Metallständerwand: starrer Anschluss an Beton-Decke

Diskutiere Metallständerwand: starrer Anschluss an Beton-Decke im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, bei einer Metallständerwand kann man die Anschlüsse an massive Bauteile (z.B. Beton-Decke) in gleitende und starre Anschlüsse...

  1. #1 Zwieback, 01.05.2011
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    Hallo,

    bei einer Metallständerwand kann man die Anschlüsse an massive Bauteile (z.B. Beton-Decke) in gleitende und starre Anschlüsse unterscheiden. Beispiele dazu findet man hier:

    http://www.knauf.de/wmv/?id=1280
    Merkblatt 3 der Bundesverbandes der Gipsindustrie:
    "Gipsplattenkonstruktionen Fugen und Anschlüsse"

    Ein gleitender Anschluss wird empfohlen, wenn die zu erwartenden Deckendurchbiegungen > 1cm sind. Siehe dazu Seite 27 im folgenden Dokument:

    http://www.knauf.de/wmv/?id=1112
    Knauf technisches Blätter
    W11 Metallständerwände

    Ein starrer Anschluss wird entweder mit Trennband (zwischen flankierendem Bauteil und Spachtelmasse) oder mit einem Dichtstoff ausgeführt.

    Beides ist wohl gleichwertig, denn man darf sich nicht täuschen lassen: Ein Dichtstoff wie Acryl nimmt bei üblichen Fugenbreiten (< 10mm) nur 1 mm an Bewegung auf. Dann kann man auch gleich die Version mit dem Trennband wählen.

    Nun meine Frage: Es wurde ein Metallständerwand mit starrem Deckenanschluss montiert. Angenommen die Deckendurchbiegung beträgt x mm ( 1 mm < x < 10 mm)

    Was passiert nun, wenn die Decke sich anfängt zu biegen. Wer nimmt diese x mm Bewegung auf? Das Trennband oder das Acryl sicherlich nicht.
     
  2. #2 Rigipser, 01.05.2011
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    Die Wand verformt sich S-förmig.
     
  3. KPS.EF

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    Wenn die Ständerprofile vorschriftsmäßig um ca. 15 mm gegenüber der lichten Höhe eingekürzt lose in die U-Profile eingestellt wurden und auch keine Verschraubungen der Gipskartonplatten mit den U-Profilen vorgenommen wurden, wird in erster Linie das Deckenfugenmaterial (Spachelmasse bzw. Acryl) die Entstehung von Spannungen (und Verformungen) der Plattenebene partiell abfedern. Sichtbar werden derartige Veränderungen vorerst hauptsächlich im Deckenfugenbereich (z.B. bei überstrichenen Acrylfugen), gegebenenfalls auch durch Aufreißen von Spachtelfugen in der Plattenebene (hauptsächlich in der Raummitte), z.B. durch Schwingungsübertragungen auf den Wandbereich Erschütterungen durch zuschlagende Türen etc. ...
     
  4. #4 Zwieback, 01.05.2011
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    KPS: Danke für die Beschreibung, wo es reisst. Nur eine Frage habe ich noch:
    Wo findet sich diese "Vorschrift"?

    Bei einem starren Anschluss werden die Gipskartonplatten mit den U-Profilen verschraubt, siehe Knauf technisches Merkblatt W11. Ich denke, was du beschreibst ist ein gleitender Anschluss.
     
  5. KPS.EF

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    Nö.

    Bei genauerer Betrachtung wirst Du feststellen, dass es keine diesbzgl. Abbildung
    für die Verschraubung mit dem U-Profil im Deckenbereich gibt.:D

    Dort liegt aber das Hauptproblem!

    Die Montagerichtlinien dieser Fa., enthalten leider keine diesbzgl. Hinweise.
    Auch in der "alten" DIN 18181 gab es sie nicht ... (die aktuelle muss ich mir nicht mehr antun :o)

    Viele Jahre lang hat besagter Systemanbieter in Verarbeitereschulungen davor gewarnt, Platten mit U-Profilen zu verbinden (galt auch für GK-Unterdecken).

    Neuerdings erhält man von deren Hotline mit dem Verweis auf Weiterentwicklungen im Materialbereich auch gegenüber früheren Statements abweichende Auskünfte (z.B. für Hinterlegung von Querfugen, Längs- und Queranordnungen von Platten innerhalb einer Fläche, etc.). ;)

    Begründung: Die entsprechende DIN-Norm enthält dazu keine explizite Forderung ...

    Zu den anerkannten Regeln der Technik gehören aber nicht nur DIN-Vorschriften allein.

    Vorschlag: Wenn mit Knauf-Platten gearbeitet wird: Technische Hotline nach diesem Detail fragen und die Antwort hier einstellen.

    KPS
     
  6. #6 Gast943916, 02.05.2011
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  7. KPS.EF

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    UPS ... erwischt ... :o

    Du meinst Detail W111-V01 ? Danke, hab ich glatt übersehen! :shades

    Ob diese Darstellung so gewollt ist?

    Werde mal die technische Hotline bemühen (wird aber etwas dauern, bin derzeit tagsüber im Stress :D).

    Glaube aber kaum, dass Du das o.g. Detail in der Praxis so ausführst, oder?

