Mittelpfettenauflager

Diskutiere Mittelpfettenauflager im Dach Forum im Bereich Neubau; Frage: die Mittelpfetten bei einem Dachstuhl eines Einfamilienwohnhauses mit der Länge von ca. 10,74 m liegen auf den Giebelwänden ohne sichtbare...

  1. haera

    haera Gast

    Frage: die Mittelpfetten bei einem Dachstuhl eines Einfamilienwohnhauses mit der Länge von ca. 10,74 m liegen auf den Giebelwänden ohne sichtbare Köpfe auf. Zugleich sind die Mittelpfetten aufgelegt jeweils auf 2 Wänden, bestehend aus 11,5 cm starken Porenbetonwänden. Die Mittelpfetten haben jetzt die Abmessungen 17 X 23 cm in trockenem Zustand und bestehen aus einem Stück heimischem Fichtenholz. Der Dachstuhl wurde aufgerichtet im Jahre 2002.

    Es sind nun Bedenken hinsichtlich der Pfettenauflager aufgekommen, ob dies statisch in Ordnung ist; die Porenbetonwände sind nicht als Tragwände ausgebildet, sondern lediglich mit großformatigen Porenbetonsteinen Rohdichte 0,4 verklebt errichtet.

    Danke schon mal für die Antworten.
     
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  3. #2 MLiebler, 4. Juli 2005
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    Servus,
    in welchem Bundesland gebaut?
    Falls in Bayern, müsste es dafür eine Statik geben. Dort müsste eine Aussage über die Auflager zu finden sein.
    So wie die 11,5er Wände und die Pfetten beschrieben sind, dürften diese Wände inzwischen eine tragende Funktion "aufgedrückt" bekommen haben, wenn Konstruktiv nichts dagegen vorgesehen war.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 4. Juli 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    Auch bei den Saupreissen

    :D brauchts eine Statik. Nur muss die nicht unbedingt vorgelegt werden. Bei den niederen Sachsen reicht für das Baugesuch ein A4 Zettel vom Statikus, dass er gerechnet hat.
    Die Statik MUSS trotzdem existieren!!!!
    ****
    17/23 als Vollholz - also kein BSH - für eine Spannweite von 10 m + reicht - (nach Erfahrung, nicht gerechnet) - freitragend nicht aus.
    Und zumindest im Auflagerbereich hätte ich bei einer Fläche von 11,5*17 cm ein Beton oder Klinker-MW Auflager als Lastverteilung erwartet. Zumindest dort dürfte die rechnerische Belastbarkeit des PB überschritten sein. Der Rest der Wand könnte auch als Großformatblock in PB geklebt 11,5 cm hinhauen. KÖNNTE, muss aber auch nicht. Hängt von der ankommenden Last ab.
    ****
    Vom Planer/Ausführenden die Statik anfordern.
    ****
    MfG
     
  5. JDB

    JDB

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    Freitragend über 10m scheidet aus. (Gedanke nichteinmal eine Erwähnung wert)
    Der "Pfetten-Bemessende", sei es der Zimmermann oder sonst irgendwer, ging davon aus, dass die Innenwände als Auflager dienen.

    Entweder plant + baut man tragende Wände mit auf die Einwirkungen abgestimmten Auflagerkonstruktionen oder man baut "Pipi-Wände" und stellt tragende Stützen in diese (Potentielle Putzrissgefahr in Kauf nehmend)

    Bauchmeinung:
    Hier wurde nichts gemacht. Auflager untauglich und statisch nicht nachweisbar.

    Eine sachverständige Stellungnahme ist letztendlich abhängig vom ausgeführten Dachsystem incl. Aussteifung und tatsächlichen Lasten.
     
  6. Pitco

    Pitco

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    Toller Beitrag, sehr Interessant. :yikes
     
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