Mauerwerk gegen feuchtigkeit isolieren

Diskutiere Mauerwerk gegen feuchtigkeit isolieren im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich hoffe ich bin nach langer Suche hier richtig gelandet. Und zwar geht es um folgendes: Bei einem Massiven Backsteinhaus...

  1. #1 C Z 1990, 3. Juni 2012
    C Z 1990

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    Hallo,

    ich hoffe ich bin nach langer Suche hier richtig gelandet.

    Und zwar geht es um folgendes:

    Bei einem Massiven Backsteinhaus (Baujahr 1890) habe ich vor ein Wärmedämmverbundsystem anzubringen. Nun ist es aber so, dass die Grundmauern nicht gegen Feuchtigkeit von unten abisoliert sind. Wie kann ich das nun realisieren? Denn wenn ich das WDVS anbringe, kann die feuchtigkeit nicht mehr nach außen entweichen oder?

    MfG
     
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  3. Julius

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  4. #3 C Z 1990, 3. Juni 2012
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    Und wer macht soetwas? wie nennt sich das Gewerbe.

    Und welche Möglichkeiten gibt es dort überhaupt
     
  5. #4 dreikorn, 3. Juni 2012
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    Da muß ein Profi ran und sich das genau anschauen. Man kann bei so einem alten Haus viel kaputt sanieren. Von WDVS würde ich bei so einem Gebäude abraten auf Dauer geht dadurch die Bausubstanz zum Teufel. Es gibt aber ein sehr gutes alternatives System zum Trockenlegen und zum Dämmen was die Gebäudesubstanz nicht schädigt. Gerne können wir darüber diskutieren auch PN
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Warum nicht? Auch ein WDVS lässt Wasserdampfdiffusion zu. Die Diffusionswiderstandszahl findet sich in den technischen Unterlagen. Je nach Material ist sie nicht schlechter als die von normalem Zementputz (nur ein Beispiel), der ja angeblich "atmet".

    Was Du aber auf jeden Fall angehen solltest, wäre die Durchfeuchtung des Mauerwerks. Hier sollte man handeln, unabhängig davon ob da ein WDVS drauf kommt oder nicht.
    Wie man hier am besten horizontal absperren kann, und ob weitere Maßnahmen erforderlich sind, das zeigt eine Begutachtung. Von Blechen die in die Mörtelfugen eingebracht werden, bis hin zu Injektionen ist fast alles möglich. Aber Vorsicht, auf diesem Gebiet tummeln sich auch Einige die mehr an Voodoo glauben als an Physik.

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 dreikorn, 4. Juni 2012
    dreikorn

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    Ja ja das Märchen vom WDVS. Ich bin absolut für Energie sparen und eine gesunde Umwelt doch WDVS hat genau wie eine Plastiktüte nichts damit zu tun.
    Und hier die für mich wichtigsten Gründe die gegen ein WDVS sprechen:

