Mal was anderes zur Energiewende

Diskutiere Mal was anderes zur Energiewende im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Ein seeehr schön zu lesenendes Essay zum Thema Energiewende. Ab Besten finde ich den Begriff "Strom aus der Tschechdose"....

  1. #1 nachttrac, 13.03.2012
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  2. R.B.

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    EEG Rev. 1.2

    Und es geht weiter, unaufhörlich.

    http://wirtschaft.t-online.de/strompreise-werden-wohl-abermals-deutlich-steigen/id_55881518/index

    Tante Angela wird aber dieses Problem sicherlich auch noch lösen. Dann findet sich auf der Stromrechnung halt einer neuer Punkt "EEG 2" oder so ähnlich. Damit ist sie fein raus aus der Geschicht, denn ihr "EEG 1" wird die 3,6Ct./kWh nicht überschreiten, und den Rest satteln wir halt auf EEG 2 drauf.

    Man beachte, die EEG Umlage klettert dann auf bis zu 5,2Ct./kWh. Der Strom selbst wird aktuell an der EEX zu etwa 4,4Ct./kWh gehandelt.

    Ich würde sagen, für den Endkunden (Stromkunde) sind die 30Ct/kWh in greifbare Nähe gerückt. Bald ist es so weit. Aber was soll´s, Hauptsache wir haben die Welt gerettet.

    Gruß
    Ralf
     
  3. #3 Mikalaya, 25.04.2012
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    so schnell ist der Kölner für Solarstrom ;)
     
  4. #4 Liebste, 25.04.2012
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    Lieber jetzt ein paar Cent mehr für die kWh als später Millionen, um die Folgen des Klimawandels, der durch dein Einsatz von ausschließlich nicht erneuerbaren Energien entstünde, zu mildern. Wir müssen alle was machen, jeder bei sich, dann ist schon viel getan!
     
  5. #5 ReihenhausMax, 25.04.2012
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    Ist halt die Frage, wie man fürs gleiche endliche Geld am meisten Effekt bekommt. Vielleicht würde man ja mit einer Abwrackprämie (auch wenn ich solche Geschenke generell für Schwachsinn halte) für Kühl- und Gefrierschränke mehr Strom einsparen als wenn man das gleiche Geld als
    Subvention für PV Anlagen ausgibt. Wir haben erstmal ordentlich gedämmt und hab ich unserem Kühl- und Gefrierschrank im Keller (wohl um A rum) eine Styropordämmung verpaßt, die etwa 30% Stromeinsparung bringt (über je 3 Tage gemessen, mehrere Werte).
     
  6. #6 nachttrac, 25.04.2012
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    Die 80 Mio Einwohner Deutschlands machen ca 1% der Weltbevölkerung aus. Ich sehe nicht ein mir eine Energiesparlampe kaufen zu müssen, wenn auf der anderen Seite des Teiches Las Vegas mit gefühlten 2 GW angestrahlt wird.
     
  7. R.B.

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    Schöne Theorie, aber wie soll die Praxis aussehen?

    Die EEG Umlage hat mit Klimawandel gar nichts zu tun. Hier wird unter dem Deckmäntelchen der Ökologie schlichtweg umverteilt. Die Leidtragenden sind diejenigen die von den Nachteilen hart getroffen werden, die aber von den Vorteilen nicht profitieren können. Oder anders ausgedrückt, diejenigen die sich eine PV Anlage nicht leisten können, aber ständig steigende Strompreise bezahlen müssen.

    Die Entwicklung der Energiepreise wird dazu führen, dass viele Menschen sich Energie irgendwann nicht mehr leisten können. Wir gehen also zurück zu einer Zeit, in der nur 1 Zimmer im Haus beheizt wurde, Kerzen anstatt el. Licht, und der Kühlschrank wird auch noch entbehrlich.

    Gruß
    Ralf
     
  8. #8 nachttrac, 25.04.2012
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  9. #9 dquadrat, 25.04.2012
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    @liebste, welcher klimawandel und welche folgen?
     
