Mauerwerk was Schall und Wärmedämmend ist

Diskutiere Mauerwerk was Schall und Wärmedämmend ist im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir wollen im Sommer anfangen zu bauen und benötigen fachlichen Rat welches Mauerwerk sinnvoll wäre, wenn sehr auf Schall und...

  1. Marcelino

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    Hallo zusammen, wir wollen im Sommer anfangen zu bauen und benötigen fachlichen Rat welches Mauerwerk sinnvoll wäre, wenn sehr auf Schall und Wärmedämmung gelegt werden muss!

    Habe hier das ganze Forum schon nach passenden Antworten durchsucht, aber bisher ohne Erfolg!

    Vielleicht gibt es hier ein paar wenige,die mir gute Tipps sowie Ratschläge bzw. Erfahrungswerte dies bezüglich machen können!

    Wäre euch sehr dankbar dafür!

    Mfg Marcel
     
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  3. Yilmaz

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    Hintermauerwerk Kalksandstein mit WDVS oder Klinker...
     
  4. Marcelino

    Marcelino

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    Danke für die Antwort !
    Welche Steinstärke würden Sie für einen Kalksandstein empfehlen und wie stark sollte die Dämmung sein?

    Habe von vielen Leuten schon gehört das sie mit Ytong Porenbeton bauen, weil dieser Stein gute Schall und Wärmedeämmeigenschaften hat!

    Was halten Sie von diesem Stein oder haben Sie diesen Stein auch schon verarbeitet!


    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar!

    Mfg Marcel
     
  5. ultra79

    ultra79

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    Also Ytong hat mit Sicherheit keine guten Schalldämmeigenschaften ;-)

    24cm Kalksandstein + 24cm WDVS in WLG035 macht zumindest einen schönen U-Wert ;-)

    Vielleicht schreibst mal warum dir die Schalldämmung so wichtig ist. Dann kann man dir vielleicht Tipps geben was sinnvoll ist. Und beim Schall nie die Fenster vergessen!
     
  6. ManfredH

    ManfredH Gast

    Worum geht es denn beim Schallschutz überhaupt? Schutz vor Aussenlärm? Schutz vor Geräuschübertragung von Raum zu Raum? Oder von einem Geschoss ins andere?

    Wie dick das Mauerwerk sein muss (und auch welche Druckfestigkeit die Steine haben müssen) ist etwas, was man nicht als Aussenstehender und ohne Kenntnis des Bauvorhabens "empfehlen" kann, sondern was sich aus der statischen Berechnung ergibt.
    Und die erforderliche (Mindest-)Dämmschichtdicke ergibt sich aus dem Wärmeschutznachweis, der für das Gebäude angefertigt werden muss.

    Wobei ich 24 cm WLG 035 schon für sehr grosszügig halte; meines persönlichen Erachtens sollte man auch beim Dämmen die Kirche im Dorf lassen, auch wenn das Dämmstofflobby und energiesparhysterischer Zeitgeist anders sehen mögen.
     
  7. Marcelino

    Marcelino

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    Vielen Dank für die genannten Vorschläge, also der Schallschutz ist uns wegen dem Aussenlärm sehr wichtig, weil ein Hauptverkehrsstraße am Grunstück vorbei geht!

    Persölich bin ich auch kein Freund von einem Wärmedämmmverbundsystem, aber viel alternativen gibts es doch nicht, wenn man einen guten Stein für Schall aussucht oder??
     
  8. ultra79

    ultra79

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    Gegen Außenlärm wäre ein Stein mit hoher Rohdichte vermutlich gut - also z.B. Kalksandstein. Mit dem WDVS muss man dann aber aufpassen, da IIRC mit Styropor dann z.B. das Schalldämmaß wieder sinkt - Akustik ist echt eine schwierige Sache. Mit Holzweichfaser wird das dann vermutlich besser aussehen.

    Wichtig ist gegen den Straßenlärm aber das/die Fenster.
     
  9. Marcelino

    Marcelino

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    Danke für die Antwort,also der Kallksandstein scheint wirklich sehr beliebt zu sein bei Schall und sehr effizent!!

    Bei der Dämmung würden wir wahrscheinlich eine Mineraldämmwolle nehmen, in der Stärke was die Wärmeberechnung ergibt!!

    Fenster mit 3 fach Verglasung und Schallschutzklasse 4, wäre das Ok???
     
  10. ultra79

    ultra79

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    Mineralwolle?? Außen als WDVS? Bin da zwar kein Experte, doch Mineralwolle im Außenbereich scheint keine gute Idee zu sein - das Material ist sehr empfindlich wenn es um Feuchtigkeit geht...
     
  11. H.PF

    H.PF

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    Mineralwolle ist ein sehr gutes WDVS-Material... Grad noch die komplette Obi-Zentrale in Wermelskirchen damit gemacht worden, das taugt richtig gut...

    Ist auch altbewährt, also kein neuzeitliches Zeug. Sobald Brandschutz ins Spiel kommt ist Steinwolle das Mittel der Wahl... Industriebauten, Hochhäuser, Brandschutzwände, Brandriegel - ganz oft Mineralwolle...
     
  12. Baumal

    Baumal

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    dann halte doch einfach die finger still.
    bauexpertenforum nennt man dieses forum.
     
  13. #12 rechter Winkel, 4. Februar 2013
    rechter Winkel

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    Da WDVS aber auch nichts für den TE ist würde ich vorschlagen: 2-schaliges Mauerwerk mit schwerer Innenschale aus z. B. KS; Dämmung Mineralwolle, Hinterlüftung, Vorsatzschale
     
  14. Gast036816

    Gast036816 Gast

    wenn du gute schall- und wärmedämmwerte haben möchtest, mach die tragkonstruktion der aussenwände in stahlbeton, die wände nach enev gedämmt, dazu passende fenster und türen drin, wenn es dann noch reicht ein verblendmauerwerk davor. damit kannst du den optimalen wert an schall- und wärmeschutz erzielen.
     
