Mauerkasten (elektronisch gesteuert)

Diskutiere Mauerkasten (elektronisch gesteuert) im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Hallo Luftexperten, wir hätten gerne in der Küche eine Dunstabzugshaube mit Abluft durch einen Mauerkasten. Da wir einen Neubau mit...

  1. #1 Juergen12345, 12. Januar 2006
    Juergen12345

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    Hallo Luftexperten,

    wir hätten gerne in der Küche eine Dunstabzugshaube mit Abluft durch einen Mauerkasten. Da wir einen Neubau mit Lüftungsanlage haben, suche ich einen Mauerkasten, der elektronisch geöffnet und geschlossen werden kann
    Im deaktivierten Zustand der Dunstabzugshaube würde so die Luftdichtigkeit erreicht werden.

    Hat jemand eine Idee oder ein Produkt, daß uns weiterhelfen kann?

    Gruß
    Juergen

    PS: Ich weiß, daß dies aus energietechnischen Gründen keine optimale Lösung ist! ABER, manchmal haben die Bauherren-Frauen einfach recht -) auch öfter -)
     
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  3. #2 Juergen12345, 12. Januar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2006
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  4. Calimero

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    ..genial und anscheinend die einzige Lösung für dieses Problem

    Hallo,

    bin grad auch auf der Suche und werde das Teil mal bestellen und einbauen.
    Hast Du schon Erfahrungen damit gemacht ?
     
  5. #4 Juergen12345, 21. Januar 2006
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    Calimero,

    mein Küchbauer meint, daß das Teil ziemlich robust ist.
    Erfahrung haben wir noch keine, nur bestellt.....
    Mal gucken wie es im Alltag funktioniert.

    Gruß
    Juergen
     
  6. Calimero

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    ...ja, ich bin auch gespannt

    ich hab Ihn auch bestellt und der Küchenbauer hat erst einen eingebaut, war aber auch ganz angetan davon.

    Eine Alternative hätte es noch gegeben, die viel billiger gewesen wäre. Es gibt aus dem bereich Schornstein - Abzüge... ja auch die verpflichtung zum geschlossenen Schornsteinabzug. Daher gibt es dort Verschlusskappen, die genauso funktionnieren, wie die Berbel. Die sind deutlich billiger, sollen gebnauso funktionnieren, war mir aber zu häßlich und zu viel Bastelkram.

    Hast Du Dir schon überlegt, wie Du das Teil innen dichten willst ? Anschluss an die Innenwand/Putz ? Ich habe jetzt 2 Wochen versucht, jemanden aufzutreiben, der überhaupt weiss, was eine Luftdichte Gebäudehülle ist. Architekt wußte ,was es ist, meint aber, das gilt nicht für Ablufthauben(wie sinnvoll), alle anderen machen ein Loch, die meisten stemmen es sogar ohne Rücksicht auf die Steine und schäumen es mit PU Schaum aus.

    Ich lasse eine Kernbohrung machen, nicht weil es nötig ist, sondern weil ich es gerade haben will, dann wollte ich mit Fliess und wahrscheinlich dem Rest Granitfliesenkleber das Loch auskleiden, dann innen dichten, schäumen, aussen Kompriband.

    P.S.:
    Das andere Teil nennt sich Verbrennungsklappe und ist von Kutzner Weber
    http://www.kutzner-weber.de/download/?verbrennungsluftklappe.pdf
     
  7. #6 Juergen12345, 24. Januar 2006
    Juergen12345

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    Lustig

    Die gleiche Frage haben mir uns auch gestellt....

    Wir werden auch eine Kernbohrung (160mm) machen.
    Mit der luftdichten Abdichtung bin ich mir noch nicht ganz sicher.->
    Um das Rohr etwas Dämm-Material, dann mit Kleber abdichten, und ordentlich verputzen...hört sich für mich erstmal ok an.

    Theoretisch könnte man bestimmt noch die Dampfdichtigkeitsfolie vom Dach nehmen, mit SIGA-Rissan-Klebeband am Mauerkasten befestigen und die Folie dann mit verputzen.....

    Vielleicht hat ja jemand aus dem Forum noch eine Idee oder eine Anmerkung? :yikes

    Gruß
    Juergen
     
  8. #7 Juergen12345, 30. Januar 2006
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    Kernbohrung Abdichtung

    Hallo Spezialisten,

    jetzt habe ich doch noch einige Fragen an die Experten-Runde:
    Wie sieht der fachgerechte Einbau des Mauerkastens bei einer Kernbohrung aus?

    Die Kernbohrung wird doch waagerecht gemacht, oder?
    Der Mauerkasten muß aber mit einem Gefälle (2%)eingebaut werden....

    Muß das Rohr mit Abstandshaltern (oder ähnlichem) befestigt werden?
    Was kommt zwischen Rohr und Mauer?
    Wie sieht die Abdichtung außen aus? Regen....

    Alle Vorschläge sind herzlich willkommen!

    Gruß
    Juergen
     
  9. Calimero

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    ...erste Erfahrungen mit der Berbel... Teil 1

    ... so, die ersten Erfahrungen mit der Berbel kann ich jetzt bekanntgeben.


    Ich habe bestellt:

    Berbel Mauerkasten mit Strömungswächter 246,55 €
    90 er Bogen System 150 18,88 € (wurde vom Vertrieb empfohlen)
    Teleskoprohr 12,24 €

    alles zuzüglich Märchensteuer.

