Nachträgliche Außenwandabdichtung / Ausschachtung

Diskutiere Nachträgliche Außenwandabdichtung / Ausschachtung im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, wir haben bei unserem Haus (Baujahr ca. 1900, Mehrfamilienhaus mit Souterrain/Keller) an der Gartenseite Ausschachtungen zur...

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  1. #1 EigenleisterHB, 30.08.2025 um 11:20 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 30.08.2025 um 11:33 Uhr
    EigenleisterHB

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    Hallo zusammen,

    wir haben bei unserem Haus (Baujahr ca. 1900, Mehrfamilienhaus mit Souterrain/Keller) an der Gartenseite Ausschachtungen zur Vorbereitung von Abdichtungsarbeiten gemacht. Die Wände sind feucht, speziell im Zimmer an der Straßenseite herrschen ohne Entfeuchter bis zu 85 % Luftfeuchtigkeit, dort ist auch Schimmel. Dass aus den Bodenfugen, der Bodenplatte und von der Straßenseite (Erdberührung) ebenfalls Feuchtigkeit drückt, ist klar. Zum Thema Feuchtigkeitssanierung und Drainage schreibe ich noch separat – aktuell geht es nur um eine Sicherheitsfrage.

    Rahmendaten / begleitende Bilder ganz unten:
    • Giebelseite zum Garten (aus Straßensicht links vom Haus): ca. 13 m Länge, Hausbreite ca. 6 m.

    • Boden: überwiegend sandig bis lehmig.

    • Ausschachtung abschnittsweise mit Schächten von ca. 40–60 cm Breite, 30–145 cm Tiefe. Ein nicht ausgeschachterer Abschnitt ist der untere Teil einer massiven Steinbank.

    • Fotos und Pläne siehe Anhang: auf großen Teilen der Souterrain-Wände ist außen eine ca. 5 cm starke Betonschicht über dem roten Backstein aufgebracht.

    • Das Haus scheint auf einer Lehmschicht zu stehen. In Zeichnungen von ca. 1900 schien die Straße noch höher gelegen zu haben.

    • Beim Legen der Perimeterdämmung auf der Hofseite (gegenüber der Straße) wurde damals ca. 30 cm unter das Souterrain-Bodenniveau gebuddelt, bis unter die alten Kunststoffrohre, die in den Grundkanal führten. Auf den Fotos ist kein abgetrepptes Fundament zu erkennen – gemäß historischer Zeichnungen könnte es sein, dass dort gar keins vorhanden ist, außer an einzelnen Stellen.

    Wichtig:

    • Es geht hier nicht um Arbeitssicherheit im Graben (Tiefe ist dafür zu gering?!).

    • Meine Frage ist rein statisch:
      → Besteht bei diesen bereits ausgehobenen Schächten eine Gefahr, dass die Wand absackt oder das Haus Schaden nimmt?
      → Oder ist es bei so schmalen, abschnittsweise angelegten Schächten unkritisch, solange nicht unter die Fundamentunterkante gegangen wird?
      → Bzgl. Abdichtung wäre es natürlich am einfachsten, die gesamten 13 m bis ans Fundament freizulegen.
    Mich interessiert: Hat jemand Erfahrungen oder eine fachliche Einschätzung, ob diese abschnittsweise Ausschachtung statisch problematisch ist?

    Vielen Dank für eure Hilfe!


    Aktuelle Sicht aufs Souterain:
    Souterrain_bauzeichnung.jpeg
    Aktuelle Bauzeichnung (ggf. nicht ganz genau)
    Schnitt_bauzeichnung_strasse_rechts.jpeg
    Hist. Schnitt, Strasse rechts, also so, wie wir nun auch auf die Giebelseite blicken:
    Schnitt_hist_strasse_rechts.jpeg
    Feuchtes Strassenzimmer:
    strassenzimmer_innen.jpg
    Panorama Giebelseite
    Blick_gen_Strasse.jpg
    Schacht an Straße
    tiefste_ausschachtung bei Strasse.jpg
    Schacht an Straße, aufs Fundament gestoßen?!
    fundament bei Straße.jpg
    Halb abgerissene Bank, deren massive Steinschicht zusätzlich zum Erdreich einen stützenden Abschnitt darstellt - nötig?!
    oberirdisch_angerissene_steinmauer.jpg
    Links davon bis aufs Fundament gebraben - hier seht ihr auch die 5 cm dicke Betonschickt, die auf der eigentlichen Mauer klebt?!
    fundament_unter_betonschicht.jpg
    Bild von der Perimeterdämmung letzten Sommer im Hof, ggü. Straße: Unklar, ob es durchgängiges abgetrepptes Fundament gibt );
    Perimeterdämmung_Hofseite.jpg
     
  2. Alex88

    Alex88
    Moderator

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    Doch, genau um die geht es
    Ja, der der das beruflich, fachgerecht ausführt
    Bevor hier irgendwelche lebensgefährlichen und blöde Kommentare kommen, mach ich zu
     
    driver55 und seaway gefällt das.
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Nachträgliche Außenwandabdichtung / Ausschachtung

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