Nachträglicher Betonboden / Bodenplatte in Garage

Diskutiere Nachträglicher Betonboden / Bodenplatte in Garage im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Moin! Wir möchten den Boden in der Garage sanieren bzw. den aktuellen gepflasterten Boden durch eine Bodenplatte + Dämmung + Estrich ersetzen um...

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    Moin!

    Wir möchten den Boden in der Garage sanieren bzw. den aktuellen gepflasterten Boden durch eine Bodenplatte + Dämmung + Estrich ersetzen um sie im Winter (elektrisch) über 16°C zu heizen und auch etwas schrauben zu können. Die Garage ist an das Haus angebaut. Die 31cm starken Wände (17,5cm Porenbeton + Luftspalt + Klinker) stehen auf einem Streifenfundament. Die Garage hat knapp 48m^2. Der Boden soll entweder gefliest oder mit Epoxy versiegelt werden.

    Ich habe bei einer Baufirma nachgefragt und es kam das erste Angebot (leider preislich etwas über meinen Erwartungen).

    Der vorgeschlagene Aufbau ist ein Kalte Bodenplatte (?) wie oben beschrieben als Beton + Dämmung + Folie + Estrich. (Dämmung -> Beton macht man wohl nur bei neuen KFW Häusern (wir sind KFW75)).

    Ich wollte ein paar Rückfragen stellen, habe ihn heute jedoch nicht mehr erreicht. Könnt ihr mir sagen, ob das folgende Sinn ergibt?

    -Sollte das eine Schwimmende Bodenplatte sein, also keine Verbindung zum Streifenfundament (um eventuelle Kräfte in das Streifenfundament zu verhindern?)? -> Randdämmstreifen erforderlich (würde dann auch Wärmebrücjen verhindern)?

    -Oft sieht man Randdämmstreifen bis über dem Estrich. Ist es kompatibel mit einer Geplanten Epoxybeschichtung die noch ein paar cm über die Wände geht?

    -Die Gesamte Platte ist 30cm stark. Wie dick sollten die Verschiedenen Schichten (Dämmung, Beton, Estrich)?

    -Würde es möglich sein eine FBH im Estrich zu verlegen (wenn man den verlauf der immer weiter steigenden Fahrzeuggewichte betrachtet...)?

    Grüße
     
  2. #2 petra345, 04.03.2023
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    Bei 30 cm Stärke habe ich zunächst an eine Reparaturwerkstatt für die Leos der Ukraine im Jahre 2024 gedacht. Aber für alle Schichten zusammen ist das etwa realistisch.

    Von Oben:
    - 2 cm Fliesen,
    - 8 cm Estrich mit 0,5 bis 1 cm Randdämmstreifen zur Trennung der Belastungen,
    - PE-Folie,
    10 cm Dämmung und
    10 cm Bodenplatte.

    Ob es aber sinnvoll ist, in einer derartigen Garage eine elektrische FBH einzubauen, möchte ich mit einem großen Fragezeichen versehen. Mit der spez. Wärme von Beton kann man ausrechnen, wie lange es dauern wird bis die FBH den Estrich um angenommene 20 °C erwärmt hat. Dazu kommt die Zeit, in der die Estrichplatte bereits einen Teil der Wärme abgibt.

    In einer Kirche hat man diese Konstruktion gewählt. Man muß 2 Tage vorher die Heizung einschalten, hat eine Stromrechnung von jeweils mehreren 1000 € und es ist anschließend trotzdem recht kühl.

    Radiatoren an den Wänden und auch an der Decke, halte ich für sinnvoller bei der Garage, wenn die Heizung nur gelegentlich genutzt wird.
    .
     
  3. tsaG

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    Hey!

    vielen Dank für die rasche Antwort!

    ja, mit FBH meinte ich eigentlich den Anschluss an unser Haus System (da es ja bereits vorhanden ist). Allerdings müsste ich es dann auch im Winter Frost frei halten und, wie Du schon gesagt hast, würde es wohl recht lange dauern. Daher werde ich wohl auf Heizlüfter / Split Gerät bzw. Infrarot Heizung setzen.

    Auch vielen Dank für die Erklärung des Aufbaus. Ist es dann richtig, dass die Bodenplatte direkt a das Streifenfundament, ohne Dämmung oder Randdämmstreifen angegossen wird?

    Grüße
     
  4. #4 petra345, 05.03.2023
    Zuletzt bearbeitet: 05.03.2023
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    Die sich ausdehnende Estrichplatte sollte keinen Kontakt mit den Streifenfundamenten haben. Dies hätte zu Spannungen durch die Ausdehnung geführt.

    Bei der Betonplatte darunter ist diese Gefahr nicht gegeben. Aber wenn sich die Streifenfundamente mit der Garage noch setzen sollten, hätte das auch zu Spannungen geführt.

    Es gibt die Lösung, daß man diese Bodenplatte durchgehend betoniert und dann auch auf Streifenfundamente verzichten kann. Dann sollte die Bewehrung aber auch, und sei es konstuktiv, dafür ausgelegt, d. h. am Rand etwas verstärkt, sein.

    Oder man trennt die Streifenfundamente und diese Bodenplatte. So kann sich ein Gebäude noch mehrere cm setzen, während die umgebende Tiefgarage, sich nicht so stark setzt und elastisch verbunden werden.

    Ob diese Überlegungen bei einer Garage notwendig sind, ist auch vom Baugrund abhängig.

    "Die 31cm starken Wände (17,5cm Porenbeton + Luftspalt + Klinker) stehen auf einem Streifenfundament."
    Ich hoffe doch, daß da hinter dem Luftspalt noch eine Dämmung an der Wand eingebaut ist.
    Später ist es dafür zu spät.
    .
     
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