Luftwärmepumpe mit Holz

Diskutiere Luftwärmepumpe mit Holz im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Wir möchten neu Bauen und sind am grübeln, was denn das richtige Heizungssystem für uns ist. Unser haus soll folgende Daten haben....

  1. #1 Lordzcyber, 26. August 2013
    Lordzcyber

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    Hallo

    Wir möchten neu Bauen und sind am grübeln, was denn das richtige Heizungssystem für uns ist.

    Unser haus soll folgende Daten haben.
    EFH 1,5 Geschossig. 150qm², Fußbodenheizung
    Aktuell 2 Personen + (später 2)

    Fernwärme liegt bei uns nicht an. Eine Tiefenbohrung brachte beim Nachbarn keinen Erfolg.

    Meine Tendenz geht in Richtung Luftwärmepumpe. Ich habe jedoch Bedenken, dass im Winter (siehe letztes Jahr sehr langer Winter) ständig der Heizstab zur Unterstützung läuft und der Stromzähler in die höhe schießt.

    Sind die bedenken berechtigt?

    Ich habe gelesen, dass man auch Kamine oder Holzöfen zur Unterstützung für die richtig kalten Tage nehmen kann.
    Lohnt sich so etwas? Bei einem Ofen brauche ich auch wieder einen Schornstein der mehr kostet. Ich brauche den Ofen und Pufferspeicher. Dann brauche ich holz und es muss zyklisch der Schornsteinfeger kommen.

    Lohnen sich diese ganzen Zusatzkosten überhaupt?
     
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  3. R.B.

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    Wie ist das zu verstehen? Wollten die eine GW-WP aufstellen?

    Ich würde eine LWP nur in sehr wenigen Fällen einsetzen. Eine WP mit Kollektor (Sole, DV) wäre hier wohl die besser Wahl. Alternativ könnte man auch auf ein Pelletkonzept setzen, aber das erfordert dann Schornstein, Pelletlager etc.

    Man kann auch einen Ofen einbinden, aber wie DU schon geschrieben hast, braucht der einen Schornstein, regelmäßiger Besuch vom Schorni, und er macht das Konzept unnötig kompliziert und teuer. Muss man dann noch das Holz zu normalen Preisen zukaufen, dann hat man außer Arbeit nichts gewonnen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Lordzcyber, 26. August 2013
    Lordzcyber

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    Er wollte eine Sole Wasser Wärmepumpe.
    Wir haben ein Grundstück von 700qm²
    mit Haus, Garage, terrase und einfahrt bleiben da vielleicht noch 450qm². Ich habe gelesen man muss die 2-3 fache Fläche der zu beheizenden Räume im Boden verlegen. Das wären dann bei 150m² Wöhnfläche unser ganzer Garten.
    Also kommt das höchstwahrscheinlich auch nicht in Frage.

    Wieso würdest du eine LWP nur in wenigen Fällen einsetzten? Es werden doch aber immer mehr Häuser mit LWPs verkauft?!
     
  5. Jan81

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    Ich habe auch lange über das richtige Heizsystem nach gedacht und bin am Ende bei Gas angekommen. In Momemt würde ich persönlich Gas oder WP mit Flächenkollektor machen. Bei Tiefenbohrung habe ich persönliche Bedenken. Irgendwie gefällt es mir nicht > 80 meter in die Erde bohren und dann auch noch irgendein Beton reingiesen.
    Wie lange hält den eine LWP? 15, 20, 25 Jahre? So lange wird es auch noch Gas geben.
    Setze bei deinem Haus lieber auf mehr Dämmung und weniger teuere Technik.
     
  6. Jan81

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    Nein du brauchst keien 2-3 fache Fläche. Es muss berechnet werden wieviel du braucht. Kommt auf deine Dämmung des Hauses ab und wieviele Personen drin leben. Mehr Dämmung = kleinerer Kollektor.

    Da kann dir aber Ralf einen halben Roman schreiben, wenn er lust hat ;) hat schon so oft dieses Thema gehabt.
     
  7. Jan81

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    Ja genau das habe ich auch gedacht, aber nur weil man mit LWP billig Kfw 70 auf Papier erreicht und auch noch alles so schön gerechnet wird und dann liest man im jeden Forum wie schlecht doch die LWP ist und JAZ gerade mal 2,5 erreicht usw.
    Alles unter ca. 4,0 JAZ taugt keine WP und das schafft keine LWP. Naja es gibt vielleicht 1 oder 2 die es vielleicht schaffen würden, bei Vorlauftemperatur von 32 Grad und verdammt guten Dämmung.
     
  8. R.B.

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    Dann verstehe ich nicht, warum die Bohrung "kein Erfolg" hatte. Besteht der Boden aus so hartem Gestein, dass man mit TNT sprengen müsste? Für mich ist das nicht logisch.

    Die Grundstücksgröße ist schon einmal gut. Wie groß der Kollektor werden muss, das wird nicht pauschal nach x * Wohnfläche dimensioniert, sondern nach der Heizlast des Gebäudes. Formeln die vor 30 Jahren mal gültig waren, als die Heizlast der Gebäude noch viel höher war, sind heute Wegwerfwissen.
    Man muss den Kollektor auch nicht zwingend in der Fläche verlegen. Es gibt viele Möglichkeiten wie man den Kollektor gestalten kann. Vielleicht genügt ja ein Graben mit 1m Breite und 50m Länge, irgendwie auf dem Grundstück verteilt. Das kann man aber erst sagen, wenn die Heizlast bekannt ist.

