Luftwärmepumpe: Split- oder Kompaktbauweise?

Diskutiere Luftwärmepumpe: Split- oder Kompaktbauweise? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wie schon im Thread "Lautstärke" angesprochen, planen wir den Einsatz einer LWP für unsere DHH. Ich war bisher der Meinung,...

  1. Jue01

    Jue01

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    Hallo zusammen,

    wie schon im Thread "Lautstärke" angesprochen, planen wir den Einsatz einer LWP für unsere DHH.

    Ich war bisher der Meinung, dass ein Gerät in Splitbauweise einer Kompaktbauweise vorzuziehen ist. Dafür sprach für mich die Übertragung der Energie von außen nach innen in Form von Kältemittel und die platzsparendere und unauffälligere Bauweise der Außeneinheit.
    Unser GU empfiehlt uns nun, die „geschlossene“ Bauweise vorzuziehen. Nach seinem Kenntnisstand sei diese vor allem langlebiger.
    Eine genauere Erörterung mit unserem Heizungsbauer steht für nächste Woche noch aus.

    R.B. hat in einem anderen Thread mal geschrieben „Wenn es eine LWP sein muss, dann eine Inverter in Split-Ausführung“, das aber nicht weiter begründet….

    Was gibt es denn hier für Meinungen und v.a. auch Einflussfaktoren und Begründungen rund um das Thema Split- oder Kompaktbauweise?
     
  2. cookie

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    Hallo Jue,

    es gibt auch selbstmodulierende Kompaktgeräte die eine kleine Ausseneinheit haben. Bei einer gewissen Heizlast werden die Einheiten allerdings grösser, das ist aber bei den Split-Geräten vom Kälte-Anlagenbauer auch so.

    Wir haben uns für eine Splitgerät mit Inverter vom Kälte-Anlagenbauer entschieden. Das Gerät war günstiger, da wir auf den Pufferspeicher verzichten können, der Puffer ist unser (Zement)estrich.

    Ein Argument war auch, daß der Kältemensch (hoffentlich) schneller da ist, falls mal etwas mit der Anlage ist. Die Heizungsbauer lassen grösstenteils die Anlage vom Werk aufstellen und in Betrieb nehmen. Ob dann auch im Störfall schnell jemand vor Ort ist...

    Einfach ein paar Angebote einholen und vergleichen.

    Grüsse

    Cookie
     
  3. R.B.

    R.B.

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    Das Argument Deines GU ist Quark. Mich würde hier die Begründung interessieren, warum ein Kompaktgerät langlebiger sein sollte. Es werden ja in beiden Fällen die gleichen Bauteile verwendet, und x Meter Kältemittelleitung sind mit Sicherheit nicht anfälliger als x Meter wasserführende Leitungen.

    Ich sehe das Problem eher darin, dass Heizungsbauer meist nichts mit Kältemittelleitungen anfangen können. Die Inbetriebnahme einer "Kältemaschine" ist halt einfach nicht deren Ding, da ist man bei einem Kälte-/Klimatechniker besser aufgehoben.

    Ich kann halt nicht in jedem Thema eine mehrseitige Dissertation schreiben. ;)

    Die Betonung lag bei meiner obigen Aussage weniger auf Split, sondern vielmehr auf Inverter. Man sollte auch daran denken, dass der Begriff "Split" nur darauf hindeutet, dass es ein Außen- und Innenteil gibt, aber es definiert nicht automatisch was in den Teilen verbaut ist. Üblicherweise ist es so, dass die Hersteller dann im Innenteil "nur" den Wärmetauscher, evtl. noch Pumpe für den wasserführenden Kreis, und natürlich die Regelung unterbringen. Es gibt aber auch Hersteller, bei denen sitzt zusätzlich noch der Kompressor im Innenteil.

    Wichtig war mir bei der obigen Aussage also das Wort "Inverter", und bei den meisten gängigen Anlagen handelt es sich dann um Anlagen in Split-Bauweise.

    Die räumliche Trennung hat den Vorteil, dass man nur Kältemittelleitungen verlegen muss. Dafür sind dünnere Leitungen geeignet (kostengünstiger) und auch deren Dämmung ist einfacher und somit kostengünstiger. Das macht sich vor allen Dingen bei längeren Strecken positiv im Geldbeutel bemerkbar. Nicht jeder kann das Außenteil so platzieren, dass er nach 1m bereits im "Keller" oder "Heizraum" ist.
    Bei Anlagen bei denen sich auch der Kompressor im Innenteil befindet, hat man den Vorteil, dass das Außenteil einen geringeren Schallpegel erzeugt.

    Ich für meinen Teil bevorzuge möglichst viele Teile im "Heizraum". Das lernt man aber erst zu schätzen, wenn man einmal bei -10°C Außentemperatur und 40cm Schnee krampfhaft bis in die Nacht hinein einen Fehler gesucht hat.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Julius

    Julius

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    Schon allein die Gefahr des Einfrierens der nach draußen führenden Heizkreisleitungen bei Anlagenausfall würde mich davon abhalten, dort ein Kompaktgerät zu verwenden.

