Kostenentwicklung

Diskutiere Kostenentwicklung im Baupreise Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, haben sich die Baukosten der letzten 2 Jahre wirklich stark erhöht? Meine Baufirma möchte hat mir eine Preisteigerung von 27% "angeboten",...

  1. #1 Forenbeton, 18.04.2020
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    Hallo,

    haben sich die Baukosten der letzten 2 Jahre wirklich stark erhöht? Meine Baufirma möchte hat mir eine Preisteigerung von 27% "angeboten", da ich die Frist für die Preisgarantie nicht eingehalten habe.

    Hier im Detail...

    ich hatte Ende Dezember 2017 einen Vertrag unterzeichnet für ein Hausbau, ohne Keller, Y-Tong Porenbeton, zwei Ebenen, Stadvilla-ähnich, mit einer Doppelgarage, ab Unterkante der Erdgeschoss-Bodenplatte für 308T.

    Im Mai 2019 hatte ich noch eine Änderung gemacht, und der Preis war dann 325T. Zu dieser Zeit hatte ich den Bauantrag gestellt.

    Im September 2019 wurde der Bauantrag abgelehnt. Das Amt wollte andere Fenster. Ugh. Ok, Architekt hat Änderungen gemacht, und der Bauantrag wurde im November 2019 genehmigt.

    Habe im Januar 2020 meine Finanzierung bekommen. Habe ein Angebot für Bodenarbeiten, und wollte nun anfangen (nach Frostgefahr).

    Nun hat mir die Baufirma gesagt, für den Preis könne man nicht mehr bauen, und der Preis wäre nun 413T statt 325T. Das sind 88T mehr!

    Man sagte mir, der Hauptgrund seien Betonpreise. Aber ins Detail wurde noch nicht gegangen.

    Da ich die Frist nicht eingehalten hatte, hätte ich eine Preisanhebung verstanden. Aber 27%?

    Soweit war ich mit der Firma zufrieden, und hätte auch gerne mit denen gebaut.

    Nun habe ich schon zwei Rechnungen bezahlt:

    (1) 18T waren fällig nach Erhalt der Vertragsbestätigung
    (2) 17T waren fällig nach Aushändigung der Bauanzeige

    Es wurde noch nicht mit dem Bauen begonnen, und ich habe schon 35T bezahlt.

    Da ich mich mit der Firma nicht auf einen Preis einigen kann (ich hätte noch 20T bezahlt), kann ich
    Anfragen an andere Baufirmen machen? Ich weiss, ich bin an einen Vertrag gebunden. Aber man kann mich doch nicht zu solch einer Preiserhöhung zwingen, oder?

    Die nächste Rechnung wäre erst fällig nach Fertigstellung der Bodenplatte.

    Vielen Dank!
    Andrej
     
  2. #2 driver55, 19.04.2020
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    Preis gilt meist nur 12 Monate. Sollte im Vertrag zu finden sein.
    Ich frage mich allerdings, was du von 12/2017 bis 05/2019 gemacht hast und ein dreiviertel Jahr später kommt dann erst die Finanzierung.

    Bei einem anderen Unternehmen wird es sicherlich auch nicht günstiger, von vollen Auftragsbüchern mal abgesehen.

    Ihr konntet euch bereits nicht einigen, weil du nur 20 t € zusätzlich bezahlen willst? Oder wie ist der letzte Abschnitt zu verstehen?
     
  3. #3 Forenbeton, 19.04.2020
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    Preis galt für 9 Monate per Vertrag. Aber der Preis im Vertrag is veraltet, denn ich hatte Veränderungen vorgenommen, und einen neuen Preis
    2019 bekommen (Vertragsnachtrag). Ich möchte auf die Verzögerungen nicht eingehen, denn die sind persönlich.

    Die Firma meinte, ein besseres Angebot kann man nicht machen, und ist auf meine 20T noch nicht eingegangen.

    Also, eine Preissteigerung von 27% ist angemessen? Kann ich vom Vertrag zurücktreten, wenn wir uns nicht auf einen Preis einigen können?
     
