Landhausdiele schwimmend verlegen?

Diskutiere Landhausdiele schwimmend verlegen? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir wollen in unserem Neubau ca. 80 qm Eiche Landhausdiele verlegen. Wir haben Fußbodenheizung und schon diverse Hersteller etc....

  1. alforno

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    Hallo zusammen,

    wir wollen in unserem Neubau ca. 80 qm Eiche Landhausdiele verlegen.
    Wir haben Fußbodenheizung und schon diverse Hersteller etc. verglichen.

    Eigentlich hatten wir uns schon für eine Diele entschieden, und zwar für Sipa 3-Schicht Parkett, 1,5 cm hoch, 19 cm breit und 2,20 m lang, ca. 40 Euro/qm, das verklebt werden muß (ca. 25 Euro).

    Dann haben wir einen kleinen Abstecher nach Holland gemacht undxxxxxxxxxxxxxxxxx kennen gelernt. Ein Großhändler der Holzbodendielen aus massive Eiche und Landhausdielen auch an privat verkauft.
    Die haben uns erzählt, das 95 % ihrer Ware schwimmend verlegt wird, und das man Landhausdielen nicht wie Parkett behandeln darf/soll, das meist geklebt wird.
    Der 'Trick' bei denen ist wohl, das man zwischen Wand und Diele eine Klammer spannt, die die Arbeit des Holzes ausgleichen soll.
    Hier wäre die Diele 1,5 cm hoch, 16 cm breit und 1,80 m lang und kostet incl. Trittschalldämmung, Fußleisten, Pflegemittel etc. rund 50 Euro/qm.

    Hat jemand Erfahrung mit diesem System?
    Kann mir jemand die Vor- und Nachteile nennen?
    Gibt es sonst noch Möglichkeiten?

    Danke für eure Hilfe
     
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  3. Rene'

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    Hi!

    Wir haben uns vor 2 Jahren genau diese Dielen von Herrn xxxxxxx zugelegt und diese im OG (teilweise erst, aber das hat mit den Dielen nix zu tun) verlegt. xxxxxxxxxx ist ca. 20 km von uns entfernt von daher bot es sich an die Dielen dort zu beziehen.
    Diese "Klammer nur am Rand"-Technik kam mir recht spanisch vor, daher habe ich diese Dielen wie üblich mit Parketleim verleimt und schwimmend verlegt.
    Beim Verlegen bestätigte sich das meine Skepsis bezüglich der Klammerverlegung. Die Dielen sind teilweise sehr schief und verdreht. Ohne Spanngurte und ohne Leim wäre da absolut nix zu machen gewesen. Ich kann mir kaum vorstellen das die erwähnten Klammern es geschafft hätten alles in Form zu halten.
    Ganz im Gegenteil. Man hätte warscheinlich hinterher ein Zelt gehabt weil sich alles hochdrückt.
    Schwimmend verlegen hat trotz FBH auch funktioniert. Man merkt zwar das sich hier und da mal was hebt oder senkt, aber wir kommen damit klar.
    Kleben wollten wir aus Baubiologischen Gründen nicht.

    Preis/Leistung der Dielen ist aber absolut OK ,wenn man rustikale Optik mag.Nur wie gesagt nimm Abstand von dieser Klammer-nur-am-Rand Verlegung, egal was der kleine Mann Dir erzählt.

    Und lass Dir nicht die überteuerte Alukaschierte Schaumstofffolie (Trittschalldämmung) andrehen. Die gibt's in der Bucht für die Hälfte. ;)

    Zur Endbehandlung: Wir haben die Dielen einfach mit xxxxxx Hartöl behandelt. Gereinigt wird nur mit einem feuchen Feudel. Mehr nicht.


    Gruß,
    Rene'
     
  4. Rene'

    Rene'

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    Hallo nochmal,

    möchte meine Aussage "Preis/Leistung ist OK" noch etwas präzisieren.

