Mängel nach Umbau mit Architekt

Diskutiere Mängel nach Umbau mit Architekt im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, wir habe gerade einen Praxisumbau hinter uns (unter Bauleitung eines Architekten) die Wände wurden komplett mit matter Latexfarbe...

  1. AnjaM

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    Hallo,
    wir habe gerade einen Praxisumbau hinter uns (unter Bauleitung eines Architekten) die Wände wurden komplett mit matter Latexfarbe gestrichen
    (Vorschrift: die Wände müssen abwaschbar sein)
    Komischerweise ist diese "wasch und scheuerbeständige Farbe" aber extrem kratzempfindlich! Nach einem Tag Praxisbetrieb sind die Wände im Wartezimmer durch die Stühle total zarkratzt!
    Welche Möglichkeiten habe ich zu überprüfen ob überhaupt Latexfarbe verwendet wurde ohne gleich einen teuren Gutachter zu bestellen?
    Mit dem Architekt stehen wir übrigens auf Kriegsfuß weil es noch mehr Mängel gibt: nach 2 Tagen mehrere Risse in den neuen Decken (daran sei der Hausbesitzer Schuld), Elektrik und Wartezimmer waren nicht fristgerecht fertig. Es wurden falsche Fenster bestellt weil sich der Architekt auf die Maße des Hausbesitzers verlassen hat (das sei so üblich, er wollte uns das teure Nachmessen ersparen)
    Wir sollen uns das Geld für die Fenster beim Hausbesitzer einforden.
    Organisation und Absprachen Architekt-Handwerker waren extrem Schwierig, die Handwerker haben sich alle über mangelhafte Absprachen beschwert.
    Achja, der Fliesenleger wurde bei der Ausschreibung und beim Kostenvoranschlag glatt vergessen.
    Ich befürchte das sich in nächster Zeit noch andere Fehler zeigen werden.

    Was sollen wir tun?

    Ist es sinnvoll einen Anwalt einzuschalten?

    Finanziell sind wir langsam am Rand der Möglichkeiten!!!!
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 12. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    MfG
     
  4. AnjaM

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    Hallo und Danke für die schnelle Antwort!
    Der Haubesitzer hat das Haus ursprünglich als Lagerhalle gebaut und nachträglich selbst in Wohnraum umgebaut.
    Ich habe den Zettel des Architekten gerade nicht greifbar, er hat das Problem auch begründet und schreibt etwas von nicht sachgerecht angebrachten Platten und Kreuzstößen.
    Er beschrieb auch genau wie das zu beseitigen sei, erweitern der Risse, auffüllen mit Kunstharz, usw. Wer das bezahlen soll hat er nicht erwähnt. Komischerweise erfahren wir das alles erst nachdem die Schäden aufgetreten sind! Der Trockenbauer hat übrigens die Schultern gezuckt und gesagt dass er das erwartet habe.
    Womit die Wände verputzt wurden weiß ich leider nicht. Es sind neue Stellwände
    die auch von der Firma instaliert wurden die dann auch gestrichen hat.
    Der Instalateur hat gesagt dass der Architekt die Planung für die Toilette mehrfach geändert habe und das deswegen nicht alles rechtzeitig fertig sei, er habe die falschen Armaturen bestellt. (Nach Anweisung des Architekten)
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 12. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Wie jetzt...

    War die Decke vorher schon drin (dann könnte der Architekt ja wirklich nichts dafür, wenn die Decke nicht erneuert werden soll) oder hat er zugesehen, wie ein Trockenbauer Kreuzfugen und anderen Pfusch einbaut???
    Ist denn für die Nutzungsänderung mal ein Antrag gestellt worden ????
    MfG
     
  6. Bauwahn

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    Hat der Trockenbauer das auch VOR der Ausführung gesagt?
     
  7. AnjaM

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    Hallo, die Decke war schon drin , die Mängel hat der Architekt beim Umbau gesehen, aber nichts gesagt.
    Die Nutzungsänderung wurde übrigens genehmigt.
     
  8. AnjaM

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    Vor dem Umbau hatte ich noch keinen Kontakt mit dem Trockenbauer, er behauptet aber dass der Architekt bescheid wußte.
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 12. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Woher wissen Sie, daß der Architekt Kenntnis von den Mängeln hatte? Nur deswegen :
    Wie lautete denn der Auftrag an den Architekten.
    Umbau in den vorhandenen Räumen unter Erhalt der Decke.
    Oder
    Umbau bei gleichzeitiger Sanierung aller vorhandenen Mängel
    Wohl eher ersteres, auch weil ja ein Mietobjekt.
    Was hätte der Architekt denn machen sollen? Ihnen sagen - die Decke taucht nix - ? Und dann? Die Decke gehört dem Vermieter, kann also nicht ohne weiteres von Ihnen verändert werden (ausser es stünde so im Mietvertrag)
    Und selbst dann - wohin mit den Kosten?
    Sollte der Architekt wirklich davon gewußt haben, hätte er sicher mitteilen sollen, aber Schuld hat er dann an den Rissen nun wohl wirklich nicht.
    MfG
     
  10. Baumal

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    was hat der trockenbauer an der decke gemacht welche schon drin war?
    oder hab ich jetzt was falsch verstanden?
     
  11. AnjaM

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    Der Architekt hat das Problem gesehen weil in den Decken bereits Risse waren,
    außerdem wurden die Decken teilweise freigelegt, neu verspachtelt und gestrichen.
    Was mich an der Geschichte ärgert ist die mangelnde Information!
    Vieleicht hätte man das Wiederauftreten der Risse verhindern können?
    Jetzt müßten die Decken aufwändig saniert werden.
    Was mache ich mit den kratzempfindlichen Wänden?
     