    1. Theoretisch errechnete Einsparwerte von bis zu 80% werden nicht erreicht max. 15%sind es wirklich. Viel Spaß bei der Errechnung der Armortisation Ihrer Investition.
    2. Kostenlose Sonnenwärme wird in der Übergangszeit und im Winter nicht genutzt.Durch das WDVS kann keine Sonnenwärme im Mauerwerk gespeichert werden.Diese Energie die nachts nach innen und außen Abstrahlt kann nicht genutzt werden und erhöht Ihre Heizkosten.
    3. Erhöhte Wartungskosten für Wärmedämmverbundsysteme durch Algenbildung, Spannungsrisse, Undichtigkeiten an den Anschlüssen, Ungeziefer,geringe Stoßfestigkeit, geringe Dauerdichtigkeit bei Durchdringungen erfordern einen erhöhten Wartungsaufwandvon mehr als 100%.
    4.Durch das Bewohnen entsteht innerhalb einer Wohnung Feuchtigkeit(kochen, baden...) Diese staut sich an einem Wärmedämmverbundsystem. Es kommt zur Kondensation hinter dem WDVS und führt zum einen zum sogenannten Kühlschrankeffektwas Ihre Heizkosten in die höhe bringt und zum anderen schädigt dieses Wasser auf Dauer die Bausubstanz.
    5. Schimmelgefahr an Kältebrücken das kennt ja nun fast jeder
    6. Algenbildung an der gedämmten Fassade da sich Nachts Kondenswasser bildet ideal für Algen, Pilze und Flechten. Und so sehen die meisten WDVS- Fassadenin Deutschland aus als wären Sie schmutzig. Es sei denn mann maler diese regelmäßig was natürlich wieder Geld kostet.
    Um die Wände vor Algenbefall eine gewisse Zeit zu schützen, werden die Dämmsysteme außen mit Farben und Putzen belegt die giftige Algizide und Fungizideenthalten.Durch das auswaschen gelangen diese in das Grundwasser.
    7.Dämmsysteme halten nicht ewig, sondern müssen später als Sondermüll entsorgt werden.
    8. Es besteht die Möglichkeit das die Fassadebei einem Feuer abfackelt.

    Die Zusatzkosten für die Versetzung von Dachrinnen, Außensteckdosen, Dachverlängerungen etc. amortisieren sich nicht in einem vertretbaren Zeitraum.
     
  8. Julius

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  9. Taipan

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    :mauer
     
  10. Taipan

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    Achso ... ich wollte ja dazu schreiben:

    1. ehrlich simulierte Einsparwerte werden meist sogar übertroffen --> damit Flasch
    2. solare Gewinne durch opake Bauteile sind kleiner als der Rundungsfehler --> damit Flasch
    3. WDVS, die solche Fehler aufweisen wurden nicht fachgerecht errichtet --> damit Flasch
    4. WDVS haben regelmäßig einen geringeren s_d-Wert als die innerhalb liegende Wand --> damit Flasch
    5. es gibt keine Kältebrücken --> damit sinnlose Aussage
    6. Algenbildung siehe 3.; Fungizideinsatz leider noch wahr - es wird aber dran gearbeitet.
    7. sieht Momentan danach aus. Wird aber hoffentlich nicht dabei bleiben. Besser auf jeden Fall als Atommüll in Unmengen anzuhäufen oder CO2 in die Luft zu pusten -- wobei, dann können wir bald die Dämmung sparen.
    8. Es besteht auch die Möglichkeit von einem Asterioden erschlagen zu werden.


    Und wer über Amotisation von Nebenleistungen faselt, hat nicht begriffen, wann ein WDVS angebracht wird.

    Wir können uns gern mal auf ein Bier treffen - danach wirst du flehen, deinen Beitrag hier löschen zu dürfen.
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Wenn wir das Thema nicht schon so oft diskutiert hätten, würde ich was dazu schreiben. Kurzum, die Argumente sind schlichtweg Unsinn und zeigen nur, dass hier erheblicher Nachholbedarf an Physik besteht.
    Über das Argument Nr. 6 könnte man tatsächlich nachdenken, aber Deine Begründung für Algenbildung ist bereits falsch. Nebenbei bemerkt tritt dieser Effekt auch bei ungedämmten Fassaden auf.

    Gruß
    Ralf
     
  12. dreikorn

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    :respekt vor den Marketingleuten der Dämmstoffindustrie. Die Argumentation ist wie von einem Werbeprospekt. Lasse uns den Regenwald retten und wenn wir Ihn dafür abholzen müssen. Ich werde nicht flehen meinen Beitrag zu löschen. Aber ein Bier und eine sachliche Diskussion mit einem Profi wäre eine gute Idee. Ich lerne gerne dazu.
     
  13. R.B.

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    Mit den Fischer Chören ist eine vernünftige Diskussion schon lange nicht mehr möglich.

