Leerrohre in Außenwand

Diskutiere Leerrohre in Außenwand im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, zur Vorbereitung der Elektroinstallation an unserem EFH wurde die Filigrandecke mit Panzerleerrohren versehen und anschließend...

  1. #1 concordia, 19. März 2008
    concordia

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    Hallo,

    zur Vorbereitung der Elektroinstallation an unserem EFH wurde die Filigrandecke mit Panzerleerrohren versehen und anschließend vergossen.

    Jetzt hat sich herausgestellt, daß die Leerrohre an den Außenwänden nicht bündig zur Innenseite (oder in einer vertretbaren Tiefe innerhalb der geplanten Mauer) aus dem Boden schauen, sondern teilweise sehr weit Außen .

    Konkret stehen die Rohre bei unserer 36,5er Ytong-Wand ca. 10cm tief "in der Wand", in einem krassen Fall ist sogar eine 18 cm tiefe Aussparung für das Rohr notwendig.

    Betroffen ist nur die erste Steinreihe. Da die Rohre flexibel und nicht sehr hoch sind kann die nächste Steinreihe danach ohne Aussparung vermauert werden.

    Die DIN-Norm zur Tiefe von Schlitzen und Aussparrungen habe ich gelesen und bin jetzt ziemlich betrübt. Insbesondere deshalb, da die Rohre durch meinen Vater (Elektriker) und mich verlegt wurden und ich jetzt etwas zerknirscht bin.... :fleen

    Jetzt bin ich am überlegen. Sollte ich:

    1) das Ganze locker sehen und die Rohre zur Innenseite führen und den Rest einfach mit Dämmörtel/einem passenden Ytong Pfropf ausstatten lassen?

    2) die Rohre abschneiden/auf Rohre im Estrich ausweichen und mir damit die Aussparungen vermeiden?

    3) statische Kompensationsmaßnahmen (Stahlbewehrungen?) in Kombination mit 1) durchführen lassen?

    Danke für Euren Rat (hoffentlich auch noch zu dieser Stunde :-))
    Andreas
     
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  3. #2 Shai Hulud, 19. März 2008
    Shai Hulud

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    oder:

    4) Die Porenbetonsteine genau passend zu den Leerrohren bohren und beim Setzen auf die Rohre auffädeln, um den Stein so wenig wie möglich zu schwächen.

    Kommt außen noch Dämmung dazu wegen Wärmebrücke?
     
  4. #3 pauline10, 19. März 2008
    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Porenbeton

    Also wegen der, vermutlich senkrechten Schlitze, wird die Wand nicht zusammenfallen.

    Daß sich diese Wärmebrücke schädigend bemerkbar macht möchte ich auch mal nicht annnehmen. Natürlich wäre es ungeschickt , jetzt mit purem Zementmörtel die Sache zu vermörteln.

    Also Entwarnung.

    Aber mit einer relativ dünnen, tragenden Mauer und WDVS hat man eben weniger Probleme.

    Gruß

    pauline
     
  5. #4 concordia, 19. März 2008
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    Nein, es ist keine weitere Dämmung außen geplant.

    Grüße!
     
  6. Bauwahn

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    Stein großzügig (z.B. 10 cm breit) aussparen und vermauern und gleich oder später (nachdem das Rohr ohne zu allzu starken Knick in einen Schlitz geführt wurde, ein passendes Stück einsetzen.
    Wenn da pro m max. ein solcher Ausschnitt liegt, sehe ich das recht entspannt.

    Gruß

    Thomas
     
  7. #6 pauline10, 19. März 2008
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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Leerrohr vs Lehrrohr

    Hallo,

    man kann sich natürlich auch einmal überlegen, welchen Sinn eine solche Rohrverlegung macht.

    Sollen später Datenleitungen eingezogen werden, ist es eine sinnvolle Installation.

    Will man die Versorgungsleitungen für Steckdosen einziehen, halte ich eine Rohrverlegung für suboptimal.

    Wegen des Wärmestaus im Rohr, dürfen die Leitungen nicht so hoch belastet werden. Will man wegen eines Winkelschleifers oder einer Handkreissäge trotzdem 16A-Automaten einsetzen, muß man 2,5 mm² verlegen. Wer das will sollte schon einmal 25 cm über dem Boden 6 Drähte mit 2,5 mm² Querschnitt an einen Steckdoseneinsatz anschrauben und dann die Steckdose in der 55 mm großen Unterputzdose montieren. Bei dieser Übung hat er noch den Vorteil, daß die UP-Dose in der Realität auch mal 1 bis 2 cm tiefer im Putz sitzt und er die Steckdose mit anderen zusammen in einer 4 oder 5fach Kombination ausrichten muß.

