt nebenher.
    Ggf. macht der Architekt den Nachweis, aber vielleicht ist der kein zugelassener Energieberater?
    Möglicherweise sind an anderen Stellen im Nachweis Defizite vorhanden, dass diese nur durch einen U-Wert der AW < 0,28 kompensiert werden können?
    Das Forum kann hierzu jedoch keine belastbare Auskunft erteilen.
    Das gelingt selbst mir nicht, denn dazu müsste ich den Vorgang auf dem PC haben.
     
  15. #15 Fritz531, 12.02.2018
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    Dann such dir einen der es kann, und der etwas davon versteht. Wenn ein Energieberater so argumentiert, sollte er es sein lassen. Bei der Erstellung des EnEV-Nachweises gibt es einige Stellschrauben, da kommte nicht nur auf den Stein an.
     
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