MFH Heizungstausch / Wärme kaufen?

Diskutiere MFH Heizungstausch / Wärme kaufen? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir sind Miteigentümer einer Wohnalnage mit 6 überschaubar großen Wohnungen, Erbaut in den 70 ern. Ebenso alt ist die Ölheizung (kein...

  1. hf40

    hf40

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    Hallo,

    wir sind Miteigentümer einer Wohnalnage mit 6 überschaubar großen Wohnungen, Erbaut in den 70 ern. Ebenso alt ist die Ölheizung (kein Warmwasser). Enev 2014 sieht hier nun den Austausch vor.

    Die Verwalterin möchte gerne bei Öl bleiben, das sei noch am günstigsten. Ich könnte mir aber auch vorstellen, auf Gas umzusteigen und den Austausch gar über den lokalen Anbieter finanzieren zu lassen. Der Anbieter würde bei höheren KW/h-Preisen Investition, Wartung und auch Ötlankausbau tragen (Verrohrung Schornstein weiß ich grad nicht).

    Lt. Verwaltung liegt der Preis für eine neue Ölheizung bei 9-16.000 Euro, je nach Heizungsart (was gibt es denn da für Arten?)
    Ebenso wären die Kosten nicht über die Umlage gedeckt und müssten von jedem Eigentümer selbst aufgebracht werden.
    Und--- wie lange hält eigentlich ein Öltank?

    Wer kann mir hier bei einer vernünftigen Entscheidungsfindung helfen? Hab ich irgendwie die Möglichkeit, nachzurechnen wann sich ggf. die Ölheizung rechnet gegenüber der gesponsorten Gasheizung?
     
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  3. planfix

    planfix Gast

    eine beratung vor ort kann kein forum ersetzen, darum solltet ihr einen energieberatrer aufsuchen, der keiner lobby angehört.

    ich würde auch mal in richtung bhkw denken.
    bei 6 we könnte sich das auch mit der stromerzeugung rechnen.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Niedertemperatur vs Brennwert?

    Ich dachte es werden Instandhaltungsrücklagen gebildet die genau für solche Fälle vorgesehen sind?

    Aus was besteht der Öltank? Regelmäßig gewartet?

    Ich habe bzw. hatte verschiedene Arten von Tanks im Einsatz. Kunststoff, GFK und Stahl. Die ersten beiden halten wohl ewig, zumindest sind sie seit 40 Jahren in Betrieb und zeigen noch keine Schwächen. Ich habe auch noch einen Stahltank den ich nach fast 50 Jahren stillgelegt habe. Er hätte wohl auch noch ein paar Jahre gemacht, zeigte aber schon Schwachstellen durch Korrosion.

    Der Umstieg auf einen neuen Ölkessel wird vermutlich die geringsten Investitionskosten verursachen. Heizöl ist jedoch von den Verbrauchskosten her teurer als Erdgas, und zwar teils deutlich teurer. Im Moment sind wir bei irgendwas um 82Ct./Liter, nachdem der Heizölpreis aber auch schon bei deutlich über 90Ct./Liter war, in den Spitzen ging es bei kleineren Mengen auch schon an 1, -€/Liter ran.
    Im Vergleich dazu waren die Erdgaspreise relativ stabil, sprich die Schwankungen waren geringer. Aktuell für unter 7Ct./kWh an jeder Straßenecke zu haben, je nach Tarif auch deutlich günstiger. Hier darf man aber den Grundpreis nicht vergessen, der sich aber bei einem hohen Bedarf (6 Wohnungen) geringer bemerkbar macht als bei einem EFH.

    Die Frage ist, welche Investitionskosten fallen an? Dazu sollte man sich am besten ein Angebot machen lassen, denn nur mit irgendwelchen Preisen schätzen führt schnell in eine Sackgasse. Man braucht ja nicht nur eine Therme, LAS und den Gasanschluss, sondern auch noch den ganzen Kleinkram um die Anlage an die vorhandenen Heizkreise anzubinden, einen WW-Speicher anzuschließen, und das Gas muss ja auch noch zum Gebäude bzw. vom Übergabepunkt zur Therme. Viel Kleinvieh macht auch Mist, das darf man nicht vergessen.