    Das übliche: soll 3 Tage dauern, bis Gerät kommt, in der Realität kommt es dann nach über 2 Wochen(ich glaube der Händler hat es verbaselt, das Teil zu bestellen) und erst nach extra dafür neu bestellter Kernbohrung und Kücheneinbau.

    Die Einbauanleitung habe ich vorher aus Internet und Mail des Herstellers entnehmen können und bei der Platzierung der Bohrung musste ich dann auf Zuruf des Verkäufers bohren und Schrank hängen lassen.
    Im Ergebnis ist die extra dafür angelegte neue Kernbohrung nicht an der richtigen Stelle und der Originalrundbogen konnte nicht verwendet werden. Sehr schade, denn das Teil macht einen guten Eindruck. Ähnliche Rundbögen(Strömungsoptimiert) sind im Zubehörhandel für Lüftungsanlagern problemlos zu erhalten und preislich etwa gleich.

    In Küchen arbeiten eben überwiegend Frauen und um Lüftungsanlagen kümmern sich überwiegend Männer.

    Es ist verblüffend, dass Fußballgroße Löcher in Aussenwänden in der heutigen Zeit mit einer frickeligen Rückstauklappe allseits Akzeptanz finden.

    Die Montage: Habe 2 Wochen lang versucht, Architekt, Maurer Lüftungstechniker... durchzumailen und zu telefonieren und war sehr verblüfft über die Antworten.
    Die mit Abstand geistreichste Antwort auf die Frage, wie man nun dieses Bauteil vernünftig in die Aussenwand einbaut stammt von einem Architekten:
    Das mit der Luftdichten Gebäudehülle gilt in der Küche nicht, das würde man ja schon daran sehen, dass diese Löcher vor einer Blower-Door -Messung stets verschlossen werden müssen. Also Problem erkannt - für meinen Geschmack nicht die richtige Schlußfolgerung daraus gezogen.

    Eine fachlich vernünftige Antwort gab es ebenfalls von einem Architekten, der für diese Frage auch keinerlei Honorar haben wollte aber mit hoher Wahrscheinlichkeit den nächsten Planungsauftrag für weitere Baumaßnahmen bekommen wird:

    Erstens: Seit der Luftdichtwahn aufgekommen ist überschlägt sich die Industrie mit dem Angebot von chemischen Dichtmitteln, die unter Laborbedingungen auch zur dauerhaften Luftdichtigkeit führen können. Leider gibt es für diese sehr neue experimentelle Bauweise noch keine Patentlösungen, da viel zu geringe Erfahrungszeiträume vorliegen und Laborbedingungen gibt es eben auf keiner Baustelle. Heute achtet kaum noch jeman auf konstruktiven Gebäudeschutz, der viel weniger störanfällig und immer dauerhaft wirksam ist. Im Fensterbereich ist das alles schön und gut, das wichtigste ist allerdings auch dort die maximal mögliche Wärmedämmung, damit die böse Luft, die dann noch entweicht keine allzu großen Schäden am Fensterholz anrichtet und konstruktiver Gebäudeschutz.
     
  10. Calimero

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    ...erste Erfahrungen mit der Berbel... Teil 2

    Bezogen auf den Mauerkasten: erstens ist die Bewegung der Bauteile Mauerwerk gegen Mauerkasten minimal, sofern man ein Kunststoffrohr verwendet. Zweitens sollte dort rundum möglichst mit Mineralwolle ausgestopft oder PU geschäumt werden (rundherum mindestens 1 cm), damit nicht zuviel Feuchtigkeit bei der Flucht aus der Küche im Rohr kondensiert und draussen Ärger macht. Bei einem durchgängigen Plastikrohr in der Wand mit konstruktiver Schutzabdeckung im Aussenbereich muss man sich über Schlagregendichtigkeit in der Regel keine Sorgen machen.
    Für Streber und Musterschüler gilt dieselbe Abdichtung wie bei Fenstern.
    1. Kernbohrung mit 2 % Gefälle nach Aussen
    2. Verschluss der Krümelkekse (Hochlochziegel) mit Mörtel und bei Bedarf Dachpappe
    3. Rohr von aussen einsetzen , aussen mit Kompriband dichten
    4. von innen mit Mineralwolle die Ränder rundherum ca 1 cm ausstopfen
    5. Innen gibt es diverse Hersteller Siga Rissan, andere Dachdurchführungshersteller oder auch eine Kautschukhaube überstülpen.
    6. Rissan oder dauerelastischer Dichtstoff zwischen innenwand/Putz und Rohr
    7. es gibt Kunststoffblenden, von innen die über das Rohr zu schieben sind und verschraubt werden
    8. ganz große Streber machen dann noch Putz drüber
    9. Haare raufen, wenn die Haube dann geöffnet ist und die schöne warme Lüft rausbläst.

    Überlegen, ob man im Mief sitzen will, oder die Möglichkeit bestehen soll, fiese fette Lüft kurz und schmerzvoll herauszublasen.

    Ist mit einer Lüftungsanlage allein auch lösbar, dauert allerdings länger, bis die Luft ausgetauscht ist und es nicht mehr müffelt.