    Für 28€/m³ kannst Du bei massiven Eichendielen natürlich keine Top-Qualität der Oberklasse erwarten.
    Bei dem Preis musst Du Abstriche machen die folgendermaßen aussehen:

    - hin und wieder sind die Kopfseiten nicht 100% rechtwinkelig und es entstehen keilförmige Stoßfugen
    - die Breite der Dielen ist nicht immer zu 100% identisch und es entstehen schon mal Fugen zwischen den Dielen
    - die Nut/Federfräsung weisst hin und wieder Höhenabweichungen auf (aus dem Grund ist denke ich die Kante gefast ;) )

    Wir reden hier bei allen Maßabweichungen aber nicht von Millimetern sondern von (geschätzt) 0 bis maximal 5/10 mm (0 bis 0.5mm)

    Wie gesagt für Massivdielen die unter 30€/m³ liegen finde ich das tolerierbar. Wir können damit sehr gut leben, es macht für uns den "rustikalen Charme" aus den wir auch wollten.

    Wenn Du Hochglanzprospekt-Werbebroschüren-Dielenboden suchst dann bist Du bei der Adresse falsch und musst Du ein anderen Produkt wählen. Das kostet dann aber auch mal schnell das 2-3 fache.

    Wollt's nur gesagt haben. ;)

    Gruß,
    Rene'
     
  5. NormHolz

    NormHolz

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    Sipa ??? Na dann viel Spaß

    Da kann ich meinem Vorredner nur recht geben. Nicht so viel erwarten und die Klammer vergessen. Sonst wird das nix.
     
  6. burgerg

    burgerg

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    Waren am Wochenende auch in Holland und haben uns eins Angebot machen lassen. Das Klammersystem kam auch mir ein wenig komisch vor. Aber ansonsten machen die Dielen einen guten Eindruck.
    @ rene: Also Du hast die Dielen "einfach" Nut und feder verleimt? Was hast Du "drunter"?
    Wie warst Du zufrieden mit dem Service (ev. auch nach dem Kauf)?
    hast Du sonst noch Tipps??
    Gruß burgerg
     
  7. kehd

    kehd

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    Wie gut isoliert eine schwimmende Verlegung mit Trittschalldämmung eigentlich gegen die Wärme der Fußbodenheizung?
     
  8. Rene'

    Rene'

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    Hallo!

    Ja, ich habe die Dielen in Nut und Feder mit Henkel-Parkettleim (darf man das hier sagen ;) ) verleimt und diesen, solange der Leim abgebunden hat , mit Spannguten fixiert.

    Was ich "Drunter" habe geht Dich nix an Du Luder. ;) (Späßle) . Unter den Holzdielen habe ich , wie vom Vertreiber der Dielen empfohlen ,2mm alukaschierte PE-Trittschalldämmung (wie schon gesagt gibts die deutlich preisgünstiger in der e-bucht) gelegt.
    Das macht den Boden natürlich etwas weicher wenn man drüberläuft.
    Wenn Du auf "knackigen", knallharten Dielenboden stehst dann musst Du ihn verkleben. Darauf haben wir (aus baubiologischen Gründen) aber verzichtet. Wir sind, wie gesagt, zufrieden mit der schwimmenden Verlegung.

    Kein Ahnung.

    Unsere OG-Räume wurden im Januar 09 bei minus 15 Grad bei einer WP-FBH-Vorlauftemperatur von 34 Grad und bei einem "EnEv-Standard"-Bau auf jeden Fall ohne Probleme 20 Grad warm (SZ ausgenommen, da ist die FBH abgedreht).
    Deutlich träger ist bei uns im OG die FBH (Abkürzungskönig!) aber schon.

    Wen aber die Heizkurve nach einigen Heizperioden optimiert ist sollte das auch erledigt sein.

    Gruß,
    Rene'
     
  9. Lukas

    Lukas

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    Hi,

    das würde ich nie wagen.

    Zum baubio...: Warum hat der baubiologisch Belastete keine Angst vor dem PVAC-Weißleim? Ins Müsli wird er den auch nicht kippen. Was spricht, bei entsprechender Planung, gegen Schrauben?

