Kunststofftank / Zisterne eingedrückt !?

Diskutiere Kunststofftank / Zisterne eingedrückt !? im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Im Oktober 2003 baute der BU (mitlerweil Insollvent) einen mit ca 12t befahrbaren Erdtank in den Auffahrtsbereich ein. Dieser gründet auf...

  1. Mattis71

    Mattis71

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    Im Oktober 2003 baute der BU (mitlerweil Insollvent) einen mit ca 12t befahrbaren Erdtank in den Auffahrtsbereich ein. Dieser gründet auf gewachsenen Boden und ist ringsherum mit Füllsand verdichtet worden. Im Dezember wurde schon mal Schotter in den Auffahrtsbereich eingebracht und das Pflastern erfogte im Mai.
    In Oktober 2004 bemerkte ich, dass vor sich ein Hohlraum unter dem Pflaster vor dem Domschachtdeckel gebildet hatte. Der Tank war zu diesem Zeitpunkt ca 1/3 voll. Ich rief die Firma die das Pflaster einbrachten, und diese nahmen das Pflaster auf und gruben in die Tiefe bis sie auf den Überlauf stießen.
    Hier stellten sie fest das das Überlaufrohr weder defekt noch undicht sei. Allerdings hatte es sich gesetzt. Die Firma unterfütterte das Rohr, verfüllten den Bereich und rüttelten lagenweise.
    Als ich zuvor an dem Tag in den Tank schaute war der Tank noch in Ordnung.
    Nach 2 Wochen schaute ich nochmals und der Tank wies eine große Beule unterhalb des Überlaufes auf.
    Wie kann soetwas entstehen????
    Kann mir jemand eine Antwort geben?
     
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  3. #2 Achim Kaiser, 4. Januar 2005
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser Gast

    Welcher Hersteller ist denn das ?
    Schon mal nach einer Montage und Verlegeanleitung gesucht ?

    Ich halte es mal für ein Gerücht, dass ohne zusätzliche Maßnahmen eine solche Zisterne einfach in einer Auffahrt verbudelt, eingesandet und bissi verdichtet werden kann und dann iss gut für eine Verkehrslast von 12 Tonnen.

    Vermutlich hätte da eine Betonplatte zur Lastabtragung im Bereich des Domschachtes und oberhalb des Tankbereiches gemacht werden müssen...

    In solchen Fällen würde ich immer zu einer *Betonzisterne* greifen...und selbst da muß man bei dem Domschacht aufpassen, dass nicht eine zusätzliche Lastverteilplatte im Bereich den Domdeckels gemacht werden muss...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  4. Mattis71

    Mattis71

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    Der Hersteller ist die FA Kessel.
    Zitat lt. Anlagenbescheibung: " Einbau in befahrbare Flächen Klasse D".
    Benutzt wird die Auffahrt nur von einem PKW.
    Maßnahmen wie Betonplatte etc. sind lt. Beschreibung nicht erforderlich!
     
  5. #4 Achim Kaiser, 4. Januar 2005
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser Gast

    Welche Anlagenbeschreibung ?

    Kessel liefert z.B. Regenwasserspeicher mit Schachtabdeckungen *Klasse B*.

    Klasse B bedeutet nach DIN EN 124 und DIN EN 1229 Eignung für Gehweg, Fußgängerbereich und vergleichbare Flächen, für Parkdecks (PKW-befahrbar). (Belastungsklasse = 12,5 Tonnen)

    Allerdings haben die Kessel-Domschächte ein Aufsatzstück für stufenlosen Höhen und Niveauausgleich...heisst, die auftretende Belastung muß zumindest im Dombereich so abgeleitet werden, dass der Domschacht sich nicht absenken kann oder irgendwelche Belastungen auf den Behälter einwirken können.

    Bei entsprechender Überdeckung und Aufbau wird über dem Behälter keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich sein, da eine entsprechend große Aufbauhöhe zur Lastverteilung möglich ist. Hier wird in der Planungs- und Monatgeanleitung entsprechende Vorgaben an das Verfüllmaterial und den Aufbau gemacht werden.

    Klasse D (40 Tonnen - LKW befahrbar) ist für Fahrbahnen von Straßen vorgesehen. Ich kenne keinen Kunststoffbehälteranbieter der eine solche Domschachtkonstruktion anbietet, die solchen Belastungen standhält.

    Sofern *Klasse D* tatsächlich vertraglich zugesichert worden wäre...dann ist eine *Kessel-Regenwasserspeicheranlage* nicht einsetzbar.

    Nachdem der Behälter bereits Verformungen aufweist, sind hier Materialüberlastungen aufgetreten....(warum kann nur Prüfung vor Ort klären)

    Fachberater der Fa. Kessel anfordern. *Einbau, Montage und Planungsanleitung* für den *tatsächlich* verbauten Regenwasserspeicher anfordern (oder besser mitbringen lassen) und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Vorgaben des Herstellers mit ziemlicher Sicherheit nicht eingehalten wurden.

    Im schlimmsten Fall wurde da *irgendwas* zusammengestoppelt und irgendeine Abdeckung verbastelt um mal wieder zu sparen....

    Vielleicht hilft schon ein Blick in die Kessel-Produktunterlagen etwas weiter :

    http://www.kessel.de/ewt/service/printmedien/prospekte/deu/kessel-regenwassernutzanlagen.pdf

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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