    Dieselbe saubere Luft bekommt man auch mit einer guten Umlufthaube auf Basis eines Kohlenstofffilters, den man regelmäßig nach Gebrauch wechselt. Da das selten der Fall ist, funktionnieren diese Hauben theoretisch, aber praktisch, mit fetttriefendem Kohlenstofffilter werden sie nur lauter und stinken.

    So zurück zur Berbel:

    Seit wir am Hausbauen und Mängelbeseitigen sind bin ich Pessimist, also zuerst die Nachteile:


    Bedienungsanleitung war so gut verständlich, das ich den Hersteller angerufen habe, der sich wahrscheinlich über die Montage schlappgelacht hat, da weder ich noch der Küchenmonteut begriffen haben, dass der Sensorschlauch nicht im Mauerkastenprofil verbleibt, sondern aus dem Mauerkasten heraus in den Kücheninnenraum geführt wird. Die Dame war allerdings am Telefon sehr höflich und hilfreich und das Problem war nach 20 min gelöst.

    Die Montage ist ne ziemliche Fummelei, da der äußere Rahmen im 90 Grad Winkel fest am Mauerkasten montiert und sehr groß ist. Somit halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass im Aussenbereich nicht nur unsere Abdeckung recht schief aussieht. Wenn man das gerader hinbekommen möchte, ist die angegebene Bohrung mit 160 mm einfach zu klein und mit Gefälle nach aussen ist eine Montage gar nicht möglich ohne schiefe Abdeckung. (Für Mauerrohranfänger: die 2 % Gefälle soll das Mauerrohr haben, damit Kondensat nach aussen abläuft und nicht nach innen in die Haube läuft, wie bei unserem ersten Loch). Hätte ich das vorher geahnt, hätte ich ein 170 er Loch gebohrt und ausreichend Platz zum Ausgleich gehabt.
    Weiterer Nachteil: wenn der von aussen eingetzte Mauerkasten mit PU Schaum montiert ist, gibt es keine Möglichkeit mehr, die Blende aussen abzunehmen, ohne den ganzen Kasten sammt innenliegender Technik komplett auszubauen. Bei uns muß der Putz noch ein drittes mal nachgebessert und im Normalfall alle 10 Jahre gestrichen werden.

    Mauerkasten ist nicht lang genug für einen 36,5 cm Stein. Dafür gibt es Verlängerungen, ist aber auch Fummelarbeit. Einfach das Plastikrohr 20 oder 30 cm länger produzieren und jeder kann das Teil auf die gewünschte Länge selber kürzen.
    Wenn jetzt also das Teil von Aussen eingesetzt ist, die Verlängerung drangebastelt, dann braucht man durchaus ziemlich viel Platz, um den innenliegenden Anschluss zu bewerkstelligen. Das ist dann überhaupt kein Problem, wenn das System bekannt ist und entsprechend geplant wurde. Der Händler, über den ich das Teil gekauft habe hat mir telefonisch beschieben, wie es gehen sollte, ich wollte das Teil gern erst in Händen halte und genau schauen. Da´die Betellung nicht rechtzeitig kam und das Loch wenigstens vor der Küchenmontage gebohrt werden sollte und die Küchenmontage bereits eine Woche verschoben war und nicht weiter problemlos verschoben werden konnte und der Verkäufer mit seiner Angabe leider nicht Recht hatte mußten wir uns mal wieder der Realität nähern und eine ziemliche Bastelei mit einem superdünnen strömungspassivierten Anschlussschlauch schlucken. Nicht mal ein Aluflexschlauch hat mehr gepasst, da einfach mehr Platz gebraucht worden wäre. Die Krux daran ist: vorher gab es eine Bohrung oberhalb der Oberschränke, die allerdings 30 cm weiter links gelegen hätte und sichtbar gewesen wäre. Wir wollten das gern optimieren und haben daher ein neues Loch bohren lassen. Das sitzt jetzt im Schrank nicht sichtbar und kaum anschliessbar, da der Schrank nur 60 cm hoch ist und die Haube noch drunter sitzt. Im Ergebnis hätten wir jetzt gut das alte Loch verwenden können und hätten sogar noch diesen Kohlefilter dahinterhängen können und eine Verblendung über dem Schrank anbauen können. Das alte Loch war allerdings innerseits bereits wieder verschlossen und auch schief gebohrt, genauso wie das neue. Wenn es mir sehr auf die Nerven geht, dann werde ich es noch einmal ändern und das alte wieder in Betrieb nehmen. Vorschläge für die Alternativnutzung des neuen Lochs werden noch angenommen - bislang: Vogelbuutkasten, Fledermaushöhle, streng geheimes Schlüsselfach...

    Das ganze Teil ist weitgehend strömungsoptimiert, aber die Komplette Elektrik und Mechanik liegt mitten im hinteren Teil des Strömungskanals und nimmt immerhin ca 1/5 des Querschnittes ein. Dort könnte man weiteroptimieren und die Mechanik entweder vernünftig hinter einer Plastikkappe in Form eines Zeppelins verdecken oder in den Aussenbereich verlegen. Ob die Elektirk und Mechanik diese fettige Frischluft auf Dauer tolerieren bin ich sehr gespannt.


