Leitungen aus Kupfer oder Kunststoff

Diskutiere Leitungen aus Kupfer oder Kunststoff im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Wir stehen im Moment vor der Frage, ob wir unsere Leitungen aus Kupfer oder Kunstoff machen lassen sollen. Der Fachingenieur, der die Heizung...

  1. Kupfermann

    Kupfermann Gast

    Wir stehen im Moment vor der Frage, ob wir unsere
    Leitungen aus Kupfer oder Kunstoff machen lassen sollen.

    Der Fachingenieur, der die Heizung berechnet hat,
    tendiert zu Kupfer. Der Architekt sagt es ist beides möglich.
    Es sind ihm aber Fälle bekannt, wo die Leitungen nicht lange gehalten haben. In den Angeboten der Firmen steht sowohl Kupfer als auch Kunststoff....

    Tja, was nehmen ?

    Danke

    Markus
     
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  3. mg

    mg Gast

    guckst Du hier
    Und schön bis zum Ende lesen...
     
  4. mg

    mg Gast

    ps: wenn der Architekt sagt, dass beides möglich ist, hat er sich sicher bei der Wasserbehörde über die Beschaffenheit des Wassers erkundigt ;)
     
  5. MarkusS

    MarkusS

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    Wir habe Ende August eine neue Heizung einbauen lassen, bei der Gelegenheit wurde auch die Installation erneuert.

    Wir haben uns auf Empfehlung des Installateurs für Kunststoffrohr entschieden.

    Eingesetzt wurde bei uns das System JRG Sanipex - ein Sandwichrohr aus Kunststoff und Aluminium, zugelassen für Trinkwasser und Heizung (und auch für Druckluft - wers' braucht).

    Das Rohr kann einfach geschnitten werden, vom Hersteller gibt es ein Biegewerkzeug mit dem einfach Winkel und Radien hergestellt werden können. Verbindungen werden mit Verschraubungen gemacht - kein kleben oder schweissen erforderlich und die Verschraubungen sind wenn sie mit dem passenden Drehmomentschlüssel angezogen werden dicht (wir hatten keinerlei undichte Stelle bei der Inbetriebnahme). Dadurch dass die Rohre verschraubt sind sind Änderungen jederzeit mit minimalem Aufwand möglich.

    Ein weiterer Vorteil von Sanipex ist dass es im System keine Querschnittsverengungen z.B. an Übergängen oder Verbindungen gibt.

    Die Sanipex-Installation war sogar "billiger" als die günstigste angebotene Kupferinstallation - das Material ist teurer, dafür hat der Sanipex-Installateur nur die halbe Arbeitszeit angeboten (und das auch eingehalten).

    Wir würden jederzeit wieder das Sanipex nehmen.

    Gruss
    Markus
     
  6. #5 Jürgen V., 2. Dezember 2003
    Zuletzt bearbeitet: 2. Dezember 2003
    Jürgen V.

    Jürgen V.

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    So manches System, dass gut und einfach zu verlegen ist, verlangt meistens das eine oder andere Spezialwerkzeug. Im Moment ist für mich die Frage, was nutzt es wenn ich mit einem Systemvorschlag aufwarte und keiner in der Gegend hat das Material zur Verfügung.

    Tendenzmäßig würde ich vorgeschlagen, die Rohr im Rohr-Systeme näher anschauen - Viega, Sanipex, TECE etc., kommt eben drauf an um was es im Detail geht.

    Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach pH-Wert und TOC-Wert.
    Sollte pH über 7,4 liegen darf Kupfer verwendet werden, liegt pH zwischen 7,0 und 7,39 muß TOC kleiner als 1,5mgr/L betragen.
    Nur wenn pH kleiner 7,0 darf kein Kupfer eingestzt werden.
    Sie können natürlich auch Ihren Installateur testen, leider kennen die wenigsten diese wichtigen Werte des betreffenden Versorgungsgebietes. (Danke me. Ahrendt Experte im Forum)

    Die ganz üblen Nachreden bei allen Systemen können Sie wahrscheinlich unter "Verkaufsgetrommel"abbuchen. Jeder Werkstoff hat seine spezifischen Vor- und Nachteile. Den ultimativen Werkstoff gibt es nicht oder er wäre nicht bezahlbar.

