Luft/Luft WP in einen EFH (Kwf70)

Diskutiere Luft/Luft WP in einen EFH (Kwf70) im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Guten Abend, ich plane gerade ein EFH. Es soll von der Energieseite die KfW-70 Vorgaben erfüllen. Hier mal einige Eckdaten - 160m²...

  1. sniper98

    sniper98 Gast

    Guten Abend,

    ich plane gerade ein EFH. Es soll von der Energieseite die KfW-70 Vorgaben erfüllen. Hier mal einige Eckdaten

    - 160m² Wohnfläche
    - Fußbodenheizung im EG und im Bad OG
    - Sonst "normale" Heizkörper
    - 57m² Teilunterkellerung, der nicht unterkellerte Bereich soll gedämmt werden.
    - 3-fach Verglasung
    Die Kennwerte der Wände, Fenster, ect. liefer ich nach wenn sie mir vorliegen.

    Jetzt gibt es bei der Heizungsanlage 2 Optionen. Option 1 ist bewährt und "spießig".

    1. Gas Brennwerttherme + 8m² Flachkollektor für Brauchwasser und Heizung auf dem Dach. Für das bessere Klime eine kontrollierte Wohnraum Be- und Entläuftung (Wärmerückgewinnung). 300l Warmwasserspeicher.

    2. Luft-Luft Wärmepumpe mit integrierter Wohnraum Be- und Entläuftung (Wärmerückgewinnung), 200l Warmwasserspeicher. Hersteller Tecalor THZ303 SOL oder Novelan (Bezeichnung noch nicht bekannt)

    Letzter Möglichkeit ist in der Summe 5-7k günstiger. Ich bekomme für beide Varianten eine Energieberechnung im Laufe der Woche. Die will ich dann gerne hier veröffentlichen. Aus Lesen hier im Forum habe ich schon erkannt, dass eine Heizlastberechnung nach DIN für weitere Entscheidungen von Vorteil wäre.
    Aus einer Beispielrechnung eines vergleichbaren EFH konnte man sehen, dass die 2te Variante vom Primärenergiebedarf besser ist. Variante 1 lag gerade so auf der Kante um die KfW-70 Vorgaben zu erfüllen.
    Aber was lohnt sich im Betrieb, was ist praktikabler? Wärmepumpen werden in anderen Ländern viel eingesetzt, auch in den nördlichen Gefilden. Ganz klar zu sagen ist, dass ab -7°C der elektrische Zuheizer bei einer Luft-Luft WP anspringt (Aussage von unserem Architekten). Also für knakig kalte Dauer-Winter ist das nichts.
    Aber hier in Niedersachsen (Osnabrück) sind extreme Winter selten und der Klimawandel trägt positiv dazu bei, also meistens sind die Winter eher nass-kalt an der 0°C Grenze.
    Auf der anderen Seite denke ich, dass eine konvertionelle GasTherme unproblematisch ist und sich bewährt hat, ist aber eben nichts innovatives...
    In das EFH kommt ein Ofen rein..also im Kalten werde ich hoffentlich nicht sitzten... über die kontrollierte Wohnraum Be- und Entläuftung mit Wärmerückgewinnung heize ich so das Haus noch mit.. Mit einer Luft-Luft WP bin ich unabhängig vom Gas. Im Notfall kann ich das gesamte Haus an mein 10kva-Aggi hängen.
    Kernaussage in vielen Threats war: Die THZ 303SOl ist gut, wenn es Probleme gibt hängt es oft mit Problemen in der Plaung oder im Aufbau zusammen?

    Was ich gelesen habe.. und was ich bisher mit meinen Architekten und Bauplaner noch abklären muss.

    - Wegen der niedrigen VL-temp (35°C) müssen die Rohre der FBHz. im 10cm Abstand (bad 5cm) verlegt werden.
    - Funktionieren wegen der niedrigen Vorlauftemperatur die Heizkörper im OG und der Handtuchheizkörper im Bad?

    Was muss ich generell noch beachten? Sorry für meine blöden Frage, aber von Heizung und Haustechnik habe ich wenig Ahnung...

    Danke & Schönes Wochenende

    Dan
     
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  3. sniper98

    sniper98 Gast

    Nachtrag:
    Der THZ 303 SOL hat ja die Möglichkeit nen Kreislauf für Heizungsunterstützung aus Solar anzuschließen. Könnte ich da auch nen Kamin/Ofen mit Wasserkreislauf anschließen?
     
  4. wall

    wall

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    Heizkörper brauchen deutlich mehr als 35 Grad, sonst machen die nicht warm. Spricht gegen die Wärmepumpe und für Gas. Oder überall Fußbodenheizung oder Wandflächenheizung (oder riesige Heizkörper) einsetzen.
     
