Kommunwand

Diskutiere Kommunwand im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo liebe Forumsmitglieder, ich lese hier schon einige Zeit mit und wurde jetzt mit einem Thema konfrontiert zu dem ich Eure...

  1. marty

    marty

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    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    ich lese hier schon einige Zeit mit und wurde jetzt mit einem Thema konfrontiert zu dem ich Eure Baudetail-Meinungen hören wollte.
    Ich bin Architekt und werde gerade zum ersten mal in meinem über 20-jährigen Berufsleben mit Ausführungsdetails eines namhaften Fertighausherstellers konfrontiert.

    Folgende Situation:
    Wir bauen eine Doppelhaushälfte in massiver Ziegelbauweise. Die Wand zum Nachbarn in einer Stärke von 24 cm und entsprechender Steindichte (Schallschutz).Die Wand ist 2 cm von der Grenze entfernt, so dass zwischen den beiden DHH's noch eine Mineralfilzmatte eingebracht werden kann.
    Auf dem angrenzenden Grundstück wird nun ein Fertighaus gebaut - nachdem unser Rohbau fertig ist. Der Hersteller hält einen Abstand von gut 5 bis 6 cm zur Grundstücksgrenze ein. Dieser Hohlraum zwischen den Häusern bleibt leer. Im Fassadenbereich ragt wohl eine Fassadenplatte, außen verputzt, bis 2 cm an die gemeinsame Grundstücksgrenze. Die Fuge an der Fassade wird mit einem - weiß nicht wie gearteten - Profil verschlossen.

    Meiner Meinung nach ist der Anschluß nicht akzeptabel, weil:
    1. Was ist, wenn beim Aufbau des Fertighauses irgendetwas in die Fuge fällt und sich zwischen den Häusern verkeilt - dann habe ich eine wunderbare Schallbrücke.
    2. Der Wärmeschutz..... Wenn sich eine kalte Luftschicht zwischen den Häusern befindet - die Fassadenfuge etc. ist ja nicht dicht zu kriegen - dann kann ich die Kommunwand bei der EnEV-Berechnung ja nicht mehr außen vor lassen !? Der Fertighaushersteller baut aber angeblich im KFW-40 Standard.

    Ich denke, daß der Anschluß an Massivbauten des Fertighausherstellers nicht ausgereift ist und er seine Konstruktion unbedingt nachbessern muß.

    Wie seht Ihr das ?
    Gibt es Vergleichsfälle und Erfahrungen ?

    Wäre sehr dankbar für Antworten

    Marty
     
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  3. #2 VolkerKugel (†), 18. März 2007
    VolkerKugel (†)

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    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Hallo Herr Kollege ...

    ... ich würde hier jegliches Risiko dadurch ausschließen, dass die ca. 80mm Gebäudefuge voll mit Mineralfaserdämmung gefüllt wird.
    Wie das dann passiert wäre Verhandlungssache mit dem Nachbarn.

    2cm auf jeder Grenzseite ergeben die mindestens erforderlichen - mit geeigneten Dämmstoffen vollflächig gefüllten - 4 cm für die Schallentkopplung. Ein unkontrollierter freier Luftzwischenraum ist mit Sicherheit nicht zulässig (vielleicht weiß Einer, wo´s steht?).
     
  4. PeMu

    PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Doch, ist, man darf auch offene Fugen bauen. Und gedämmt werden muss auch nix , da Innenbauteil zwischen Gebäudeteilen mit gleicher Innentemperatur:28:

    Nur die Fugen sind entsprechend zu behandeln.

    Auf der Ebene kommste nicht weiter.

    Man erläutere sich selbst und den Nachbarn (vor allem den Hasufrauen), dass derartige Hohlräume Unterbewohner einladen.
    Das führt i.d.R. zu einer einvernehmlichen Lösung.:konfusius
     
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