    Ob der lokale Anbieter den Austausch sponsort, und wie hoch er sich daran beteiligt, das sollte man gut überlegen. Hängt von den Vertragsbedingungen ab. Es kann sinnvoll sein, wenn man seinen Gaslieferanten frei wählen kann, da die lokalen Anbieter nicht unbedingt die günstigsten sein müssen.
     
  5. Julius

    Julius

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    Werden die Wohnungen alle von den Eigentümern bewohnt oder sind welche davon vermietet?

    Unterscheide auch Zuschüsse (einmalig) bei Umstellung auf Erdgas und Contracting (dabei zahlt der Wärmelieferant den Kessel). Das hat sehr unterschiedliche Folgen!

    Und kläre das mit der Rücklage. Bei so einem alten Kessel hätte jeder halbwegs verantwortliche Verwalter längst ausreichend Rücklagen gebildet!

    Vor einer Entwscheidung hat der Verwalter mehrere Vergleichsangebote einzuholen und der Versammlung vorzulegen.
    In Eurem Fall sollten das ME mind. 2x Öl, 2xGas und 1x Contracting sein. Jeweils vollständig, also incl. der Kosten von Abgasanlage, Hausanschluß, Tankreinigung- bzw -entsorgung etc.
     
  6. hf40

    hf40

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    Hallo,

    das mit der Rücklage ist so eine Sache, aber nunmal nicht zu ändern. Wie der Tank beschaffen ist, muss ich noch rauskriegen. Haben die ein sichtbarese TÜV-Siegel und/oder Etikett mit Baujahr?
    Es wohnen sowohl Eigentümer als auch Mieter in der Anlage. Sind denn die Preisunterschiede Niedertemperatur/Brennwert hoch?
    Gibt es einen Richtwert (z.B. 10-15 Jahre), wonach man davon ausgehen kann, dass Contracting danach teurer wird als "Selbstversorgung"?
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Normalerweise findet sich eine Kennzeichnung am Tank. Ist aber bei jedem etwas anders.

    Gute Frage. Ist ein Diesel teurer als ein Benziner? Nicht unbedingt. Man muss also die Gesamtkosten betrachten. Muss beispielsweise der Schornstein angepasst werden? usw, usw. Da hilft wirklich nur ein Vergleich anhand konkreter Angebote, und der Anbietende sollte möglichst wenig vergessen. ;)

    Nein. Dafür sind die Verträge einfach zu unterschiedlich. Ich behaupte einfach mal, unter´m Strich rechnet sich das für den Hauseigentümer nie, denn niemand hat etwas zu verschenken.
     
  8. ThomasMD

    ThomasMD

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    Die Rücklagenbildung ist keine Angelegenheit des Verwalters.
    Wenn die Gemeinschaft aus lauter Schwaben besteht, die wegen Geizes in Schottland Einreiseverbot haben, kann der Verwalter gar nichts machen.
    Bei uns ist nebenan eine WEG, die wegen jeder mittleren Repatur eine außerordentliche Versammlung einberufen und mit dem Hut eine Sonderumlage einsammeln.
    Auch die notwendige Anzahl von Angeboten festzulegen ist Sache der Gemeinschaft.

    Contracting ist regelmäßig die teuerste Form der Energiebeschaffung und ähnlich dem Autoleasing für Privatleute eine Methode, sich Dinge anzuschaffen, die man sich eigentlich nicht leisten kann.

