Nachtspeicherheizungen & Wärmepumpen: Kartellamt setzt Millionen-Rückzahlungen durch

Diskutiere Nachtspeicherheizungen & Wärmepumpen: Kartellamt setzt Millionen-Rückzahlungen durch im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Quelle: Volksstimme.de 02.10.2010 Gute Nachrichten für 530000 Haushalte Bonn (dapd). 13 Stromversorger haben sich gegenüber dem...

  1. tieto

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    Quelle: Volksstimme.de 02.10.2010


    Gute Nachrichten für 530000 Haushalte



    Bonn (dapd). 13 Stromversorger haben sich gegenüber dem Bundeskartellamt zu Rückerstattungen in Höhe von insgesamt 27,2 Millionen Euro an Kunden verpflichtet, die Nachtspeicherheizungen oder Wärmpumpen betreiben. Rund 530000 Haushalte können mit Erstattungen rechnen.

    Außerdem setzte die Behörde Maßnahmen zur Marktöffnung im Heizstrommarkt durch.Durch diese strukturellen Verbesserungen wird alternativen Anbietern der Eintritt in die Heizstrommärkte deutlich erleichtert.


    In Deutschland setzen knapp zwei Millionen Haushalte (rund 4 Prozent aller Wohnungen) Strom als Heizmittel ein. Die Anbieter sind in ihren jeweiligen Versorgungsgebieten jedoch praktisch ohne Wettbewerber. Anders als auf dem Markt für "normalen" Haushaltsstrom gibt es auf dem Heizstrommarkt zahlreiche Marktzutrittsschranken für neue Anbieter und bislang keine Wechselmöglichkeiten für die Verbraucher.

    Das Bundeskartellamt hatte 18 Heizstromversorger und sieben preisgünstige Vergleichsunternehmen hinsichtlich der Erlös- und Kostensituation in den Jahren 2007 bis 2009 untersucht und somit mehr als 70 Prozent des an Privatkunden gelieferten Heizstroms erfasst. Die der Untersuchung zufolge vergleichsweise teuren Versorger hätten sich zu finanziellen Kompensationen an die Kunden verpflichtet. Dies soll entweder durch Gutschriften mit den nächsten Abrechnungen oder durch die Nichtvornahme von kostenseitig gebotenen Preiserhöhungen erfolgen.


    Die Wettbewerbsbehörde betonte gleichzeitig, trotz deutlich gestiegener Kosten für die Einspeisung erneuerbarer Energien hätten viele Heizstromversorger ihre Preise im Jahr 2010 auch im Hinblick auf die laufenden Verfahren bisher nicht erhöht.

    Da die Kosten für erneuerbare Energien im kommenden Jahr erneut stark steigen werden, ist jedoch nach Einschätzung des Bundeskartellamts voraussichtlich 2011 mit höheren Heizstrompreisen zu rechnen.


    Zur Marktöffnung verpflichteten sich die Unternehmen gegenüber dem Kartellamt zur transparenten Veröffentlichung von Heizstromtarifen im Internet, zur Ermittlung temperatur–abhängiger Lastprofile durch den Netzbetreiber und zur Veröffentlichung dieser Lastprofile.

    Darüber hinaus erklärten sie sich bereit, für Heizstromlieferungen nur die niedrige Konzessionsabgabe für Sondervertragslieferungen von derzeit 0,11 Cent je Kilowattstunde zu erheben. Je nach Versorgungsgebiet resultiere hieraus eine zusätzliche direkte Entlastung der Heizstromabnehmer.
     
  2. #2 fmjuchi, 03.10.2010
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    Hi,

    es ist zwar schlimm genug, dass man die Situation ausgenutzt hat, aber 50 € je Haushalt für ein einen Zeitraum von drei Jahren ist ja nicht gerade viel.

    Interessanter wäre es gewesen, die tatsächlichen Zahlen im Vergleich zu veröffentlichen.

    Die Konzessionsabgabe wird übrigens direkt an die Kommunen weiter geleitet und ist in speziellen Verträgen mit sehr langer Laufzeit geregelt. Eigentlich steht dem Versorger kein Wahlrecht zu. Da darf man sich schon fragen, wie auf einmal ein Wechsel möglich ist.

    lg fm
     
  3. #3 denkedran, 03.10.2010
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    Hallo,

    was bringt uns das aufgeblasene Schriftwerk vom Kartellamt ?

    Ergebnis: EON Bayern steigert den Wärmestrom ab 1.11.2010 um weitere 6%

    und dies schon nach 22 Monaten, als Preisgarantie waren zwei Jahre ausgemacht, also 24 Monate, garantiert. Nun ist jegliche staatliche Aufsicht über die Strompreisgestaltung gefallen und so machen die das, wozu die gerade lustig sind.

    Die Politik hat große Angst vor den Stromkonzernen, die haben so viele steuerfreie Rücklagen in der Kriegskasse, damit können die jegliche Regierungsart unterstützen.

    Es bleibt uns nicht viel übrig, Strom sparen ist angesagt.


    Gruß Denkedan
     
  4. #4 alex2008, 05.10.2010
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    Mir wäre es auch lieber ich bekäme den Strom etwas günstiger. Kann aber beim Preisvergleich mit anderen durchaus mehr als zufrieden sein.

    Freiere Wahl tut aber wirklich Not. Kleinere "Energieweiterverkäufer" gerade hier im Südwesten kochen da gerne ein "ökologisches Süppchen"
    WP sind Pfui und deswegen hat man auch da deftige Strompreise zu berappen.
     
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