Modulierende Wärmepumpe

Diskutiere Modulierende Wärmepumpe im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, folgende Frage: wir werden in unserem Neubau eine Wärmepumpe installieren (Erde, Flachkollektor, Direktverdampfer). Bei der von uns...

  1. #1 Rudi Ratlos, 5. März 2010
    Rudi Ratlos

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    Hallo, folgende Frage:

    wir werden in unserem Neubau eine Wärmepumpe installieren (Erde, Flachkollektor, Direktverdampfer). Bei der von uns benötigten Leistung käme eine modulierende WP ca. 4000 Euro teurer, Strom-Ersparnis bei modulierend ca. 10-15%.

    Warum sollte man das tun ?? Wenn ich jetzt von 600 Euro Heizkosten ausgehe und volle 15% spare, sind das 90 Euro jährlich. Also über 40 Jahre bis sich die Mehrkosten amortisiert haben.

    Hab ich da ´nen Denkfehler ? Oder gibts andere Vorteile. Evtl. leiser, evtl. längere Lebensdauer weil sanftes Anfahren und kontinuierlicher Betrieb ???

    Bitte tut mal Eure Meinung kund.

    Vielen Dank

    Rudi Ratlos
     
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  3. alex2008

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    modulierend hat den Vorteil, dass die WP in der Übergangszeit weniger taktet.
    Wirkt sich auf Effizienz und Lebensdauer mehr oder weniger Positiv aus.

    Aber Wieviel höher sind in deinem Fall die Finanzierungskosten?
    Abschreibung ist auch höher
    Dass wird dann bei den Gesamtkosten schnell teurer trotz höherer Effizienz und höherer Lebensdauer.

    Dar ich raten, der Hersteller beginnt mit H und kommt aus Österreich.
     
  4. BauKran

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    Wird bei der Modulation nicht auch die Energiequelle effizienter genutzt?
     
  5. fmw6502

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    hängt vom Quellentyp ab, wobei sich die Experten nicht immer einig sind.
    Zur DV gab es hier schon einmal eine längere Grundsatzdiskussion.

    Gruß
    Frank Martin
     
  6. #5 Hendrik42, 7. März 2010
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    Sind die modulierenden DV schon ausgereift? Am Anfang gab es da ja noch Probleme, der Kompressor bewegt ja auch das Kältemittel (weil DV) und wenn der moduliert, dann hatte es nicht mehr genug Druck für das Schmermittel im Kältemittel oder so.

    Wenn Du sicher bist, dass Du für 4000 EUR mehr nur modulierung bekommst, dann würde ich es sein lassen. Die WP hält sicher 20 Jahre, aber bis dahin sollten die Wirkungsgrade noch viel besser geworden sein und dann lohnt sich das Auswechseln :-)

    Gruß, Hendrik
     
  7. #6 Rudi Ratlos, 7. März 2010
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    Danke erstmal für Eure Antworten.
    @alex2008: genau, Heliotherm ist geplant. Investitionskosten sind fast sekundär. Haben uns beim Hausbau eine finanzielle Obergrenze gesetzt und diesen Kredit gesichert. Wenn wir an der einen Stelle mehr ausgeben, sparen wir das woanders ein. Funktioniert bislang tadellos.
    Somit ist der Gedanke von Hendrik42 auch meiner: neue Technik, vielleicht noch nicht ganz ausgereift (so ungefähr auch die Aussage vom Heizungsbauer: Innovation versus bewährte Technik). Und die Kohle geben wir dann für andere Dinge aus...

    Meine "Angst" wäre halt nur, irgendwas zu übersehen worüber ich mich dann später ärgere...
     
  8. #7 skydiver75, 7. März 2010
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    Waren Helotherm nicht die, die sagten, dass das System absolut monovalent arbeiten kann und kein Heizstab im System notwendig ist? Oder verwechsel ich da etwas?
     
  9. fmw6502

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    was ist daran so besonderes, wenn man die WP bzw. die Wärmequelle so ordentlich auslegt, daß kein Heizstab notwendig ist? Das kann jeder ordentliche Fachbetrieb!

    Gruß
    Frank Martin
     
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  11. R.B.

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    Sinn und Unsinn einer "modulierenden" WP?

    Nun, wir wissen ja alle, dass sich die Heizlast eines Gebäudes mit der Außentemperatur ändert. Genau betrachtet reden wir da aber "nur" von einem Bereich zwischen sagen wir mal 30% und 100%.
    Was aber hinzu kommt, ist die schwankende Leistung einer WP aufgrund der Quellentemperatur. Bei Sole oder DV ist das nicht so ausgeprägt, aber bei einer LWP kann sich die Leistung locker und leicht halbieren wenn´s mal richtig kalt wird.

    Grob gesagt, wenn ich mit einer annähernd konstanten Quellentemperatur rechnen kann, kann man die sich verändernde Heizlast durch Takten problemlos kompensieren. Kommen dann aber noch starke Leistungsschwankungen aufgrund einer sich verändernden Quellentemperatur hinzu, dann werden die Takte einer auf min. AT ausgelegten WP so kurz, dass die WP nicht mehr richtig funktionieren kann und der Verschleiß sich erhöht.

    Bei Sole oder DV ist das nicht so kritisch, bei einer LWP sollte man, je nach Leistungsklasse, den Bivalenzpunkt entsprechend wählen, oder mit mehreren Kompressoren arbeiten, oder halt eine Leistungsregelung (Inverter) implementieren.

    Alles eine Frage der Auslegung.

    Gruß
    Ralf
     
  12. alex2008

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    unsere LWP "taktet" trotz Invertertechnik in der Übergangsphase.
    Sie kommt eben trotz Leistungsregelung nicht weit genug runter mit der Leistung.
    Dass takten hält sich aber in Grenzen da die Heizgrenze und Heizlast eh recht tief sind.

    Bei Erdwärme seh ich noch einen gewissen Sinn einer Modulation wenn die Auslegungsheizlast einigermaßen hoch ist um eine gewisse Mindestlaufzeit des Verdichters zu gewährleisten.
     
Thema: Modulierende Wärmepumpe
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