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  9. klognfurta

    klognfurta

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    Ich schätze das Gebäude benötigt bei der derzeitigen Heizung mindestens 8.000 Liter Öl/Jahr. Ich würde auf jeden Fall schauen welche Alternativen es and diesem Standort gibt, und nicht im vohinein sagen das "Öl wohl das beste sei". [Link entfernt] zeigt dir einen Vergleich von verschiedenen Heizungen wie groß die Unterschiede bei den jährlichen Kosten von verschiedenen Heizungen sind.
    Vor allem langfristig sind die Einsparungen gerade bei dieser Größenordung enorm.
    Ein Energieberater vor Ort sollte dann eine genaue und unabhängige Berechnung durchführen und auf Grund dessen solltet ihr eine Entscheidung treffen.
     
  10. hf40

    hf40

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    Hallo,

    ich muß hier nochmal nachfragen:
    Zwei voneinander unabhängige Heizungsbauer sagten, eine Gas-Anlage sei ca. 1000 Euro preiswerter als eine Ölanlage (einer meinte, er müsste eine Ölanlage kaskadieren).
    Da der Gas-Hausanschluß bei uns derzeit nur 300 Euro kostet und die Demontage des Tanks ca. 700 Euro, würde man plus minus null rauskommen.
    Noch dazu muß das Öl nicht mehr aus der Rücklage gekauft werden (und man spart die Provision der Hausverwaltung).
    Wer kennt sich mit den Preisunterschieden Gas-/Ölheizung ein wenig aus?
    Was muß man für einen Energieberater kalkulieren (KFW Zuschuß)

    Danke
     
  11. feelfree

    feelfree Gast

    Betriebskosten werden aus der Rücklage bezahlt? Und die Hausverwaltung bekommt Provision, wenn Sie Öl einkauft?
    Ich versteh' gar nix mehr.
     
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  13. R.B.

    R.B.

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    Der hat wohl ein neues Fremdort gelernt......aber anscheinend nicht verstanden.

    Es geht um ein MFH mit 6 Wohnungen, da ist die Heizlast so niedrig, darüber kann ein Ölbrenner nur lachen. Das gilt analog für einen Gaskessel. Wenn man bei so kleinen Anlagen schon kaskadieren müsste, was machen dann die Eigentümer bei richtig großen Häusern? Vielleicht 100 Kessel in den Keller stellen und kaskadieren?

    Das hilft Dir nicht weiter wenn schon Heizungsbauer antanzen die Kessel kaskadieren wollen. An sich müsste man die Kosten vor Ort ermitteln, denn nur da sieht man welcher Aufwand wirklich erforderlich ist. Es kann sein, das die Variante mit Öl günstiger wird, es wäre auch möglich, dass die Variante mit Gas günstiger wird. Das hängt von so vielen Faktoren ab. Beispielsweise Schornsteinsanierung, Aufwand für den Gasanschluss im Haus, Einbindung der WW-Erzeugung usw. Es kann auch sein, dass Hersteller x günstige Ölkessel im Programm hat, Hersteller y dafür günstige Gaskessel. Je nachdem welcher Hersteller dann angeboten wird, ist einmal die Gas-Variante und einmal die Heizöl-Variante im Vorteil.

    Falls Ihr tatsächlich so günstig an einen Gasanschluss kommt, würde ich mir das ernsthaft überlegen. Momentan ist Gas deutlich günstiger als Heizöl, und man könnte vermuten, dass sich daran so schnell auch nichts mehr ändern wird. Die Nachfrage nach Heizöl sinkt, und es gibt auch viele andere Verwendungsmöglichkeiten für Rohöl.
     
  14. hf40

    hf40

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    Moin,

    ich habe auch keine Ahnung, warum das Heizöl aus der Rücklage gezahlt wird. Das muß vor meiner Zeit beschlossen worden sein.
    Mit der Provision bin ich gerade beim Heizöl nicht sicher, aber ich denke, die Hausverwaltung bekommt mit jeder (Investition/Rechnung) ab xxx Euro Auftragswert 5-10% Sondervergütung/Provision.
    Was kostet wohl der Energieberater?
     
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