    Gruß Lukas
     
  10. Rene'

    Rene'

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    Nach dem Kauf mussten wir keinen Service in Anspruch nehmen. Während der Abwicklung lief aber alles absolut einwandfrei.
    Nachdem wir uns die Dielen in xxxxxxxxxx angesehen haben und diese bestellt hatten, zahlten wir an und ach den vereinbarten 4 Wochen meldetet sich die Firma das die Dielen abholbereit wären.
    Wir fuhren hin und sahen uns "unsere" Palette an. Einige Dielen gefielen uns nicht (zu glatt und "schlicht", wir wollten eine rustikalere Sortierung), und ohne Probleme und ohne Pallaver wuselten sofort zwei Mitarbeiter durch die Halle und fummelten uns alles aus den gesamten Dielenstapeln raus was uns gefallen könnte. Wir tauschten das was uns nicht gefallen hatte aus,luden ins Auto ein, bekamen die Rechnung, zahlten und bekamen während wir auf die Rechnung warteten einen Kaffe , danach noch ein nettes "Danke schön" und "auf Wiedersehen," der Chefin.


    Preis/Leistung/Service war in unseren Augen absolut Top wenn man sich den Preis von 28€/m² vor Augen hält.

    Gruß,
    Rene'
     
  11. Rene'

    Rene'

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    Hallo Lukas,

    Baubiologisch betrachtet ist Dispersionskleber auf Polyvinylacetat-Basis sicherlich auch nicht die beste Lösung. Essen will ich mein Haus aber nicht. Ich machte mir aber im Vorfeld viele Gedanken wie man Giftstoffe beim Bau vermeidet bzw. so wenig wie möglich Gifte einsetzt.

    Der Klebereinsatz beim Nut/Feder verleimen mit Dispersionskleber ist deutlich geringer als beim vollflächigen Kleben mit dem üblichen PU-Kleber bei dem es unbestritten eine Isocyanatproblematik gibt. Von daher holt man sich schon mal von der Menge her weniger Gift ins Haus.
    Es gibt zwar mitlerweile alternativen zum Isocyanat belasteten PU-Kleber, diese stehen aber in Verdacht nach dem erhärten noch Methanol auszudünsten.

    Schrauben ist sicherlich auch eine Möglichkeit, obwohl ich Schrauben auch nicht ins Müsli kippen würde. ;)

    Dies setzt aber bei FBH einen guten Planer und einen guten Handwerker voraus der das geplante eins zu eins umsetzen kann und auch will.
    Diese Kombination auf dem Bau zu finden ist (leider) wie ein Sechser im Lotto.

    Das schwimmende verlegen mit geleimter Nut und Feder ist eine preisgünstige Alternative die auch in Eigenleistung erstellt werden kann.
    Sicherlich mit Nachteilen über die man sich im Vorfeld klar sein muss. Wenn man mit diesen Nachteilen leben kann, was spricht dagegen?
    Jede Befestigungsmöglichkeit hat ausserdem Vor- und auch Nachteile. Das sollte nicht unerwähnt bleiben.

    Gruß,
    Rene'
     
  12. burgerg

    burgerg

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    @Rene:
    Danke für die Antworten.
    Was meinst Du mit e-bucht?

    Gruß burgerg
     
  13. Rene'

    Rene'

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    Gruß,
    Rene'
     
  14. #13 Finster, 2. Februar 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Februar 2011
    Finster

    Finster

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    Hallo,

    nachdem meine Frau und ich in den vergangenen anderthalb Jahren ein
    kleines Reihenhaus saniert und dabei auch von diesem Forum profitiert
    haben, möchte ich kurz über unsere Erfahrungen mit Bodendielen berichten:

    Auch ich habe mir nach langer Suche den oben genannten Händler bei
    Heerlen in Holland (eigentlich ist es ja Limburg) angesehen.
    Die Beratung war ausgesprochen freundlich und man nahm sich viel Zeit.

    Alternativ haben wir uns noch einen Händler mit eigener Tischlerei
    und Sägewerk in Bütgenbach (Belgien) angesehen.
    http://www.xxxxx.net/
    Auch dort wurden wir sehr gut beraten und wir hatten den Eindruck, dass
    das Angebot dort vom Preis-Leistungs-Verhältnis her vergleichbar war.
    Für den Händler aus Bütgenbach spricht, daß dieser ausser Eiche
    auch andere Hölzer anbietet.

