Knarzender Holzboden

Diskutiere Knarzender Holzboden im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, Wir haben 2007 mit einem Bau-Franchisenehmer gebaut. Es wurde ein Massivhaus erstellt (Y-tong), Doppelhaushaelfte, Keller, EG, DG und...

  1. #1 Perry4711, 7. März 2012
    Perry4711

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    Hallo,


    Wir haben 2007 mit einem Bau-Franchisenehmer gebaut. Es wurde ein Massivhaus erstellt (Y-tong), Doppelhaushaelfte, Keller, EG, DG und Spitzboden.
    Wir haben einen ausgebauten Spitzboden mit "regulaerer" Treppe bestellt, sprich das Teppenhaus geht vom Keller bis zum Spitzboden und ist einheitlich gestaltet.
    In der Planung (Werksplan) wurde der Spitzboden mit einem Betonestrich geplant, so wie von uns gewuenscht.
    Dieser liegt auf 5cm Trittschalldaemmung, darunter Holzboden der auf den Balken aufliegt.


    Waehrend der Bauphase kam der bauleiter auf mich zu und sagte, aus statischen Gruenden koennen wir da oben keinen Estrich einbauen, wir bekaemen einen gleichwertigen Holzboden und ich moege das bitte im Protokoll so abzeichnen.

    Ich verlies mich auf die Aussage und wir haben einen Boden mit 16mm Spanplatten, 5cm Styropor, und wieder 16mm Spanplatten bekommen.

    Bauabnahme erfolgte, so weit so gut.

    Nach ca. 2-3 Jahren hatten wir im Spitzboden aber starkes Knarzgeraeusche beim gehen, in den darunterliegenden Raeumen ist das besonders nachts unertragelich laut. Der Boden bog sich sichtbar durch.
    Wir haben das reklamiert, nach einigem hin und her wurde der Boden rausgemacht.
    Anstelle des Styropors wurde Styrodur eingebracht, und auf die 16mm spanplatte nochmals eine 16mm OSB platte aufgebracht.

    Jetzt haben wir 16mm Span, 4cm Styrodur, 16mmSpan und 16mm OSB

    Das ganze wurde mehr oder weniger schwimmend verlegt. Die Oben aufliegenden Spanplatten wurden an einigen Stellen verschraubt.

    (darauf liegt im uebrigen Klick-Parket).

    Das war vor ca. 1.5 Jahren - dann war zuerst einmal Ruhe.

    Jetzt faengt es allerdings wieder an zu kanrzen, wenn man dort oben geht.

    Es hoert sich aber "anders" an, ich meine das kommt jetzt eher von dem Styrodur, das ja wesentlich haerter ist als das Styropor.

    Ende des Jahres laeuft die Gewaehrleistung aus, und ich frage mich was ich jetzt tun soll/kann ?

    Fuer jeden Tipp dankbar.

    Perry
     
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  3. Julius

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    Was ist denn das für ein Krampf mit dem Styroduropur...??
    Als Laie hätte ich dort eine (weichere) Trittschalldämmatte (aus Mineralfasern) erwartet.
    Zumindest hab ich das vor Jahren so gemacht bei meinem eigenem Altbau und seitdem gibts dort weder Bewegungen noch Geräusche!
    Und was soll die Teilverschraubung der schwimmenden Lage?
    Wurde die OSB mit der Verlegespan vollflächig verklebt?
    Welcher Balkenabstand?

    Mangel umgehend nochmals melden.
    Wenn Reaktion unbefriedigend, dann eigenen Gutachter holen, der Situation gründlich untersucht und Plan zur dauerhaften Sanierung ausarbeitet.
     
  4. #3 Perry4711, 7. März 2012
    Perry4711

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    Vielen Dank fuer die Antwort,

    Unser Balkenabstand betraegt 75cm

    Die OSB und SPan auf der trittschalldaemmung wurden nicht verklebt.
    teilverschraubt wurde an den stoessen. denn um die alten spanplatten rauszunehmen (austausch der trittschalldaemmung) mussten die spanplatten zersaegt werden. sprich an den stoessen haben die keine nut/feder mehr.

    das styrodur wurde genommen, weil sich vorher der boden so stark durchgebogen hat.
     
  5. IngbBL

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    Das Knarzen kommt in vielen Fällen von den Verschraubungen. Genaues ist aber in Ferndiagnosesehr schwer. Der Bodenaufbau scheint mir aber insgesamt gelinde gesagt - ungewöhnlich - zu sein.