  4. #4 Malunga, 19.04.2020
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    Hm bin zwar Laie, aber einen Preis über zwei Jahre zu „blocken“ sehe ich nicht für möglich.

    Als wir in der Anbieterfindungsphase waren haben mich zwei Vertreter auch gefühlt alle 4 Wochen angerufen und mich zum Unterschreiben nötigen wollen weil die „quartalmäßige“ Preiserhöhung anstand und ich so ja Geld sparen würde.

    Ich finde 20% in den letzten 2 1/2 Jahren aber nicht unrealistisch...
     
  5. #5 Forenbeton, 19.04.2020
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    Weis meinen Sie damit? Ich kann ja eine Preiserhöhung verstehen. Im Februar sagte die Firma noch, zu dem Preis könne man nicht mehr bauen. Wenn ich
    jetzt bauen würde, dann wäre der Preis 13% höher. Ich fragte noch, ob ich mit 40T rechnen kann, und man sagte mir, nein, das wäre weit darunter, da ich
    noch zu den Bedingungen 2017 bauen würde. Aber man nannte mir keinen genauen Betrag. Ich habe auf ein neues Angebot gedrängt, bevor es nun weitergeht.
    Die Firma nahm sich 2 Monate Zeit um mir ein neues Angebot zu machen.

    Wenn Betonpreise gestiegen sind, dann kann ich verstehen, dass die Firma nun einen Ausgleich möchte.

    Man sagte mir, die Lohnkosten haben sich kaum entwickelt, es sind die Materialkosten. Vor allem Beton.

    Aber nun zum Rechtlichen. Wenn ein Bauherr die Preisgarantie nicht einhält, dann könnte:

    (1) er dies nutzten, um leicht aus dem Vertrag zu kommen, zum Nachteil der Baufirma. Das tue ich nicht.

    (2) die Baufirma dies nutzen könne, um eine unangemessene Preiserhöhung durchzusetzen.

    Ja, man machte mir Druck, und sagte wenn ich 2017 den Vertrag noch unterschreibe, dann bekomme ich den Preis. Ab 2018 wird
    es teurer, der Grund sei eine bestimmte neue Rücklagenversicherung Baufirmen ab 2018 verpflichtet sind zu nehmen. Aber nur
    zu Verträgen ab 2018. Deshalb hatte ich am 29. Dez. 2017 noch unterschrieben.

    Ich habe noch einige Veränderungen vorgenommen, und der letzte Vertragsnachtrag war im Sommer 2019. Der Preis ging etwas hoch,
    was in Ordnung war. Ich hatte die Preisänderung akzeptiert. Der Preis von 325T war genau diese Preisänderung von 2019.

    Nun machte man mir ein "Angebot", aber wenn die Firma mit der Preiserhöhung nicht verhandeln möchte, kann ich dann von
    dem Vetrag zurücktreten? Ich habe ja schon für Architektenleistung und Bauantrag bezahlt.
     
  6. #6 Forenbeton, 19.04.2020
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    (1) Ich hatte eine Änderung vorgenommen, und die Firma hatte im Sommer einen Vertragsnachtrag erstellt, und ich habe den neuen Preis
    akzeptiert (308T auf 325T, aber ich habe auch vergrößert)

    (2) Im Februar hatte der Geschäftsführer mir mitgeteilt, zu dem Preis könne man nicht mehr bauen und es eine Preiserhöhung gibt. Wenn ich
    nun bauen würde, dann wäre es 13% teurer. Ich fragte noch, ob ich mit 40T rechnen könnte, und man sagte mir, es würde weit darunter liegen.
    Aber man hat mir erst letzte Woche ein neues Angebot gemacht, weil ich darauf gedrängt hatte. Ich wollte mit dem bauen jetzt nicht weitermachen,
    ohne zu wissen, was es nun wirklich kosten wird.

    Ich würde auch 40T mitgehen, aber ich wollte mit einem Gegenangebot von 20T anfangen, und sehen, was die Firma dazu sagt. Aber ich habe
    das Gefühl, dass die Firma auf die 88T besteht, oder mir "hilft" kleiner und kostengünstiger zu bauen.

