Leistung Luft/Wasser WP für Neubau

Diskutiere Leistung Luft/Wasser WP für Neubau im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; hallo, welche Heizleistung muss meine Luft/Wasser Wärmepumpe mit Brauchwasser in etwa haben. Baue ein Massivbauhaus mit 42,5 Thermopor Ziegel WLG...

  1. #1 BavariaBlue, 11.03.2012
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    hallo, welche Heizleistung muss meine Luft/Wasser Wärmepumpe mit Brauchwasser in etwa haben. Baue ein Massivbauhaus mit 42,5 Thermopor Ziegel WLG 09. Wohnfläche ist etwa 200 m2. Man hat mir mit einem O.c.h.s.n.e.r Splitgerät etwa 14,4 kw veranschlagt. Meiner meiner nach viel zu viel???
     
  2. #2 BavariaBlue, 11.03.2012
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    Oder macht es sinn etwas mehr Leistung damit der Heizstab im Winter nicht einspringen muss.
     
  3. #3 fmw6502, 11.03.2012
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    1) Heizlast nach EN 12831 berechnen lassen
    2) mit dem Wert den Bivalenzpunkt (ab wann der Heizstab einspringen soll) in dem Leistungsverlauf der LWP finden
    3) abwägen, ob zu viel/zu wenig per Heizstab geheizt wird bzw. der COP zu schlecht wird --> andere LWP wählen und zurück zu 2)

    Langform
    mehrfache Ausführungen von R.B. zu dem Thema suchen und lesen

    Gruß
    Frank Martin
     
  4. Ruppi

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    Hört sich nach Überdimensionierung an.
    Allerdings reichen Deine Angaben hinten und vorne nicht, um das realsitisch zu beurteilen.
    Erst mal muss eine Heizlastberechnung her.
    Dann kann man die WP richtig dimensionieren.

    Auf KEINEN Fall sollte diese überdimensioniert werden, sonst geht die Effektivität in den Keller. Der Heizstab darf ruhig an den kältesten Tagen zuheizen, das ist sogar sinnvoll. Ansonsten hast Du eine WP, die in der wärmeren Zeit 500% überdimensioniert ist, was tierisch auf die Effizienz geht.

    Das ist nicht wie mit einer Gasheizung, wo man ruhig ein bisschen Reserve einplanen kann. Hier muss man auf den Punkt planen und auf den Punkt richtig (d.h. knapp) dimensionieren.
     
  5. #5 BavariaBlue, 11.03.2012
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    habe mir das schon mal durchrechnen lassen. Das Haus entspricht dem KFW70 Standart. Heizleistung etwa 46W/m2. Dann wären wir bei unter 10kw. Nur was ist mit Brauchwasser brauche ich da nicht extra an Leistung.

    Ich dachte wenn man überdimensioniert ist nicht schlimm, denn wenn die Temperatur im Pufferspeicher erreicht ist schaltet die WP eh ab und bei mehr Leistung läuft Sie weniger???
     
  6. Ruppi

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    Die WP soll aber möglichst nicht takten, das geht negativ auf die JAZ.
    Am besten ist deshalb eine vollmodulierende WP, die taktet am wenigsten.

    Erfahrungswert WW: ca. 20% der Gesamtenergie. JAZ WW ist aber schlechter als beim Heizen, da VL Temp. viel höher. Beim WW wirst Du auf eine JAZ von irgendwas zwischen 2 und 3 kommen. Beim Heizen wesentlich besser (JAZ ca. 4)
     
  7. #7 fmw6502, 11.03.2012
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    mit Werten aus dem EnEV-Nachweis läßt sich keine Heizung auslegen - die EnEV ist ein politisches Instrument, um den Primärenergieverbrauch abzusenken

    Gruß
    Frank Martinh
     
  8. R.B.

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    Die 14kW Ausführung liefert bei AT -10°C noch etwa 10kW. Das könnte für das Haus passen, denn die 9kW Ausführung könnte bei sehr kalten Außentemperaturen etwas zu knapp werden.

    Deswegen, Heizlastermittlung nach EN12831 und dann in die Leistungsdaten der WP schauen. Man sieht dann schnell wo der Bivalenzpunkt liegt.

    Gerade bei einer LWP ist es extrem wichtig, dass man sich die Leistungskurven genau anschaut. Was auf den ersten Blick überdimensioniert erscheint, da sollten wir mal den Ruppi fragen wie er Überdimensionierung definiert, kann sich auf den zweiten Blick als die richtige Wahl herausstellen.

    Dafür hätte ich gerne einen Beweis. Wir reden ja nicht von einem 50 Jahre alten Öler.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Julius

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    Und immer dran denken (auch wenn man nicht Ministerpräsident werden will):
    Kehlheim liegt nicht in Unterfranken!

    Will sagen:
    Dein genannter Wert berücksichtigt weder Eure gewünschten Raumtemperaturen noch überhaupt den Standort des Gebäudes (Klimazone).
     
  10. #10 Muff Potter, 19.04.2012
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    Ich betreibe seit 2006 auch eine Ochsner GMLW14 und beheize damit inkl. Keller ca 220m2. WW mache ich allerdings mit einer extra Umluft-WP, die im Keller steht. Das hat in den vegangenen Jahren sehr gut funktioniert. Auch die Trennung von Heizung und WW hat sich bewährt - würde ich so wieder machen. Im Sommer schalte ich die Ochsner ab. Der Heizstab ist bisher kaum gelaufen. Laut schöngerechneter EnEV habe ich ein KFW80 Haus von 2006.
    Aus der ENEV kann man die Lüftungsverluste und Transmissionsverluste bei min. Temp. herauslesen. Die beiden Werte addiert sollte die WP liefern können. Besser ist natürlich eine genaue Heizlastrechnung. Für WW kann man m.E. ca. 2 KW ansetzten. Keine Heizkörper verwenden, sonst ist eine höhere Systemtemp. notwendig - ungünstig für eine WP.
    Viel Erfolg !
     
  11. #11 gunther1948, 19.04.2012
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    hallo
    und das ist jetzt wirklich ernsthaft gemeint?

    gruss aus de pfalz
     
  12. #12 Muff Potter, 20.04.2012
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    Als erst Hausnummer ist das zumind. ein pragmatischer Ansatz, der bei mir ganz gut gepasst hat. Die genaue Heizlastberechnung dürfte nahe bei diesem Wert liegen.

    Ich bin übrigens fachfremder Ingenieur und habe mich damals in das Thema eingearbeitet und meine Heizlast- und Heizkreisberechnung selbst gemacht.
    Ein funktionierendes und verbrauchgünstiges Heizsystem zeigt mir, dass ich es wohl richtig gemacht habe.
     
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