    Entscheidendes hat Julius schon geschrieben : Mangel umgehend schriftl anzeigen.
     
  6. Julius

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    Da wurde offenbar ein Fehler mit dem nächsten kaschiert und immer so weiter...

    Ich vermute, der ganze Müll muß raus, mindestens bis auf die unterste Lage oder gar bis auf die Balken.
    Und dann neu, aber diesmal richtig!
     
  7. #6 Rudolf Rakete, 10. März 2012
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    Bei einem 75 Balkenabstand und 16mm Span als unterste Lage wundert mich das nicht dass sich der Boden durchbiegt. Warum hat man da nicht die unterste Lage so stabil ausgelegt dass die sich kaum mehr durchbiegt, eine Durchbiegung mit Styropor aufzufangen ist echt ungewöhnlich.
     
  8. oberh

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    Hi!

    Ich würde den Boden aus statischer Sicht noch mal .... tapezieren :winken

    Dann kommen noch Reissgeräusche hinzu ... :mauer


    Na - Spaß beiseite ...

    Ich schließe mich da Julius an ...
     
  9. #8 malta5000, 21. März 2012
    malta5000

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    hallo
    der fußbodenaufbau kann unmöglich anforderungen an trittschalldämmung für einen wohnraum erfüllen. der von euch zuerst gewünschte estrich wäre geeignet gewesen bei entsprechender dämmplatte.
    der wäre auch im holzbau möglich bei entsprechender dimensionierung der deckenbalken- da hat die baufirma wohl gespart, was sie hoffentlich an euch weitergegeben hat?
    styropor u styrodur sind gleichermassen ungeeignet als trittschalldämmung,gut wären zb weichfaserplatten, zur dämpfung tieferer frequenzen hätte aber ein schwerer baustoff verwendet werden müssen (estrich, betonplatten, sand, lehm etc)
    die osb platten müßten zumindest bei einer angenommenen deckenbelastung von 200kg/m2 eher 22 dick sein, minimal aber 18 mm.
    die Styrodurplatten verbessern die tragfähigkeit nicht.
    ich würde auf jeden fall reklamieren und einen fachmann hinzuziehen.
    deckenbalken verstärken,gewicht aufbringen, richtiges schalldämmmaterial u genügend dimensionierten bodenbelag verwenden.
    bei unklarheiten gerne nochmal nachfragen
    grüße von andreas
     
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  11. #9 malta5000, 21. März 2012
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    hallo
    der fußbodenaufbau kann unmöglich anforderungen an trittschalldämmung für einen wohnraum erfüllen. der von euch zuerst gewünschte estrich wäre geeignet gewesen bei entsprechender dämmplatte.
    der wäre auch im holzbau möglich bei entsprechender dimensionierung der deckenbalken- da hat die baufirma wohl gespart, was sie hoffentlich an euch weitergegeben hat?
    styropor u styrodur sind gleichermassen ungeeignet als trittschalldämmung,gut wären zb weichfaserplatten, zur dämpfung tieferer frequenzen hätte aber ein schwerer baustoff verwendet werden müssen (estrich, betonplatten, sand, lehm etc)
    die osb platten müßten zumindest bei einer angenommenen deckenbelastung von 200kg/m2 eher 22 dick sein, minimal aber 18 mm.
    die Styrodurplatten verbessern die tragfähigkeit nicht.
    ich würde auf jeden fall reklamieren und einen fachmann hinzuziehen.
    deckenbalken verstärken,gewicht aufbringen, richtiges schalldämmmaterial u genügend dimensionierten bodenbelag verwenden.
    bei unklarheiten gerne nochmal nachfragen
    grüße von andreas
     
  12. Perry4711

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    Erstmal vielen dank an alle, ich reklamier das jetzt mal.

    Mir wurde gesagt (von anderer Seite) dass ich da evtl. Probleme bekommen koennte, da es ja um den "Spitzboden" geht und das kein "richtiger wohnraum" sei.

    Der Raum(Zimmer) ist aber im Werksplan als "Studio" eingetragen, hat eine vollwertige Treppe (keine Raumspartreppe) vom DG und auch eine eigene Zimmertuere (== abgeschlossener Raum). Indemsofern sehe ich das schon als vollwertigen Raum an, nochdazu wenn da 5cm Estrich geplant waren.

    Schoene Gruesse,
    Perry
     
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