KS-Stein: Welche Dicke Wärmedämmung U-Wert wirtschaftlich?

Diskutiere KS-Stein: Welche Dicke Wärmedämmung U-Wert wirtschaftlich? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir planen zur Zeit einen Massivhaus-Neubau über einen Architekten. Der Grundriss sowie die statischen Berechnungen stehen schon, auch...

  1. Frager

    Frager

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    Hallo,

    wir planen zur Zeit einen Massivhaus-Neubau über einen Architekten. Der Grundriss sowie die statischen Berechnungen stehen schon, auch eine erste Berechnung zum Thema Enev2009. Das Mauerwerk (mit gedämmten Steildach mit Betonsteinen) wird mit 240ern KS-Steinen gemauert, dazu ein WDVS. Es soll eine Gasterme eingebaut werden (Gas-Brennwert), sowie eine zentrale Lüftungsanlage mit Wäremrückgewinnung.

    Nun wurde berechnet, dass wir zur Erreichung der Enev2009 mind. eine 140mm Dämmung mit exp. PS-Schaum brauchen (WDVS), dann hätten wir einen U-Wert von 0,21. So wäre das Haus nach Aussage des Berechners ein 8-Liter-Haus.

    Aufbau der Wand, um gerade so die ENEV2009 zu erreichen:

    - 10 mm Gipsputz innen
    - 240 mm Kalksandstein
    - 140 mm exp. PS-Schaum nach DIN EN 13163 (*Mindestanforderung)
    - 15 mm Marmorit UP 210 Unterputz
    - 5 mm Mamoirt Carrara Putz

    Daneben bräucten wir eine Solar-Thermie-Anlage.

    Natürlich liegt es uns frei, eine höhere Dämmung drauf zu machen. So wurde berechnet, dass bspw. eine 180mm Dämmung mit exp. PS-Schaum einen U-Wert von 0,17 bewirken würde, eine Dämmung von 220mm sogar einen U-Wert von 0,14.

    Jetzt stellt sich für uns die Frage, was ist heute, sinnvoll und vor allem wirtschaftlich zu bauen? Rechnet sich ein höherer Wäreschutz (sprich: ein dickes WDVS) wirtschaftlich, in dem zwar die Dämmung mehr kostet, ich dann aber bei der Heizenergie spare?

    Die selbe Frage stellt sich beim Dach, hier ist aktuell eine Dämmung für einen U-Wert von 0,23 berechnet, man könnte aber durch eine dickere Dämmung einen besseren U-Wert erreichen. Auch bei den Fenstern stellt sich nun die Frage nach der Wirtschaftlichkeit, wenn ich statt den Standart-2fachverglasten Fenstern mit U-Wert von 1,2 dreifachverglaste mit einem U-Wert von 0,7 einbaue.

    Was würdet Ihr mir hier empfehlen, bessergesagt, gibt es irgendwelche Richtwerte, die man grob zur wirtschaftlichkeitsbetrachtung heranziehen könnte? Wie würdet Ihr entscheiden?

    Danke & beste Grüße,
    Frager (Bau-Laie)
     
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  3. fmw6502

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    Frag mal nach dem Uw-Wert. Das dreifach wird sicherlich nur ein Ug (Glas) von 0,7 W/m²K haben, der Uw (Glas + Rahmen) wohl eher 1,x W/m²K.

    Deine verschieden Dämmwerte sind eher Minimalwerte. Ob sich eine bessere Dämmung mit heutigen Energie und Zinswerte rechnet ist fraglich.

    Es ist aber sicher, daß Energiepreise stärker ansteigen - um wieviel muß jeder in seine Glaskugel schauen und damit abzuschätzen, ob heutige Mehrinvestionen sinnvoll sind.

    Bessere Dämmwerte haben auch i.allg. ein besseren Wohnkomfort und der Wert des Hauses ist höher.

    Wir haben uns 2008 dafür entschieden in die Gebäudehülle zu investieren, so hat zB unsere Wand einen Uw-Wert von 0,16 W/m²K.

    Gruß
    Frank Martin
     
  4. flo79

    flo79

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    24er KS is ja scheinbar für eure Statik erforderlich oder was sind die Gründe für diese Wandstärke?

    Persönlich, auch Baulaie, finde die Werte mit 12er WDVS so lala. Bei der Fassadendämmung macht der Arbeitslohn relativ viel aus. Die Materialkosten sind gar nicht soviel höher wenn man noch 4 cm draufpacken würde. Würde mind. 16-18 cm Neopor mit 032 WLS draufmachen. Gibts jetzt auch scho relativ günstig. Die ca. 1-2000 Euro mehr würde ich scho investieren.

    Gleiches gilt für die Fenster. Würd immer 3 fachen machen und gutem Rahmen. Die Dämmung des gesamten Hauses sollte halt biserl zusammenpasssen meiner Meinung nach.

    Rest siehe fmw.
     
  5. trigo73

    trigo73

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    Hi, so wie mein Vorredner schon ausführte. Der mehrpreis für dickeres WDVS hält sich wirklich in grenzen. Wir mussten aus statischen gründen den vierer Porenbeton nehmen, den hatten wir urprünglich als 24er mit 14 WDVS in 035 geplant. Schon so hätten wir einen Uwert von 0,17 erreicht. Jetzt zahlen wir für ca. 175 qm Fläche WDVS (unter 2,5 qm überrechnet) für 032 Dämmung mit 18 cm 10.000 netto. Der mehrpreis für liegt deutlich unter 1.000 Euro. Wie sich konkret der Uwert verbessert hat, weiss ich nicht auch nicht die konkrete Energieeinsparung. Bei der Dämmung ist das Geld jedenfalls besser aufgehoben, als bei teurer Heiztechnik.
     
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