    Meine Frau und ich haben uns dann aber für den Händler aus Heerlen
    entschieden, da dieser kurzfristiger (innerhalb eines Tages) liefern
    konnte und wir zeitlich schon äusserst knapp waren.
    Wir kauften etwa 35 m^2 Dielen der Breite 22 cm in rustikaler Sortierung.
    Hinweis: man benötigt schon ein gewisses Lade-Volumen und -Gewicht,
    für die Menge, geschätzt 500 kg. (Mit dem Bulli war das kein Problem.)


    Hier also unsere Erfahrungen:

    Da wir den Boden im Winter (Februar 2010) bei sehr niedrigen Aussentemperaturen
    gekauft haben, stapelten wir die Dielen zunächst mit zwischengelegten Holzleisten flach
    liegend in ihrem künftigen Heim. Im Laufe der Woche haben wir die Temperatur im
    Raum dann langsam von ca. 10 Grad auf 20 Grad hochgefahren. Ich war schon
    sehr angenehm überrascht, daß die Dielen danach noch immer vollkommen plan
    und eben waren. (Bei Rauhspund habe ich da schon ganz andere Sachen gesehen,
    aber der Vergleich hinkt wohl ;-) )

    Da der Estrich wegen des urprünglich darauf verklebten PVC-Bodens abgeschliffen
    werden musste, war er extrem rauh und wurde zunächst mit einer dünnen Schicht
    Bodenausgleichsmasse geglättet. (Dies geschah einige Wochen vor dem Kauf des Holzes.)

    Darauf haben wir 3 mm dicke Hanf-Matten ausgelegt.
    Wir haben keine Dampfsperre verlegt, da der unter dem Zimmer liegende
    Keller trocken und wegen der Fernwärmeanlage relativ warm ist.

    Vor dem eigentlichen Verlegen der Dielen haben wir uns sehr genau überlegt,
    welche Diele an welche Stelle gelegt werden sollte, da die Dielen wie gesagt
    "rustikal" sortiert waren und die weniger schönen Exemplare z.B. unter
    Möbeln verschwinden sollten. Bei einigen wenigen Dielen blättert gelegentlich
    eine obere dünne Holzschicht in höchstens fingernagelgroßen Stückchen ab.
    Solche besonders "rustikalen" Dielen sollte man dort verlegen, wo sie wenig begangen werden.
    Es ist aber auch kein Problem, die abgeblätterte Stelle einfach nachzuölen.

    Das eigentiche Verlegen war eine wahre Freude und ging leicht von der Hand.
    Die Nut-Feder Verbindungen waren ausgesprochen präzise und passten hervorragend.

    Ich gebe zu, daß ich hinsichtlich des Feder-Klammer Systems auch sehr skeptisch war,
    denn ich kann nicht glauben, daß ein paar relativ weiche Stahlfedern in der Lage
    sein sollen, einen Boden mitsamt den darauf befindlichen Möbeln (u.A. ein Klavier)
    zu bewegen. Trotzdem habe ich das Ganze nach Vorschrift des Anbieters verlegt.

    Abweichend vom Vorschlag des Anbieters haben wir allerdings nicht das dort angebotene
    Osmo-Öl verwendet, da dieses Benzin als Lösungsmittel enthält.
    Stattdessen haben wir den Boden mit Auro Hartöl Nr. 123 behandelt. Diese Behandlung
    habe ich manuell vorgenommen, was eine ziemliche Knochenarbeit war.
    Das Öl habe ich zunächst mit einer Rolle aufgebracht, und zwar etwa eine Fläche von
    8 m x 0.5 m (gut zwei Dielenreihen), mit dem Lappen nachgerieben, dann die
    nächsten beiden Reihen geölt und wieder nachgerieben usw. bis der Boden fertig war
    (und ich war es danach auch ;-). Das Ganze war bereits nach drei Tagen vorsichtig
    begehbar, ist aber erst nach ca. sechs Wochen richtig ausgehärtet.
    Der ursprünglich etwas grau-bläuliche Ton der Eiche wird durch das Öl
    deutlich wärmer aber auch dunkler.