  10. #10 ReihenhausMax, 25.04.2012
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    Zum Beispiel den, den die Rückversicherungen (eine Versicherung, die andere
    Versicherungen deckt) durchaus ernst nehmen:

    http://www.munichre.com/de/group/focus/climate_change/research/default.aspx
     
  11. Lukas

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    Wann bekommt die Kirche eigentlich mal mit, daß es sich bei der Behauptung des menschlichen Einflusses auf das Klima um Blasphemie handelt? :D
    Scheinbar verdienen die wohl mit an dieser schönen neuen Religion.

    Gruß Lukas
     
  12. #12 ReihenhausMax, 25.04.2012
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    Ach ja, ist doch schön, daß alle so einen tollen naturwissenschaftlichen und mathematisch/statistischen Hintergrund haben, um bei Klimafragen kompetent mitreden zu können und nur die überwältigende Mehrheit der einschlägigen Wissenschaftler keine Ahnung hat ... Vielleicht können die ja wenigstens Laminat verlegen ;-)
     
  13. #13 Schnabelkerf, 25.04.2012
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    Wenn diese 1% den restlichen 99% vormachen wie man ein Hochtechnologieland komplett auf regenerative Energien (ohne Atom, Kohle etc.) umstellt und mit dem Export dieser Technologien noch Geld verdient dann könnte es doch sein das die 99% das nachmachen. Und so irgendwann 100% inkl. Umwelt glücklich sind. Garantien dafür das das klappt gibt es keine, nur die Garantie das es nichts wird wenn man es gar nicht erst versucht.

    Ich für meinen Teil halte es für sinnvoller dieses Ziel zu unterstützen auch wenn es mir kurzfrisitige monetäre Nachteile bringt als das ich es sabotiere und am Ende als Rechthaber im Treibhaus zu sitzen bzw. eher meine Kinder und Enkel.

    Über die Mittel mag man streiten und nicht jedes Gesetz oder jede Subvention ist richtig. Aber wie kann man bei alle den Problemen und Zukunftsgefahren das Ziel der Energiewende an sich in Frage stellen und jede Unterstützung verweigern?
     
  14. R.B.

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    Du meinst wohl, "Wenn diese 1% den restlichen 99% vormachen wie man einen Hochtechnologiestandort gegen die Wand fährt"......

    Es ist völlig sinnfrei Technologien zu subventionieren wenn sich diese nicht irgendwann am Weltmarkt behaupten und selbst finanzieren können. Wie das schief gehen kann, das sieht man an der PV Branche. Diese war in DE ohne Subventionen noch nie überlebensfähig. Man könnte auch behaupten, das war eine riesige ABM.

    Auch wenn nach den kommenden Kürzungen der Zubau stark abnehmen wird, werden wir für die bisher installierte Leistung noch die nächsten 20 Jahre sehr viel Geld aufbringen müssen, und das für eine Technologie die es nur mit viel Mühe schafft gerade mal 3% unseres Jahresbedarfs an el. Strom zu decken.

    Es ist für ein Hochtechnologieland so gut wie unmöglich den Strombedarf drastisch zu senken, und ob 600TWh oder 500TWh p.a., das spielt hier keine Rolle. Man kann sowieso davon ausgehen, dass der Energiebedarf an el. Strom in Zukunft eher noch steigen wird, trotz Energiesparmaßnahmen. Dann reden wir also eher von 700TWh (von Elektromobilität und so Dingen mal ganz zu schweigen).

    Wie sieht die Lösung also aus?

    Das kann man schön an den Zahlen zum Energietransport sehen. So haben wir die Stromimporte aus F um 30% erhöht und gleichzeitig unsere Exporte nach F um 80% reduziert. Abgesehen von 2 oder 3 Ländern denen wir im Sommer unseren überschüssigen Solarstrom auf´s Auge drücken, kaufen wir bei den anderen vermehrt Strom ein. Ob CZ oder DK, oder...., von überall kaufen wir vermehrt Strom ein, und das ist keinesfalls schöner grüner Strom.

    In 2011 haben wir ca. 32TWh an Atomstrom "verloren". Das wurde fast komplett durch Stromimporte kompensiert, den Rest durch die bösen Braunkohlekraftwerke die man wieder an´s Netz gehängt hat, und die man vor nicht all zu langer Zeit noch wegen ihrer schädlichen Auswirkungen auf das Klima stillgelegt hatte.