  5. sniper98

    sniper98 Gast

    Habe ich mir schon gedacht... also wäre es sinnvoll die FB im gesamten Haus zu nehmen.. das Thema muss ich mit Plane noch bereden...
     
  6. wall

    wall

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    Den Flachkollektor auf dem Dach solltest du dir mal durchrechnen (lassen). Eine der teuersten Möglichkeiten, heißes Wasser zu erzeugen. Rechnet sich bei einem gut gedämmten Haus erst ganz, ganz weit in der Zukunft.

    Meist werden die Dinger nur genutzt, um die Gasthermen Enev-kompatibel zu machen. Klappt, aber ist teuer.
     
  7. PlanA

    PlanA

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    Moin,

    leider ist alles teuer, um EnEV und EEWärmeG und dann noch kfw70 einzuhalten. Wobei zumindest im Vier-Personen-Haushalt Solarthermie sicher nicht super effektiv ist, aber die günstigste Variante sein kann.
    Luftwärmepumpen genau planen und rechnen lassen - eine Jahresarbeitszahl von unter 3.0 (sehr wahrscheinlich) bei einem Preisverhältnis von Strom zu Gas von 3 macht diese nicht wirklich sinnvoll (ökoligisch auch nicht, da die Stromerzeugung auch mit dem Faktor 2.6 bis 3.0 erfolgte, daher auch der Preis).
    Bei Solarthermie darauf achten, dass diese nicht überdimensioniert werden, 8m² erscheinen mir da viel, mit unter 5m² könnte es auch reichen, genaue Berechnungen lohnen sich.

    Und warum Kfw-70? Da genauer gucken, lohnt sich auch hin und wieder.
     
  8. sniper98

    sniper98 Gast

    8m² sind angeblich für kfw70 vorgeschrieben?

    Kwf70 ist in dem baugebiet seitens der Stadt vorgeschrieben...
     
  9. fmw6502

    fmw6502

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    Ich lese von einem sehr unrunden Konzept auch wenn einige wichtige Punkte noch unklar sind. Meine Glaskugel sagt mir aber aufjedenfall, daß eine THZ 303 SOL bei Dir zum Stromfresser mutieren wird. Oder anders gesagt, wenn der EnEV-Nachweis für Eff-70 nicht getürkt ist, wird Deine Dämmung deutlich besser als notwendig sein.

    Die eingeschränkte Anwendungsmöglichkeit der Abluft-Wp ist hier schon mehrfach diskutiert worden. Google mal nach "THZ 303 site:bauexpertenforum.de", dann sparen wir uns teuren Serverspeicher für Wiederholungen :)

    Gruß
    Frank Martin
     
  10. sniper98

    sniper98 Gast

    Also doch die Gastherme? Oder was muss ich tun damit sich die Luft WP lohnt?
    Was sollte man in ein kfw70 efh einbauen?
     
  11. alex2008

    alex2008

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    andere Wärmepumpe nehmen. Gibt genügend Hersteller und Modelle auf dem Markt.

    Lüftungsgerät ein Schuh und WP ein anderer Schuh. Gibt einfach mehr Auswahlmöglichkeit
     
  12. fmw6502

    fmw6502

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    Aber erstmal die thermische Hülle fertig planen lassen.
    Kann es sein, daß hier ein Gü/BT plant?

    Gruß
    Frank Martin
     
  13. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Ich würde zunächst mal...

    .. das Gebäude "richtig" planen lassen. Wenn man zwischen den Zeilen liest, dann wirds ein eff70-Haus gerade so über die Technik. Das macht jede WP-Strategie zunichte.

    Und bei den fenstern weiß ich auch was dabei rauskommt: 3-fach mit Ug 0,7 . Und das sind ja ach so tolle Fenster:D

    Schade nur, dass der Rahmen jenseits von gut und böse ist:mauer
     
  14. sniper98

    sniper98 Gast

    Davon gehe ich aus, dass der Plander das kann!

    Hmm, danke, dass man nur tolle Sprüche von machem Experten bekommt aber nichts Konkretes!
    Ich habe keine Ahnung von Haustechnik. Aus dem Grund baue ich schlüsselfertig mit einem Bauunternehmen / Architekten. Für gewöhnlich muss oder sollte man darauf vertrauen, dass er weiß was er tut. Dem scheint, wenn man die Kommentare liest, nicht so zu sein.
    Ich wollte die gesamte Energieberechnung, wenn sie mir in der kommende Woche vorliegt, noch einmal unabhängig prüfen lassen. (jemand aus Osnabrück hier, der sowas kann und versteht? Falls ja, muss man sich mal zusammensetzen! PN bitte an mich!)

