Kupferrohrinstallation spülen

Diskutiere Kupferrohrinstallation spülen im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen! Ich habe eine Frage zum richtigen Spülen einer weichgelöteten Kupferrohrinstallation (Trinkwasser und Heizung). Wie geht...

  1. Romann

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    Hallo zusammen!

    Ich habe eine Frage zum richtigen Spülen einer weichgelöteten Kupferrohrinstallation (Trinkwasser und Heizung).

    Wie geht man vor, wenn zwischen dem Beginn der Installation und deren Fertigstellung einige Wochen Zeit vergehen? Sollte man dann versuchen, abschnittsweise zu spülen? Was wäre die Folge, wenn erst zum Schluss gespült würde? Rufen eingetrocknete Flussmittelrückstände dann Korrossionsprobleme hervor?

    Besten Dank!
     
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  3. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Guckst Du hier > Heizung + Trinkwasser :biggthumpup:

    Aber das sollte Dein Installateur eigentlich wissen. An TW hat der Laie nichts zu suchen.

    Gruß

    Bruno
     
  4. Romann

    Romann

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    Hallo Bruno,
    danke für Deine Antwort. Ich möchte mir einfach selbst eine Meinung bilden, und daher habe ich hier den fachlichen Rat gesucht.
    Mir wurde erzählt, dass ein langer Zeitraum zwischen dem Löten der Anlage und dem Spülen dazu führt, dass sich Flussmittelrückstände nicht mehr lösen und daher zu Korrossionsproblemen führen können. Daher sollte man die Anlage immer so früh wie möglich, notfalls auch in Teilen spülen. Jetzt lese ich aber in deinem Link "Heizung", dass Flussmittelrückstände durch ein Spülen mit Wasser ohnehin nicht entfernt werden können. Deshalb wird hier "Fruchtsäure" vorgeschlagen.
    Wie passt das zusammen? Im Link "Trinkwasser" wird doch erklärt, dass ein Spülen mit Wasser oder mit Wasser/Luft nach DIN ausreichend ist. Mir ist klar, dass es sich einmal um Heizung, das andere mal um Trinkwasser handelt. Wenn jedoch die selben Flussmittel und Lote verwendet werden, sollte das doch egal sein.
    Wo ist mein Denkfehler? Und mal ganz einfach: führen Flussmittelrückstände nachweislich zu Korrossion?
    Besten Dank
     
  5. #4 Achim Kaiser, 11. März 2011
    Achim Kaiser

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    *Grundsätzlich* haben Flussmittelreste *im Rohr* nichts zu suchen.
    Bei Vorbereiten der Lötstelle mit korrektem Auftragen des Flussmittels wird der Flussmitteleintrag ins Rohr auf ein Minimum begrenzt.

    Früher basierten die Flussmittel auf Fettbasis und waren nicht wasserspülbar.
    Die heutigen Flussmittel basieren auf Tensiden, die wasserlöslich und somit spülbar sind.
    Dadurch wird die Deckschichtbildung heute weit weniger gestört als früher.

    Probleme sind meistens nur dann zu erwarten, wenn Fehler bei der Lötnahtvorbereitung gemacht wurden.
    Die minimalen Flussmittelreste die bei korrektem Löten unvermeidlich auftreten führen nicht zu Korrosionsproblemen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  6. OldBo

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    .... richtig, nicht die Flussmittelreste sind das Problem. Bei Kupferrohren sind es die Ziehfette und andere Ablagerungen, die z. B. besonders in schlechtdürchströmte bzw. nicht gereinigen Systemen zum Biofouling führen können. Aber hier beugt ein richtiges Spülen und Reinigen vor.

    Gruß

    Bruno Bosy
     
  7. Romann

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    Das hat geholfen! Es ist also kein Problem - eine fachgerechte Installation vorrausgesetzt - wenn eine neue Anlage über mehrere Wochen zusammengelötet wird und erst nach der kompletten Fertigstellung gespült wird. Flussmittelrückstände sind heute wasserlöslich und werden komplett entfernt, so dass eine Korrossion nicht zu befürchten ist. Danke!
     
  8. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Ob aber die schon angefangene Korrosionrückstände durch einfaches Spülen rausgebracht werden, steht auf einem anderen Blatt :shades

    Gruß

    Bruno Bosy
     
  9. Romann

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    Und wo kommen die denn nun her? Achim Kaiser schrieb: "Die minimalen Flussmittelreste die bei korrektem Löten unvermeidlich auftreten führen nicht zu Korrosionsproblemen."
    Ansonsten ist im Rohr ja nichts drin, was nicht auch beim Sanitärhandel des Vertrauens im gelagerten Rohr wachsen sollte. Gut, vielleicht noch ein wenig Kupferoxid vom Löten, aber das sollte doch wohl keinen Korrossionsstarter darstellen?
     
  10. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Naja, als Biologe sollte man sich schon denken können, was da so alles im Rohr sein kann :shades
     
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  12. Romann

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    Denken kann ich mir viel ;)
    Aber das hat nichts mit den "Korrossionsrückständen" zu tun. Die sollten ja chemischer Natur sein und laut obigem Beitrag nicht von Flussmittelrückständen herrühren. Mein Rohr - geheimnisvolle Welten :wow
     
  13. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Inzwischen traue ich den Berufsangaben unter dem registrieten Nutzernamen nicht mehr :shades
     
Thema: Kupferrohrinstallation spülen
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