    MfG
    KP
     
  8. #8 Zwieback, 02.05.2011
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    Genau, oder im Merkblatt "Merkblatt 3 der Bundesverbandes der Gipsindustrie:" (folge meinem ersten Link ganz oben). Seite 8, Bild 1 ist eine Zeichnung, nicht schön, aber man sieht Gipsplatte mit dem U-Profil "verschraubt nach DIN".
     
  9. #9 Gast943916, 03.05.2011
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    ja, da glaubst du richtig.....


    Gipser
     
  10. Peeder

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    jetzt wird es interessant.

    Herstellerrichtlinien, die hochgehaltene Ausführung --- Warum darf oben im U nicht Geschraubt werden ?????? Zeigt es doch der große Gipshersteller auf seinen Details ?

    Ausnahmen an Brandschutzdecken.

    Alles, was ihr bisher beschrieben habt , sind " Starre Anschlüsse "

    Einkürzen der CW´s , Trennung, Bänder und Acryl , alles gehört zum Starren Anschluss.

    Was wir uns angewöhnt haben ist, das man das Verschrauben der GK Platte durch das UW ins CW Profil vermeiden soll.
    Besonders, wenn die Schraube mit wenig Drehzahl reingeeiert wird.

    Fassen wir zusammen, bei einer Normalen Konstruktion ist es kein Mangel, wenn in das U Profil geschraubt ist, wenn nicht, auch nicht, da es sich in beiden Fällen um den selben Anschluß handelt, der trotzem getrennt werden muß.

    Peeder
     
  11. #11 Zwieback, 03.05.2011
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    Genau! Mir würde es reichen, wenn die Handwerker nach Herstellervorgaben ausführen würden, anstatt einfach nur irgendwas zu "basteln".

    Kannst du das bitte erläutern?
     
  12. Peeder

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    Ja,
    Schnellbauschrauben haben eine ausgewalzte Nadelspitze, die sehr schnell stumpf wird. Sie durchdringt das UW, und drückt das CW weg, oder schneidet sich mit Abstand ins CW .
    Dabei kann das Profil sich verkannten, und die nächste Schraube geht ins leere.

    Weiter soll das Decken U nicht starr mit dem CW verbunden werden.
    Ausnahme ist " krimpern "

    Eine Schnellbauschraube ( SBS ) heißt deswegen SBS, weil sie mit hohen Drehzahlen ins Blech gejagt wird ( 2800- 4000 UPM )
    Beim reineiern mit Akku vom Discounter bricht die Nadelspitze , die Schraube ist nur mit hohen Kraftaufwand einzuschrauben.
    Dabei taumelt Sie, und beschädigt das Papier so weit, das der Kopf nicht mehr den GK hält.

    Peeder
     
  13. #13 Zwieback, 04.05.2011
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    Eine "Crimperzange" habe ich im Knauf-Merkblatt "W11" gefunden. Dort allerdings beim Verlängern von Profilen. Mir leuchtet nicht ein, wieso durchstanzen ok, aber verschrauben oder nieten nicht ok sein soll (beim starren Anschluss).

    Ah, jetzt weiß ich endlich, warum das "Schnellbauschraube" heißt.

    Nun, ich bin nicht der Schnellbauer, ich habe alle Schrauben vorgebohrt. :hammer: Macht mehr Arbeit, aber nachdem ich den geeigneten Bohrdurchmesser ermittelt hatte, haben die Schrauben auch gegriffen und gehalten. Geschraubt habe ich dann langsam - mit dem Akkuschrauber vom Discounter. :e_smiley_brille02:

    Klar, wer wirtschaftlich arbeiten muss, kann so nicht vorgehen. Aber wie verhindert man denn bei 3000 UPM, dass eine Schraube entweder durchdreht (d.h. nicht mehr greift) oder plötzlich greift und sich dann durch die komplette GK-Platte versenkt?
     
  14. H.PF

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    Dafür gibt es passende Schraubaufsätze, damit kann man nicht zu weit schrauben...
     
  15. #15 Zwieback, 04.05.2011
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    Jetzt erinnere ich mich, die habe ich in einem Knauf-Katalog gesehen. Cool.

    Noch eine Frage, an die Spezialisten: Für was benötigt man die Knauf "Schraubspachtel", bei der aus dem Griff ein Schraub-Bit rausschaut?
     
  16. #16 Rigipser, 04.05.2011
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    Die wird benötigt, wenn der Akuh leer ist.
     
  17. #17 Zwieback, 04.05.2011
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    Aha, das ist eher ein Gag als eine sinnvolle Multifunktion. Ein Schraubendreher löst das Problem leerer Akkus eleganter.

    :bierchen:
     
  18. #18 Rigipser, 04.05.2011
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    Klar. Viel Spaß noch.
     
  19. #19 Gast943916, 05.05.2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    oder "die A Kuh"?


    Gipser
     
  20. Peeder

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    nein, eigendlich nicht, gehört es doch zum System .
    Der Spachteler muss nicht lange nach einen Schraubendreher suchen, wenn mal eine Schraube nicht tief genug eingeschraubt ist.

    Mulitfunktion ja, sinnvoll , fraglich .

    Peeder
     
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