nachträgliche Dämmung und Abdichtung Fundament

Diskutiere nachträgliche Dämmung und Abdichtung Fundament im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo Forum, wir haben ein altes Haus (BJ. 1954) gekauft und sind mitten im Umbau/ Sanierung. Das Haus wurde auf einem bereits bestehendes...

  1. #1 Senor Incognito, 07.07.2021
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    Hallo Forum,
    wir haben ein altes Haus (BJ. 1954) gekauft und sind mitten im Umbau/ Sanierung.
    Das Haus wurde auf einem bereits bestehendes Streifen(?)-Fundament errichtet, hat keinen Keller, eine vernünftige Dämmung bzw. Feuchtigkeitsabdichtung nach unten gab es nicht.
    Das Fundament ist ca.20-30cm größer als das darauf gebaute Haus.
    Das Mauerwerk hat zwar eine Horizontalsperre, aber der Fußboden nicht, es gab auch keine Bodernplatte nach heutigem Standard. Unter dem Estrich war lehmiger Erdboden.
    In der Folge gab es im EG Probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit. Der Estrich (Bodenbelag oben drauf war Laminat und oder PVC) war feucht, z.Teil bis in das Mauerwerk gedrungen. Das wird nun alles behoben. Boden ist komplett raus und wird neu aufgebaut inkl. Dämmung, Fußbodenheizung etc.
    Zusätzlich wird von außen abgedichtet und gedämmt. Es wurde ca. 1m um das Haus ausgeschachtet, eine Drainage eingebaut, das überstehende Fundament mit Styrodorplatten gedämmt (seitlich und oben auf dem überstehenden Teil) und mit Bitumendickanstrich versehen. Davor wurde eine Noppenbahn gesetzt. (siehe Fotos)
    Aufgeschüttet wurde es mit Sand und Kies...
    Jetzt meine Frage:
    Auf der einen Seite des Hauses (hier kommen wieder Wegplatten/ Terrasse bis an die Hauskante) ist die Noppenbahn oberflächennah abgeschnitten zur besseren Hinterlüftung. Auf der anderen Seite ist die Noppenbahn bis an das Mauerwerk gezogen. Hier soll der Weg zum Eingang entstehen.
    Ist das so in Ordnung? Ich habe (von "Laien") sowohl gehört, dass wäre so ok und üblich aber auch, dass wäre ganz falsch und die Noppenbahn muss min 20cm "rausstehen" und dann mit einer Leiste am Mauerwerk befestigt werden. Da das Mauerwerk trocken ist und optisch ganz furchtbar aussehen würde, wäre das nicht gerade mein Favorit...
    Danke vorab!
     

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  2. #2 Manufact, 07.07.2021
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    1. Die Noppenbahn gehört mit den Noppen nach AUSSEN!
    2. Eine Noppenbahn ist KEINE Abdichtung.
    3. Die Noppenbahn dient nur als Einfüllschutz, sie kann 5 cm unterhalb GOK abgeschnitten werden.
    4. Es sollte dringend in geeigneter Höhe eine Horizontalsperre nachgerüstet werden.
    5. Bei nur 1m Eindringtiefe ist eine Drainage nicht erforderlich.
    6. Die Drainage ist falsch ausgeführt. Wenn schon, dann gehören an JEDER Ecke 35 er Spülkästen/Einsätze gesetzt.
    Grund die Drainage verschlammt im Laufe der Zeit und muss dann mit Hochdruck ausgespült werden.
    Dies geht nur, wenn genug Platz für die 90° Biegung des relativ starren Hochdruckschlauches incl. Kopf ist - deswegen die 35er Spülkästen.
    Ausserdem fehlt das umhüllende Vlies und die Kiesschüttung innerhalb des Vlieses.
    Genereller Aufbau: Ausschachtung, Drainagekies, Vlies, Drainagekies, Drainagerohr mit 2° Gefälle,
    Drainagekies, Umschlagen des Vlieses.
    Siehe z.B. Entwässerung durch Drainage | HORNBACH
     
    Netzer und simon84 gefällt das.
  3. #3 Bromm Edmund, 08.07.2021
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    Zuerst mal die Frage: gibt es denn keinen fachkundigen Planer für diese Leistungen ? Es ist doch alles nicht billig was Sie da machen!
    Ich behaupte da hätten Sie viel Geld gespart und weniger Probleme.
    Ob die Noppenbahnen so oder so verlegt werden ist nicht das entscheidende sondern diese muss oben mit einem Profil abgedeckt werden - sonst läuft doch das Wasser dahinter und es bildet sich Stauwasser. Siehe: DELTA®-TERRAXX-PROFIL - Dörken
    Genauso fragwürdig ist ein Kiesgraben oder eine Drainanlage. Wollen Sie das Wasser am Haus einleiten und dann um das ganze Haus verteilen? Glaubt denn jemand, dass man das Wasser mit einer Drainanlage (wie auch immer diese verbaut wird), dass man das Wasser nur ableitet und nicht um das Haus verteilt ?
    Ich verstehe nicht wie man pauschal eine Horizontalsperre anbietet wenn z. B. die Kellerwände aus Beton sind. Beton hat so gut wie keine kapillare Saugfähigkeit. Diese dient in den meisten Fällen nur der Geschäftemacherei.
    Mein Haus das ich 1982 gekauft habe ist auch 1954 gebaut und der Keller war patschnass und es hat gemodert (eigentlich schon gestunken) und ich habe seitdem einen Luftentfeuchter installiert und kein Problem mehr mit Feuchte und auch keinen Modergeruch mehr. Dieser dient mir als Lager für meine Papierbilder und sonstige hochwertige Lagerung.
    Unverständlich was alles ausgeführt wird und wer da immer solche Vorschläge macht.
    Es wäre Zeit darüber nachzudenken ob es nicht sinnvoller ist fachlich fundierte Planer zu beschäftigen.
    Dazu der Hinweis:
    FACHPLANER FÜR BAUWERKSINSTANDSETZUNG NACH WTA
    Fachfortbildung


    Ziel
    Für die erfolgreiche Instandsetzung von Gebäuden im Bestand und zur erfolgreichen Sanierung historischer Bausubstanz sind umfangreiches fachliches Hintergrundwissen, ein grundlegendes Verständnis bauphysikalischer Zusammenhänge und entsprechende Erfahrungen nötig. Diese Grundanforderungen sollten bereits in die Instandsetzungskonzeption und die Ausführungsplanung einfließen.

    Die WTA-Merkblätter bieten bereits in vielen Bereichen der Bauwerksinstandsetzung und Sanierung grundlegende Handlungskonzeptionen für die praktische Ausführung dieser Arbeiten an.
    Grundlage der Lehrinhalte bilden die WTA-Merkblätter.
    Usw...
     
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