    Deshalb meine Frage: (1) Findet Ihr 27% angemessen, und (2) muss ich ein Angebot annehmen oder kann ich aus dem Vetrag wenn wir uns
    nicht einigen können?

    Vielen Dank
     
  7. Skogen

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    Ich werde nie verstehen, warum man so viel Geld zahlt für eine Vertragsbestätigung:cry

    Merke und das gilt für alle Bauinteressenten die hier jetzt und irgendwann mal mitlesen: Zahlungen über 5 % der Auftragssumme ohne Gegenleistung sind Risikobehaftet!!

    Wenn jemand so viel Druck macht, dann steckt da meist was dahinter.

    So, zu Dir: niemand kennt den genauen Wortlaut des Vertrages. Und selbst wenn man ihn kennen würde, könnte man den hier nicht bis ins letzte Detail juristisch bewerten -> Anwalt.
    Welche Möglichkeiten könntest Du haben?

    Neues Angebot, neuer Vertrag? - > Anwalt?

    Du lehnst ab sagst Ihr könnt mich mal,

    - 18.000 Euro Vertragsbestätigung sind im weg. Evtl noch mal 5 % pauschal dazu wegen entgangenen Verdienst? evtl. sogar noch mehr?

    17.000 Euro für nen Bauantrag dafür haste nen Bauantrag und ne Statik(?), ist nicht ganz weg, aber viel.

    Fazit: erst mal Deine Vertragssituation beleuchten, dann entscheiden, wie es weiter geht. Geld verlierst Du auf jeden Fall. Oder vielleicht war der erste Preis ja nur ein Bauernfängerpreis und jetzt ist der richtige Preis da? Nobody knows... bzw. 27 %, da könnte man auch auf die Idee mit 19% plus 8 % kommen, was sogar realistisch wäre (natürlich nicht die 19 %)
     
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  8. #8 simon84, 19.04.2020
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    Der Preis ist höher weil man jetzt mehr verlangen kann. Mit Betonpreisen hat das nix zu tun.
     
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  9. #9 Manufact, 19.04.2020
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    Aber sooviel?
    Wir sind gerade 6% hoch..
     
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  10. #10 Forenbeton, 19.04.2020
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    ja, kam mir auch etwas hoch vor. Aber in meinem Gebiet hat jemand schon mit der Firma gebaut, und mein Nachbar kennt jemand, dar auch mit dieser Firma gebaut hatte und hatte ein gutes Zeugnis abgegeben.

    Die Firma erschien mir seriös, und es ist sehr Zeitaufwending vergleiche als Laie einzuziehen.

    Ich dachte, das ist halt schon was ein guter Verkäufer macht. Solange er bei der Wahrheit bleibt, ist das für mich ok.

    Auszug aus dem Vertrag:

    Die Pauschalpreisgarantie wird 9 Monate nach Vertragsabschluss bis Baubeginn garantiert. Ist während dieser Zeit mit den Bauarbeiten begonnen worden, gilt die Pauschalpreisgarantie wie in § ?.? beschrieben.
    .
    .
    .

    Soweit die Fristen für die Pauschalpreisgarantie überschritten werden, ist [Baufirma] berechtigt, den Preis den Kostensteigerungen im Zeitraum zwischen Vertragsabschluss und Errichtung des Hauses gemäß den Preissteigerungen für Bauleistungen und ggf. bestehender Änderungen der Bauvorschriften in diesem Zeitraum anzupassen.

    Das "Angebot" enhielt einen Vergleich was der Hauspreis 2020 wäre und 2017. Auf die Kostensteigerungen wurde nicht eingegangen.

    Hier ein Auszug:

    upload_2020-4-19_14-11-45.png

    ...
    dann eine Liste von Kleinigkeiten... "Feswasseranschluss mit Eckventil" von 118 auf 137 Euro, etc.

    Ich sehe in den 413T Euro den Preis den die Firma "heute" errechnet, nicht die Kostensteigerungen. Natürlich sind da auch Kostensteigerungen drin, aber mitunter mehr.

