Lichtschacht: Drainage

Diskutiere Lichtschacht: Drainage im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo liebe Forengemeinde, ich habe leider nirgends was zu dem Thema gefunden und wollte nachfragen, ob das, was der Erdbauer da macht, so in...

?

Ist das so in Ordnung?

  1. ja, passt

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  2. nein, das ist völliger Pfusch!

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  3. hmmm... kann man so machen, ist aber, naja xxXXXxxx

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  1. Nupsi

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    Hallo liebe Forengemeinde,
    ich habe leider nirgends was zu dem Thema gefunden und wollte nachfragen, ob das, was der Erdbauer da macht, so in Ordnung ist? Das Drainagerohr ist laut ihm wohl nur lose aufgesteckt.
     

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  2. BaUT

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    Was sagt denn das Bodengutachten über den zeHGW und über die höhe des zu erwartenden Pegels von stauendem Sickerwasser im Bereich des Baukörpers? Und wie versickerungsfähig schätzt der Bodengutachter den vorhandenen Boden ein?

    1,5m Sickerrohr ohne Kiespackung bietet ja kein so großes Einstauvolumen - da sollte das Waser dann wirklich schnell duch den Boden versickern damit es zu keinem Rückstau im KLS kommt.
     
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  3. Nupsi

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    "Der Bemessungswasserstand muss dann auf Niveau der tiefsten Geländehöhe, um das Haus angesetzt werden. Der Bemessungswasserstand kann jedoch durch eine Notdränage herabesetzt werden, um den Bemessungswasserstand auf eine Höhe von 1,5m über der Kellersohle zu beschränken."

    Eine Notdränage wurde vom Erdbauer nicht für notwendig erachtet bzw. nicht thematisiert.

    Als Wiederverfüllmaterial wurde der Aushub verwendet (auch wenn im Bodengutachten steht "Der anfallende Erdaushub aus bindigen und gemischtkörnigen Böden ist für eine Verwendung vor Ort als Erdbaustoff nur sehr bedingt geeignet. [...] Ein bindiger Boden kann aber auch eingebaut werden, wenn auf die besonderen bodenmechanischen Eigenschaften Rücksicht genommen wird. Dann sind die Lagen auf 0,1-0,15m zu verdünnen und die Übergange auf 5-6 Mal zu erhöhen. Es ist geeignetes Verdichtungsgerät zu benutzen. Die Verdichtung muss statisch erfolgen. Der Boden darf weder zu trocken noch zu feucht sein.")

    Auf meine Frage, ob das als Dränage denn reicht meinte er, dass da 2 Eimer Wasser reinpassen würden, das langt. Ich bin da skeptisch.

    BTW: Das Verdichten erfolgte nach meinen Beobachtungen eher sporadisch in >50cm-Schichten.
     
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  4. #4 petra345, 26.10.2020
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    Wohin soll denn das Drainagewasser, das sich im Drainageschlauch sammelt, geleitet werden?
    Bisher sieht es mir so aus, als wenn man in den Lichtschacht und damit nach oben, das Wasser ableitet.
     
  5. BaUT

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    Da geht ja grad so einiges schief! Haben Sie keinen bauleiter, der das Boden-GA lesen kann und eine entsprechende Abdichtung des Gebäudes geplant hat? Der Tiefbauer scheint damit zumindest sehr leichtsinnig umzugehen.
    Im Boden-GA steht:
    Um es mal für Bauherren zu übersetzen: Der Boden ist so schlecht versickerungsfähig, dass mit stauendem Sickerwasser bis Oberkante Gelände inkl. Oberflächenwasser zu rechnen ist!!! Das Gebäude muss also inkl. der Kellerlichtschächte gegen stauendes Sickerwasser abgedichtet werden. Dies gilt dann auch für die Lichtschächte. Diese hätten druckwasserdicht an den Baukörper angeschlossen werden müssen. Die Oberkante der KLS muss dann einige Zentimenter aus der OK Gelände heraus stehen um oberseitiges Überlaufen von Oberflächenwasser in den KLS zu vermeiden. Aufstockelemente (Aufsetzkränze) zur oberseitigen Erhöhung der KLS sind nicht verwendbar, da sie i. d. R. nicht druckwasserdicht sind. Bei einer unterseitigen Entwässerung der KLS in ein Sickerrohr besteht die Gefahr, dass stauendes Waser von unten in den KLS eindringt und dieser so geflutet wird. Wasserdichte KLS sollten unten verschlossen sein und oberseitig eine Abdeckung gegen Tagwasser (Regen) erhalten. Dann brauchen Sie auch keinen Abfluss.

    Von den obigen Abdichtungsanforderungen kann evtl. abgewichen werden, wenn das haus in einer ausgeprägten Hanglage steht, so dass nicht mit stauendem Sickerwasser zu rechnen ist, sondern nur mit abfließendem Oberflächenwasser. Dies müsste dann aber ggf. unter Berücksichtigung einer Dränage sicher gestellt werden (siehe Boden-GA).
     
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  6. #6 Nupsi, 26.10.2020
    Zuletzt bearbeitet: 28.10.2020
    Nupsi

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    Danke für die Antwort.
    Bauleiter vom GÜ gibt's schon. Der Erdbauer hat nun halt als Drainage einfach nur das Rohr unten am Lichtschacht angelegt. Es sind vier Lichtschächte ums Haus. Die Drainage Rohre wurden einfach mit dem Boden überschüttet.
     
  7. BaUT

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    Ist das Haus am Hang gebaut?

    Wenn es nicht in Hanglage gebaut ist und mit stauendem Sickerwasser bis OK Gelände zu rechnen ist (siehe Boden-GA), dann kannst du auf Basis der hydrologischen Verhältnisse des Boden-GA die LS sowieso sofort wieder ausgraben und wasserdichte LS anbauen lassen sonst läuft dir bei Starkregen der Keller voll.
     
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