Mit welchem Material verfüllen ?

Diskutiere Mit welchem Material verfüllen ? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir haben in unserer Gegend einen sehr lehmigen und bindigen Boden. Der Tiefbauer sprach von Lette. Der Erdaushub lässt sich nur sehr...

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo,

    wir haben in unserer Gegend einen sehr lehmigen und bindigen Boden. Der Tiefbauer sprach von Lette. Der Erdaushub lässt sich nur sehr schlecht wieder einbauen. Außerdem ist wohl mit übermäßigen Setzungen zu rechnen.

    Da rings um unser Haus Befestigungen (Wege, Terrasse, Garage) geplant sind, haben wir den größten Teil abfahren lassen. Nun haben wir sog. Faulfels (Schiefer) zum verfüllen angeboten bekommen. Anlieferung wäre sogar kostenlos.

    Was haltet Ihr davon ?
    Kann man das Material gut zum verfüllen und verdichten der Baugrube nehmen, wenn keine großen Brocken darin sind ?
    Wie gut versickert eigentlich Oberflächenwasser in diesem Material ?

    Danke für Eure Antworten.

    Axel
     
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  3. MB

    MB Gast

    Keller aus Käse?

    Oder aus Schokolade?

    Oder genauer:
    - Welcher Lastfall Wasser?
    - Welche Abdichtung?
    - Welches Material Kellerwände?
    - Drainanlage vorhanden?
     
  4. Gast

    Gast Gast

    ... also hier die Fakten:

    - lehmiger bindiger Boden (Lette)
    - Lastfall nichtdrückendes Wasser
    - Abdichtung KMB gegen aufstauendes Sickerwasser (man weiss ja nie)
    - gemauerter Keller aus Bimssteinen
    - Drainage nach DIN 4095 in DN100 in Kiespackung mit Filtervlies (weiss) und Anschluss an die Kanalisation mit Genehmigung der Gemeinde

    Axel
     
  5. MB

    MB Gast

    Dann wie folgt

    Erst mal natürlich geeignete Schutzmaßnahme der Abdichtung nach DIN 18195, Teil 10, oder bei www.berdietec.de gucken.

    Dann die Versickerungsfähigkeit des Materials bescheinigen lassen. Hängt von der Korngröße ab. Die Versickerungsfähigkeit k sollte > 10^-4 m/s sein
     
  6. Gast

    Gast Gast

    Die Seite von Berditec is wohl nicht so gelungen, denn Laminatreiniger brauche ich nun wirklich nicht. Kein Wort von Kellerabdichtung.

    Was bedeuten die Werte für die Versicherungsfähigkeit eigentlich ? Kann mir das mal bitte jemand übersetzen ?
    Wieso muss ich mir die eigentlich bescheinigen lassen ?
    Wenn normalerweise verfüllt wird, wird auch die Erde verwendet, die vorher ausgehoben wurde. Bei uns ist das Zeug aber wegen dem Setzungsverhalten nicht zu gebrauchen, oder sehe ich das falsch ?

    Was ist eigentlich besser ?
    Füllmaterial mit hoher Wasserdurchlässigkeit, damit auch jeder Tropfen nach unten durchsickern und letztendlich in der Drainage verschwinden kann ?
    Oder ist es nicht sogar besser oben ne Schicht mit geriger Wasserdurchlässigkeit zu haben, damit das Wasser schon an der Oberfläche abgeleitet wird ?
    Letzteres erscheint mir als Laie jedenfalls sinnvoller, oder wie seht Ihr das ?

    Axel
     
  7. MB

    MB Gast

    Seite wurde geändert

    Sorry, vorher waren da die Schutzschichten.

    Antworten auf die Fragen kommen noch,aber vorher bitte folgende Fragen beantworten:

    Wer plant eigentlich und hat die entsprechende Verantwortung? Bodengutachten ist ja offensichtlich nicht vorhanden, der Fehler ist da und rächt sich jetzt.

    Sie haben im Prinzip schon logisch richtig erkannt, worauf es ankommt. Allerdings stellt genau diese Logik auch die Drainanlage in Frage.

    Was ich überhaupt nicht verstehe: "Wieso muss ich mir die eigentlich bescheinigen lassen ?" Hä? Nochmmal: "Hä?"

