Koaxialkabel neben Kamin verlegen

Diskutiere Koaxialkabel neben Kamin verlegen im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Guten Tag, ich will vom Dachboden bis zum Erdgeschoss neue Koaxialkabel legen. Nun was ich wissen möchte ist, ob es eine Norm gibt wo diese...

  1. #1 victor877, 30.07.2018
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    Guten Tag,
    ich will vom Dachboden bis zum Erdgeschoss neue Koaxialkabel legen.
    Nun was ich wissen möchte ist, ob es eine Norm gibt wo diese verlaufen soll bzw empfehlung.

    Es sieht so aus:
    15cm neben einer Wandecke wollte ich einen Kabelschlitz fräsen und einen durchbruch durch die decke zum Dachboden, leider ist auf der anderen Seite der Wand ein gemauerter Kamin der 30cm breit ist.
    Zwar ist die Wand dazwischen 27cm Stark, dennoch wird Sie denk ich mal Warm im winter wenn die Heizung läuft.

    Darf man den Schlitz fräsen wie ich es vorhabe oder soll ich eher 45cm neben der Wandecke fräsen, also 15cm neben dem Kamin sozusagen.
     
  2. #2 plattypus, 30.07.2018
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    Wie tief fräst du? Pickst Du nur den Putz vor dem Mauerwerk weg oder gehst du auch ins Mauerwerk rein?
     
  3. #3 petra345, 30.07.2018
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    Die heutigen Isolierschornstein werden außen so wenig warm, daß ich da keine Gefahr sehe. Wenn es noch ein alter Schornstein aus Backsteinen sein sollte, mag das anders sein.

    Je höher die Temperatur, um so schneller entweicht der Weichmacher aus dem Kabel und die Dämpfung steigt an. Ob man das Kabel nach 15 oder 20 Jahren auswechselt, weil man weniger Signal empfängt, wird den Kohl nicht fett machen. Wichtig ist, daß das Kabel überhaupt in Rohr verlegt ist. Einfach einputzen ist Murks.

    Als Kunde weiß man sowieso nicht, welcher Weichmacher verwendet wurde. Es muß eben alles billig sein.
    Auch bei einem Fachgeschäft hatten die Leute Anweisung, das Kabel im Kaufhaus zu kaufen, wenn sie zu wenig mitgenommen hatten.
    Produktfälschungen sind heute üblich. Die deutschen Hersteller haben viele Produkte aus Kostengründen aufgegeben.



    .
     
  4. #4 victor877, 30.07.2018
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    Wahrscheinlich werde ich keine leerrohre verwenden, somit wird nur der Putz abgetragen (ist ca 10mm Stark) und 4 leitungen nebeneinander eingegipst. Es ist auch eine Patch netzwerk leitung geplant, falla das relevant ist.
     
  5. #5 simon84, 30.07.2018
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    Patchkabel nimmt man zum Patchen, verlegekabel zum verlegen. Vielleicht nur ungünstig ausgedrückt?
     
  6. #6 victor877, 30.07.2018
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    Patch verlegekabel, das Haus ist aus den 70ern, so alt ist ca der Kamin.
     
  7. SIL

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    Es wird immer intelegenter hier, Wtf seid wann wird im Kaminzug ob verputzt oder nicht oder isoliert geschlitzt :mauermanchmal fehlts da wo echt ein bissel... :deal
     
  8. #8 victor877, 30.07.2018
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    Ähm erst lesen dann schreiben!
    Es steht doch da dass der schlitz nicht in den Kamin kommt der Kamin ist hinter einer 27cm starken Wand.
    Und in diese wand kommen die Koax kabel.
     
  9. Dipol

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    Welche Normen bezüglich Installationszonen und der Schlitztiefe zu beachten sind, ist in diesem Merkblatt komprimiert dargestellt.

    Ausgehend von einer 24er-Wand + Putz + Fuge gegen den Kamin ist für senkrechte Schlitze eine Tiefe von 30 mm + 10 mm Zuschlag für exakte Fräsung und mit 150 mm mehr Breite als man für 4 Koax + 1 Netzwerkkabel benötigt, zulässig.