    So, jetzt die Vorteile:

    Macht im Prinzip schon Sinn, das Loch richtig aufzumachen, wenn tatsächlich Luft heraus soll und richtig zuzumachen, wenn eben keine Luft raus soll. Funktionniert auch gut und die Haube ist nach ca 1 min Lautlauf, bis der Kasten öffnet sehr leise trotz Achterbahn zum Luftauslass. Der Verschluss ist ordentlich und erstaunlich dicht. Ich würde nach subjektivem Empfinden sagen, er ist dichter, als unsere Fenster.

    Fazit:

    Ich würde das Teil wieder kaufen, da ich jetzt weiss, wie es aussieht und funktionniert nur würde ich die Einbausituation daraufhin besser anpassen und alle Zubehöreile dafür verwenden und es nicht dem Zuruf eines Küchenplaners überlassen. Dafür wird in dieser Branche zu viel den Monteuren vor Ort überlassen. Unserer hat sich mächtig Mühe gegeben, aber ein Loch an der falschen Stelle ist eben nicht problemlos verschiebbar und führt zu eigentlich nicht tolerierbaren Basteleien.

    Eine weitere Optimierung der Berbel wäre wünschenswert, der Bedarf wird wachsen, wenn diese Systeme weiter bekannt werden und es gibt keine Konkurrenz, die sich dieser Problemlösung angenommen hat.

    Wenn man überlegt, wieviel Technik in diesem Teil steckt ist es auch nur auf den ersten Blick teuer. Ein normaler Edelstahlverblendeter Kasten kostet auch schon die Hälfte und ist völlig Technikfrei.

    Wenn Elektrik und Mechanik halten, dann ist es ein schönes Neues Produkt mit viel Zukunft.

    Demnächst weiter nach den ersten Kocherfahrungen
     
  11. #10 Juergen12345, 10. Februar 2006
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    90 Grad Winkel?

    Hallo Calimero,

    leider habe ich den Mauerkasten immer noch nicht. Dein Bericht ist aber ziemlich interessant.
    Du schreibst, daß "der äußere Rahmen im 90 Grad Winkel fest am Mauerkasten montiert und sehr groß ist"
    Wie kann ich denn das Rohr dann von außen abdichten?

    Kann man die Montage-Anleitung irgendwo im Internet downloaden?

    Gruß
    Juergen

    Eigentlich dürften es doch nur 88 Grad sein (wegen 2% Gefälle), oder?
     
  12. Calimero

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    Hallo...

    ...stimmt theoretisch mit den 88°.

    Abdichten geht - Kernbohrung sauber mit so einer Art Glattstrich verschliessen - Kompriband auf den Mauerkasten hinter die Blende aufs Rohr kleben und von aussen einschieben. Dauert ja ´ne Weile, bis das Kompriband sich bei den Temperaturen(vorher rauslegen) ausdehnt. Ich hab dann einfach ein wenig Mineralwolle von innen mit einem kleinen Rundholz zwischen Mauerkastenwand und Loch gestopft - den Kasten dann ausgerichtet und mit ein paar Holzklötzchen fixiert - PU Schaum, den ich eigentlich hasse dort hereingespritzt, vielleicht 20 cm breit zur Fixierung - dann wieder Mineralwolle... innere Dichtung - fertich.
    Die Mineralwolle statt vollständiger PU Schäumung nur , damit man den Kasten notfalls für Renovierunmgsarbeiten noch einmal herausbekommen kann(ob das dann klappt weiss ich natürlich nicht).

    Nachdem das Rätsel um den Sensorschlauch Dank der Technikerin bei Berbel schnell gelöst war funktionniert der Kasten gut. Nach Anstellen der Haube wird es vorerst laut, da ja erstmal ein wenig Luft über den Überdrucksensorschlauch in den Innenraum strömt - dann hört man, wie der Kasten auffährt und es ist leise und zieht gut ab. Gestern gabs ein scharf angebratenes Schweinefilet mit Haube auf höchster Stufe. Küche zum Wohnzimmer ist auf und es gab keinerlei Geruchsbelästigung. Mit dem zu öffnenden Fenster bin ich noch am probieren. Es sollte ja Zuluft über ein zu öffnendes Fenster bei dichten Häusern hereingelassen werden. Das Küchenfenster liegt seitlich und führt zu Verwirbelungen - ohne Fenster funktionniert es prima - wahrscheinlich, weil unser Haus ja noch völlig undicht ist.

    Ich habe vor noch einen, eventuell mehrere elektrischen Fensteröffner (wegen Einbruchschutz wahrscheinmlich im Keller und im DG) zu montieren und mit der Haube zu koppeln. Wenn mir was gescheites einfällt, dann bastel ich auch noch ein Hygrometer (gibt sogar ein Sauerstoffsensor, Temperaturmessung ?) mit an die Haube, die dann bei Überschreitung der eingestellten Luftfeuchtigkeit automatisch angeht, Fenster öffnet und feuchte Luft auspustet. So eine Art abgespeckte Lüftungsanlage. Loch ist ja eh in der Wand, elektrischer Fensteröffner kostet fast nichts und Steuerung ist nicht sehr kompliziert.

    Sicher nicht perfekt, aber ist mir sympatischer, als die durchgehend laufenden Nachrüstlüftungsanlagen und kostet vielleicht 100 Teuro extra.

    Die Einbauanleitung versuche ich mit anzuhängen.
     