    Der Boden liegt nun seit knapp einem Jahr, und meine Skepsis bezüglich der
    schwimmenden Verlegung mit den Federn ist vergangen. Die Dielen liegen trotz
    der extremen Witterungsschwankungen im vergangenen Jahr vollkommen plan,
    und die Fugen zwischen den Dielen sind keinen Zehntelmillimeter auseinander
    gegangen. Ob das der Wirkung der Federn oder der Stabilität des Holzes zu
    verdanken ist, wage ich nicht zu beurteilen.

    Die Dielen lassen sich leicht pflegen, indem sie bei Bedarf abgesaugt und
    etwa monatlich mit klarem Wasser gewisch werden. Auch von der Terrasse aus eingeschleppte
    Gartenerde lässt sich leicht entfernen.

    Wir haben sämliche Tisch- und Stuhlbeine mit Filz unterlegt, da die Ölschicht
    sonst leicht zerkratzt wird. Entstandene Kratzer oder kleine Beschädigungen
    kann man problemlos mit einfachem Leinöl beseitigen.

    Aber, wie schon geschrieben: man darf von diesen Dielen keine sterile Perfektion
    erwarten. Es handelt sich um ein Naturprodukt mit kleinen optischen "Fehlern".
    (Die schönsten "Fehler" haben wir so verlegt, daß man sie gut sehen kann ;-) )
    Wer so etwas nicht mag, sollte die nicht "rustikale" Sortierung wählen
    oder, wenn es ganz "perfekt" sein muß Laminat verlegen.
    (Ich hoffe, daß ich hier richtig verstanden werde: diese Art von "Perfektion"
    ist mir zuwider!)

    Beim Begehen der Dielen knackt und knarzt es an den Fugen hin und wieder ein wenig.
    Für mich gehört das zu Bodendielen dazu, und ich betrachte das nicht als Problem,
    sondern als den Ausdruck eines wunderbaren lebendigen Werkstoffes. Wir haben aber
    den Hinweis erhalten, daß man die Federn vor dem Verlegen mit einer Kerze wachsen kann,
    um das Knarren zu verhindern.

    Wir sind mit unserem Holzboden sehr zufrieden.

    Viele Grüße

    Harald Finster
     
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  16. Finster

    Finster

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    "Geändert von Josef (02.02.2011 um 21:44 Uhr) Grund: Werbung entfernt"

    Ich habe mich um eine objektive Darstellung meiner Erfahrungen bemueht. Da dies offenbar als unerlaubte Werbung verstanden wird (ist der Link im Urspungsposting keine Werbung?), bitte ich um Loeschung meines Beitrags und meines Accounts.

    Harald Finster
     
  17. #15 liveforever, 23. Juli 2012
    liveforever

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    Hallo,
    ich krame den alten Thread nochmal hervor, um alle zumindest vor dieser Verlegeart zu warnen:
    In unserem Haus wurde der Boden genaustens nach Anleitung (also mit dieser obskuren Klammertechnik) von einem Bodenverleger-Meisterbetrieb verlegt, und wir haben deshalb Stress hoch 10. In allen Zimmern hat sich mit Einzug des Sommers der Boden so stark ausgedehnt, dass es mehr oder minder Wellenbildung gab und nachgebessert werden musste. Die komischen Klammern waren an zwei Stellen sogar so sehr zusammengedrückt, dass sie zersprengt waren. Ob zusätzlich das Holz von schlechter Qualität ist, möchte ich hier nicht beurteilen.

    Wir sind vor dem Verlegen mehrmals gefragt worden, ob es nicht mit der herkömmlichen Methoden (Leim, Schrauben etc.) verlegt werden sollte, aber wir haben dummerweise auf die holländische Methode gesetzt.

    Also: Warnung! Wenn man schon hier etwas kauft, lasst die Klammern da.
     
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Landhausdiele schwimmend verlegen?

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