  12. Bauwahn

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    Das beste wäre eine Schutzleiste (Holz, Acrylglas oder was anderes) an die Wand zu dübeln, in Höhe der Stuhllehnen, ist vielleicht nicht das allerschickste (wobei, da kann man sicher noch was machen), aber in 1000en Arztpraxen bewährt. Auch wenn es die beste aller Farben wäre, käme sie nicht an das System ran.

    Gruß

    Thomas
     
  13. AnjaM

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    Danke für die Antwort, :)
    das mit der Leiste habe ich mir auch schon überlegt.
    Aber müßte die Wand nicht eigentlich stabiler sein? Ich denke dass an anderen Stellen durch den Publikumsverkehr noch mehr Kratzer auftauchen werden.
    Apropos: womit kann ich die Wände neben den Waschbecken nachstreichen damit sie besser zu säubern sind?
     
  14. Bauwahn

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    Evtl. die Farbe nochmal überprüfen. Fabrikat(e) und Verarbeitung nennen lassen, Untergrundeignung, Vorbehandlung etc. beim Hersteller nachfragen.
    Für stärker beanspruchte Wände hätte ich vorher Glasvlies kleben lassen, daß Putz oder Gipskarton nicht mit verkratzt werden.
    Beim Waschtisch bin ich jetzt überfragt und Spezialist Hundertwasser ist im Urlaub (ohne meine Genehmigung :cry).

    Gruß

    Thomas
     
  15. AnjaM

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    Ich kann mich erinnern dass auf den Farbeimern ein Elefant war..
    welche Marke ist das?
     
  16. bauworsch

    bauworsch Gast

    Éin bunter Elefant ist bei Caparol drauf
     
  17. JDB

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    Ich vermute genau das Gegenteil ist der Fall...
     
  18. Bauwahn

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    Hast Recht,

    war eine Verwechslung :o
     
  19. Lukas

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    Spezialist ist im Hundertwasserurlaub.

    Urlaub, Spezialist ist im Hundertwasser .

    Hundertwasser, Spezialist ist im Urlaub.

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  21. Bauwahn

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    Lukas, ein heimlicher Verehrer des Dadaismus?
     
  22. #20 alpinveris, 15. Oktober 2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. Oktober 2008
    alpinveris

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    Hallo AnjaM,

    Bei Innenwandfarben unterscheidet man u. a. zwischen den Nassabriebklassen nach EN 13300. Wenn die Vorschrift heißt: „die Wände müssen abwaschbar sein“, dann müsste nicht einmal eine Latexfarbe verarbeitet werden. Eine ordentliche Dispersionsfarbe erfüllt das Kriterium der „Waschbeständigkeit“ ebenfalls. Wenn es aber heißt: „scheuerbeständig“ Klasse 1/2, dann hätte eine seiden/glänzende Latexfarbe verarbeitet werden müssen. Einen Tipp wie Sie dies überprüfen können was nun verstrichen wurde, kann ich leider nicht geben, da sich eine matte Latexfarbe nicht großartig von einer Dispersionsfarbe abhebt. :mauer

    Kratzer an der Wand:
    Eine Wandfarbe, egal ob auf Dispersions- oder Latexbasis ist unabhängig von ihrer Nassabriebfestigkeit in keiner Weise gegen mechanische Einwirkungen geschützt bzw. resistent. Besonders nicht im Bereich der Stuhllehnen. Hier helfen z. B. Wandschutzsystem welche zwischen Stuhllehne und Wand angebracht werden. Oder Wartezimmerstühle die so gebaut sind, dass die Stuhllehne mit der Rückwand nicht in Kontakt kommen kann. Dies wird i. d. R. durch ein zur Rückwand weit ausladendes Fußgestell erreicht, welches den Stuhl von der Wand fern hält. Dies hat dann meistens auch noch einen zweiten Vorteil --> der Kopf des Patienten wird auch etwas von der Wand ferngehalten. Das hilft die häßlich dunklen "fettflecken" an der Rückwand zu vermindern. Ich habe aber auch schon in Praxen gesehen, dass auf dem Fußboden Holzleisten befestigt wurden, welche die Funktion erfüllten, dass der Stuhl weit genug von der Wand weg steht. Diese Lösung hat mir aber noch nie gefallen.

    Ein zweiter Punkt, der dazu geführt haben kann, dass die Wände nach kurzer Zeit zerkratzt ausschauen ist wahrscheinlich darauf zurück zu führen, dass nach dem Praxisumbau die Praxis wieder eingeräumt und hergerichtet wurde. In dieser Phase müssen die Wandflächen mehr abhalten als in einem ganzen Jahr Praxisbetrieb. Da hilft nur eines, kurz vor der Praxiseröffnung mit dem Farbeimer und Pinsel durch die Praxisräume laufen und die Wände ausbessern. Dies geht schneller als gedacht, außer es wurden viele verschiedene Farbtöne verwendet. Dann wird es ein wenig aufwändiger....
    --> Es lohnt sich aber immer noch etwas Farbe aufzuheben, um später Nachbesserungen vornehmen zu können. (Achtung: Irgendwann vergammelt aber die Farbe im Eimer.)

    Ein paar Infos zu möglichen Innenfarben in Arztpraxen: XXX
    Bei den restlichen Problemen wünsche ich viel Erfolg und eine baldige Lösung. (Risse in der Decke lassen vielleicht auf eine schlecht ausgeführte Unterkonstruktion deuten. (Rasterabstand, Befestigungsmaterial, Profile Metall/Holz, ……)

    Mit besten Grüßen
    alpinveris :28:
     
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