    Nach Normenreihe DIN 18015 sind aber nicht nur die Installationszonen definiert, sondern für Iuk und RuK auch zugfähige Verlegung in Leerrohren gefordert. Im eigenen Haus ist eine Normmissachtung bis zum ersten Bildernagel oder Dübelloch durch ein Kabel nicht gravierend. Bei gewerblicher Tätigkeit stellt die Ausführung ohne Individualvereinbarung, dass die Leitungen vorschriftswidrig direkt eingeputzt werden, m. E. einen Mangel dar.

    So oder so gute und als alterungsstabil bekannte Hochschirmkabel mit Kupferinnenleiter und Kupfergeflecht mit hohem Bedeckungsrad und keine Billig-Schrottkabel mit Staku-Innenleiter und/oder Alugeflecht mit 4-fach-Sinnlosschirmung einbauen. Wenn schon einputzen, dann nur mit ausreichend dimensionierten Nagelschellen ohne Quetschungen.
     
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  10. #10 Fred Astair, 30.07.2018
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    Ähm, kannst Du bitte mal einen Ausschnitt der Bauzeichnung mit dem Schornstein einstellen?
     
  11. #11 plattypus, 30.07.2018
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    Oder noch besser ganz ohne Nagelschellen im Schlitz verkeilen, einputzen und dann die Halter (Nägel quer in den Putz geschlagen, hinter denen die Kabel hängen) rausziehen und die Löcher verputzen.
     
  12. #12 simon84, 30.07.2018
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    Nochmal, das gibt es nicht.

    Verlegekabel = starrer Kupferdraht, in der Regel dickerer Mantel. Nie vormontierte Stecker, meistens 100 Meter Rolle (oder größer).
    Patchkabel = flexibles Kabel, feste Längen, z.B. 30cm 50cm 100cm 3m 5m 10m etc. oft konfektioniert (fertig mit RJ45 Steckern an beiden Enden).

    Bitte unbedingt darauf achten, dass du die richtigen Kabel montierst.
     
  13. #13 plattypus, 30.07.2018
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    Das richtige ist das Verlegekabel. Da kommt dann am Ende eine Netzwerkdose drauf und fertig. Die Netzwerkdosen gibt es mit LSA-Kemmtechnik und Key-Stone Klemmtechnik. Für LSA brauchst das Auflegewerkzeug und für Kexstone einen kleinen Seitenschneider, der sauber direkt am Ende die einzelnen Drähte abschneiden kann.

    Wenn mehrere Netzwerkkabel verlegt werden sollen im ganzen Haus, kommt an den zentralen Knotenpunkt ein 19" Wandschrank und ein Patchpanel, in dem dann alle Netzwerkkabel zusammenlaufen.

    Für den Potentialausgleich sind Netzwerk- und Antennenanlagen mit einem 6mm² Kupferdraht mit dem Haupterdungspunkt des Hauses zu verbinden.
     
  14. #14 victor877, 30.07.2018
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    Ist ein Koaxial kabel mit 3fach schirmung, kupfer innenleiter und kompressionssteckern.
    Verlegekabel mit starrem kupferleiter der zu einem patchpanel geht, da die zimmer auf der etage je eine duplex leitung bekommen.
     
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  15. Dipol

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    Nichts gegen Funktions- oder Schutzpotenzialausgleichsleiter mit 6 mm² Cu den halte ich für überaus sinnvoll!

    Aber normativ waren für Antennenanlagen seit alters her nur PA-Leiter mit min. 4 mm² Cu gefordert und seit der abgelösten Normausgabe der DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2011-06 ist auch noch in Anlehnung an Zusätzlichen Schutzpotenzialausgleich ein Querschnitt von 2,5 mm² bei geschützter Verlegung zulässig. So steht es in Abweichung von anderen nationalen Regelwerken auch in der aktuellen IEC 60728-11:2017.
     
  16. #16 plattypus, 01.08.2018
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    Sorry, ich war jetzt von der VDE 0100-544 ausgegangen. Da steht was von wegen "Schutzpotentialausgleichsleiter min. 6mm² Cu". Aber klar, wir müssen hier in die VDE 0800er Reihe, also 4mm² für die Antennenanlage.