    Natürlich lobt jeder Hersteller sein System, die Frage ist, ob Sie einen Verarbeiter in Ihrer Nähe haben und ob der Vorteil bei Ihnen zum Tragen kommt.

    Know-how brauchen Sie bei allen Werkstoffen. Jeder Werkstoff hat seine eigenen Besonderheiten, die bei der Verarbeitung beachtet werden müssen. Bei allen Kunststoffsystemen ist die Wärmedehnung und ihre Folgen das größte Thema. Die Rohrleitungen müssen so verlegt werden, dass die auftretenden Belastungen schadlos aufgenommen werden konnen oder über entsprechende Maßnahmen wie Biegeschenkel und Dämmpolster im für das Rohr und die Verbindung unschädlichen Bereich zu halten. Nachdem diese Forderungen für alle Rohrsysteme (auch für Kupfer etc) gelten, können Sie davon ausgehen, dass das Know-How überall vorhanden sein sollte. Die Rohrhersteller bieten hier umfangreiche Schulungen an und ein guter Handwerker hat seine Mitarbeiter auf seinen Rohrwerkstoff sicherlich ordentlich geschult. Den guten Handwerker zu finden, ist allerdings ein Thema für sich. Auch bei den Handwerkern gibts leider solche...und auch andere...das ist das eigentliche Problem an der Sache.

    Sie sollten sich also bei den Systemen weniger das Rohr an sich anschauen, sondern die Verbindungstechnik und sich danach ihre Meinung bilden. Ich persönlich bevorzuge Rohrsysteme mit vollem Durchgang des Rorleitungsquerschnittes, auch in den Verbindungsteilen und lege wert auf eine zusätzliche Verstärkung im Verbindungsbereich, aber das ist nur meine persönliche Meinung.
    Den einfachsten Überblick erhalten Sie, wenn Sie die verschiedenen Rohrsysteme bei den einzelnen Verarbeiter oder Handwerkern zeigen lassen. Auch sind nicht alle Systeme für beide Gewerke geeignet, das JRG Sanipex-System ist vorrangig für Trinkwasserinstallationen vorgesehen.

    Vereinzelt wurde schon von Problemen (fabrikatsabhängig)durch Geschmacksbeeinträchtigung berichtet.

    Schlußendlich ist und bleibt jedes Materialsystem so gut wie seine Grundvoraussetzungen und die anschliesende Verarbeitung.

    Eine gute Sanitär- oder Heizungsanlage ist von mehr abhängig als von einzelnen Bauteilen, egal ob Kesselhersteller, Rohrleitungssystem oder bestimmtes Heizkörperfabrikat oder Einrichtungshersteller.

    Erst wenn >alle< Bauteile ein rundes System ergeben, dann werden Sie mit Ihrer Anlage zufrieden sein und über Jahre eine problemlose Heizungs- oder Sanitäranlage betreiben.

    Jede Anlage steht und fällt mit einer sauberen Planung der Anlage, vernünftiger Materialauswahl, die die ortlichen Gegebenheiten und Anforderungen berücksichtigt und einer guten Verarbeitung des gewählten Materials.

    Die Suche nach dem passenden Fachmann, egal ob Achitekt, Fachplaner oder Handwerker ist die eigentliche Schwierigkeit oder auch Kunst beim Bauen. Beim Rest hilft eigentlich immer der gesunde Menschenverstand und Informationen gibt es sowieso mehr als genug, hier besteht eh das Problem die Spreu vom Weizen zu trennen.


    Was in Ihrem speziellen Fall für Sie geeignet ist und welche Kosten tatsächlich anfallen, kann Ihnen Ihr Fachmann/Fachplaner vor Ort sicherlich am besten erläutern.



    Mit freundlichen Grüßen

    me.Heizer
     
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