    Es tut mir leid, aber ich sehe hier keinen Fortschritt, ganz im Gegenteil. Der Stromkunde zahlt ständig mehr, hat aber davon keinen Nutzen, und dem Klima hilft es auch nicht.

    Gruß
    Ralf
     
  15. #15 Schnabelkerf, 25.04.2012
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    Noch exportiert Deutschland mehr Strom als es importiert. Und der Anteil der regenaritven Stromerzeugung wächst stetig. Der bisherige rasante Anstieg wurde bei allen bisherigen Prognosen stark unterschätzt. Wer weis ob das so nicht weitergeht. Klar sind die PV Subventionen daran mit"schuld". Aber ich zahle lieber dafür als für andere "ABMs" wie die Abwrackprämie.
     
  16. R.B.

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    Wir reden hier von 3,7TWh in 2011, wobei ein Großteil davon noch aus den (Winter)Monaten vor Abschaltung der AKW liegt (Lieferungen in die Schweiz und Österreich) und der Rest ist der Gratisstrom den wir im Sommer nach Österreich und Polen liefern, wobei Polen bereits damit gedroht hat, diese Strommengen nicht mehr abzunehmen, weil sie ständig ihre Kraftwerke regeln müssen, nur damit wir unseren Solarstrom loswerden. Keine Ahnung wieviel Geld wir uns das kosten lassen, dass wir dort den Strom versenken dürfen.

    Noch mehr PV Zubau sorgt für weitere Spitzenüberschüsse die wir nirgendwo mehr unterbringen. Dann sollte man die Einspeisevergütung komplett streichen, denn wenn jemand etwas produziert das niemand braucht, dann bekommt er dafür auch kein Geld. Wir dürfen nicht alle Grundregeln des Marktes außer Kraft setzen, sonst fliegt uns das um die Ohren.

    Es war Zeit, dass man auch für Anlagen ab 30kW eine Abschaltmöglichkeit vorsehen muss, das müsste auch auf Anlagen ab 10kW oder gar darunter ausgedehnt werden. Es gibt heute bereits Probleme in Netzen, dass die Toleranz der Netzspannung überschritten wird. Wer zahlt mir für einen Schaden wenn dadurch bei mir Elektrogeräte kaputt gehen?

    Gruß
    Ralf
     
  17. #17 mastehr, 25.04.2012
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    Nehmen wir mal an, dass diese Aussage stimmt. Wie sieht denn die finanzielle Seite aus?

    Strom kann man leider nicht so einfach wie Autos im- und exportieren, sondern Strom muss genau zu dem Zeitpunkt erzeugt werden, wenn er gebraucht wird. Es kann sogar sein, dass für die "Entsorgung" überschüssigen Stroms bezahlt werden muss. Wenn wir dann zu Zeiten, zu denen in Deutschland zu wenig Strom produziert wird, wieder Strom importieren müssen, werden erheblich Aufschläge notwendig.

    Das Problem an Photovoltaik und Windstrom ist die schlechte Vorhersehbarkeit der produzierten Menge. So lange Strom nicht vernünftig speicherbar ist, bleibt das ein Problem.
     
  18. #18 Metallurge2012, 25.04.2012
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    Es soll sogar große deutsche Unternehmen geben, die bereits jetzt Stillstände Ihrer Produktionslinien aufgrund solcher Instabilitäten des Netzes erleben. Die denken ernsthaft darüber nach, ihre Produktion in Länder zu verlegen, wo ausser Ihrem Werk dann niemand am Kraftwerk hängt bzw. sie ausreichend Druckmittel haben dem Netzbetreiber gewisse Stabilitätsvorgaben zu diktieren. Also durch Deindustrialisierung kann man den Stromverbrauch in Deutschland auch deutlich senken...
     
  19. #19 Achim Kaiser, 25.04.2012
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    Braunkohle statt Atomstrom ... nein .... ich sag nichts dazu aber wenn ich was dazu sagen würde .... es würde gelöscht :-)
     
  20. R.B.

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    Bei uns ist es so, dass man keinen Sonnenstandsmesser mehr benötigt, es genügt wenn man die Netzspannung überwacht. Schwankungen von 15V oder kurzzeitig auch über 20V sind fast schon normal. Auf L1 hatten wir auch schon Spitzen > 260V.

    Gruß
    Ralf
     
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