Lage Windrispenband richtig?

Diskutiere Lage Windrispenband richtig? im Dach Forum im Bereich Neubau; Liebe Experten, die bei unserem Dach gewählte Position des Windrispenbands entspricht dem folgenden Aufbau a.) Bereiche mit Untersichtschalung...

  1. ralf9000

    ralf9000

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    Liebe Experten,

    die bei unserem Dach gewählte Position des Windrispenbands entspricht dem folgenden Aufbau

    a.) Bereiche mit Untersichtschalung
    • Dachlattung (quer zu Sparren)
    • Konterlattung (auf Sparren)
    • Windrispenband (mehrfach genagelt bei jeder Sparrenkreuzung)
    • Unterdeckbahn
    • Untersichtschalung
    • Sparren (Sparrenhöhe und Stärke Untersichtsschalung reduziert)
    • Pfette
    b.) Innerer Bereiche (ohne Untersichtsschalung)
    • Dachlattung (quer zu Sparren)
    • Konterlattung (auf Sparren)
    • Windrispenband (mehrfach genagelt bei jeder Sparrenkreuzung)
    • Unterdeckbahn
    • Sparren
    • Pfette
    Die Windrispenbänder gehen auf jeder Dachseite (einfaches Satteldach) kreuzweise vom Punkt Fußpfette/Flugsparren zu Firstpfette/Flugsparren (Kreuzung der beiden Bänder ist dann Mitte Dachseite).

    Hier meine Fragen:
    1. Ist die bei unserem Dach gewählte Position (Schichtenfolge) des Windrispenbands richtig und fachgerecht?
    2. Ist es ok, dass das Windrispenband bis zu den Flugsparren geht? (Hier sagte mir der Zimmerer, das wäre besonders gut, weil dadurch die Last nicht auf eine ungewollte Drehbewegung des Sparren gehen kann, sondern die Kräfte weiter in die Pfette geleitet werden)
    3. Kann das Windrispenband nicht die Unterdeckbahn beschädigen?
    4. Ist das Windrispenband (ist nur verzinkt) oberhalb der Unterdeckbahn nicht erhöhter Korrison ausgesetzt und drunter wäre besser?
    5. Hätten die Stellen, wo das Risenband unter der Konterlattung liegt, nicht in der Konterlattung "ausgefräst" werden müssen, damit es keinen "Knubel" gibt?
    6. Hätte nicht zwischen Sparren und Unterdeckbahn ein Nageldichtband gehört? (Ich glaube das fehlt, ist aber schwer zu sehen)

    Unser Planer sagt wäre alles ok, aber ich möchte hier sicher gehen. Die Statik sagt leider nur, dass Windrispenbänder auf beiden Seiten kreuzweise über das Dach zu gehen haben. Da wir an einem Hang mit tüchtigen Fallwinden bauen, ist mir eine Aussteifung besonders wichtig und der restliche Dachgeschoßaufbau gibt hier nicht viel her.

    Viele Grüße und vielen Dank im voraus,

    Ralf.
     
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  3. #2 einmaleins, 6. Januar 2012
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    Ein Foto wäre hilreicher...Windrispenbänder kann man auch V-Weise verbauen...
    Generell sind sie so oder so oft schlecht verelegt, eventl. nachträglicher Einbau von Dachfesntenr im Weg u.s.w.
     
  4. H.PF

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    Punkt 5: Vergiss es... Sieht keiner ob das gemacht wird oder nicht...

    Punkt 6: Wenn du das bestellt hast ja, wenn nicht muß das nicht dahin...
     
  5. ralf9000

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    Kommt noch, aber bei dem Dauerregen und Sturm gehe ich da sicher momentan nicht mit Kamera hoch. Momentan steht deshalb der Dachdecker auch auf Standby ...
    Statiker wollte kreuzweise und hat es auch so reingerechnet.
    Glaube ich nicht, hier wurde auch gut gespannt, und das Band hat nirgendwo Spiel.
    Die beiden Dachfenster befinden sich exakt zu beiden Seiten des X. Da läuft nichts durch. Und mehr Dachfenster später wird es nicht geben.
     
  6. ralf9000

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    Würde es denn etwas nutzen? In der Leistungsbeschreibung steht, dass die Dichtigkeit der Folie beim Nageln erhalten bleiben soll.
     
  7. #6 einmaleins, 6. Januar 2012
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    Dann ist es ja okay wenn die Rispenbänder den Dachfenstern nicht im Weg sind, oft ist es leider anders.
    Ein Statiker nimmt sie vom Grunddenken her fast immer kreuzweise, ich hatte auch das Problen mit den Dachfenstern und der Statiker gab ein "OK" für den Verbau einer V-Form, obwohl der Zimmermann es direkt von vorneherein gesagt hatte(reine Haftungssache).

    Übrigens kenne ich eigentlich nur Rispenbänder die von innen an die Sparren genagelt werden und nicht von aussen unter der Unterdeckbahn...
     
  8. H.PF

    H.PF

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    Unten drunter kenn ich gar nicht, nur als Windbretter...

    Aber über den Sparren kenn ich die auch nur unter der Folie, drüber kenn ich gar nicht...
     
  9. #8 einmaleins, 6. Januar 2012
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    Unter den Sparren ist besser als darüber, der Schwachpunkt liegt ja an der Folie und dem Rispenband, an der Stelle entestehen Risse in der Folie(Bewegung der Folie durch Wind ist immer da).
    Habe schon öfters Risse in der Folie gesehen, wo das Rispenband von aussen unter der Unterspannbahn verlegt wurde...sowas ist Murks...
    Von innen kann man das Rispenband mit der Lattung und Ausklinkungen besser bewerkstelligen...

    Und die Rispenbretter taugten so oder nicht viel, sie wurden ja nur zum Giebel hin verlegt. Das letzte Drittel wurde ja nur stabilisiert.
     
  10. H.PF

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    wieso sollten die Rispenbretter nix taugen?

    Und wie willst du beim UNTER den Sparren hergehen die Mittelpfette überbrücken?

    Ich sehe da viel mehr Probleme als auf den Sparren....
     
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  12. #10 einmaleins, 6. Januar 2012
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    Weil die doch wie so oft an den Nagelpunkten gerissen sind, mir ist es jedenfalls schon oft aufgefallen, es handelt sich ja auch nur um dünne Bretter.
    Beim Pfettendach ist ein Rispenband eigentlich redundant.

    Ich habe jedenfalls schon viel Dächer gesehen wo nachträglich das Rispenband so geändert wurde, wie es zu den Dachfenstern passt.
     
  13. PeMu

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    Nö, nicht prinzipiell redundant.

    Es gibt viele Möglichkeiten ein Dach zu stabilisieren.
    Nur ein Rispenband an die Sparren nageln reicht nicht. Die Einleitungspunkte müssen entsprechend ausgebildet werden.
    Bei den ach so dünnen Brettern unter den sparren sind die Verhältnisse günstiger. Da die Diagonalen inzwischen wegen den Dachfenstern, Aufbauten usw. immer mehr stören, muss man sich Gedanken machen, im Vorfeld als Planung, das im Plan eintragen und überwachen, ob es auch ausgeführt wird.

    Tja und es gibt Dächer ohne Rispenband, Diagonalbretter - andere Maßnahmen wurden getroffen.
    Manchmal auch nicht, dann verzieht sich die Hütte eben.
     
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