Kosten für Bauplan

Diskutiere Kosten für Bauplan im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo Bauexperten, auf unseren Altbau Bj. ca 1944, Grundfäche ca 72 m², auf dem zur Zeit ein Satteldach drauf ist, soll ein Flachdach mit einer...

  1. Regina

    Regina Gast

    Hallo Bauexperten,
    auf unseren Altbau Bj. ca 1944, Grundfäche ca 72 m², auf dem zur Zeit ein Satteldach drauf ist,
    soll ein Flachdach mit einer Neigung von etwa 12 Grad aufgebaut werden, das allerdings auch die noch vorhandene undichte Terrasse ca 30 m² im ersten Stock mit abdecken soll, um so weiteren Wohnraum zu schaffen...
    wir wollen auf-Sparren-Dämmung, Dachpfannen und auf der ehemals Terrassen-Giebelseite eine große Fensterfront,
    desweiteren soll die alte Außenwand, die dann "überflüssig" geworden ist, wegfallen, bzw. durch einen Sturz abgefangen werden.
    Der Zimmermann, den wir wegen der Ausführung beauftragen wollten, braucht dafür Baupläne (und ein Statikgutachten?)
    Da aber von dem Haus keinerlei Pläne vorhanden sind und die zwingend - auch für die Beantragung einer Baugenehmigung erforderlich sind, fragen wir uns jetzt mit welchen Kosten da zu rechnen ist und wer der beste Ansprechpartner ist.
    Ich hoffe das meine Ausführungen für euch Bauexperten, halbwegs nachzuvollziehen sind und das Ihr mir weiterhelfen könnt.
    Danke im voraus!

    Gruß Regina
     
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  3. #2 Frank Stelzer, 21. November 2004
    Frank Stelzer

    Frank Stelzer

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    Hallo,

    wenden Sie sich an an Ingenieurbüro für Bauplanung, die kümmern sich um die Erstellung der Pläne und der erforderlichen Statik.

    Frank
     
  4. geigei

    geigei

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    nur damit Sie einen Anhaltspunkt haben!

    Wahrscheinlich wird dieser Auftrag für eine Pauschale gemacht!

    Wenn wir jetzt aber Stunden ansetzten, müssen Sie mit 50 Euro/Arbeitsstunde rechnen. Zeichner ein bischen weniger, Ingenieur ein bischen mehr.
    Sagen wir mal, die Planung (Statik + Zeichnung) und 2x oder 3x Baustellenbesuch.
    39Std x 50 Euro/Std = ca. 2000 Euro.

    Ich denke das könnte im groben hinkommen.

    Aber warum suchen Sie sich nicht drei Ingenieurbüros in Ihrer Umgebung aus? Angebot machen lassen, dann haben Sie die Preise.
    Ein Angebot kostet nix (sollte es zumindest), leider gibts schon Gewerke die für Angebote was verrechnen. Wer das aber zahlt ist selber schuld.
     
  5. Skeptiker

    Skeptiker Gast

    Für 2000 Teuronen macht das nur ein Statiker kurz vor der Pleite.

    Denn es muß ja erst mal eine Bestandsaufnahme durchgeführt werden. Da keine Baupläne und statischen Berechnungen vorhanden sind, muß die gesamte Berechnung neu durchgeführt werden. Dafür braucht man aber Materialkennwerte und Materialstärken.

    Die Bodenkenwerte können nur abgeschätzt werden, der Statiker wird sich ja aus der Haftung ausschließen.

    Alleine das macht mind. 2000 Euro aus.

    Übrigens brauchen Sie bei der Dachneigung ein wasserdichtes Unterdach.

    Dann müssen neue Pläne gezeichnet werden. Auch das kostet Geld. Dann muß noch der Bauantrag eingereicht werden. Und zwar von jemanden, der Bauvorlageberechtigt ist.

    Das Ganze muß auch noch ausgeschrieben werden und überwacht werden.

    Damit bleibt im Grunde nur ein Architekt als Ansprechpartner, der entweder selbst die Statik macht oder machen läßt.

    So einfach ist das Ganze nun auch wieder nicht. Ach ja, zum Bauantrag gehört auch der Wärmeschutznachweis.
     