  13. #12 hestejue, 7. Mai 2006
    hestejue

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    Berbel Mauerkasten BMK-F

    Hallo,

    ich möchte ebenfalls gerne einen elektronisch gesteuerten Mauerkasten einbauen und so wie es aussieht, ist der von der Firma Berbel wohl der einige am Markt (oder kennt jemand noch einen anderen Hersteller mit einem vergleichbaren Produkt). Eigentlich erstaunlich, dass so etwas nicht schon seit Jahrzehnten existiert (jedenfalls so lange, wie es Dunstabzugshauben gibt).

    Hat jemand noch weitere Erfahrungen mit dem Berbel Mauerkasten gesammelt? Ich wollte eigentlich nicht den luftdruckgesteuerten verwenden, sondern den elektrisch gesteuerten BMK-F. Hat den schon jemand eingesetzt? Ich lese überall, dass der nur mit den Berbel Dunstabzugshauben eingesetzt werden kann. Warum? Weiß das jemand? Wie erfolgt dort eigentlich die Steuerung?

    Noch eine Frage zu den Rohren: Könnte man nicht jedes handelsübliche 150er Rohr verwenden oder sind die Anschlüsse (minimal) verschieden?

    Jürgen Hestermann.
     
  14. #13 Juergen123456, 8. Mai 2006
    Juergen123456

    Juergen123456 Gast

    Berbel geht auch mit anderen Abzugshauben

    Hallo,

    wir haben den Mauerkasten mit einer "NICHT Berbel-Dunstabzugshaube" in Betrieb. Funktioniert ohne Probleme, so wie Calimero beschrieben hat...mit Luftdrucksteuerung.....

    Wenn Du keine Luftdrucksteuerung haben willst, muß dies Deine Dunstabzugshaube unterstützen....also aufpassen....

    Wir haben zweischalig gebaut, und das Berbelmauerkastenrohr war zu kurz. Ich haben mir einfach aus dem Baumarkt einen "normalen" Mauerkasten (mit variabler Verlängerung geholt) und das innere Stück in den Berbelkasten gesteckt. Das ist richtig stabil, läßt sich nach Bedarf verkürzen und der Küchenbauer war auch zufrieden....

    Gruß
    Juergen123456

    PS: Gruss an Calimero. Die Tipps ware echt klasse und das Ding funktioniert gut!
     
  15. hestejue

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    Endlich: Berbelkasten montiert!

    Hallo,

    endlich habe auch ich den Berbel-Mauerkasten!

    Aber statt des luftströmungsgesteuerten (BMK-L) habe ich den elektrisch geschalteten (BMK-F) genommen. Beim luftströmungsgesteuerten wird angeblich ein dünner Schlauch vom Abluftrohr zurück in die Küche geführt. Die Luftströmung wird in diesem Schlauch gemessen. Beim Einschalten der Haube strömt Luft durch diesen Schlauch und der Mauerkasten öffnet. Diese Lösung ist unempfindlich gegen Druckunterschiede aus anderer Quelle als der Haube (z.B. geöffnete Fenster in Nebenräumen), da nur die Druckdifferenz zwischen Schlauchende und dem Inneren des Abluftrohres gemessen wird. Druckunterschiede zwischen Küche und Außen (z.B. bei Wind) spielen keine Rolle. Aber abgesehen von der Trägheit dieses System ist mir noch nicht klar, wie der Mauerkasten merkt, wann er wieder schliessen muß. Wenn der nämlich öffnet, dann sind die Druckunterschiede nur noch sehr gering. Anscheinend ist das aber wohl ausreichend.

    Trotzdem habe ich mich für die elektrisch gesteuerte Variante entschieden, auch wenn die etwas mehr Bastelarbeit erfordert, wenn die Haube keinen entsprechenden Anschluß besitzt. Das Ansteuern ist allerdings nur was für Leute, die mit 230V umgehen wollen/dürfen. Der Berbel Mauerkasten läuft komplett mit 12V (Steckernetzteil). Das Auslösen des Öffnungssignals erfolgt durch das Verbinden zweier Adern eines (12V führenden) Kabels, das Schließen durch Trennen dieser Verbindung. Meine Haube (AEG 8060 D-m) schaltet aber nur 230V an und aus (wobei man dort auf der Schalterplatine erst suchen muß, an welcher Stelle 230V dauerhaft unter allen Leistungsstufen zur Verfügung steht). Zuerst hatte ich ein 230V Relais an die Schalterelektrik der Haube angeklemmt welches beim Einschalter der Haube den 12V-Kontakt für den Mauerkasten schloß. Das funktionierte auch hervorragend. Allerdings hatte ich etwas Bedenken, da im Relais 12V und 230V eng beieinander anliegen. Deshalb habe ich letztendlich ein 12V (Auto-)Relais und ein zusätzliches 12V Gleichstromnetzteil (von einem Laptop) verwendet. Es muß nur ca. 200mA liefern. Das Netzteil war kein Steckernetzteil sodaß ich einfach den Stecker des Zuleitungskabels abkneifen und das Kabel dann an die Haube anschließen konnte (es wird allerdings etwas eng in der Kabeldurchführung zum Schalter der Haube). Bei Verwendung eines Steckernetztteils muß man zusätzlich noch eine Schukosteckerkupplung im Gehäuse der Haube (oder in der Verkleidung der Abluftrohre) unterbringen. Das könnte etwas eng werden. Außerdem sind Steckernetzteile klobiger, das Laptop-Netzteil was schön flach. Beim Einschalten der Haube bekommt das Netzteil ebenfalls Strom und schaltet mit 12V das Relais, welches wiederum die beiden Kabel des Mauerkastens verbindet.