    Ja, Geld verliere ich, das ist mir klar. Damit kann ich mich auch abfinden. Wie gesagt, ich würde eine Preissteigerung auch mitgehen, aber nicht jede beliebige. Es kommt auf die Höhe an.

    Wie kommen sie auf 19+8? Was meinten Sie mir "19+8" wären realistisch, aber "19" nicht?

    Danke an alle die sich die Zeit genommen haben zu antworten!
     
  11. #11 simon84, 19.04.2020
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    ich weiß ja nicht welchen Stundenlohn du für dich selber ansetzt aber wenn ich ein Haus für 300 oder 400 tausend baue, dann werde ich sehr wohl viele Stunden in Planung und Vergleiche stecken !

    was hast du anderes erwartet? Die Firma wartet seit 3 Jahren auf dich und soll dann für dich ein Haus billiger bauen als sie es für jemanden anderen könnten ? Was wäre denn die Motivation dafür ?

    wenn man so ein Vertragskonstrukt unterzeichnet dann entweder schnell bauen und nicht erst nach 3 Jahren die Finanzierung kriegen oder dementsprechend längere Fristen verhandeln

    8 Prozent wäre durchaus realistisch. 19 Prozent sind die Mehrwertsteuer:)

    PS. Das Problem was du hast sogar wenn du mit einer Klage auf sittenwidrigkeit der Preiserhöhung durchkommst dann siehst du alles was bis jetzt bezahlt ist nie wieder und hast trotzdem kein Haus . In den nächsten 3 Jahren wird’s ja nicht billiger

    vielleicht kannst du ja noch Leistungen rausnehmen um billiger abzuschneiden
     
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  12. #12 Malunga, 19.04.2020
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    Erhöhte Preise kommen ja nicht nur durch Lohnkosten oder Einkauf zustande...
    Ganz einfach, die Nachfrage regelt das Angebot.

    Ich denke die Bücher sind voll...Wartezeiten über ein Jahr.
    Wie Simon schon schreibt, warum sollten sie billiger bauen...
     
  13. #13 Forenbeton, 19.04.2020
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    Irrelevant. Ich bin selbstständig und hatte wenig Zeit. Dazu noch persönliche Probleme welche viel Zeit in Anspruch genommen haben. Auf die möchte ich nicht eingehen, denn die sind sehr persönlich und betreffen nicht nur mich.


    Motivation? Den Vertrag einhalten. Das ist auch meine Motivation. Aber nicht zu jedem Preis.


    Was hat das nun mit Mehrwertsteuer zu tun? Bitte nutzen sie meine Situation nicht aus um sich auf meine Kosten zu amüsieren. Danke. Und ob es in den nächsten 3 Jahren nicht billiger wird wissen sie auch nicht (Coronakrise und mögliche Rezession)
     
  14. #14 driver55, 19.04.2020
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    Ich hab‘s jetzt dreimal gelesen, aber mit dem „Durcheinander“ komme ich nach wie vor nicht klar.
     
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  15. #15 Forenbeton, 19.04.2020
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    Ja, ist mir schon klar. Und ich denke mir, dass Sie sich auch bewusst sind, dass mir das klar ist.

    Dann sollte ich ja leicht aus dem Vertrag kommen, wenn die Firma an mir eine kleinere Gewinnspanne hat statt Neuaufträgen. Vielleicht deshalb auch dieses "Angebot". Obwohl die Zukunft nach 9 Monaten nicht so gewiss ist. Auch wer jetzt baut, es kann wegen Coronakrise zu Bauverzögerungen kommen, wofür die Firmat haftet. Und Neuaufträge in dieser Krise sind auch nicht zu erwarten wie noch vor 3 Monaten.

    Dazu habe ich der Firma angeboten, sie könne die Baufrist noch 6 Monate verlängern. Damit kann sie die Verzögerungen wegen Coronakrise besser verwalten. Damit können Sie Neuaufträge auch bevorzugt verwalten.

    Ich kann die Firma natürlich verstehen. Aber das bedeutet nicht, ich soll und muss jede Preiserhöhung mitgehen wollen. Der Vertrag entählt die Klausel "Im Falle einer Verzögerung..." und ich möchte dass sich die Firma auch daran richtet. Ich werde das meine auch tun.
     
