Mindestüberlappung von Deckenelementen vor Gießung Ringanker

Diskutiere Mindestüberlappung von Deckenelementen vor Gießung Ringanker im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, auch wenn alles abgestützt ist und ein Ringanker gegossen wird, ist das nicht ein bissel knapp? Oder egal? Die Wand besteht aus...

  1. tobiberlin

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    Hallo zusammen,

    auch wenn alles abgestützt ist und ein Ringanker gegossen wird, ist das nicht ein bissel knapp?

    Oder egal?

    Die Wand besteht aus 15cm KS-Planelementen.

    LG
    Tobias DSC_0908.jpg
     
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  3. #2 Thomas Traut, 2. November 2015
    Thomas Traut

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    Kann man so nicht beantworten. Was ist das für eine Decke?
     
  4. tobiberlin

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    Decke des Erdgeschosses eines REH, lt. Planung 22cm Stahlbetondecke, Rest siehe Fotos baugleicher Häuser in der Umgebung...

    IMG_8490.jpg DSC_0690.jpg IMG_9254.jpg
     
  5. Inkognito

    Inkognito Gast

    Da wurde die Fuge der Halbfertigteile mit Bauschaum geschlossen. Prügeln Sie den Verursacher und den Fachbauleiter mit einem Besenstiel von der Baustelle.
     
  6. tobiberlin

    tobiberlin

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    So schlimm? Geht es etwas fachlicher bitte?
     
  7. baufix 39

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    nu mal halblang, die Spannrichtung mal ansehen ,Decke liegt rechts und links auf !
     
  8. Inkognito

    Inkognito Gast

    Die Fugen zwischen den einzelnen Elementen, hier darf kein Bauschaum rein, aus Brandschutz- und Korrosionsschutzgründen. Klar, wenn man einen darauf anspricht, dann erzählt der einem, dass das im Nachhinein rausgekratzt und fachgerecht verschlossen wird. Soll heißen, der lügt Ihnen ins Gesicht.

    Im dritten Bild, in der Flucht der Fuge, da sehen Sie sogar wie der Schaum über die untere Bewehrungslage quillt.
     
  9. Inkognito

    Inkognito Gast

    Die Decke spannt zweiachsig. Oder man hatte zu viel Bewehrung und wusste sich nicht anders zu helfen als das Zeug im Beton zu entsorgen.

    Ansonsten empfehlen sich generell Decken, die zumindest an zwei Stellen aufliegen, sonst wird das überproportional aufwändig.
     
  10. tobiberlin

    tobiberlin

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    OK, wie schlimm ist es? Ist es "nicht schön", verstößt es gegen "anerkannte Regeln der Technik", verstößt es gegen bestimmte DIN-Normen?

    Hier noch mal ein paar Fotos...

    DSC_0906.jpg DSC_0905.jpg DSC_0907.jpg DSC_0909.jpg DSC_0950.JPG DSC_0952.jpg
     
  11. tobiberlin

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    Unbenannt-4.jpg Unbenannt-3.jpg
     
  12. baufix 39

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    Die Decke ist doch noch so nicht fertig, hast du keinen Bauleiter / Baubetreuer ? Was ist den
    gem. Statik und Verlegeplan angegeben ?
     
  13. tobiberlin

    tobiberlin

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    BT und Zäune drumherum und wenn der Rohbau fertig ist kann man gucken bevor man die nächste Rate zahlt...
     
  14. Inkognito

    Inkognito Gast

    c_min, dur (Mindestbetondeckung für die Dauerhaftigkeit) und a_i (der Stababstand der Längsstäbe von der direkt beflammten Außenkante) nach DIN EN 1992 wird unterschritten. Die Fugen müssen übrigens im Regelfall zwingend mit einem geeigneten Material verschlossen werden, das ist ein Bestandteil des Brandschutzes. Ohne diesen Schritt besteht der nicht (und die Nutzung darf strenggenommen auch noch nicht begonnen werden - obwohl das häufig vorkommt, dass dies dem Bauherren zum späteren DIY überlassen wird). Das ist eigentlich ein Bestandteil der Umplanung von Ortbeton auf Halbfertigteile.
     
  15. tobiberlin

    tobiberlin

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    Danke für die ausführliche Erklärung, die betoffenen Käufer werden das nun mit einem SV klären. Soweit ich die anderen Posts verstanden habe, darf dieser Zustand jedoch bis zu dem Moment wo die Decke gegossen wird, so bleiben oder? Also wenn man vorher die Hand hebt, ist eine Abwimmelung à la "Klar machen wir das noch weg" zu erwarten...

    Oder um noch mal von der guten Seite zu kommen - ist dieser Zustand so als Zwischenschritt evtl. normal und er könnte im Laufe der nächsten Tage fachgerecht "angepasst werden" und wir schimpfen hier umsonst?
     