  6. geigei

    geigei

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    soll sie sich

    ein paar angebote machen lassen, die ergebnisse hier reinstellen, dann werden wir ja sehn was für ein Preis rauskommt.
    :D
     
  7. mls

    mls Bauexpertenforum

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    es ist doch völlig klar, was für preise rauskommen - wenn man ein preisausschreiben macht!
    das solche preise den erforderlichen leistungen nicht gerecht werden können, ist (zumindest den fachleuten) ebenso klar.

    wenn das bauen im bestand so einfach wäre, könnt´s ja jeder: wer´s nicht kann - aber nicht lassen kann - tut sich natürlich leicht: kompetenzfreies daherblubbern ist leicht ...

    wer nicht weiss, was alles (zb. bestandsaufnahme, statisch-konstruktive bewertung bis hin zu bauteilöffnungen) erforderlich ist, wer statt dessen in die vorbemerkungen zur einer sogenannten "statik" reihenweise annahmen (!) zu vorhandenen baustoffen, statischen systemen und tragfähigkeiten auflistet, für die dem bauherr (oder dessen architekt/bauleiter/baufirma) die verantwortung in die schuhe geschoben werden soll - der kann selbst bei dumpingpreisen noch profitieren. das nachsehen hat der bauherr.

    deshalb: diejenigen, die ohne wenn-und-aber, ohne hinweis auf etwaige aufmasse/bestandsuntersuchungen alles zum pauschaltarif hinklopfen - die kann man getrost in die tonne klopfen!

    dafür, dass es bei den honoraren keinen wildwuchs gibt, sorgt schon die HOAI - deren einhaltung ist besonders bei umbauten/aufstockungen nur mässig kostendeckend.

    da die planung einer baumassnahme mitnichten nur aus statisch-konstruktiven problemlösungen besteht, führt, wie bei jedem bauvorhaben, der erste weg zum architekten -
    damit hat der bauherr einen (!) ansprechpartner, der nicht nur für aufmasse und genehmigungsplanung, sondern, ggfs. unter beiziehung weiterer fachplaner (in erster linie tragwerksplaner) für koordinierte gesamtplanung (werkplanung unter einarbeitung stat. und haustechnischer angaben) und überwachung sorgt.
     
  8. jimmi

    jimmi

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    Hallo Regina,

    auch ich habe mein Haus (kleines Siedlungshaus) Bj. 51 umgebaut bzw. um 3,5 m verlängert. Auch da wurde die Aussenwand abgerissen. (Wir sind bald mit dem Umbau bald fertig, nächste Woche kommt der Fliesenleger.) Bei mir gab es zwar einen alten Plan, aber da waren nur die Aussenansichten mit den Massen drauf.
    Ich würde an Ihrer Stelle unbedingt einen erfahrenen Architekten beauftragen. Ich selbst hatte einen jungen Architekt und musste feststellen dass ein erfahrener Architekt Gold wert ist. Für die Statik musste ich 2800,- Euro an den Statiker bezahlen

    Gruss Jimmi
     
  9. #8 Achim Kaiser, 22. November 2004
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser Gast

    Ich hab mir meine Architekten noch nie nach dem Preis rausgesucht, sondern dem Können und der Chemie.

    Wer bei der Planung spart, der baut teuer....

    An der Tatsache hat sich seit hunderten von Jahren absolut nichts geändert.

    Besonders bei Umbauten im Bestand brauchts einen Könner und keinen Dampfplauderer...sonst wirds extrem teuer.

    Gemessen an den *unnötigen* Baukosten die möglich sind durch *keine Ahnung*, läuft das vielleicht höhere Planungshonorar unter Peanuts, denn auch *keine Ahnung* arbeitet nicht umsonst und schreibt am Ende seine Rechnung.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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  11. geigei

    geigei

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    ok, ok!

    ich geb mich geschlagen :( , ich hab wohl den Zeitaufwand ein bischen unterschätzt!
    Die 2000 Teuro von oben sind gestrichen!!

    Aber ist schon krass was so ein Altbau kosten kann! Vor allem,wenn ich die Beiträge so durchlese, die Planungskosten.
     
  12. sepp

    sepp

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    der bauplan den der zimmerer braucht, ist ein werkplan und kein genehmigungsplan.
    dieser erfordert auch eine gewisse detailarbeit insbesondere bei anschlüssen, öffnungen usw.
    somit ist es nicht getan nur eine baugehnehmigung zu fordern.
    es gibt natürlich zimmerer die ohne architekten ganze aufstockungen realisieren.
    da allerdings die meisten handwerker nach dem motto bauen "nach mir die sinflut" werden sie an der ausführung keine freude haben. geld werden sie keines sparen, denn ohne aufsicht und kontrolle bzw. angebotsprüfungen und vergleiche verlieren sie mehr als sie ahnen.
     
Thema: Kosten für Bauplan
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