    Der einzige Nachteil der 12V Netzteil-Variante ist, daß es beim Einschalten der Haube eine kleine Verzögerung von ca. einer Viertel Sekunde gibt, bis der Kondesator im Netzteil aufgeladen ist und genügend Strom für das Relais geliefert wird. Die Haube fängt aber sofort an zu laufen. Deshalb "überholt" die Haube den Mauerkasten um ca. eine halbe Sekunde. Der Mauerkasten fängt zwar recht schnell an zu öffnen, benötigt aber gerade am Anfang viel Zeit bis er einen nennenswerten Querschnitt offen hat. Man hört dann für einen kurzen Moment (viertel Sekunde) ein erhöhtes Laufgeräusch, welches aber dann schnell leiser wird. Allerdings ist das schon etwas störend, wenn man gleich auf der höchsten Stufe einschaltet. Warscheinlich ist das Netzteil aber auch stark überdimensioniert, ein kleineres hatte ich aber nicht mehr "herumliegen". Ausserdem gehe ich davon aus, daß der luftströmungsgesteuerte BMK-L mindestens genauso träge reagiert.

    Das Einbauen des Mauerkasten war auch nicht ganz ohne. Wie vorgeschrieben habe ich ein Loch mit 160mm bohren lassen. Das machte eine Profifirma superschnell ohne viel Dreck (mit Absaugung) von Innen nach Aussen. Allerdings rächen sich dort auch geringste Abweichungen von der Waagerechten: Bei unserer ca. 40cm dicken Wand ist wohl eine Abweichung von ca. 1mm entstanden. Um diesen Betrag ist das Rohr jetzt schräg und damit steht das äussere Abdeckblech des Mauerkastens unten auch ca 1mm von der Wand ab. Hat zwar den Vorteil, das Wasser (z.B. Regen- oder Kondenswasser) nicht an der Wand entlang läuft, aber da das Blech unten sowieso eine Sicke hat, wäre eine exakte Ausrichtung besser gewesen. Na ja, es gibt schlimmeres. Z.B. ist mir im Nachhinein noch ganz mulmig geworden, als ich gesehen habe, wo das von innen geborte Loch aussen herausgekommen ist (ich dachte da Brauch ich garnicht genau messen, da ist "massig Platz"). Das landete nämlich so dicht unter dem Gesimmse, daß ich nur noch mit Müh und Not den Mauerkasten einbauen konnte dessen Abdeckblech ja in alle Richtungen etliche Zentimeter über das geborte Loch übersteht.

    Das nächste Problem war das Einschäumen des Mauerkastens. Das Rohr ist kaum kleiner als das 160mm Loch und man konnte den Schlauch der Bauschaumdose nur an einer Seite zwischen Wand und Rohr zwängen. Sobald man das Ventil geöffnet hatte baute sich durch den Schaum ein großer Druck auf das Rohr auf und man konnte nur mit großer Anstengung den Schlauch auf der gegenüberliegen Seite zwischen Rohr und Wand bekommen. Erschwerend kam noch hinzu, daß der Mauerkasten nur 280mm lang ist (keine Ahnung warum, bei dünnen Wänden hätte man ja lieber was absägen können). Dazu gibt es eine schmale Doppelmuffe, die auf das Ende aufgesetzt wird und in die man dann das weiterführende 150mm Rohr schieben kann. Diese Muffe muß nun auch noch in das Loch und verkleinert den Zwischenraum zwischen Rohr und Wand zusätzlich, da sie ja dicker als das Rohr ist. Außerdem quoll einem der ganze Schaum natürlich wunderschön über die Hände was ohne Handschuhe eine riesige Sauerei ist und kaum wieder abgeht. Letztendlich weiß ich jetzt nicht, ob der Schaum wirklich überall hingekommen ist. Ich hoffe es. Das Dumme ist auch, daß man von der ganzen Dose Bauschaum - die 28 Liter enthalten sollte - nur einen halben Liter benötigt. Ich fürchte, nach dem Aushärten kann man sie auch kein zweites Mal benutzen.

    Nachdem nun aber alles montiert ist, funktioniert es alles ohne Probleme (bis jetzt). Im geschlossenen Zustand ist der Mauerkasten wirklich dicht (auch gegen Insekten) und auch noch gut gedämmt (wobei ich natürlich noch keine Wintererfahrung damit habe). Die Rückstauklappe konnte ich aus der Haube entfernen, sodaß im geöffneten Zustand weder eine Klappe noch ein Sieb den Luftfluß behindert. Es ist dadurch sehr effektiv und auch sehr leise. Auch der Schallschutz ist im geschlossenen Zustand hervorragend. Das kleine Motörchen benötigt allerdings etliche Sekunden, um den Mauerkasten zu öffnen oder wieder zu schließen. Im Normalfall ist das kein Problem, es hört sich nur etwas merkwürdig an. Wenn man die Haube aber aus- und dann gleich wieder anschaltet, dann fährt der Mauerkasten zuerst ganz zu und "merkt" erst dann, daß er eigentlich schon wieder öffen sollte. Da das ganze 10-15 Sekunden dauert, entsteht natürlich ein enormer Überdruck im System (besonders auf höchster Leistungsstufe), die die Steckmuffen der Ablufrohre auseinandertreiben können, wenn sie nicht richtig befestigt sind. Apro pos Steckmuffen: Die 150mm Abluftrohre scheinen ja nicht sehr genormt zu sein. Der Anschluß meiner Haube passte jedenfalls weder an ein Rohr noch an eine Muffe. Letztlich mußte ich eine Muffe nehmen und diese mit Dichtungsband abdichten, damit es dort nicht herauspfeift. Auch verstehe ich nicht, warum der 90 Grad Bogen an beiden Seiten eine Muffe hat! Und bei einem Preis von über 20 Euro für einen Meter Rohr (und 17 für den Bogen!) hätte ich eigentlich auch eine Dichtung wie bei Kanalrohren erwartet, aber nichts dergleichen. Alles relativ undicht wenn man es nicht nachträglich abdichtet.

