Müffelgeruch in einem Zimmer

Diskutiere Müffelgeruch in einem Zimmer im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, Vor 20 Jahren habe ich ein Haus Baujahr 1956 gekauft und saniert. Darin gibt es ein kleines Zimmer welches mir seit einigen Jahren...

  1. Gerd2304

    Gerd2304 Gast

    Hallo,

    Vor 20 Jahren habe ich ein Haus Baujahr 1956 gekauft und saniert. Darin gibt es ein kleines Zimmer welches mir seit einigen Jahren Probleme macht und nur noch als Rumpelkammer genutzt wird. Das Haus ist teilunterkellert (beton). Das betreffende Zimmer hat nur einen Kriechkeller. Die Kellerdecke ist Beton. In diesem Zimmer wurde kein Estrich verlegt, sondern eine Perliteschüttung, Styrodur, Spanplatte mit Kunststoff als Bodenbelag.
    Vormals war kein Heizkörper in dem Raum! Dieser wurde damals nachgerüstet.
    Es müffelt immer etwas in dem Zimmer. Richtige Flecken sind aber keine zu sehen!

    Gestern Abend habe ich mir ein Feuchtemessgerät für Brennholz genommen und die Wände systematisch gepiekst. Werte um die 20% waren eigentlich überall. An einer Stelle gab es aber Werte jenseits von 60 % Feuchte. Dass das keine genaue Messung ist, ist mir klar, spielt aber auch keine Rolle.

    Zunächst ging ich von aufsteigender Feuchte in dem Bereich aus und wollte ein Lüftungsgitter innerhalb des darunterliegenden Kriechkellers einbauen.

    Heute morgen schaute ich zunächst nicht schlecht, als ich feststellte dass dort bereits ein Lüftungsgitter eingebaut war.

    Aber jetzt kommts: Dieses Lüftungsgitter liegt oberhalb der Betondecke, also in dem mit Perlite und Styrodur ausgelegten Boden.

    Ich gehe nun davon aus dass durch das Loch kalte Luft in den Boden gelangt ist und dort kondensiert ist. Habe das Lüftungsgitter herausgestemmt und das Loch jetzt zunächst mit Bauschaum gefüllt.

    Etwas tiefer, also unterhalb der Kellerdecke möchte ich nun ein neues Lüftungsgitter anbringen und den Kriechkeller belüften.

    Was haltet ihr von der ganzen Geschichte?

    Grüße
    Gerd
     
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  3. Corinna72

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    Für Holzmessgeräte musst Du eine Umrechnungstabelle benutzen, wenn Du damit Wandfeuchte messen willst.
     
  4. Neutal

    Neutal

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    Man kann mit diesen Geräten KEINE Feuchtigkeit im Mauerwerk messen.
     
  5. #4 Alfons Fischer, 27. November 2013
    Alfons Fischer

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    vielleicht hat's ja zu dem Gitter reingeregnet.
    Die Spanplatte (und ggf. auch andere Bauteile) kann auch schon massiven Schaden genommen haben. Kann sein, dass man sie für eine fachgerechte Sanierung ausbauen muss...
     
  6. Julius

    Julius

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    Kondensiert sein wird da hingegen wenig.
    Denn die eindringende Luft wäre ja wärmer als der Bereich, in welchen sie eindringt.
     
  7. Gerd2304

    Gerd2304 Gast

    Hallo,

    Danke für eure Hinweise. Aber wie ich bereits geschrieben habe interessiert mich der absolute "Messwert" nicht. Für einen Trend bzw. Um trockene von wesentlich feuchteren Bereichen zu unterscheiden ist meines Erachtens die Vorgehensweise mit dem Holzfeuchtemesser sinnvoll.

    @ Julius, deinen Hinweis verstehe ich nicht.

    @ Alfons, dass es reingeregnet hat glaube ich eher nicht. Mit der Spanplatte magst du recht haben. Wollte jetzt zunächst mal die Ursache beseitigen und im Frühjahr das Zimmer renovieren.

    Mich hätte aber jetzt viel mehr interessiert, ob meine Vermutungen schlüssig sind.

    Grüße
    Gerd
     
  8. Julius

    Julius

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    Bitte erläutere, wie Du Dir das vorstellst!
    Wie könnte eindringende Kaltluft kondensieren (also an Bauteilen, die wärmer sind als sie selbst)?


    Zumindest DIESE Vermutung (mit der von Dir beschriebenen Kondensation) ist SEHR abwegig.
     
  9. Corinna72

    Corinna72

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    Hm, bist Du da ganz sicher?
    Ich habe neulich so ein Messgerät gekauft und da lag eine Umrechnungstabelle bei, wie man welchen Wert bei welchem Mauerwerk dann umrechenen muss.
     
