Linien und Schatten auf neuer Wärmedämmung

Diskutiere Linien und Schatten auf neuer Wärmedämmung im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Im Mai dieses Jahres hat unser 50 Jahre altes Reihenendhaus an der West- und Südseite eine Wärmedämmung bekommen. Es handelt sich hierbei um das...

  1. #1 Basteloma, 12. Dezember 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. Dezember 2010
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    Im Mai dieses Jahres hat unser 50 Jahre altes Reihenendhaus an der West- und Südseite eine Wärmedämmung bekommen. Es handelt sich hierbei um das XXXXXXXXXXX System Mineralwollplatten mit einer Stärke von 14 cm. Die Arbeiten wurden von einem Fachbetrieb ausgeführt.

    Nach Fertigstellung mussten wir feststellen, dass bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit oder auch bei Regen horizontale und vertikale Schatten sichtbar wurden, die nach Abtrockung wieder verschwinden.

    Der Westgiebel ist zweifarbig gestaltet, die große Fläche ist in ganz hellem Beige/Gelb (fast eierschalfarbig), ein ca. 1,20 m breiter Mauerversatz ist mittelgrün gestrichen. Besonders auf der grünen Fläche sind die Linien bei feuchter Witterung selbst aus 100 m Entfernung zu erkennen. Auf der hellen Fläche sind sie auch vorhanden, allerding nicht so deutlich.

    Wir hatten diesen Mangel fotografiert. Das Fotomaterial wurde der Firma XXXXXXX zur Verfügung gestellt. In einem Ortstermin mit dem Handwerker und einem Fachberater der Firma XXXXXXXXX konnten die beiden Herren nur die Schultern hochziehen und uns versichern, dass das wohl technisch völlig irrelevant wäre und keine negativen Auswirkungen auf die Haltbarkeit der Dämmung hätte. Erklären konnten sich die Herren dieses Phänomen nicht.

    Mittlerweile sind nach starken Regenfällen mit Wind von Westen an einigen Stellen auch die runden Platten der Befestigungsdübel zu sehen.

    Nun meine Frage: Hat irgendjemand eine Idee, woran das liegen kann und ob man das noch beseitigen kann. Wir sind natürlich ein bißchen stinkig. Die Maßnahme hat ja auch ziemlich viel gekostet und wenn möglich, sollte auch der optische Eindruck nicht nur bei Trockenwetter gut sein, oder ?

    Vielleicht hat ja jemand eine Idee oder etwas Ähnliches erlebt.

    Die
    Basteloma
     
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  3. #2 Herr Nilsson, 12. Dezember 2010
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    Fotos!

    Hört sich nach Unregelmäßigkeiten im Putz/ den Dämmplattenstößen an.
     
  4. Galaxis

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    Hallo Basteloma,

    wurden die Dübelplatten denn nicht versenkt und mit Isolierscheiben bündig mit der Dämmung abgedeckt?

    Gruß Galaxis
     
  5. #4 Hundertwasser, 14. Dezember 2010
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    So hört sich das an, aber wie sieht das aus? Fotos wären hilfreich. :winken
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 14. Dezember 2010
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  7. hamunaptra

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    ...oder nach Fugen, da wo die Dämmplatten aneinanderstoßen, die dann mit Mörtel geschlossen wurden....oder nach zu dünner Armierungsschicht.....oder die Dübel wurden "versenkt" und dies dann überspachtelt....oder...oder....oder

    FOTOS !!!!:e_smiley_brille02:
     
  8. Galaxis

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    Hallo Basteloma,

    hier Bilder, wie es sein soll und welche Ursachen die "Schatten" an Deiner Fassade haben können.
    Bild 2 u. 3 : Versenkter Dübelteller mittels Setzwerkzeug und Dübelteller- Isolierscheibe.
    Bild 1 zeigt Pfusch. Durch die breiten Fugen und das Nichtabdecken des Dübeltellers ist in diesem Bereich die Armiermörtelschicht dicker als in der Fläche. Durch diese Wärmebrücken bilden sich entsprechende Feuchteunterschiede welche sich auf den Oberputz übertragen und sichtbar werden. Zwischen den Dämmplatten dürfen keine Fugen sein.

    Gruß Galaxis
     
  9. #8 Baumkrone, 14. Dezember 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. Dezember 2010
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    Hallo Basteloma
    welches Dämmsystem wurde verwendet. Gib uns doch ein paar Tipps. Auch welcher
    Oberputz und Spachtelmasse. Ist doch ein Mineraldämmsystem
    als besonders große Tellerdübel nicht versenkt. An Galaxis.

    mfg Peter
     
  10. hamunaptra

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    Welches Dämmsystem, von welcher Firma, spielt doch überhaupt keine Rolle.
     
  11. Galaxis

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    Sorry, ist klar, dann kann Basteloma meinen Beitrag vergessen.
    Vielleicht hilft er einem Anderen.

    Gruß Galaxis
     
  12. Basteloma

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    Erstmal vielen Dank für die Meinungen !
    Zu meiner Schande muss ich eingestehen, dass ich jetzt nicht wüsste, wie man hier Fotos einstellen kann. Also hab ich ein Foto ins Fotoalbum gestellt. Ich glaube, da sieht man die Linien recht deutlich.