    Aufgrund der gestiegenen Preise für el. Strom schafft es eine LWP kaum noch wirtschaftlich Wärme zu erzeugen. Die Leistungs- und Arbeitszahl ist dafür einfach nicht gut genug. In der Praxis erreicht man inkl. WW vielleicht eine JAZ irgendwo um die 3-3,5, das ist bei fast 22Ct./kWh für den el. Strom irgendwas um 6,3-7Ct./kWh thermisch. Erdgas gibt es zu vergleichbaren Preisen, Pellets wird günstiger.

    Warum immer mehr Häuser mit LWP verkauft werden? Das ist einfach. Weil´s günstiger wird....aber nur für den Verkäufer.

    Wenn also Erdgas und Pellets nicht in Frage kommen, dann würde ich mal ein Solekonzept oder eine DV planen lassen. Damit dürftest Du dann am besten fahren, zumindest nach aktuellen Energiepreisen. Wie´s in der Zukunft sein wird, darüber kann man nur spekulieren.

    Gruß
    Ralf
     
  9. R.B.

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    Wenn ich gut drauf bin reicht´s auch für einen ganzen Roman. :mega_lol:
     
  10. flo79

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    Heizlastberechnung machen lassen nach DIN (aber richtig)
    Bodengutachten machen lassen

    Ergebnisse hier posten. Dann sieht man weiter.

    700 qm Grund bei 150 qm Haus sind normalerweise ok für einen Flächen/Grabenkolli. Aber genaueres erst nach o.g. Berechnungen.
     
  11. Jan81

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    Genau da liegt das Problem :D kommt drauf an mit wem er baut. Ich habe bis jetzt die Erfahrung gemacht, das die meisten GU/GÜ abstand nehmen von Flächenkollektor, weil man planen muss. Also zuerst muss das Haus geplant werden und dann die Heizung drauf abgestimmt. Tja leider kann man dahinter nicht so einfach eine Zahl schreiben, deswegen funktioniert das so schlecht.
    Genau deswegen nehmen doch die GU/GÜ so gern die LWP. Da wird einfach gern eine größere genommen und wird irgendwie passen, wenn die Heizleistung nicht reicht, dann darf der Heizstab arbeiten.
     
  12. Lordzcyber

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    Gerade bei der Planung des Wirtschaftsraumes wäre es schon vorher sinnvoll zu wissen, was für ein Heizsystem man später verwendet. Denn ein Öltank und ein Warmwasserspeicher nehmen doch etwas platz in Anspruch der kalkuliert werden muss.
     
  13. KyleFL

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    LWP geht natürlich auch ohne Heizstabeinsatz. Es muß nur entsprechend geplant werden. Der Stromzähler schiesst nur in die Höhe, wenn falsch geplant/ausgeführt wird.
    Wie meine Vorredner schon ausgeführt haben: Deutlich besser wäre eine Erdwärmepumpe mit Flach/Graben Kollektor. Je nach berechneter Heizlast des Gebäudes und Bodenverhältnissen ergibt sich dann die Flcähe/Grabenlänge.
    Als Rechenstütze: Eine EWP brauch etwa 20-25% weniger Strom für die gleiche Heizleistung als die LWP.

    Ein zusätzlicher Kamin/Holzofen wird sich bei einer richtig ausgelegten LWP sezhr wahrscheinlich nicht rechnen.



    Cu KyleFL
     
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  15. R.B.

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    Na ja, einen WW-Speicher wirst Du unabhängig vom Wärmeerzeuger benötigen. d.h. dieser Platz muss auf jeden Fall mit eingerechnet werden.

    Und Öltank(s).....wer setzt heute noch auf Heizöl? Ansonsten musst Du halt eine Fläche von ca. 1,5m x 2,5m für die Tanks reservieren. Eine Füllmenge von 3.000 Litern reicht heute für ein EFH locker aus um auch 2 Jahre zu überbrücken. Die Zeiten zu denen 10.000 Liter aufwärts in einem EFH gelagert wurden, sind schon lange vorbei.

    Gruß
    Ralf
     
  16. Dyon25

    Dyon25

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    Die Einbindung eines Holz-Heizsystems zur reinen Unterstützung der normalen Heizungsanlage/ Warmwasserbereitstellung wird sich auf Grund der zusätzlichen Investitions- und laufenden Kosten über die Einsparung des Energieträgers (elektr. Strom) für die WP nicht rechnen. Vor allem bei einer gut ausgelegt und geplanten Erdwärmepumpe mit Flächen- /Grabenkollektor ist eine Zusatzheizung auf Basis von Pellets oder Stückholz eher "Luxus". Es ist daher auch wichtig zu wissen, ob man das Haus nur "warm" bekommen will oder es etwas "mehr" sein darf???
    Denn obwohl eine Zusatzheizung in Form eines Holzofens mMn und rechnerisch nicht wirtschaftlich ist - das Gefühl an besonders kalten Wintertagen den Kaminofen im Wohnzimmer anzuheizen und ein Feuer zu haben: unbezahlbar! Das ist von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich und dem einem ist es wichtiger, dem anderen gar nicht; Beispiel: ein A6 mit Vollausstattung lässt mich kalt - mein Astra reicht völlig aber dafür stecke ich lieber etwas mehr in ein "Schmuckstück" im Wohnzimmer ;)
     
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