Modergeruch und Stockfleckenbildung im Keller

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  1. Scubaron

    Scubaron

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    Hallo zusammen,

    wir haben heute festgestellt, dass in einem unserer Kellerräume Modergeruch auftritt und dort gelagerte Gegenstände teilweise Stockflecken aufweisen.

    Der Raum ist unter unserer Doppelgarage und gegenüber den anderen Kellerräumen um etwa 1 Meter tiefer gebaut (Treppe führt nach unten) und ist bis zur Oberkante im Erdreich. Der Raum ist 25 m² groß und hat ein Volumen von 67 m³. Einziges Fenster ist eine herausnehmbare Einfachglasscheibe in einem Lichtschacht. Der Boden ist gefliest, die Wände und Decke bestehen aus Beton. Die Decke und eine Wand wurden vom Vorbesitzer mit Holz verkleidet. Unter dem Holz befindet sich anscheinend eine ca. 3cm dicke "Dämmung" aus Styroporplatten.

    Das Problem tritt nur in diesem Raum auf, die anderen Kellerräume sind OK. Die Temperatur liegt spürbar unter der der anderen Räume. Es bildet sich hier ein regelrechter "Kältesee".

    Ich habe ein einfaches Feuchtemessgerät von Workzone, eigentlich nur fürs Brennholz. Dieses zeigt, laut der beigefügten Tabelle, eine Feuchtigkeit in der Betonmauer zwischen 1,2 und 1,3%. Die Holzvertäfelung liegt bei 15%.

    Im unteren Bereich der Betonwände (bis ca. 50cm Höhe) scheinen einen leichten "Gelbstich" zu haben (kaum erkennbar). Es lässt sich allerdings mit den Fingern nichts abreiben. Die Wände fühlen sich klamm, aber nicht feucht an.

    Das Haus ist Baujahr 1985. Momentan gehe ich davon aus, dass es sich nicht um einen Schaden/ Baumangel handelt, sondern wohl eher um kondensierende Feuchtigkeit. Die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit sind, laut einer Extrem-billig-Uhr-mit-Wetterstation 17°C und 72%.

    Meine Fragen:

    1. Wäre es denbar, dass der Modergeruch durch die Styropordämmung unter der Holzdeck/ dort auftretenden Schimmel auftritt? Sollte die Decke mal geöffnet werden?

    2. Ich denke über bessere Lüftung nach. Momentan überlege ich, entweder einen Abluftventilator mit Hygrostat (Luftleistung ca. 90m³/h) oder einen Luftentfeuchter einzusetzen. Was meinen die Experten dazu?


    Der Raum sollte als Spaß- und Fitnessraum genutzt werden. Ist diese Nutzung so möglich oder sollte dazu auch baulich etwas geändert werden (z.B. Innendämmung), damit die Geräte nicht weggammeln?


    Vielen Dank schonmal!

    Gruß
    Steve
     
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  3. Julius

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    Hört sich auch für mich nach Kondensatbildung an.

    Gibt es bisher eine einigermaßen dichtschließende Tür vom übrigen Keller zu diesem Raum?
    Wie und wann wurde er gelüftet?
     
  4. Scubaron

    Scubaron

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    Hi,

    die Türe klemmt etwas (bin noch nicht dazu gekommen...) und steht daher meist etwa 20 cm weit offen.

    Gelüftet wurde dieser Kellerraum bisher nicht. Hab mich im Sommer wegen dem vielen Regen nicht getraut...
     
  5. #4 Bromm Edmund, 25. November 2013
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    Hallo, ich habe mir auch ein Haus mit einem feuchten Keller gekauft und mir dann einen Luftentfeuchter zugelegt.
    Seit 1983 läuft dieser und hält meinen Keller "trocken".
    Klar ist, dass bei der Feuchte und Raum-Temperatur Tauwasser ausfällt.
    Die Temperatur im Erdreich wird sicher öfter unter 12° absinken und dann fällt Tauwasser an.
    Da der Raum relativ klein ist empfehle ich eher einen ausreichend dimensionierten Luftentfeuchter.
     
  6. sarkas

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    Wo hast denn diese Weisheit her?




    Die Physik sagt es hängt von Raumtemperatur, relativer Luftfeuchtigkeit UND Oberflächentemperatur ab.

    Wenn es sich denn u. U. doch um eine fehlerhafte Horizontal oder Vertikalabdichtung handelt, ist ein Luftentfeuchter fatal.

    Genauso kann eine hygrostatgesteuerter "Miefquirrl" falsch sein, wenn feuchtigkeitgeschwängerte Luft aus anderen Räumen hereingezogen wird.

    Dies sind Fragen, die in einem Forum schwierig zu klären sind.
     
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