    Gruß
    Ralf
     
  14. Taipan

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    Naja, wem jegliches Physikverständniss fehlt und dieses paart mit einzelnen Fällen von "ist schiefgegangen" als allgemeingültige Regel, erinnert mich regelmäßig an Verschwörungstheoretiker.
    Diesen ist auch nicht mit Argumenten beizukommen.
    Zumindest nicht in vertretbarer Zeit.
     
  15. dreikorn

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    Aha also Rückzieher. Schade ich hatte mich auf ein konstrucktives Gespräch mit einem Fachmann gefreut.
     
  16. Taipan

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    Hat keiner was von Rückzug gesagt.

    Auf ein Bier zum Kenntnisaustausch kann man sich trotzdem treffen.
     
  17. #16 Carden. Mark, 5. Juni 2012
    Carden. Mark

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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    @Taian
    las es uns dann bitte wissen ob du die verwirrte Seele retten konntest.
    Das löschen des Sinnfreien Beitrags übernimmt dann sicherlich gerne einer von uns.
     
  18. dreikorn

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    Das ist doch mal ne Ansage. Ein Mann ein Wort. Ich schicke Dir ne PN mit meiner Nummer.
     
  19. Taipan

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    Ich werde berichten.

    Der Herr stehe mit bei, dieses verirrte Schaf auf den Pfad der Vernunft zurückzuführen. Amen. :think



    Ich werde hinterher hoffentlich, wie Konfuzius einst sagen können:
    Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing, die kleinen Steine wegzutragen. :konfusius
     
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  21. Taipan

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    Aus welcher Annahme heraus kommt denn diese Aussage?

    Nur mal so als Beispiel.

    Ich habe nirgendwo einen Anhaltspunkt über meine Person hinterlassen.


    Aber gerne doch ... auf eine Tasse Bier oder ein Glass Kaffee kann nie schaden.
     
  22. C Z 1990

    C Z 1990

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    Soooo! Um Mal wieder das ursprungsthema aufzufassen.

    Unabhängig ob ein WDVS nun schlecht oder gut ist, habe ich vor eins anzubringen.

    Da aber vom Keller her keine Horizontalsperre vorhanden ist, muss ich diese eben auch erstellen.

    Nun ist ja die Frage, welche verschiedenen Verfahren es jetzt genau gibt, und an wen ich mich dafür wenden müsste. Wer macht soetwas als Hauptgewerk?
    Denn das ist ja ein erheblicher Eingriff mit weitreichenden Folgen wenn es nicht fachgerecht ausgeführt wird.

    Ebenso bin ich auch an dem Verfahren interessiert, welches "dreikorn" angesprochen hat

    Um Mal einen besseren Überblick zu verschaffen, schreibe ich am besten mal ein paar Eckdaten.

    Das Objekt ist ein massiv gemauertes Backsteinhaus mit 60er AUßenwänden. Das Haus ist Teilunterkellert (Keller aus Bruchstein).
    Mein Vorhaben ist, das Haus in einer Kernsanierungsaktion zu renovieren mit folgenden groben Punkten:

    - Horizontalsperre in welcher Form auch immer (ab Unterkante EG Bodenplatte oder eben ab Oberkante Fundament mit anschließender Kellerdämmung)
    - Alle Fenster und Türen ausbauen und alle Laibungen umlaufend mit 60er oder 80er Styrodur auskleiden und neue Fenster- und Türelemente an Außenkante Mauerwerk setzen
    - Anschließend ein WDVS anbringen und etwa 40 mm auf die Fensterblendrahmen führen um alle Kältebrücken auszuschließen
    - Zuletzt das Dach mit Mineralwolle dämmen, welches 1993 erneuert wurde, und somit ansonsten noch gut in schuss ist

    Gibt es denn grundlegend noch Änregungen oder Bedenken bei dem Vorhaben?

    Lasse mich gerne belehren, wenn ich mir etwas ausgedacht haben sollte, was nicht Stand der Technik ist :-)

    Gruß
     
Thema:

Mauerwerk gegen feuchtigkeit isolieren

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