  16. #16 Forenbeton, 19.04.2020
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    Ok, bin mir nicht bewusst von einem "Durcheinander".
    Dennoch danke, dass Sie versucht haben mich zu verstehen. Ist manchmal nicht einfach. Aber ich gebe mir Mühe. Deshalb bin ich gerne bereit auf Ihre Fragen zu antworten.
     
  17. #17 simon84, 19.04.2020
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    Bitte nicht falsch verstehen, das ist keine persönliche Wertung. Ich denke du hast es ja schon selber gemerkt, dass eben dieses Vergleichen und Vertragsanalysieren usw. anspruchsvoll ist. Das nützt dir jetzt absolut nix mehr, aber du hättest das wirklich damals entweder selber machen sollen oder jemanden damit beauftragen.
    Was sind schon 1000 EUR für einen Anwalt oder Bauingenieur/Architekt, wenn am Ende 400K auf dem Spiel stehen.
    Tut mir leid wenn das falsch rüber kam, der Drops ist ja jetzt schon gelutscht.

    Aber die Firma steht doch hier in der Verhandlungsposition. Was sind denn die Alternativen ? Nicht bauen, dann bauen die eben für wen anders und haben trotzdem dein Geld.
    Jahrelanger Rechtsstreit ? Das sitzen die aus. Und du hast trotzdem nicht gebaut und es wird nicht biliger.

    Das soll einfach nur bedeuten, dass (eventuell) die Baufirma eine "Milchmädchenrechnung". gemacht hat und 8% plus nochmal die Mehrwertsteuer raufgeschlagen hat.
    Ob das wirklich so ist, weiss hier niemand, aber vielleicht zeigt es einfach noch mal, dass es sich selbstverständlich um einen arbiträren Preisaufschlag handelt, der nichts mit "Mehrkosten" zu tun hat, sondern einfach nur damit, dass sie jetzt mehr verlangen können.

    Glaskugel hab ich keine, aber in den letzten 100 Jahren, wie oft ist da Neubau von Immobilien oder Verkauf von Bestandsobjekten wegen Krisen günstiger geworden und wie lange? An eine Preissenkung beim Bauen wegen einer Krise zu Denken, das ist etwas weit hergeholt finde ich. Es gibt immer noch genug Leute die es sich leisten können und Immobilien sind eben ein Individualgut.

    Und du glaubst nun, dass du rechtlich diese Formulierung im Vertrag durchsetzen kannst ? Viel Spass. Da beisst du dir die Zähne aus, meiner Meinung nach.
    Ansonsten wäre ein Fachanwalt der richtige Ansprechpartner hier, der alle Unterlagen und Verträge sichtet.

    Meiner Meinung einzige Chance hier zu verhandeln ist Leistungen bzw. Kostentreiber rauszunehmen und in Eigenarbeit später zu leisten, z.B. Garage/Carport, Außenanlagen, Maler, Boden etc.

    Woher willst du wissen, dass die Firma jetzt nicht genug Aufträge hat?
     
  18. #18 Forenbeton, 19.04.2020
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    Ja, das stimmt wohl. Aber da ich gute Referenzen bekommen hatte, bin ich nun mal diesen Weg gegangen. Ich war auch sehr unter Zeitdruck. Dennoch wäre ich eventuell in einer ähnlichen Lage und 2 Jahre in verzug.

    Ja, das ist mir bewusst. Dennoch bin ich interessiert was andere von einer 27% "Kostenentwicklung" halten und über Optionen zur Diskussion stellen.


    Nein, aber wäre doch ok wenn ich es zumindest zur Diskussion stelle und versuche zu verhandeln, oder?

    Die Baupläne sind ja hoffentlich nun mein Besitz. Ich hoffe das kann ich diese Woche klären.

    Sollte ich mich nicht mit der Firma einigen können, aber Angebote von anderen Firmen einholen dürfen, ohne mit
    einer Klage zu rechnen, dann komm ich damit klar.

    Siehe USA, hatte mehre Jahre gedauert.

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