    Ich hoffe, daß der Motor und die Mechanik des Mauerkastens lange halten, denn wenn der defekt ist, kann man ihn meiner Ansicht nach nicht reparieren. Der ganze Mauerkasten muß aus- und ein neuer eingebaut werden. Na ja, Daumen drücken. Das einzige was mir noch ein wenig Sorgen macht ist der Betrieb bei sehr kalten Winterwetter. Wenn Feuchtigkeit am weit nach aussen geschobenen Verschluß kondensiert und diese nach dem Schließen gefriert, dann hätte man sicher ein Problem beim nächsten Öffnen.

    Trotzdem kann ich diesen Mauerkasten nur jeden empfehlen. Ich frag' mich sowieso, warum es solche automatischen Mauerkästen erst jetzt gibt.

    Jürgen Hestermann
     
  16. Artur123

    Artur123

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    Hallo zusammen.

    Da unsere Küche bald kommen soll, habe ich mich mal langsam mit dem zu bohrenden Loch in der Wand beschäftigt... Dabei bin ich im Internet auf den hier bereits so viel erwähnten Mauerkasten gestoßen.

    An sich scheint das Gerät ja jawoll zu sein - nur ist unsere zukünftige Dunstabzugshaube eine Miele DA 430 und ich frage mich, ob und wie ich den Mauerkasten anschliessen soll (elektrisch oder "pneumatisch").

    Die letzten Beiträge liegen ja schon etwas zurück - gibt es neue Erfahrungen?


    Gruß

    Artur123

    PS. Selber einbauen oder Fachfirma beauftragen (-> Kernbohrung)?
     
  17. Calimero

    Calimero

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    Hallo Arthur,

    Kernbohrung selbermachen ist glaube ich eine ziemlich dumme Idee. Ich hab es damals nur deshalb nicht selbst gemacht, da ich kein Bohrgerät dafür leihen konnte. Meine Bohrung hat so 40 -60 € gekostet, von einer Firma, die Kernbohrungen macht. Nachdem ich dort zugesehen hab, war klar, das ich alles geschafft hätte, aber sicher kein gerades Loch in definierter Größe in der Wand. Man sollte übrigens wenn irgend möglich eine Absaugung am Bohrgerät haben, es bleibt dann immer noch genügend Bohrstaub zum wegputzen.

    Zur Haube. Ich hab eine Miele DA 329 und hab das Berbelgerät mit dem Pusteschlauch dort angeschlossen. Ich war erst skeptisch, es funktionniert aber bislang völlig störungsfrei. Der Grund, das die elekrtronische Einschaltung nur bei original Berbelhauben zugelassen ist, ist vermutlich, das die Firma bei Freigabe auch für andere Hauben im Zweifel die Garanite für alle erdenklich möglichen Schaltungen und elektrospielereien mit freigeben müsste. Das ist völlig unmöglich. Ich glaube, das man auch die Mielehaube an den normalen direkten Elektroanschluss selbst anschliessen kann, man trägt aber dann das Risiko für Fehler an der Haube eben selbst, da somit Garantien für Haube und Mauerkastenelektronik nicht mehr gegeben sind, da sie ja als Sysrem nicht zugelassen und getestet sind.
    Wenn Du also ein risikoorientierter Bastler und Tüftler bist, oder einen solchen Elektriker kennst, wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit den direkten Elektroschalter an die Mielehaube angeschlossen bekommen und trägst das Risiko, das irgendetwas nicht auf Anhieb klappt oder kaputtgeht. (Ich glaube, dass es kein großes Problem ist, habe es aber selbst nicht gemacht und würde beim Hersteller anrufen und einen Techniker fragen, die sind sehr hilfsbereit und kompetent und schicken sicher auch einen Schaltplan). Wenn Du üblicherweise alles machen lässt, wird keiner das Garantierisiko tragen wollen und Du bist bereits gut bedient, wenn Du jemand findest, der so ein Gerät schon einmal eingebaut hat, sonst ist hinterher der Mauerkasten dicht, der Anschluss zur Wand aber nicht. Wenn Du die direkte Variante wählst, musst Du Dir auch überlegen, wie Du den Lichtschalter der Haube schalten und bedienen möchtest, sonst geht das Licht nur noch, wenn Du die Haube anschaltest.

    Also, die perfektere Lösung ist sicher die direkte, sie ist sicher machbar, ist aber weder Serienmäßig zu bekommen, noch risikolos. Die Wahrscheinlichkeit, das man kleine Überraschungen erlebt ist durchaus höher und es wird sicher sehr schwer, einen Elektriker zu finden, der über entsprechenden Pioniergeist verfügt und zu zahlbaren Preisen anfängt zu tüfteln.