    Leider muss ich ein ein dämliches Kfw70 Haus bauen. Ist ne hohle Vorgabe der Stadt, die nur Geld kostet und mir nichts bringt, außer Ärger und Nerven. Die Energieausweise sind eh bei Vielen frisiert und unter Strich sparen die Buden auch nichts (list sich zumindest so mit den bösen E-Zuheizstab). Weil ich das ganz gerne vermeiden möchte, habe ich hier gepostet...
     
  15. sniper98

    sniper98 Gast

    Für die Fenster wird Gesamt U Wert von 1,1 angegeben!
     
  16. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    mit Verlaub...

    ... nen Uw von 1,1 beim eff 70, bist Du sicher, das Dein Planer das kann???

    Aber hier merkt man jede Menge AWG-Hormone. Du willst es nicht begreifen. Dein Haus wird über die Technik gepimpt. Genau wie viele andere. Und dann wird gejammert, daß der blöde E-Heizstab bei diesen Temperaturen sich heiß läuft.

    Und den Spruch:

    dass man nur tolle Sprüche von machem Experten bekommt

    kannst Du Dir ruhig sparen.:irre Wir machen Dir hier keine online-Planung für lau.
     
  17. fmw6502

    fmw6502

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    Ruhig bleiben... Die Bauexperten haben hier noch kein Wort geschrieben.

    MoRüBe zielt wie u.a. auch ich in die gleiche Richtung. Erstmal das Haus fertig planen lassen. Dann kann man:

    a) die energetische Qualität beurteilen
    b) über die Transmissionsverluste bei einer angenommen fiktiven gleichmäßigen Innentemperatur und Euren Klimadaten eine erste Richtungsentscheidung (nicht Auslegung) machen, ob eine LWP überhaupt denkbar ist oder ob man ein xyz-Heizungssystem sinnvoller ist
    c) damit dann den EnEV-Nachweis fertigstellen und schauen ob Eff-70 erreicht wird

    Ggfs. muß man ein paar Schritte zurück und an entsprechenden Schrauben drehen. Sei es bessere Wand-, Dach-, BoPla-Dämmung etc. oder anderes Heizungssystem oder Solarkomponente...

    Es gibt nicht das allzeit funktionierende sinnvolle Eff-70 Konzept.

    Du hast auch eine Konstellation mit dem GÜ wo i.allg. (ja es gibt seltene Ausnahmen) der Arbeitsaufwand für eine individuelle gute Lösung eher beschränkt ist.

    Gruß
    Frank Martin

    PS: 3-fach Fenster mit Uw 1,1 [W/m²K] finde ials nichts weltbewegendes gutes ...
     
  18. sniper98

    sniper98 Gast

    Schreib mir ne PN und wir reden über nen Auftrag falls Du sowas beruflich machst und kannst!
     
  19. sniper98

    sniper98 Gast

    die 2-fach haben 1,1, die 3-fach haben 0,7..sorry verlesen...
     
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  21. R.B.

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    hmmm....hier geht ja einiges durcheinander.

    Also, was haben wir?
    KFW70 Hütte, 160m2, soll mit einer THZ303SOL über FBH und Heizkörper beheizt werden. Über das Haus ist nicht viel bekannt, man kann also vermuten, dass über die LWP die Hütte auf KfW70 schöngerechnet wird. Daran ändern auch die Fenster nichts.

    Kurz und gut, das Konzept taugt nichts.

    Heizkörper sind für WP kontraproduktiv, und die 303 hat zu wenig Leistung für die Hütte, denn die Heizlast wird wohl irgendwo um 6kW liegen. Die Differenz wird dann durch den Heizstab kompensiert, und das wird teuer.

    Lösungsansatz:
    Großflächig FBH und anstatt der 303 mal eine größere Variante in die Berechnung mit einbeziehen.

    Gruß
    Ralf
     
  22. sniper98

    sniper98 Gast

    Danke. Ich schreibe gerade einige Notizen für das Gespräch mit meinen Planer.

    ich dachte mir folgenes:

    - Fakten schaffen. Also Transmissionsverluste etc berechnen.
    - Heizlastberechnung durchführen lassen. Welche Energien benötige ich den jetzt bei 0°C oder bei -10°C.
    - Mit den bekannten Leistungen eine WP auswählen, welche nicht auf der Kante läuft. Evtl. die Dämmung verbessern.
     
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Luft/Luft WP in einen EFH (Kwf70)

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