  15. flo79

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    Marcel. Kommt halt auch drauf an welche Optik du haben willst. Putzfassade, Klinker oder es gäbe auch noch die Möglichkeit einer Vorhangfassade mit Holz, Schiefer oder Plattenwerkstoffen. Also z.B. eine Tragschale aus schwerem KS (den gibt es mittlerweile auch bis Rohdichte 3,0) dann ein Ständerwerk gedämmt mit Miwo/Steinwolle oder cellu, dann Hinterlüftung und zuletzt die Fassade die euch gefällt.

    Fenster sind eh klar. Natürlich sollten dann auf der Seite zur Hauptstraße möglichst wenige Fenster sein und auch die Dachform und Ausführung sollte so gewählt werden das es zu deinen Anforderungen passt.

    Viel Erfolg!

    Gruß Flo
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Du galoppierst ein bischen schnell voran, aber ohne Ziel. Also nicht wundern, wenn Du in der falschen Straße, sprich Sackgasse landest.

    Zuerst solltest Du mal Fakten klären. Die Aussage "eine Hauptstraße geht am Grundstück vorbei" hilft hier nicht weiter.

    Wie weit ist die Straße vom Haus (zugewandte Fassade) entfernt? Welche Räume befinden sich dort? Fenstergröße(n)?
    Wie hoch ist der Lärmpegel? Hilfsweise das Verkehrsaufkommen.

    Optimal wäre es natürlich wenn es schon Messwerte gäbe. Manche Städte und Gemeinden haben für solche kritischen Grundstücke Messungen durchführen lassen und können mit Messwerten weiterhelfen.

    Ohne die Lärmbelastung zu kennen lassen sich keine Schalldämmmaßnahmen planen, zumindest kann man keine sinnvolle Planung erstellen.

    Auch die obige Aussage mit einer Verschlechterung der Schalldämmung durch EPS ist Unfug. Richtig ist aber, dass EPS bzw. dessen Sonderausführungen (Bsp. Neo...) nicht primär zur Schalldämmung gedacht sind. Das Übernimmt bei einem Wandaufbau mit WDVS der Stein/Ziegel oder aus was die Wand sonst besteht. Es gibt aber Untersuchungen die sogar eine Verbesserung der Schalldämmung von > 10dB nachweisen. Hier ist aber der komplette Wandaufbau, angefangen vom Innenputz bis hin zum Außenputz entscheidend.

    Es lohnt aber nicht über solche Details oder einzelne "dB" nachzudenken so lange die Grundlagen nicht geklärt sind.

    Wenn beispielsweise die Straße sehr nahe am Haus vorbei führt, dann ist nicht nur der Luftschall ein Thema, sondern auch niederfrequente Anteile bis hin zu Erschütterungen müssen berücksichtigt werden.

    Erfahrungsgemäß ist die Schalldämmung des Wandaufbaus immer besser als die der Fenster. Bei den Fenstern kommt es aber nicht nur auf die im Labor gemessenen Schalldämmung an, sondern genau so wichtig ist der Einbau in die Wand.

    Ach ja, und wenn wir schon dabei sind, wird´s ein EFH mit Schlafräumen im DG, dann würde ich mir auch Gedanken über die Schalldämmung des Dachaufbaus machen, denn darunter befinden sich ja die Schlafräume und gerade da möchte man es ruhig haben. Da hilft es wenig wenn im Keller oder EG 70dB oder was auch immer erreicht werden.

    Es gibt also viele Dinge zu beachten damit hier ein Schallschutzkonzept erstellt werden kann, das später auch funktioniert.

    Gruß
    Ralf
     
  17. ultra79

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  18. R.B.

    R.B.

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    Weil es da nur um rechnerische Werte geht. Abgesehen davon, steht dort EPS mit 0 bzw. +1dB. Was ist daran eine Verschlechterung?

    Gruß
    Ralf
     
  19. ultra79

    ultra79

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    da stehen aber auch Werte von -2 und -1 drin.

    Ich habe mich da evtl. ungenau ausgedrückt: es kann bei falscher Planung des WDVS eine verschlechterung der Schalldämmung geben - und wenn man auf Schallschutz Wert legt kann man sowas ja in seine Betrachtung und Planung gleich mit einbeziehen.

    Ich hatte Werte von mehr als -5 dB im Kopf bei ungünstiger Auslegung, habe den Bericht aber auf die schnelle nicht gefunden.

    Ganz unten gibt es noch zwei Kurven mit Frequenzanteil... auch interessant...
     
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  21. R.B.

    R.B.

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    Abgesehen davon, dass man bei "rechnerischen" Werten von 1 oder 2dB gar nicht nachdenken muss, die hört man schlichtweg nicht, gibt es auch Wege um mit EPS die Schalldämmung deutlich zu verbessern. Google mal nach Neo Silence dB Plus. Das soll jetzt keine Werbung sein sondern nur aufzeigen, dass man nicht pauschal sagen kann, dass EPS die Schalldämmung verschlechtert.

    Ich bleibe dabei, für die Schalldämmung ist das Mauerwerk zuständig, Wärmedämmung übernimmt dann das WDVS.

    Gruß
    Ralf
     
  22. ultra79

    ultra79

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    Ja - das "pauschal verschlechtert" kam vielleicht falsch an - aber es gibt Sachen die man besser machen kann wenn man richtig plant. Und dem Themenersteller war dieses Thema ja wichtig.
     
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