Krandimensionierung

Diskutiere Krandimensionierung im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hallo liebe Bauexperten, ich möchte ganz allgemein wissen, was bei der Dimensionierung und Aufstellung von Kranen auf der Baustelle zu beachten...

  1. #1 BiFiBerGi, 27. März 2007
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    Hallo liebe Bauexperten,

    ich möchte ganz allgemein wissen, was bei der Dimensionierung und Aufstellung von Kranen auf der Baustelle zu beachten ist?
    Die verschiedenen Vorschriften zur Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände usw habe ich mir bereits besorgt...
    Welche weitere Gesichtspunkte(Erfahrungswerte) sollten zudem berücksichtigt werden?
    Im voraus besten Dank.

    Gruß BB
     
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  3. #2 damy, 28. März 2007
    Zuletzt bearbeitet: 28. März 2007
    damy

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    da gibt es drei Hauptpunkte:

    1) Kranhöhe (Hakenhöhe)
    Wird bestimmt durch die Höhe des Bauwerks oder durch die Höhe von
    Hindernissen im Schwenkbereich die überfahren werden müssen.

    2) Ausladung (Auslegeränge)
    Wie lang muss der Ausleger sein um das ganze Bauwerk und den Lagerplatz
    zu bedienen.

    3) Hubkraft des Krans
    Welch Last muss wohin gehoben werden.
    Speziell beim Einsatz von Fertigteilen ist es wichtig die Gewichte der
    Bauteile zu wissen und zu Prüfen ob ein größerer Baustellenkarn sinnvoll ist,
    oder gleich ein Mobilkran (Autokran) eingeplant werden muss.

    Weiter Kriterien sind können noch sein:
    - Unten oder obendrehender Kran
    - Nadel- oder Katzausleger
    - Teleskopierbarer Ausleger
    - Ausleger als Biegebalken oder mit oberer Abspannung
    - Stationärer oder auf Gleisen fahrender Kran

    dazu bieten die Hersteller noch eine ganze Reihe von Sonderlösungen an.
     
  4. #3 BiFiBerGi, 30. März 2007
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    Hallo Damy,

    danke für Deine Antworten. Die von Dir genannten Details habe ich bereits berücksichtigt. Aber wann ist es denn zB sinnvoller einen Mobilkran anstatt eines TDK zu wählen?

    Gruß
     
  5. damy

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    Ein Mobilkran ist nur sinnvoll bei kurzzeitigen Arbeiten mit wenigen Hubvorgängen oder bei Arbeiten mit schweren Lasten wie z.B. Fertigteilen.
    Auch bei Industriebauten wie z.B. langen Hallen ist ein Mobilkran meist besser zu gebrauchen als ein TDK. Der MK kann schnell umgesetzt werden und dadurch eine große Fläche bearbeiten. Ein TDK müsste durch die erforderliche Auslegerlänge eine Größe haben die dann meist unwirtschaftlich ist.

    Das ganze ist auch ein Sache der Kalkulation. Ein MK ist schnell aufgebaut, dafür kostet aber die Arbeitsstunde mehr als bei einem TDK.
    Beim TDK ist es umgedreht, die Montage ist aufwändiger dafür kostet die Arbeitsstunde weniger.
     
  6. #5 BiFiBerGi, 30. März 2007
    BiFiBerGi

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    Sehr gut da habe ich ja den "Richtigen" gefunden. Sehr sachliche Argumente!:konfusius

    Nun meine Problematik wie folgt:
    Bauprojekt ist eine lange Halle mit Bürogebäude.
    Ein großer Kran bräuchte mehr als 50m Ausladung --> unwirtschaftlich
    Ich habe also einen Kran mit 40m für den Hallenbereich und einen kleineren mit 20m Ausladung für den Bürobereich eingeplant. Lager- und Entladebereiche werden dabei von jeweils mind. einem Kranschwenkbereich abgedeckt. Der Bürobereich hat einen sehr hohe Stützenanzahl (--> Betonieren mit Kübel) was folglich einer hohen Hubzahl entspricht.
    Somit, unter Verwendung Deiner Argumente, könnte man so begründen:
    Wahl des kleineren TDK anstatt Mobilkran aufgrund
    1. der hohen Hubzahl
    2. der hohen Kosten pro Arbeitsstunde

    zudem habe ich bei der Alternative Mobilkran den Nachteil das ich die Baustrasse als Umfahrt/Ringstrasse planen müsste und nicht wie jetzt die Vorteile einer Durchfahrt(3.) nutzen kann.

    Somit haben wir nun schonmal 3 tolle Argumente zusammen, fällt Dir noch was ein, nachdem Du jetzt den Sachverhalt genauer kennst?

    Welche Erfahrungen bei 2 Kranen auf der Baustellen sind zu beachten(außer den üblichen Vorschriften) um max. effizient und wirtschaftlich zu Arbeiten.

    Mit freundlichem Gruß
    BiFiBerGi
     
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