kleine fragestunde

Diskutiere kleine fragestunde im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; 1- auszug nur wohnzimmer speicherfähige masse (wände halbiert) 27000 kg DIN 4108/4 c=1000 Ws/kg*k --> 7,5 kWh/k speicherung im raum...

  1. #1 jacob, 17.12.2002
    Zuletzt bearbeitet: 18.12.2002
    jacob

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    1- auszug nur wohnzimmer
    speicherfähige masse (wände halbiert) 27000 kg DIN 4108/4 c=1000 Ws/kg*k --> 7,5 kWh/k speicherung im raum heizlast (nur transmission außen) 1000 W 7500 / 1000 = 7,5 h

    2- dies würde bedeuten, dass nach abstellen der heizung bei innen +20° und aussen -14° nach ca. 7-8 Stunden die speicherfähige Masse sich um 1 k abkühlen würde! (nichtlinearitäten der transmission wg. verringerung der innentemperatur ebenso vernachlässigt wie transmission in nebenräume sowie lüftungswärmeverluste)

    3- bei ca. 2,5 kW installierter heizleistung würde es nun etwas mehr als 5 stunden brauchen, bis die speichermasse wieder "nachgeladen" ist (2500W - 1000W transmission) = 1500 W frei ; 7,5 KWh/K * 1K / 1,5 kW = 5 h)

    da die luft als trägermedium der wärmeenergie abwechselnd von den heizflächen bzw. den speichermassen "geladen" wird, dürfte sich die raumtemperatur bei heizungsabschaltung kaum ändern, bei wiedereinschalten der heizung muss sie zwangsläufig höher werden, da sonst keine abgabe von (geringe wärmekapazität der luft) wärme in die speichermasse erfolgen kann.

    4- ist dieser (sicher etwas theoretische) ansatz ein argument für oder gegen die nachtabsenkung der heizung ?

    5- ist dies ein widerspruch zwischen niedrigenergiehausansatz (Beispiel ist noch kein NEH!, aber besser als WSVO95) und massivbauweise oder ein vorteil dieser kombination?

    6- beim herunterfahren der heizung (z.B. urlaub) auf 10°C raumtemperatur würde es mehr als eine halbe woche dauern, bis der raum heruntergekühlt ist, allerdings bräuchte man knapp 50 stunden, um die speichermasse aufzuladen und die gleichgewichts-oberflächentemperatur zu erreichen ! (nur bei aussen -14°)
    müsste man mehr heizleistung vorhalten, um diesen Fall zu berücksichtigen?
    wenn das ganze haus so abgekühlt wäre, würden alle räume spitzenenergie in ihre heizkreise ziehen, der kessel müsste 3 tage volllast laufen (21 kW)

    7- habe ich mich hier ver-theoretisiert? (sicher sind einige ansätze etwas grob und pauschal)
    im "normalen" betriebsfall ist dies ja sicher alles im rahmen des möglichen und zulässigen, der Fall urlaub müsste per zeitschaltung, handysteuerung oder nachbar in den griff zu bekommen sein.

    8- sollte dies als warnung betrachtet werden, bei massiver = speicherfähiger bauweise den dämmstandard so weit hochzutreiben, dass die leute glauben, mit 5 kW kesselheizung auszukommen (geht bei warmwasserbereitung eh' nicht-weiss ich)?
    wenn dann nur noch 1 kW heizleistung in einem solchen raum installiert wären, wäre eine nachheizung der speichermassen nur über extrem lange fristen möglich !

    9- keisensfalls auf speichermasse verzichten --> sommerlicher wärmeschutz ! dagegen will ich hiermit nicht reden !!!
     
  2. MAB

    MAB Gast

    Und?

    Was soll uns das denn jetzt sagen?
     
  3. Ebel

    Ebel

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    Zeiten

    Die Zeiten habe ich nicht nachgerechnet, aber die Größenordnungen könnten stimmen. Die Bauweise hat auf die Zeiten nur teilweise Einfluß, da auch die Möbel usw. abkühlen.

    Wegen der langsamen Absenkung, dem geringen Effekt und der langen Anheizzeit ist die Absenkung nicht zu empfehlen. Überhaupt sollte darauf aufmerksam gemacht werden, daß bei den, bei guter Dämmung notwendigen Heizleistungen mit langen Anheizzeiten bei extremer Auskühlung zu rechnen ist. Das vermeidet auch Prozesse mit überraschten Bauherren oder Mietern und auch Ausandersetzung mit einem Richter, der sich in Bauphysik wenig auskennt.
     
  4. jacob

    jacob

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    danke

    vielleicht war ich zu theoretisch ?
    mir ging es eigentlich darum, daß die Heizleistung bei derartiger konstellation nicht nur nach der wärmebedarfsrechnung zu dimensionieren ist, sondern eine erhebliche reserve für die erwärmung der speichermassen anzudenken ist. insbesondere bei fussbodenheizung wird u.U. bei der rohrdichte (für den installateur sparen sich erhebliche rohrmeter) gespart, was im og.g regelfall funktioniert, aber bei auskühlung dann problematisch ist !
    (übrigens : beitrag nicht geändert, ich wollte nur die anzahl der zul. antworten korrigieren, ging aber auf diesem weg nicht - wie dann?)
     
  5. MAB

    MAB Gast

    *Rätsel*

    Aber das ist doch nichts Neues. oder etwa doch?

    Wird das so gemacht?
     
  6. Ebel

    Ebel

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    Reserve

    Eine gewisse Reserve haben Sie doch schon, weil Sie während der Aufheizzeit nicht unbedingt testen müssen, wieviel Warmwasser Sie verbrauchen können. Selbst bei längerer Abwesenheit - wenn also die Temperatur ganz langsam sinkt (bei Absenkung) sparen Sie insgesamt nicht sehr viel ein.

    Deshalb ist eine Auslegung der Heizung auf den praktisch nie eintretenden Sonderfall unzweckmäßig - wie schnell soll denn aufgeheizt werden (in wenigen Minuten?). Sie bauen ja auch kein dickes Betondach, damit ihr Haus bei einem Meteoritentreffer nicht beschädigt wird.

    Und wenn es wirklich mal schnell gehen soll - da frißt Sie bestimmt keiner, wenn Sie einen Elektroheizlüfter benutzen. Für die Kostendifferenz zwischen richtig dimensionierter und überdimensionierter Heizung können Sie wahrscheinlich mehrere Heizlüfter kaufen und von den eingesparten Verlusten den Strom bezahlen.
     
  7. berndk

    berndk

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    @ ebel:
    da muss ich dir vollkommen Recht geben, die Heizungsauslegung wird generell noch immer überdimensioniert, ist aus Sicht des - zumeist berechnenden - Installateurs auch verständlich, er will lieber auf der sicheren Seite liegen.

    @ jakob: Antwort auf Nr. 4:
    weder noch, eher ein Argument gegen zuviel Speichermasse. Das Speichermassen Argument ins Extrem gedacht - übrigens oft eine passende Methode, Theorien einer Schnellprüfung zu unterwerfen - wäre dann das Ergebnis, dass Kirchen und Bunker auch den höchsten Wohnkomfort zu bieten hätten.

    Noch kurz zum Argument Hitzeschutz: auch das halte ich für ein Märchen, zumal in unseren Breitengraden! Ein NEH in Holzrahmenbauweise heizt sich, obwohl nahezu bar jeder Speichermasse, auch nicht mehr auf als konventionelle Massivhäuser.
     
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