    Wenn Kompakt, dann nur mit Aufstellung im (beheizten) Gebäude.
     
  5. Jue01

    Jue01

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    mmh, ich freunde mich gerade mit einem Gerät an, das wird folgendermaßen beworben:

    "Duale" Luft/Wasser-Wärmepumpe
    "Dual" steht in diesem Zusammenhang für die getrennte Aufstellung der zwei Einheiten der Wärmepumpe: einem Gerät für die Außenmontage und dem Hydraulikmodul für Innen.
    Anders als bei den Split-Wärmepumpen ist der komplette Kältekreis im Außenmodul untergebracht. So können die Wärmepumpen ohne Arbeiten am Kältekreis - also auch ohne Kälteschein - installiert werden...

    Das Ding hat aus meiner Sicht den Vorteil dass es außen relativ kompakt ist und soll zudem recht leise sein (45 dB (A) )
     
  6. #6 fmw6502, 23.06.2012
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    das ist ein sehr großer Vorteil für jeden Heizungsbauer, ob für Dich...
    Denk dran, bei jedem Kältekreislaufproblem muß der i.allg. recht teure Werkskundendienst ran.

    Schau mal lieber ob Du nicht einen Kälteanlagenbauer mit WP-Erfahrung für EFH bei Euch findest.

    Gruß
    Frank Martin
     
  7. Julius

    Julius

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    So ist es.
    Bei dieser Kiste besteht eben genau jenes von mir schon erwähnte Problem.
     
  8. R.B.

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    Das ist doch im Prinzip nichts anderes als ein abgespecktes Kompaktgerät, also ohne integrierte WP Kreis Pumpe (Heizkreispumpe).

    Das Argument von Julius ist korrekt. Passieren kann normalerweise nichts, weil die Regelung das verhindert (Defrost), aber im worst case, sprich wenn die Kiste mal defekt ist, dann ist nach absehbarer Zeit die beste Dämmung der wasserführenden Teile überfordert. Dann hilft nur noch eine Notheizung, meist ein el. Heizband o.ä.

    Frage mal eine Kälte-/Klimafachbetrieb in der Nähe. Die installieren Dir das Teil bis zum Übergabepunkt an den Heizkreis, wo dann der Heizungsbauer weiter machen kann.

    Der Markt an Geräten ist leider so unübersichtlich, da blickt kaum noch jemand durch. Ohne jemanden an der Hand der Ahnung von der Sache hat, stehst Du da auf verlorenem Posten, auch wenn Du noch monatelang im Internet suchst.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Jue01

    Jue01

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    R.B.: ein wahres Wort gelassen ausgesprochen...

    Wenn man so in Foren rumliest, lässt man`s lieber gleich ganz bleiben mit einer WP, Probleme gibts bei jedem Typ und Fabrikat.
    Unser "Problem" ist, dass wir den Heizungsbauer nicht selber raussuchen können, da wir mit GU bauen (mit dem wir bisher grundsätzlich sehr zufrieden sind). Wir haben daher in diesem Punkt leider weniger Entscheidungsspielraum als "freie" Bauherren. Vielleicht ist das auch gut so, denn wie R.B. ja schreibt, ist man als Laie aufgeschmissen. Dann wirds halt das, was der GU vorsieht und fertig...
     
  10. Julius

    Julius

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    Nein!
    Beim Bauen mit GU gibst Du mit Deinem (externen) Planer vor, was und wie ausgeführt wird.
    Der GU darf dann noch entscheiden, welchen Unterauftragnehmer er wählt.

    In Deinem Fall müßte er eben (wenn Du ein Splitgerät bestellst) neben dem Heizi noch einen Kälti hinzunehmen.
    Wo ist also das Problem?

    Oder ist es etwa gar kein GU, sondern z.B. ein Bauträger?
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Wobei die Probleme meist weniger mit dem Gerät an sich zu tun haben, die funktionieren üblicherweise so wie in den Datenblättern auch beschrieben. Was oft unterschätzt wird, so eine "Heizungsanlage" besteht halt nicht nur aus einem Wärmeerzeuger. Erst wenn die Planung passt und dann alle Komponenten so spielen wie geplant, kann man zufrieden sein.

    Wirklich GU? Was sagt dann Dein Architekt zu der Sache?

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?7445-Wer-baut-mit-wem

    Gruß
    Ralf
     
  12. Jue01

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    ok, ja GÜ ist demnach richtig.
     
  13. #13 ThomasMD, 23.06.2012
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    Aber auch da bestimmt der Bauherr die Musik und der GÜ hat sich auf Verlangen links- oder rechtsrum zu drehen.

    Ist es nicht vielleicht doch ein Bauträgervertrag?
     
  14. Jue01

    Jue01

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    Nein, wir sind sehr frei in allen Wünschen und die Abstimmung mit dem GÜ klappt auch sehr gut. Trotzdem ist es natürlich etwas weniger transparent, als bei einer "freien" Ausschreibung der Gewerke. Und der GÜ hat eben auch seine "Handwerkergruppe", mit denen er bevorzugt zusammen arbeitet.
     
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