    Darüber hinaus sollte ein Rohr für eine Leitung 3 oder 4 x 2,5 NYM einen ausreichend großen Durchmesser haben, der aber wiederum nicht an die Stutzen der UP-Dosen paßt.

    Die Alternative wären zwei getrennt abgesicherte Stegleitungen 3 x 1,5 mm², im Putz gut gekühlt, rechts und links an der Zimmerwand entlang und ausreichend Steckdosen im 2 m Abstand. Ergibt im Kinderzimmer so bei 16 Steckdosen, wenn man immer 2 Stück zusammen montiert. Das sollte selbst beim Bedarf heutiger Sprößlinge ausreichend sein.

    Bleibt die Frage nach dem Betrieb des Winkelschleifers. Aber da gab es ja bisher auch schon Wege, die eben jetzt nicht mehr der Norm entsprechen.

    Gruß

    pauline


    PS
    Bliebe noch zu erwähnen, daß man eine Mauer für Rohrleitungen mit wandtiefen Schlitzen ausstatten und in lauter einzelne Säulen auflösen kann. Weil man die Wand dann als zweiseitig gehaltenen Säule rechen muß, ergibt sich eine um ca. 50% geringere Tragfähigkeit. Diese ist aber im EFH mit den üblichen, dicken Wänden immer noch völlig ausreichend. Lediglich für die Windkräfte, steht eine solche Säulenkonstruktion nicht mehr zur Verfügung. Dieses Problem hat man aber bereits beim Reihenhaus mit den großen Fenstern weil in Deutschland ein RH auch noch seine Standsicherheit ohne die Nachbarhäuser nachweisen muß. In Holland genügt die Standsicherheit der ganzen Gruppe.

    Es war eben in Deutschland schon immer etwas teurer eine besondere Vorschrift zu haben.
     
  8. EricNemo

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    @pauline: du findest 5er-Kombis hässlich aber packst dir alle 2m(!) eine 2er-Kombi in die Bude? Zum Glück sind Geschmäcker verschieden...^^
     
  9. Bauwahn

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    Die Wahrscheinlichkeit, später weniger freiliegende Verlängerungskabel zu benötigen ist bei der Methode (alle 2 m eine 2er-Kombination) allemal geringer.
    Sieht bei mir ähnlich aus.

    Thomas
     
  10. EricNemo

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    ich mag möglichst wenig Steckdosen sehen. Ich hab sie einfach dorthin gepackt, wo erstmal Schreibtisch, Bett und so stehen werden. Aber jedem hier seinen Geschmack. Alles gleich wäre auch langweilig^^
     
  11. Julius

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    Sowas ist tatäschlich ne nette Fingerübung. Oder man läßt das Leute machen, die etwas davon verstehen...
    Hinweis: Ne etwas tiefer sitzende Gerätedose ist dabei sogar von Vorteil. Allerdings müssen dann in jedem Fall Putzausgleichringe verwendet werden!

    Tipp:
    Erste Dose der Kombi als (tiefe) Geräteabzweigdose ausführen. Dort Zuleitung mittels Steckklemmen auf separate Adern für jeden Steckdoseneinsatz (u. ggf. die weiterführende Leitung) aufteilen. U.U. können die sogar in 1,5mm² sein.
    Das erleichtert wesentlich die Verarbeitung und verbessert auch den Schleifen/Netzinnenwiderstand, weil nicht gar soviele Klemmstellen in Reihe liegen...

    Dafür gibt es fabrikfertige Adapter!
    Aber nicht bei OBI...
     
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  13. EricNemo

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    das 5x2,5mm² kann man schon noch durch ein 20er Rohr ziehen. Ist ne scheiss Arbeit aber geht^^

    25er Rohre hab ich bei TV und Netzwerk. Dort habe ich zwangsläufig die Leerdosen ein wenig mit dem Cutter ausgeschnitten. Später dann erst Gips auf die Dose, dann ins Loch und dann die Dose rein. Der Gips, der in die Dose drückt, den kann man ja später problemlos wieder rausbrechen. Aber der Übergang zum "großen" Leerrohr ist dann dafür dicht.
     
  14. #12 Shai Hulud, 19. März 2008
    Shai Hulud

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    Winkelschleifer im Kinderzimmer? Nettes Spielzeug, das deine Kleinen da haben... :yikes
     
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