Luftfeuchte Altbau

Diskutiere Luftfeuchte Altbau im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Nochmal zum Mitmeißeln: Die Nässe muss dort, wo Sie ist, weggeheizt werden.Das geht am Besten mit einer Strahlungsheizung, die direkt auf die...

  1. #41 Fred Astair, 3. Dezember 2017
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    Nochmal zum Mitmeißeln: Die Nässe muss dort, wo Sie ist, weggeheizt werden.Das geht am Besten mit einer Strahlungsheizung, die direkt auf die nasse Stelle ballert. Aber auch nicht so stark und schnell, dass die Fußleisten anfangen zu kokeln. Die Wand muss langsam und tiefgründig aufgeheizt werden, um die Nässe auszutreiben.
     
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  3. #42 Staubsauger, 3. Dezember 2017
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    Ich wollt mal kurz das Feedback geben, dass mir Eure Diskussion hier sehr geholfen hat!

    Nicht, weil ish jetzt eine Lösung hätte, sondern weil ich sehe/verstehe, dass es für die Situation keine eindeutige Lösung gibt. Und das bedeutet, dass der Ausgang einer Streitigkeit in dieser Sache ungewiss wäre ("Vor Gericht und auf hoher See..:), wobei dann meist derjenige die besseren karten hat, der ausreichend finanzielle Möglichkeiten hat - und das ist meist nicht der Mieter...
    Also, kurum: Sachen packen und wegtrollen, es lieber nicht auf einen Streit ankommen lassen.
    Noch möglichst ein paar Beweise sichern, und für den Fall der Fälle ggf. ein paar Argumentationen zurecht legen (unzureichende Belehrung bei Einbau Fenster, unzureichende Belehrung bei versuchter Trockenlegung der Wand in 2003, etc.

    Frustrierend dabei ist jedoch, dass man trotz aller Analyse eigenltich den kürzeren zieht und als mieter eigenltich kaum etwas dagegen unternehmen kann. und wie eine Familie mit 3 personen in so einer Wohnung leben soll, wie die das mit 3 Personen lüftungstechnisch anstellen sollen, ist mir ein völliges Rätsel.

    Die vielleicht sinnvollste Maßnahme hier wäre wohl der Einbau einer kontinuierlichen Wohnruamlüftung (vorausgesetzt wenigstens die funktioniert, wie angenommen...)
     
  4. Manufact

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    Es gibt relativ günstige Infrarot-Heizplatten (T max 60°C), die mit 600 Watt noch einigermassen Verbrauchsmässig bezahlbar sind.
     
  5. #44 Fred Astair, 4. Dezember 2017
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    Besonders wenn man die Chose verursacht hat und sich auf unzureichende und gerichtsfeste Belehrung (Wie wohne ich richtig) zurückziehen kann.
     
  6. #45 Staubsauger, 4. Dezember 2017
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    Ich bin mit der Art Deiner Formulierung mittlerweile recht unzufrieden
    .
    Ich denke nicht, dass Dir alle Informationen vorliegen, um beurteilen zu können, ob das Ding von mir verursacht wurde.

    Während ich in meinen Formulierungen mal Gas rausgenommen habe, bestehst Du mittlerweile, ähnlich wie ich anfangs, immernoch auf Deiner anfänglichen Meinung, dass das Problem mieterverursacht ist. Ich kann Dir versichern, dass das nicht so ist, denn u.a. war die Feuchte von Beginn an in der Wohnung, wie auch oben beschrieben. Im übrigen muss ein Mieter auch kein Bauphysiker/Ing. sein oder sich mit Messequipment ausrüsten, ohne dass das Problem erst garnicht offensichtlich geworden wäre, sondern lediglich den Allgemeinen Erkenntnissen/Anweisungen folgen. Und die die allgemeinen Aussagen, die auf allen möglichen Websiten veröffentlicht werden, besagen nun mal, das, ohne Hinweis auf die Personenzahl oder ähnlichens, 2 maliges Lüften pro Tag ausreicht.

    Es wäre gut, wenn auch Du mal einen Gang zurückschalten würdest.
     
  7. #46 Fred Astair, 4. Dezember 2017
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    Ok, hast ja recht. :bierchen:

    Nur lässt mich meine jahrzehntelange Praxis bei einer optisch intakten Wand, in der keine wasserführenden Leitungen verlaufen und die an der Außenseite auch kein Gesims an der Schadensstelle hat, schwerlich an etwas anderes als nutzerverursachte Kondensationsfeuchte glauben.
    War die Wand bereits zum Einzug feucht, hättest Du das im Protokoll als Mangel vermerken und weiterhin immer wieder nachweisfähig auf Mangelbeseitigung bestehen müssen.

    Zur Nachweisführung messe ich in solchen Fällen die Bauwerksfeuchte an der Oberfläche, bohre dann mit einem ganz langsam laufenden Bohrer erstmal 2-3 cm tief und messe dort und eventuell nochmals 5-6 cm tiefer.
    Aus dem per Leitfähigkeitsmessung ersichtlichen Feuchteverlauf, lässt sich sicher die Verursachungsrichtung feststellen.
    Wird eine anormale Wärmebrücke behauptet, wird bei tiefen Außentemperaturen eine U-Wertmessung an der trockenen Wand vorgenommen und das Gleiche an der nassen Wand. Dann wird die Wand getrocknet und die Messung wiederholt. Bisher war diese letzte Beweisführung noch nie notwendig. Bereits nach den Bohrproben war alles klar.

    Keine Ahnung, wie fit Dein Vermieter ist, aber Du solltest stets davon ausgehen, dass die mehr Erfahrung in solchen Dingen als Du haben.
    Das heißt nicht, dass Du vor Gericht trotzdem obsiegen könntest, weil Richter und Anwälte halt auch keine Bauphysiker sind und teilweise den Mieter als das schützenswerte unwissende Wesen ansehen und im Vermieter den geldgeilen Kapitalisten.
     
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  9. #47 Staubsauger, 4. Dezember 2017
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    :bierchen: ;)

    Hab viel gelernt - dafür nochmal herzlichen Dank!
     
  10. #48 Staubsauger, 7. Dezember 2017
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dezember 2017
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    Ich hab da mal noch einen Interessanten Ansatz:

    Ich habe mal versuchsweise einen Ventilator, 30w und oszilierend, vor die Ecke gestellt.

    Die Ergebnisse fand ich sehr spannend:
    trotz versuchsweise abgesenkter Raumtemp von nur 17 °C (!) liegt die oberflächennahe Temperatur der Ecke bei 15,6°C (dunkelrote/braune Kurve) und die Feuchte von sonst 82-85% auf unter 60%.

    Es war zwar die letzten Tage auch wärmer, als bei der Messung, wo die Oberfläche nicht mal mehr auf 11° kam. Aber bei der momentanen Aussentemp von ca 8° schaffte die Ecke ohne Ventilator nur ca. 13,2°, mit 15,6, was ja schon ein gewaltiger Sprung ist.

    Mache ich mir jetzt was vor, weil der Effekt nur oberflächlich bzw. ein Messfehler ist, oder könnte das auch eine Lösung sein?
    Die Betriebskosten des Ventilators dürften deutlich geringer als die eingesparten Heizkosten sein, UND ich erziele, zumindest nach den Werten, sogar noch eine bessere Trocknung.

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