    Nochmal zur Erklärung. Es handelt sich um 14 cm dicke, einseitig kaschierte Mineralwollplatten WLG 0035, WDS Dämmputzgewebe 10 cm überlappend in Dünnschichtputz, Zwischengrundierung, Mineralleichtputz 2,5 mm Korn, Schlussanstrich Mineralfassadenfarbe Sigma NCS Thermosan.

    Man hat mir übrigens gesagt, gerade weil die Dübelplatten geringfügig versenkt werden mussten, ist an diesen Stellen der Putz eben etwas dicker und trocknet langsamer ab. Das wäre ja immerhin eine logische Erklärung für die dunkleren Kreise.

    Wenn der Hersteller sagt, dass wohl auch diese Linien ihre Ursache in ungleichmäßig aufgetragenem Putz haben und das in Handwerkerkreisen bei etwas dunklerem Farbton auch bekannt sei, dann frag ich mich doch, warum man Fassadenflächen, die einen dunkleren Anstrich bekommen sollen, nicht von vornherei sorgfältiger putzt.
     
  13. #12 Herr Nilsson, 15. Dezember 2010
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    Also meine liebe Sachbearbeiterin Bastel-Oma, wenn uns der Osterhase jetzt noch verrät in welches Körbchen er das Ei gelegt hat.................
    Dann müssen auch nicht noch 1/2 Dutzend Leute hier weiterraten, obwohl die Lösung bereits offensichtlich geschrieben worden ist.
     
  14. Galaxis

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    Welche Zeit hat man zwischen dem Oberputz auftragen und dem Auftragen der Fassadenfarbe abgewartet?
    Was heißt: " ....und trocknet langsamer ab", nach dem Putzen oder nach einem Regen?
    Im Mai sind auch stärkere Putzschichten nach einer Woche durchgetrocknet.
    Wurde bei der Fabauswahl der Hellbezugswert ( Reflektion des Lichtes in % welches von der Oberfläche reflektiert wird) beachtet? Auf WDVS sollte dieser 25% nicht unterschreiten. Schwarz = 0% weiß = 98%
    Wurde die Fassadenfarbe zweifach aufgetragen? Wenn die Farbschicht nicht "dicht" (zu dünn aufgetragen, Poren nicht verschlossen) ist, wird der Putzgrund feucht, die dickeren Schichten trocknen langsamer. Verschwinden die Streifen nach einiger Zeit ohne Regen wieder?
     
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  16. Basteloma

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    Lieber Stukkateurmeister Herr Nilsson !

    Es täte mir wirklich Leid, wenn ich hier Fachleute unnötig belästigt hätte ! Aber Spass beiseite. Die Antworten auf meine Fragen waren schon hilfreich, gerade weil ich bei dem Ortstermin mit dem Fachberater der Herstellerfirma und dem ausführenden Handwerker eben nicht die richtigen Fragen stellen konnte und erstmal nur zugehört habe.

    Es geht mir auch nicht darum, hier nur auf den Putz zu klopfen. Ich hätte nur gerne ein paar Infos gehabt, welche Ursachen hinter diesen dunklen Linien zu suchen sind und welche Möglichkeiten es jetzt überhaupt noch gibt, die Fassade auch optisch so zu verbessern, dass ich damit leben kann.

    Da mir konkrete Verarbeitungsanleitungen für dieses WDVS nicht zur Verfügung stehen, kann ich natürlich auch nicht nachhalten, ob der Handwerker alles so ausgeführt hat, wie es nach Herstellervorschrift sein muss.

    Deshalb noch ein paar ganz konkrete Fragen:

    Müssen bei der Anbringung von Mineralwollplatten die Befestigungsdübel
    genau so versenkt werden, wie bei Styropor ? Also mit Mineralwolldeckel auf dem Dübelloch ?

    Wie dick muss die Spachtelmasse aufgetragen werden und darf diese vor der Aufbringung verdünnt werden ?

    Ist es normal und selbst bei einer Verarbeitung durch Profis nicht auszuschließen ist, dass die Putzkörnung in der Fläche sehr ungleichmäßig verteilt ist ?

    Könnte man, wenn sich doch irgendwann Risse bilden sollten, die Spachtel-, Putz- und Farbschichten überhaupt wieder entfernen, ohne die Dämmplatten zu beschädigen ?

    Kann und darf der Schlussanstrich mit Silikatfarbe noch einmal mit einer anders zusammengesetzten Farbe übergestrichen werden ? Gibt es geeignete Farben, die die Wasseraufnahme des Putzes verringern ?

    Es würde mich freuen, wenn sich doch noch jemand meiner erbarmen würde ;). Hoffentlich kommt jetzt nicht noch der Spruch: Das hättest Du denn doch lieber Deinem Mann überlassen sollen.....! Der Gute hat leider ebenfalls Null Ahnung von WDSV und mittlerweile resigniert !

    Liebe Grüße
    die
    Basteloma
     
  17. #15 Ralf Dühlmeyer, 17. Dezember 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Wenn die Bauherren keine Ahnung haben, warum wird dann niemand mit Ahnung auf Bauherrenseite engagiert???
     
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Linien und Schatten auf neuer Wärmedämmung

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