Laibungsdämmung bei Dachfenster

Diskutiere Laibungsdämmung bei Dachfenster im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, unser Dachdecker hat heute unser Dachfenster eingebaut. Das hat auch gut geklappt. Nun mache ich mir Gedanken, wie man die Laibung des...

  1. Bolanger

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    Hallo,

    unser Dachdecker hat heute unser Dachfenster eingebaut. Das hat auch gut geklappt. Nun mache ich mir Gedanken, wie man die Laibung des Fensters dämmen kann.

    Das Fenster wurde mit den Haltern auf die Lattung aufgelegt und steht somit über den Sparren, also aus der Dämmebene heraus. Wenn man eine Gipskartonplatte in die dafür vorgesehene Nut schiebt, bleiben noch atemberaubende 3 cm Platz für eine Dämmung.
    Wie stellt man diesen Bereich am besten her? 3 cm Superdämmung und dazu noch anstatt einer Gipskartonplatte eine feste Platte, die ebenfalls gut wärmedämmend ist?

    Vielen Dank,

    Bolanger
     
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  3. Vossi

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    Hat denn Dein Dachdecker keinen Dämmrahmen verbaut? Velux oder ROTO?
    Ein schönes Thema mit einem Detail das gut überlegt ausgeführt werden will. Mit Deinem Superdämmstoff liegst Du gar nicht schlecht. Wichtig ist das Du die Platte schon ausserhalb des Rahmens platzieren kannst. Frag mal Deinen Dachdecker nach Details dazu. Er sollte Dir Antworten geben können.
     
  4. Bolanger

    Bolanger

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    Hallo,

    schön, dass diese Frage als interessant betrachtet wird. Da ich bisher keine ähnliche Diskussion gefunden habe, könnte dies ja ein ordentlicher Beitrag werden.

    Ich habe ein Bild vom eingebauten Fenster mit dem Dämmkeil angehängt. Den Dämmkeil habe ich bewusst nur teilweise aufgeschoben, damit man die Konstruktion ebenfalls erkennen kann.

    Der Aufbau von inen nach aussen ist: Sparren, Unterdeckplatte, Konterlatte, Latte, Eindeckrahmen. Der feste Teil des Dämmkeils überdeckt den Fensterrahmen seitlich und es ist wohl so gedacht, dass der abnehmbare Teil des Dämmkeil die Laibungsdämmung zumindest für die ersten cm sicherstellen soll. Da wir eine dicke Lattung/Konterlattung haben, reicht der Dämmkeil nicht mehr bis in die eigentliche Dämmebene der Zwischensparrendämmung, sondern hört genau dort auf, wo die Zwischensparrendämmung anfängt. das sollte eigentlich kein Problem sein, weil man die raumseitige Dämmung eh an den Dämmkeil anarbeiten muss und kann.

    So wirklich viel traue ich diesem Dämmkeil in Sachen Wärmedämmung allerdings nicht zu. Der fühlt sich an wie die billigen Rohrisolierungen aus dem Baumarkt. Er scheint mir aber unvermeidbar zu sein, um den Spalt zwischen Fensterrahmen bis zur Zwischesparrendämmung zu überbrücken. Mir fällt spontan nichts ein, was besser dämmen könnte und sich ordentlich in die Nut des rahmenseitigen Dämmkeils einfügen lassen könnte. Am besten wäre wohl eine feste Dämmplatte, ähnlich XPS, die man an einer Seite mit einer Feder analog zum Dämmkeil fräsen müsste, welche dann bis zur Unterkante der Sparren reicht und anstatt des Dämmkeils eingeclipst wird. Das Material müsste dann noch besser wärmedämmen als dieser Keil ins sollte fest genug sein, dass man die Gipskartonplatte direkt auflegen und verschrauben könnte.
    Oder man spart sich die Fräserei und würde den Keil verwenden und die Superdämmplatte vor diesen stoßen. Dann bleibt aber der Spalt zwischen Raumseite des Rahmens und Anfang der Superdämmplatte mit diesem 3 cm breiten Dämmkeil "gedämmt", was nicht der Bringer sein wird.

    Ich freue mich über jede Antwort.

    Grüße,

    Bolanger
     
  5. sepp

    sepp

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  6. Bolanger

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    Hallo sepp,

    wir haben zwar ein Fenster von Roto, prinzipiell ähneln sich die Einbauanleitungen von beiden Fensterherstellern. Beide haben eben das Problem, dass das fenster nicht in der Dämmebene sitzt und der Abstand vom Fenster bis zur Dämmebene mit einem Schaumstoffteil gemacht wird. Raumseitig vom Sparren haben beide nur wenige cm Dämmung.
    Und genau hier suche ich nach anderen Lösungsvorschlägen, um diese Schwachstelle etwas zu entschärfen.

    Grüße,

    Bolanger
     
  7. sepp

    sepp

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    wenn du das eine schwachstelle nennst, hast du alle 70-80 cm eine schwachstelle - deine sparren!
     
  8. Bolanger

    Bolanger

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    Hallo sepp,

    die Schwachstelle der Sparren wird durch die Unterdeckplatten und eine Untersparrendämmung entschärft. Interessanterweise hat der Fensterhersteller seit letzter Woche einen neuen Eindeckrahmen aus Styropor im Programm, um genau dieses Problem anzugehen. Dieser Rahmen kam leider 2 Wochen zu spät für uns und ein nachträglicher Einbau wäre wohl ein unverhältnismäßiger Aufwand.

    Gruß,

    Bolanger
     
  9. R.J.

    R.J.

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    In deinem andern Thread hast du nach eigenen Angaben Erfahrungen mit Argos gemacht. Benutze diese Wissen um den Einbau zu optimieren, gib den Ist-Zustand ein und variiere die Lösungsmöglichkeiten. Die Techn. Kennwerte des Dämmstoffs kannst du u.U. beim Hersteller erfragen.

    Die "Schwachstelle" sollte eigentlich schon im EnEV-Nachweis (pauschal oder detailliert) enthalten sein.
     
  10. AndreasF

    AndreasF

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    Hallo zusammen,

    tut mir leid wenn ich den alten Thread wieder auskrame aber ich stehe genau vor dieser Problematik mit der Dämmung der Dachfenster. Leider ist der Link, den sepp damals gepostet hat, nichtmehr online. Anbei habe ich 3 Bilder.
    Bild1: Zwischen Sparren und Dämmkeil wurde noch Dämmmaterial eingebracht.
    Bild2: Den Holraum würde ich wie im Bild2 zu sehen, ebenfalls mit Dämmmaterial schließen.
    Bild3: Dann würde ich die Dampfbremse an die dafür vorgesehenen Kunststofflaschen anschließen

    Ist das so machbar bzw. richtig oder welches Material kann ich als Alternative zur Dämmung nehmen? Was wäre ein wie oben erwähnter "Superdämmstoff".

    Danke für eure Hilfe

    Andi

    dachfenster.jpg
     
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  12. H.PF

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    Ist so korrekt...
     
  13. AndreasF

    AndreasF

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    Hallo H.PF,

    vielen Danke für diese Information und einen schönen Tag noch.
     
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