  16. Inkognito

    Inkognito Gast

    Theoretisch besteht die Möglichkeit das nachträglich rauszukratzen. Das ist natürlich Blödsinn, da kommt man nicht mehr richtig dran und dann wird irgendwas drübergespachtelt. Im Beton ist es dunkel und bis der Stahl wirklich in problematischen Größenordnungen gerostet ist, ist die Gewährleistungszeit eh' rum.
    Da gehört einfach ein Schalbrett drunter geklemmt, Thema erledigt.

    Abwimmeln ist so eine Sache. Viele private Bauherren sind sich ihrer Macht an dieser Stelle einfach nicht bewusst, machen absurd ungünstige Verträge oder vertrauen darauf, dass die Baufirma schon ordentlich arbeitet.
     
  17. tobiberlin

    tobiberlin

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    Guten Morgen, die Antwort vom SV:

    "...die Filigranelemente der Decke dürfen sogar nicht auf den tragenden Wänden aufliegen. Sie dienen im Prinzip nur als Schalung für die noch zu gießende Betondecke. Der Beton und die noch einzubauende Bewehrung liegen natürlich auf den Wänden bis zur Außenkante auf ( da wird am Rand noch eine Schalung gebaut. Der Montageschaum dient nur dazu, damit der Beton nicht durch die Fugen läuft. Ihr Bauleiter kann Ihnen das sicher auch noch einmal erklären..."

    Vor Ort habe ich heute übrigens von der Seite gesehen, dass die Elemente tatsächlich nicht AUFliegen, sondern durch die Abstützungen ganz grob geschätzt ca. 1-2cm höher liegen, sah man gegen die Sonne ganz gut bei einem Haus wo noch nicht alle Elemente lagen.
     
  18. Inkognito

    Inkognito Gast

    Die Elemente dürfen aufliegen, bei mehr als 3cm dann aber im Mörtelbett. Das ist aber nicht allgemeingültig sondern im Zweifel in der entsprechenden Zulassung zu finden.

    Natürlich erfüllt der Bauschaum den angegebenen Zweck, aber da wo das Zeug ist muss eben was anderes hin - da hat kein Bauschaum zu sein, siehe oben.
     
  19. #18 gunther1948, 3. November 2015
    gunther1948

    gunther1948

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    hallo
    selten soviel blödsinn gelesen/gehört.
    mal in die zulassung schauen wäre mein rat an den sv.

    gruss aus de pfalz
     
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  21. baufix 39

    baufix 39

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    ganz was neues "schwebende Filligrandecken" toll :bef1006:
     
  22. OLger MD

    OLger MD

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    Ist möglich. Wenn es so geplant ist. Und nach Plan ausgeführt wird.

    Wenn die Filigranelemente aufliegen, liegen sie nicht gleichmäßig auf, da der Ringanker/die Wand nicht planparallel zu den Filigranelementen ist. Das kann schon im halbfertigen Zustand zu Kantenpressungen und zu Abplatzungen führen.

    Das "Auflager" der Decke kann mit Ortbeton (ähnlich wie ein Endquerträger) anbetoniert werden (nicht schwebend, sondern indirekte Auflagerung). Dann muss aber die Bewehrung dazu passend berechnet sein und eingebaut werden - in den Filigranelementen und im Ortbeton. Ein Teil der Tragbewehrung muss über das Auflager geführt werden, zusätzlich muss weitere Bewehrung (z.B. Steckbügel, Querkraft- / Schubbewehrung ) eingebaut werden. Die Fuge zwischen Fertigteilen und Ortbeton muss aber so nah an der Wand sein, dass sie später nicht mehr zu sehen ist - also z.B. duch den Wandputz überdeckt wird.

    Was gar nicht geht, ist der Bauschaum in den Fugen. Wie oben geschrieben fehlt es an der Betondeckung für die Dauerhaftigkeit und es fehlt die Betonüberdeckung der Bewehrung für den Brandschutz. Entweder die Bewehrung liegt so, dass T-Leisten/Dreihorn o.ä. eingebaut werden können - zum Beispiel durch abgestufte Kanten an den Zwischenfugen oder es muss ausbetoniert werden.

    Dann frag' ich mich wieso hier noch mit Fertigteilen gearbeitet wird die "nur" als Schalung verwendet werden. Normalerweise liegen die Filigranelemente auf den Wänden schon auf und werden nur mit Hilfsstützen unterstützt, damit sie den Ortbeton beim Betoniervorgang tragen. Ohne Randauflagerung müssen die Elemente auch an den Ränden unterstützt werden und die Stützen müssen ausgesteift werden.
     
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