    Sollte es sich bei der Antennenanlage um eine Sat-.Schüssel handeln, die oberhalb des Dachs montiert ist (und nicht unterhalb eines überhängenden Dachs), muß der Potentialausgleich auch noch einem Blitzeinschlag standhalten können. Da reden wir dann von 16mm² Cu.
     
  17. #17 victor877, 01.08.2018
    victor877

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    Gut, sonst könnte ich 15cm neben dem kamin die kabel verlegen. Aber wenns kein unterschied macht dann nehm ich die direkte weise.
     
  18. Dipol

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    So formuliert stimmt es nicht ganz.

    Auch unterhalb von Dachüberständen montierte Fassadenantennen sind nach IEC 60728-11 erdungspflichtig, wenn der Abstand lotrecht ab Unterkante Regenrinnen oder auf den Firstseiten rechtwinklig allseits gegen Dachkanten gemessen < 2 m Mindestabstand unterschreitet.
    Aber nicht nur!

    Für erdungspflichtige Antennen sind Erdungsleiter aus min. 16 mm² Cu, 25 mm² Alu oder 50 mm² St/tZn vorgeschrieben. Dass eine Kette nur so stark wie das schwächste Glied ist, weiß jeder. Bei Antennenerdungen wird diese Binsenweisheit von Laien wie auch Elektrofachkräften regelmäßig ausgeblendet und nur äußerst selten nach Prüfnorm Klasse H = 100 kA zertifizierte Verbinder und HES verwendet. Dass der PEN des VNB nicht als Antennenerder missbraucht werden darf, solle auch klar sein.

    Da ich Zweifel an der Ausführung durch eine konzessionierte EFK habe, noch der unbeliebte Hinweis, dass Erdung und Potenzialausgleich integraler Bestandteil der Elektroanlage sind und für Installationen NAV § 13 gilt. Zum Thema blitzstromtragfähiger Verbinder das künftige Bild 15 der nächsten IEC-Ausgabe mit außen ohne gefährlichen Näherungen abgeleitetem Erdungsleiter:

    IEC 60728-11_Fig. 15_new.jpg
    Bei funktionstüchtigen Fundamenterdern und kurzer Querführung des Erdungsleiters kann der rechte Stützerder und die Trennstelle entfallen.
     
  19. #19 plattypus, 01.08.2018
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    Bei Antennenanlagen wird zumeist die Erdung von Laien und auch von Fachbetrieben komplett ausgeblendet. Frag doch mal in deiner Nachbarschaft oder im Sportverein welche Sat-Anlagen überhaupt geerdet sind. Das werden weniger als 5% aller Anlagen sein, leider. :(

    Ich kann mich noch lebhaft an die Diskussion bei uns im Sportverein erinnern, weil eine Sat-Schüssel ans Vereinsheim sollte. Als das Ding angebaut wurde, habe ich als Bedingung für meine Mithilfe gemacht, daß auch ein Potentialausgleich an die Anlage kommt, auch wenn der Fachhandel und auch deren Installateur mich für blöd erklärt haben, weil sie sowas noch nie gemacht hätten und die Anlagen ja auch so alle funktionieren würden.

    Nee Leute, ich habe als Kind an einer Antennensteckdose einmal einen ordentlichen Stromschlag kassiert. Die Brandnarbe sehe ich heute nach über 30 Jahren noch auf dem linken Handrücken. Die Anlage war auch nicht geerdet... :not_w1:
     
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  20. Dipol

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    Hinweise auf NAV § 13 bieten leider keine Gewähr für normkonforme Ausführung. Authentische Aussagen von EFK ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
    • Wenn ich geerdet hätte, wäre ich zu teuer gewesen, die Kollegen erden auch nicht.
    • Dachantennen, die sich 2 m unterhalb vom First befinden, müssen nicht geerdet werden.
    • Dachantennen sind nur an Masten aber nicht an Dachsparrenhaltern erdungspflichtig.
    • Ich erde stets mit 4 mm² Cu an das nächste Wasser- oder Heizungsrohr.
     
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