    Ich hab wie gesagt den Luftschlauch, der weniger stört, als angenommen und völlig störungsfrei funktionniert.
    Wenn ich es noch einmal machen würde und Zeit hätte, würde ich den direkten Anschluss realisieren. Damals haben wir ein ganzes Haus bauen lassen und überhaupt keine Zeit für derartige Experimente und Sondertüftellösungen mit ungewissem Ausgang gehabt.

    Wenn Du nur die Küche machst, dann geht die perfekte direkte Lösung, wenn Du ein ganzes Haus baust, dann nehm den Luftschlauch, es bleibt genug, um das Du Dich selbst kümmern musst, auch wenn Du alles in Auftrag gibst.

    Ich hab das Loch bohren lassen,
    den Kasten selbst eingebaut
    und den Anschluss vom Küchenbauer machen lassen. Das hat nicht auf Anhieb geklappt, da es für den Küchenbauer eine Premiere war, sodass ich die Feinheiten selbst lösen musste. Dort war am Anfang der Luftschlauch falsch montiert. Seit ich es umgebaut habe klappt alles ohne eine einzige Störung sogar bei Sturm.

    Auch den Anschulssbogen für die Haube von Berbel haben wir gekauft (ist noch übrig) und haben die Planung für Anschluss und Loch in der Wand von einem Berbelerfahrenen Küchenbauer machen lassen. Daraufhin ein neues zusätzliches genau passendes Loch gebohrt, das genau um 3 cm zu tief lag und somit nicht mehr über das Berbelstück anzuschliessen war.

    Gruß Calimero und viel Erfolg
     
  18. SDS70

    SDS70

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    Hallo die Herren,

    es gibt von Miele ein Steuergerät für die meisten Dunstabzüge DSM400, damit läßt sich der Berberl Mauerkasten-F ohne große Bastelein Steuern.
     
  19. hestejue

    hestejue

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    Wir haben den Berbel Mauerkasten jetzt seit Juni 2006 und bis jetzt keine Probleme damit gehabt.

    Wie schon vorher erwähnt, ist meines Erachtens eine Bohrung von 160mm für das 150mm Rohr zu wenig (wobei ja nicht der Durchmesser des Rohres entscheidend ist, sondern der der 2mm dickeren Muffe!). Es ist danach so gut wie kein Spielraum mehr für eine Neigungsänderung (wenn das Loch nicht exakt die gewünschte Neigung bekommen hat) und auch die Dämmung mit Montageschaum (oder ähnlichem) gerät äußerst schwierig. Wenn ich's nochmal machen müßte, dann würde ich ein 170mm Loch bohren (lassen). Außerdem sollte man genau messen, wo das Loch außen herauskommt, da ja die Edelstahlblende etliche Zentimeter über den Lochrand übersteht!

    Das Bohren würde ich immer von einer Firma machen lassen, oder sich entsprechendes Gerät leihen (was aber meiner Meinung nach nur wenig billiger ist). Das bei uns benutzte Gerät war mit Absaugung und hat praktisch keinen Dreck gemacht. So ein Profiapparat ist leihweise bestimmt nicht billig.

    Zu der Frage elektrisch oder pneumatisch kann ich nur meine Erfahrung mit der elektrischen Variante beitragen. Wie ebenfalls bereits erwähnt, erfordert das eine gewisse Bastelarbeit, wenn die Haube keine entsprechenden Anschlüße hat (viele Hersteller haben aber mittlerweile auch solche Modelle im Programm, nur die preiswerten haben es leider meistens nicht). Die pneumatische Variante war mir nicht ganz geheuer, da ich deren genaue Funktionsweise nicht verstanden habe. Außerdem fürchtete ich ein sehr träges Ansprechen, da ja die Haube erst Druck aufbauen muß, bevor der Mauerkasten öffnet. Und wie das Schließen detektiert wird, war mir schon gar nicht klar, da der Mauerkasten im geöffneten Zustand nur wenig Druckverlust hervorruft (muß aber ja wohl gehen).

    Gruß
    Jürgen Hestermann
     
  20. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  21. eibling

    eibling Gast

    Hat jemand eine Miele-Haube + Steuergerät mit dem BMK-F im Einsatz?
     
  22. SDS70

    SDS70

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    Miele und Berbel im Einsatz

    Hallo eibling,

    ja die haben wir so im Einsatz. Die genaue Kombination ist Miele DA3160 + DSM400 einen Berbl Mauerkasten mit Kabelsteuerung mit Rohrdurchmesser 125 mm und ein Fensterkontaktschalter. Der Fensterkontaktschalter ist ebenfalls an dem DSM400 angeschlossen. Das hatt den Vorteil, daß das Licht der DA3160 jederzeit geht und es können sehr billige Sensoren verwendet werden. Ich habe meinem bei Conrad für ca. 9 EUR geholt und mir vom Schreiner direkt in das Fenster einbauen lassen. Er ist also sozusagen unsichtbar. Bei offenen Fenster sollte der Stromkreis des Fenstersensors geschlossen sein. Manche Fensterbauer bezeichnen die Einbauwariante auch als Einbruchssensoren.:Roll
     
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