  10. Neutal

    Neutal

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    Ganz sicher. Es taugt allenfalls zu einer Schätzung. Mein Meßkoffer hat über 1700€ gekostet und trotzdem taugt dieses Verfahren nicht zu einer Verwertbaren Analyse.
    Das CM-Verfahren eignet sich am besten für eine verwertbare Feuchtigkeitsbestimmung oder eine Darrprobe. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten das Resultat zu beeinflussen und das Probenentnahmeraster sollte dokumentiert werden
     
  11. Gerd2304

    Gerd2304 Gast

    Hallo,

    Ist das nicht alles ein wenig abgedreht? Laut Bedienungsanleitung läßt sich mit meinem 15 € Feuchtemesser auch die Baufeuchte "messen". Selbst wenn das Gerät eine Messtoleranz von +/- 10% hat genügt mir dies völlig.
    Habe das Gerät jetzt einmal umgestellt und Werte von 0,6 - 1,0 % an Innen- und mutmaßlich trockenen Außenwänden festgestellt.
    In dem betroffenen Bereich von ca 0,5 m2 habe ich Werte von 2,0 - 2,9 % erhalten.
    Was bringen mir nun diese absoluten Werte?
    Sie sagen mir, dass die Stelle feucht ist. :respekt

    Grüße
    Gerd
     
  12. Neutal

    Neutal

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    Wenn Sie meinen
     
  13. Gerd2304

    Gerd2304 Gast

    Was soll bitteschön falsch sein, die wahrscheinliche Ursache zu beseitigen und den Rückgang der Feuchte in ein paar Wochen noch einmal anzusehen?
    Dass, wie Alfons bemerkte, Bauteile dann eventuell ausgewechselt werden müssen, ist eine andere Frage.

    Grüße
    Gerd
     
  14. Gerd2304

    Gerd2304 Gast

    Mittlerweile entspricht die Feuchte an der Stelle der der anderen Wände!

    Grüße
    Gerd
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Weil Du damit nur die Feuchte an der Oberfläche abschätzen kannst, und die kann ganz andere Ursachen haben.
     
  16. Julius

    Julius

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    Mein Einwand bezog sich darauf:
    Und zwar, weil dies physikalisch nicht möglich ist.
     
  17. Gerd2304

    Gerd2304 Gast

    @ Julius, dass kalte Luft an einer warmen Oberfläche zu Kondensation führt soll physikalisch nicht möglich sein? Ah ja..
    @ R.B. Nur welche andere Möglichkeit sollte dies sein, als ein Loch genau an dieser Stelle, wo es eigentlich nicht hingehört?
     
  18. sarkas

    sarkas

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    Dann erklär uns doch mal anhand rel. Luftfeuchte (von mir aus auch mit absoluter Feuchte), Temperatur, Oberflächentemperatur und Taupunkt etc. wie das funktioniert Herr Ingenieur.

    Da bin ich jetzt auch mal neugierig.


    Anmerkung: Bei einer Belüftung des Kriechkellers müsst aber sichergestellt werden, dass im Sommer keine feuchtigkeitsgeschwängerte warme Luft in den Keller kommt.

    Wie sollte das realisiert werden?
     
  19. Gerd2304

    Gerd2304 Gast

    Ihr Ton passt mir nicht Herr Handwerker! Sicherlich reicht auch ihr Horizont soweit, dass es nicht nur Ingenieure der Fachrichtung Bautechnik gibt.
    Wenn Sie etwas sachliches zum Thema beitragen möchten, so können Sie dies gerne tun, ansonsten würde ich mir wünschen von Ihnen lieber keine Beiträge zu lesen.
     
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  21. #19 Alfons Fischer, 2. Dezember 2013
    Alfons Fischer

    Alfons Fischer

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    Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort jemand ein Gitter eingebaut haben soll, in welchem kein Sinn gesehen wurde.
    Darum würde ich dies erst mal hinterfragen...
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Kalte Luft kann an warmen Flächen nicht kondensieren, ich denke das ist geklärt. Das Zimmer hat ja sicherlich eine Tür, was befindet sich vor der Tür? Ist dieser Bereich dann beheizt? Dann könnte warme Luft in den Raum gelangen und an kalten Flächen kondensieren.

    Ansonsten, wenn der Raum nur als Rumpelkammer genutzt, und nie geheizt wird, dann ist es sehr gut möglich, dass dieser Raum mit der Zeit muffig riecht. Ich würde zuerst mal heizen und lüften, und dann beobachten ob der Geruch verschwindet. Wenn nicht, dann wäre der Bodenaufbau mein nächster Kandidat. Spanplatten, nach unten EPS und darauf ein Kunststoffboden (Vinyl?), das klingt nicht gut, zumal der Betonboden im Winter extrem kalt werden kann (Kriechkeller belüftet).

    Was das mit dem Loch auf sich hat, da kann man nur raten. Es sollte doch möglich sein herauszufinden, wohin das geht usw.
     
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Müffelgeruch in einem Zimmer

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