    Müssen Sie nicht, nehmen Sie einfach ab, und Sie müssen anfangen zu beweisen, was falsch ist. Noch muß es der Auftragnehmer. Aber wenn es zuviel Mühe macht, einen Nachweis zu fordern, dann nehmen Sie den kurzen bequemen Weg des selbständigen Beweisverfahrens, welches bekanntermaßen sehr kostengünstig ist.


    Sie haben sowieso schon Geld zum Fenster rausgeschmissen (Drainanlage und Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwassr, ein Widerspruch in sich). Sie sind aber konsequent; Sie ziehen Geldverschwendung durch.

    Haben Sie mal kontrolliert, ob die Abdichtung auch fachgerecht durchgeführt wurde? Wenn ja, wie?

    Das sekbe noch mal für Drainanlage. Offensichtlich nicht. denn sonst wäre Ihre Frage sinnlos.
     
  8. berndk

    berndk

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    eine Drainage hat natürlich nicht nur Vorteile: die Wirkung als Wasserfalle wurde m.E. richtig erkannt. Verstärkt wird dieser Effekt durch Verfüllen mit großkörnigem Material.

    Alternative wäre Verfüllen mit Aushub, lagenweises Verdichten desselben (Aussage des BT, das Verfüllen wäre nicht gut möglich, ist nonsense), Noppenfolie als Trennschichte, Verlegen eines großzügigen Traufpflasters mit entspr. Gefälle zum Ableiten der Oberflächenwässer
     
  9. MB

    MB Gast

    Geht nicht

    Lehm äßt sich nicht verdichten. Noppenfolie hat da nichts zu suchen, die reißt nur die Abdichtung kaputt. Besser Drainplatten oder spezielle Schutzbahnen.

    Versickerungsfähiges Material ist schon Ok, damit es gar nicht erst lange auf die Wand einwirken kann (Merke: steter Tropfen hählt die Abdichtung).

    Was sich aber bewährt hat, ist die oberste Schicht aus Lehm zu verwenden, natürlich mit Gefälle vom Haus weg.
     
  10. berndk

    berndk

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    Unser Lehm ließ sich damals tadellos verdichten. (Ton wie auch tlw. Lehm läßt sich im feuchten Zustand sogar wie Plastilin formen)


    Deckschicht aus Lehm? warum nicht gleich ordentliches Traufpflaster?
     
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  12. Gast

    Gast Gast

    Tatsache ist, dass der Boden zum versickern ungeeignet ist. Die Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser (KMB mit Gewebeeinlage und Drainplatten) ist lediglich eine zusätzliche Sicherheit. Da gebe ich lieber 500 Euro mehr aus.
    Was daran und an einer Drainanlage unsinnig ist kann ich nicht nachvollziehen. Das Objekt wird von einem GU gebaut und von einem unabhängigen Architekten meines Vertrauens überwacht. Ist eine Überwachung etwa auch falsch investiertes Geld ?

    Außerdem hat ein Bodengutachter auch bescheinigt, dass das Material nicht in Bereichen geeignet ist, in denen Setzungen von 10-20 cm zu vertreten sind. Da ich keine Lust habe, jedes Jahr die Setzungen von Wegen und der Terrasse auszubessern, und auch am Haus eine Garage gegründet werden soll, benötigen wir nunmal gut verdichtbares Material. Was

    @MB
    Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Wir haben einen GU, der übrigens nicht morgen, und auch nicht übermorgen in den Konkurs gehen wird. Falls Mängel auftreten, ist er in der Haftung. Zusätzlich habe ich noch meinen Architekten zu Überwachung und die Aussage eines Bodenhutachters mit einer Gründungsempfehlung. Gerade in diesen sensiblen Bereichen wie Abdichtung und Rohbau habe ich komplett auf Eigenleistung verzichtet. Zum einen, weil es mir nicht liegt zum anderen, weil ich im Zweifelsfall jemanden haftbar machen möchte. Was habe ich also falsch gemacht ?

    Ich lese wirklich gerne in diesem Forum, aber mir ist schon öfters aufgefallen, dass man gleich in eine Schublade gesteckt wird und verbal massiv abgeurteilt wird. Es gibt auch beim Bau manchmal mehrere Möglichkeiten ein Problem zu beheben.

    Ich würde mir eine sachliche Diskussion ohne Oberlehrermanieren wünschen.
     
  13. MB

    MB Gast

    Und?

    Was war an meinen Beiträgen falsch oder Oberlehrerhaft?

    Lehm läßt sich nicht verdichten. Punkt und aus.
     
Thema: Mit welchem Material verfüllen ?
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