mittels Unterbeton zu durchteufen

Diskutiere mittels Unterbeton zu durchteufen im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; hallo, ich habe das bodengutachten für unser geplantes grundstück vor mir liegen und ich habe verständnisprobleme. vielleicht kann mir jemand...

  1. #1 almenhof, 29.09.2008
    almenhof

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    hallo,

    ich habe das bodengutachten für unser geplantes grundstück vor mir liegen und ich habe verständnisprobleme. vielleicht kann mir jemand helfen.

    hier steht:
    Im Bereicht der geplanten Gebäuden stehen etwa ab einer Tiefe von 1,5m unter aktueller GOK Hangschuttmassen an, die Gründungssohle der Gebäude kommen in dem den Hangschutt überlagernden schluffigen Ton zu liegen. Dieser weist im Bereich der Gebäude ... eine zumindest steife Konsistenz auf, die Wohngebäude können entweder flach auf Einzel-und Streifenfundamenten oder auch auf elastisch gebetteter Platte gegründet werden.
    In Höhe der Gründungssohle noch vorhandenen feinkörnigen Böden einer Konsistenz < steif sind mittels Unterbeton bis zum Erreichen des mind. steifen Tones zu durchteufen, bzw. durch entspr. Massen auszutauschen.

    Gründungshorizont : sandiger Ton

    Zusatzmassnahmen: ca 0,5 Unterbeton unter Fundamenten

    und dann noch ne Menge zahlen wie : 220kN/m2 Sohldruck, 300 kN/m2 Kantenpressung
    max Setzung: s=1cm, s< 0,5cm
    zeitlicher Setzungsverlauf: 90% mit Belastung, 10% in 3 Monaten
    Sohlreibungswinkel 32,5 Grad
    Bettungsmodul: k s,k 20MN/m3

    Diese Zahlen sagen mir alle garnichts.
    Gibt es hierfür eine Übersetzung ? bzw. kann mir das jemand erläutern.

    Wir planen
    eine Bodenplatte 0,20 m selbsttragend und biegesteif aufliegend auf einer 0,10 Dämmung.
    Darunter die Kapilarschicht in der Stärke von 0,15m

    Welche zusätzlichen Massnahmen müssen nun von uns ergriffen werden ? Was bedeutet dieses "durchteufen" ? Was ist Unterbeton ? Wie sehen dann die Schichten aus ? Kapilarschicht, Unterbeton, Dämmung, Bodenplatte ?

    Für Informationen wäre ich sehr dankbar !

    Beste Grüsse
    chris
     
  2. gast3

    gast3 Gast

    "Erst-Info"

    Hallo Chris,

    also dir die verschiedenen Zahlen, Berechnungsgrundlagen und Auswertungen zu erklären - na um das zu verstehen studieren manche Leute - jeht mir jetzt also zu weit, aber, was für dein Verständnis erstmal wichtig ist: durchteufen = durchstoßen, darunter, durch

    das Bodengutachten geht richtigerweise erstmal davon aus, dass bindige Böden weicher / breiiger Konsistenz (= Matsch < steif) nicht ausreichend tragfähig sind. Diese wären dann eben auszutauschen / zu ersetzen (z.B. durch Kies, Schotter, Magerbeton etc.).

    und alles weitere sagt dir dein Tragwerksplaner


    Gruß

    Helge


    ich hoffe dein gutachten enthält die entsprechenden Hinweise zur bautechnischen Umsetzung der Erdarbeiten (Störungsempfindlichkeit des Bodens, Geotextil, Wasserdurchlässigkeit des Bodens - oder eben nicht etc.)
     
  3. Julius

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    Fragst Du Deinen "wir-Planer"!

    Und dem GU richte aus, daß es im Deutschen: "ersetzen durch" und "austauschen gegen" heißt. "austauschen durch" würde sich nämlich auf den Ausführenden beziehen und nicht auf das Ersatzmaterial... :)
     
  4. #4 almenhof, 29.09.2008
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    aber wie sieht denn praktisch ein "durchteufen" mit Unterbeton aus ?

    wird unter die Bodenplatte nochmals eine "Unterplatte" mit 50cm Stärke gegossen ?

    oder wird der möglicherweise vorhandene sandige Ton mit Beton vermischt oder wird Beton "reingespritzt" ?
    und darauf dann die Kapilarschicht (wo mir anderorts berichtet wurde, diese wäre evtl. kontraproduktiv (bei trockenem sandigen Ton)) ?

    kommt denn bei "unserer" (lebenspartner&ich) bodensituation überhaupt noch eine Bodenplatte von 0,20 m biegesteif in Frage ? Warum dann nicht gleich eine Platte mit 0,70m ?


    beste Grüsse und vielen Dank für die Infos
    chris
     
  5. gast3

    gast3 Gast

    also lass die Platte mal im Dorf, wie man hier manchmal so schön sagt.

    Du hast ein Bodengutachten - einen Statiker, der mit dem angegeben Bettungsmodul deine Platte rechnen kann (biegesteif und 20 cm, nunjutschaunmehrmal).

    Mehr brauchst du eigentlich nicht und ob du den Bodenaustausch (steht im Gutachten eigentlich drin ob und wieviel und überhaupt- oder wusste der Kollege das nicht so genau :mauer) eben mit Unterbeton, Kies oder was auch immer machst, ist erst mal auch eine wirtschaftliche Entscheidung. Also DU HOLST MATSCH RAUS UND TUST ETWAS TRAGFÄHIGES REIN.
     
