Mauerwerk in Kehlbalkendecke

Diskutiere Mauerwerk in Kehlbalkendecke im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, das Obergeschoss wird durch eine Kehlbalkendecke mit Mineralwolle zwischen den Doppelzangen vom kalten Spitzboden getrennt. Oberseite...

  1. Alwe

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    Hallo,

    das Obergeschoss wird durch eine Kehlbalkendecke mit Mineralwolle zwischen den Doppelzangen vom kalten Spitzboden getrennt. Oberseite OSB-Platten, Unterseite GK.
    Geplant ist die Oberkante Innenmauerwerk (KS-Mauerwerk) 1 cm unter OK Kehlbalken, damit die Wandkrone noch gedämmt wird und keine direkte Kältebrücke entsteht.

    Der cm kommt mir zu knapp vor, ggf. soll das Mauerwerk 4 cm tiefer enden und die Dämmung entsprechend stärker. Der Planer rät aus Gründen des Schallschutzes zwischen den Räumen ab.
    Ist der cm ausreichend? Oder sowieso Haarspalterei?

    Grüße Alexander
     
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  3. Thomas B

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    ...ich halte selbst 4 cm für deutlich zu knapp!!!!!

    Schallschutz ist ein Thema, keine Frage, Kondenswasser (+ Schimmel) an den Wänden aber sicher auch.

    Selbst wenn der lächerliche 1cm aus einer noch erfindenden Superdämmung bestünde, würde es natürlich eine Wärmebrücke über die Seite geben (also nicht die Mauerkrone).

    Was Ihr da plant wird zu 100% mit einem erheblichen Bauschaden enden. Gleich mal die Haftpflichtversicherung informieren ;)

    Thomas
     
  4. Thomas B

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    Zum Verständnis...

    ...Du meintest das schon so, oder????

    Thomas
     
  5. H.PF

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    Thomas, ich habe es genauso verstanden...

    Und wieso soll dich da oben das Material retten? Da kannst du locker 10 cm tiefer bleiben und der Schallschutz ist in Ordnung...
     
  6. Alwe

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    Ja, genauso.
    Dann bleiben die Steine tiefer.
    Danke Alexander
     
  7. Alwe

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    Aber mal konsequent zu Ende gedacht, die Aussenwände laufen auch durch, und sind nicht gedämmt.
     
  8. Thomas B

    Thomas B

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    Wie bitte????? Nicht Dein Ernst, oder??????
     
  9. H.PF

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    Doch, Thomas...

    Das ist oft so...

    Wenn die KS-Steine durchlaufen durchbrechen sie die Kehlbalkendämmung...

    Aussen ist da 15 cm Dämmung drauf, Kehlbalkenlage ist 250 mm gedämmt aber die Wand die läuft durch und ist auf der Innenseite nicht gedämmt...

    Auch bei Poroton gibbet das Problem...

    Nette wärmebrücke
     
  10. H.PF

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    Genauso wie Schonsteine durchlaufen, kaum einer denkt dran den Schornsteinkopf zu dämmen...
     
  11. Thomas B

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    Komisch hatte gerade HEUTE ABEND das Thema mit einem BH. Witzig...irgendwie.

    Aber: Die Umfassungswände stellen hier ja mehr als nur eine "Kühlrippe" dar. So etwas kann selbst ein mittelmäßig begabter Planer nicht "vergessen"......wo gibt's denn das????

    Nein...wenn Du die hochgedämmten Steine meinst (T9, T8, T7), dann sicher nicht; wenn HLZ + WDVS, dann schon....wenn man's falsch plant....

    Thomas
     
  12. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Deshalb stellt sich eine ganz andere Frage:

    Warum ist der Spitzboden außerhalb der gedämmten Hülle?

    Die paar m² gedämmte Dachfläche vs. Themen wie hier ... lohnt nicht.
    Wenn man dann noch den Aufwand für die gedämmte Luke setzt ...
     
  13. Thomas B

    Thomas B

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    ..naja...je nachdem wie groß der Dachstuhl ist. Schließlich muß man den dann auch mitheizen. Auch wenn dort nur Mäntel und Skier lagern....
     
  14. H.PF

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    Naja, Porenbeton hat in alle Richtungen den gleichen Lambda

    Poroton halt nicht...

    Da ist der Lambda durch die Wand viel geringer als nach oben...

    Deswegen hat man das Problem eher bei Poroton als bei Porenbeton (dafür hat man da gaaaanz viele Andere...
     
  15. Thomas B

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    ...weshalb man auf der Mauerkrone einfach flugs einen Sterifen WD anordnet. Wo ist das Problem?

    Ich sehe das das Problem im konkreten falle her bei der Tatsache, daß es sich um KS handelt.

    Thomas
     
  16. H.PF

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    Das Problem bei Dämmung in der Kehlbalkenlage ist das die Mauerkrone halt noch 2 m weiter oben ist ;)

    Wenn man die Sparrenlage komplett dämmt ist das ja überhaupt kein Problem...

    Aber wie löst man das Problem wenn die Aussenwand durch die Kehlbalkenlage durch geht, aussen gedämmt ist und innen im ungedämmten Bereich? Das ist doch eine Wärmebrücke. Müsste man eigentlich komplett auch dämmen...
     
  17. Thomas B

    Thomas B

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    korrekt.

    Daher wäre in so einem Falle natürlich der gesamte Dachraum besser zum beheizten Volume zu schlagen...also Dämmung in der Balkenlage.
     
  18. Thomas B

    Thomas B

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    Also nochmals zum verständnis: Ist der dachboden ungedämmt (=kalt), so müßte korrekterweise die Giebelwand, so sie in wärmeleitfähiger Ausführung erstellt wurde (KS, beton,...) beidseitig gedämmt werden, da ja sonst die Wärme über die Innenseite der wand (quasi als Kühlrippe) entfleuchen könnte. Bei hochwärmegedämmten Ziegeln wäre dies nicht der Fall.

    Oder man hebt die Dämmebene an und die Dämmung endet nicht an der Kehlbalkenlage, sondern man dämmt den gesamten Dachstuhl, also bis zum First. Dann wäre die nackte Seite der KS-Wand im warmen Bereich und alles wird gut.

    Thomas
     
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  20. Alwe

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    Es wird umgeplant, zusätzlich wird noch im Spitzboden eine Zwischensparrendämmung verlegt.
    Die Dämmung in der Kehlbalkendecke und die Dampfsperre wird beibehalten.
    Sollte auch eine Dampfsperre unter den Sparren im Spitzboden ausgeführt werden? Durch die Sperre in der Kehlbalkendecke sollte es oben trocken bleiben?
    Grüße Alexander
     
  21. #19 Florian Aicham, 4. Dezember 2011
    Florian Aicham

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    Wuerde eine zweite Dampfbremse im Spitz anbringen - sicher ist sicher.
     
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