Mit der Wärmepumpe und Fussbodenheizung kühlen

Diskutiere Mit der Wärmepumpe und Fussbodenheizung kühlen im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Bauexperten. Besteht die Möglichkeit mit einer Wärmepumpe Novelan LAD7 und Fussbodenheizung zu kühlen? Man kann doch das kalte Wasser...

  1. #1 carlos tresas, 15.07.2020
    carlos tresas

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    Hallo Bauexperten.
    Besteht die Möglichkeit mit einer Wärmepumpe Novelan LAD7 und Fussbodenheizung zu kühlen?
    Man kann doch das kalte Wasser einfach durch das ganze Haus jagen um etwas die Räume abzukühlen.
    Hat jemand Erfahrungen damit?
     
  2. #2 Fabian Weber, 15.07.2020
    Fabian Weber

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    Ob eine Kühlfunktion aktiviert ist, weißt nur Du.

    Ansonsten geht das schon.
     
  3. JanRi

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    Mit einer Luft-WP wie der genannten Maschine wird das aber ein teurer Spass, den man sich nur tagsüber mit PV-Strom gönnen sollte. Mit einer Erdwärmepumpe ist das einfacher, wenn sie Passivkühlung unterstützt.
     
  4. #4 Donpepe, 16.07.2020
    Donpepe

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    Moin,

    Fußboden ist nicht ideal zum kühlen aber grundsätzlich kannst du dem Haus Wärme entziehen. Das Problem ist die minimale VL Temperatur bei der kein Kondenswasser auf dem Fußboden entsteht. Ohne Taupunktwächter wird 17C VL empfohlen.

    Grüße
     
  5. JanRi

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    Das geht sogar ziemlich gut. Im heissen Sommer 2019 (bis knapp 40C) haben wir auf diese Weise zusammen mit automatischer Verschattung unsere 205qm nach KFW55-Standard auf ca. 23-24C gehalten. Vorlauf haben wir wegen der Kondenswasserproblematik auf 18C begrenzt. Das hat aber nur funktioniert, weil es wochenlang konsequent durchgelaufen ist. Was man so definitiv NICHT kann: "Mir ist zu warm, also machen wir das an und kurz danach ist es kühl". Eine heisse Wohnung bekommt man damit nicht kühl, aber man kann eine kühle und verschattete Wohnung damit kühl halten, wenn man es denn sehr, sehr lange laufen lässt.

    In unserem Fall waren es im Sommer 2019 immerhin 1850 KWh, die wir dem Haus entzogen haben. Strombedarf dafür lag bei ca. 20 KWh für die beiden Pumpen der Passivkühlung unserer Erdwärmepumpe. Eine Luftwärmepumpe hätte bei AZ 4 dafür etwa 600 KWh Strom gebraucht (Achtung... man muss hier anders rechnen, denn die AZ bezieht sich auf die HEIZUNG. Wenn man dem Haus also mit AZ 4 1800 KWh entzieht, dann erzeugt man 2400 KWh Wärme, die nach draussen gehen... also 600 KWh Strom, bei AZ 3 sogar noch mehr). Ist mit einer LWP also ein nicht ganz billiger "Spass", es sei denn, man versucht, nur tagsüber mit PV-Strom zu kühlen.

    Bitte auch nicht den Fehler machen, hier die maximale Leistung der WP anzusetzen. Wenn man den VL auf 18C begrenzt, kann man gar nicht so extrem viel entziehen, weil das Delta zwischen Bodentemperatur (wärmer als VL) und Raum zu klein ist. Bei unserer FBH (beim Heizen ausgelegt auf 29C VL, also ziemlich viel Rohr) lag der Entzug im eingeschwungenen Zustand so bei ca. 2 KW.
     
    Fred Astair und Piofan gefällt das.
  6. #6 Donpepe, 17.07.2020
    Donpepe

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    Es ist eben eine Temperierung und du sprichst von einer Verschattung, die wahrscheinlich deutlich mehr Energie von Haus abgehalten hat, als die FBH "hinausbefördert" hat.

    Im Sommer wirken im Schnitt für 12-14 Stunden ca gemittelt 800W/m² thermische Energie durch Sonnenstrahlungen von Aussen auf das Haus ein... Durch neue Fenster geht das zu ca 50% durch... Rechne mal aus, was ohne Verschattung passiert wäre...

    Ein weiter Punkt ist, dass ein Kühlung ohne Entfeuchtung die Luftfeuchtigkeit erhöht. Gerade im Sommer kann dies zu einer sehr hohen sogar unangenhmen Luftfeuchtigkeit im Haus führen.

    Es ist eben nur ein (nicht der) Baustein beim Thema Hitzeschutz...
    Grüße
     
  7. JanRi

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    Ich habe das in erster Linie deswegen so deutlich geschrieben, um dem Frager klar zu machen, dass so etwas funktionieren KANN, aber eben nicht so, dass man bei praller Sonne, keiner Verschattung auf einen Knopf drückt und kurz danach ist es kalt. Das geht mit einer FBH-Kühlung auf keinen Fall und das muss einem klar sein, wenn man sich dafür entscheidet.

    Die Kühlleistung von etwa 2 KW (in unserem Fall) ist für das schnelle Runterkühlen VIEL zu niedrig.

    Sie reicht - wie beschrieben - aber bei DAUERbetrieb und Verschattung aus, um die Temperatur zu halten. Wenn man zu beidem bereit ist, ist es eine wirklich angenehme Sache. Nur mit Verschattung, aber ohne FBH-Kühlung, würde es vermutlich allmählich über die heissen Tage immer wärmer werden. Das kann die FBH-Kühlung kompensieren, aber sie schafft es nach unseren Erfahrungen nur, wenn sie dann auch wirklich durchläuft.

    War bei uns bisher absolut kein Problem. Wir haben es ja nicht kühl gemacht, sondern kühl gehalten. Dazu kommt, dass wir noch einen Baustein haben, der hier wirkt: KWL mit Enthalpietauscher. Das hilft in dieser Situation, übermäßige Feuchte draussen zu halten. Ebenso ist die Wärmerückgewinnung wichtig, denn die funktioniert natürlich auch im Szenario "drinnen kälter als draußen" und kühlt die Frischluft mit der Abluft ab. Fensterlüftung würde dagegen heiße Luft ins Haus bringen.

    Yep... es ist eine ganze Reihe von Bausteinen. Ordentlicher Wärmeschutz, ordentliche Verschattung, Kühlung über FBH, KWL mit WRG und Enthalpietauscher. Alles zusammen hilft aber, im Hochsommer ein wirklich angenehmes Innenklima zu schaffen.
     
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  8. #8 Donpepe, 17.07.2020
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    Moin,

    so passt das... ohne Frage...

    gruesse
     
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