  6. gast3

    gast3 Gast

    du baust kein Kernkraftwerk
     
  7. Julius

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    Eine "Kapillarschicht" wäre tatsächlich kontraproduktiv.
    Dewegen verwendet man ja üblicherweise eine kapillarbrechende Schicht!

    Ansonsten:
    Ne durchgehende 70cm-Platte wäre extrem aufwendig. Da nimmt man dann besser andere Lösungen.

    Ganz genau kann man es möglicherweise erst sagen, wenn die Baugrube in voller Größe ausgehoben ist. Denn die Verhältnisse sind nicht unbedingt auf der ganzen Fläche einheitlich.
     
  8. #8 almenhof, 29.09.2008
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    nun, für einen laien liest sich ein solches Gutachten sehr bedrohlich. zumal es jetzt wirklich an diesem Gutachten hängt. Haus und Finanzierung steht, Grundstück ist toll und dann dieses Gutachten. Darum wohl meine/unsere Panik.

    Ich habe der Fa. die die Platte und die Erdarbeiten übernimmt, das Gutachten gefaxt. Sie haben versprochen sich dazu zu äussern. Warten wir´s ab.

    Leider kann ich nicht einordnen, ob diese Bodensituation was "normales" ist, oder doch eher etwas um das man sich verstärkt Sorgen machen muss. Wie gesagt, man hat nicht jeden Tag damit zu tun.

    Noch eine Bitte: Im Gutachten (s.o.) wird zu einer elastisch gebetteten Platte geraten. D.h. eine biegefeste Platte kann auch elastisch gebettet sein `?
     
  9. #9 almenhof, 29.09.2008
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    in unserem Angebot heisst es "Kapilarschicht in der Stärke 0,15"

    Ist damit nicht eine kapilarbrechende Schicht gemeint ? Mir war nicht klar, das es 2 Begriffe gibt. :eek:
     
  10. Robby

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    Das ist schon die "kapillarbrechende Schicht" die nur Sinn macht bei Bauten die nur untergeordneter Nutzung unterliegen (reine Lagerräume, kein Personenaufenthalt, nie geheizt, usw usw). Zusätzlich darf nur der Lastfall Bodenfeuchte vorliegen. Dann kann man mit der "kapillarbrechende Schicht auf eine Abdichtung verzichten.

    Ansonsten kann diese sogar zu unnötig hohem Wasserdruck an der Bodenplattenunterseite führen.

    http://www.bau.de/forum/tiefbau/1719.htm
     
  11. #11 almenhof, 29.09.2008
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    d.h. wir könnten auf die kapilarbrechende Schicht verzichten, (eine Dämmung unter der Platte von 0,10 war vorgesehen)
    falls aber die Gründungssohle eine Kosistent von < steif hat, ist dann der Lastfall Bodenfeuchte eingetreten ?
    und die kapilarbrechende Schicht wäre wieder nötig ?
     
  12. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    NEIN! Nur beim Lastfall Bodenfeuchte und untergeordneter Nutzung der Räume.

    Der Lastfall betrifft die Abdichtung und NICHT das Gründungskonzept...
     
  13. mls

    mls Bauexpertenforum

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    du brauchst knowhow auf deiner seite - und lass dir die beschaffenheit und eignung des
    "hangschuttes" erklären, das ist nichttrivial.
     
  14. #14 almenhof, 29.09.2008
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    vielen dank bisher !

    nochmals meine Bitte:
    Im Gutachten (s.o.) wird zu einer elastisch gebetteten Platte geraten.
    Ist diese im Aufbau anders als eine biegefeste, oder liegt der Unterschied nur in der Bettung?
    In dem Fall, wie muss sich in die Bettung verändern ?
     
  15. gast3

    gast3 Gast

    elastisch gebettet = biegesteif, da tut sich nichts.

    du machst die Statik aber nicht selber, ODER ? Ansonsten frage ich mich, warum du deinen Statiker nicht fragst.

    Und da Robby, obwohl er (hoffentlich :winken) immer recht hat, aber keiner ihn versteht:

    nochmal: verwechsle nicht Gründung und Trockenhaltung
     
  16. #16 almenhof, 29.09.2008
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    :wow die Statik SELBER machen ?
    nein, wirklich nicht ! Bin ja froh, wenn ich die Zusammenhänge im Grossen & Ganzen blicke.

    Ich versuche nur zu verstehen und bei dem Gespräch mit dem Tragwerksplaner nicht völlig unvorbereitet zu sein.

    Manches ist mir ja schon klarer.

    Zudem wird es jetzt noch ein Bodengutachten geben. Der Tragwerksplaner wird das in Auftrag geben (oder selber durchführen?)
    Das mir vorliegende GU ist vom Verkäufer des Grundstücks.

    danke schön !

    beste grüsse
    chris
     
  17. gast3

    gast3 Gast

    :yikes:yikes:yikes

    Sorry geschätzte TW, aber das möchte ich sehen - nein besser nicht :motz
     
  18. Robby

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    Neee

    Ich rate nur manchmal gut :winken
     
  19. PeMu

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    Nicht ganz so (Robby kann auch nur raten), aber die Infos sind auch nur dürftig.

    Weitere Infos über das Gelände, die geplante Bebauung fehlen. Nur dann wird es zielgerichtet, aber dann sind wir auch mitten in der Planung.

    Und wenn bereits die Idee 20cm Bopla mit Unterbau festliegt: bereits Planung angelaufen - oder das machen wir immer so?

    Ich rate nix dazu.
     
  20. mls

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    keine sorge, das wird normalerweise keiner machen ;)
     
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